Weinreben als Kübelpflanze?

Hallo,

ich würde gerne auf einem Balkon eine Weinrebe (keinen wilden Wein) pflanzen und von dem Wein eine ca. 5 m² große Fläche bewachsen lassen. Eignen sich Weinreben als Kübelpflanze? Benötigt der Wein viel Platz für den Wurzelbereich, d.h. wie groß sollte der Kübel in etwa sein? Sind jährliche Umtopfaktionen notwendig?

Viele Grüße,
Andreas

hallo andreas,

ich würde gerne auf einem Balkon eine Weinrebe (keinen wilden Wein) :stuck_out_tongue:flanzen und von dem Wein eine ca. 5 m² große Fläche bewachsen :lassen. Eignen sich Weinreben als Kübelpflanze?

nur bedingt. münchen ist klimatisch nicht gerade für weinreben geeignet, welchen schutz kannst du ihm im winter bieten?. gerade in den ersten drei, vier jahren verträgt die rebe nur milde winterfröste.

Benötigt der Wein viel Platz für den Wurzelbereich, d.h. wie groß :sollte der Kübel in etwa sein?

in den ersten jahren reicht ein 10 l-eimer, ab ca. dem 4 jahr kannst du ihn in einen grossen kübel mit ca. 50/60 cm durchm. setzen, danach sind keine umtopfaktionen mehr notwendig.

ich würde dir aber abraten. ein weinstock ist nicht ganz einfach: manchmal sind spritzungen gegen pilzbefall notwendig und der schnitt sollte auch beherrscht werden, um ein schönes laubdach zu erhalten.

millia

Danke, Millia, für Deine Antwort!
Vielleicht werde ich dann doch eher wegen der kalten Wintertemperaturen auf eine wilde Clematis umsteigen.
Es gibt übrigens Rebsorten, die gegen Pilzbefall weitgehend resistent sind. Über das Schneiden habe ich schon sehr brauchbare Anleitungen im Internet gefunden.

Viele Grüße,
Andreas

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Millia…

in den ersten jahren reicht ein 10 l-eimer, ab ca. dem 4 jahr
kannst du ihn in einen grossen kübel mit ca. 50/60 cm durchm.
setzen, danach sind keine umtopfaktionen mehr notwendig.

Das würde ich so nicht unterschreiben.
Wein ist ein Tiefwurzler. Ich habe schon Wein zum Verkauf in Kübeln gehabt. Der fängt auf einmal an sich selbst aus den höchsten Töpfen rauszudrücken. Früher oder später muss er in den Boden. Da geht leider kein Weg dran vorbei. Immerhin reichen die Wurzeln bis zu 5m tief in den Boden. Das habe ich gesehen, als bei uns eine Tiefgarage auf grad erst ausgehauenes Weinbergsgelände gebaut wurde. Die Arbeiter haben rund um die Uhr geflucht.
Gruß Anja

hi anja,

Wein ist ein Tiefwurzler.

das kann wiederum ich nicht unterschreiben:smile:. er wächst genau so prächtig, wenn er mit einer 60 cm bodenauflage auf blankem fels steht… in dieser tiefe ist auch ziemlich schluss mit dem nahrungsangebot, das er ja nur zusammen mit wasser für sich verwenden kann.

Ich habe schon Wein zum Verkauf in
Kübeln gehabt. Der fängt auf einmal an sich selbst aus den
höchsten Töpfen rauszudrücken.

möglich. überreiche versorgung, die für weinstöcke nicht notwendig ist.

Immerhin
reichen die Wurzeln bis zu 5m tief in den Boden.

nicht im „normalen“ weingarten. hier ist auch bei etwa 60 cm schluss. die langen wurzeln, die du beim aushub der tiefgarage gesehen hast, stammen von stöcken aus einer „randzeile“. neben einer böschung ist das wasserangbot so knapp, dass der weinstock versucht, irgendwo am grund wasser zu finden. deshalb treibt er dort so lange wurzeln. das ist auch normal, aber nicht die regel.

ausgehauenes Weinbergsgelände gebaut wurde. Die Arbeiter haben
rund um die Uhr geflucht.

die armen, da steht wohl die erfingung des baggers kurz bevor:smile:)))

gruss, millia