Hallo,
wie vermehrt man eigentlich Buchs ?
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Frische Triebe abschneiden und erstmal ins Wasser ? oder
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Frische Triebe abschneiden und in Erde einpflanzen ?
Danke für die Hilfe
Elton
Hallo,
wie vermehrt man eigentlich Buchs ?
Frische Triebe abschneiden und erstmal ins Wasser ? oder
Frische Triebe abschneiden und in Erde einpflanzen ?
Danke für die Hilfe
Elton
Servus,
Buchsableger sind unproblematisch, bloß halt ein bissel langsam. Man kann sie in fast jedem Stadium der Pflanze nehmen, ein Stück weit sollten sie allerdings schon reif verholzt sein. An dem Abschnitt, der in den Boden kommt, alle Blätter abstreifen. Vor dem Stecken oberflächlich abtrocknen lassen. Boden nie ganz austrocknen lassen, aber nicht zu nass halten - gut ist Halbschatten/Schatten. Die Stecklinge, die im Jahr darauf oder - falls spät im Jahr abgenommen - auch erst ein Jahr später frische Triebe machen, vor dem Umpflanzen oben und unten stutzen und weiterkultivieren.
Schöne Grüße
MM
Hallo !
Setzlinge auf keinen Fall in normale Erde setzen!!
Es muß nährstoffarme Anzuchterde sein. 80% weißer Sand, Rest normal.
Die Wurzeln müssen Nahrung suchen und nur so entwickeln sie sich.
Bei normalem Mutterboden würde sich nur eine kleine Wurzel bilden und oben
würde das Grün wuchern. Umgekehrt ist aber richtig. Sie würde sich sonst totwachsen.
Dann die Fläche mit Folie abdecken und bis zum nächsten Frühjahr warten.
Die Wurzeln sind dann meistens größer und länger als das Grün oben. Diese
kann man dann so pflanzen, wie man sie haben will. 8 Stück auf einen Meter.
Danach aufpassen, dass sie nicht zu groß werden. Rechtzeitig schneiden.
Je mehr geschnitten wird, umso besser und dichter wird die Pflanze.
Wir haben 130 m (ca 1000 Stck) Buxbaumhecke in einem Blumengarten und das Schneiden
ist eine sehr aufwendige Arbeit.
mfgConrad
Hallo Conrad,
ich baue grade nach und nach eine Begrenzung mit vielen, sehr niedrig gehaltenen Buchsbäumchen auf, und mache dafür jährlich beim Schneiden eine Reihe Ableger aus geeigneten Stücken vom Schnitt. Die letzten zwanzig habe ich alle genau so gezogen wie beschrieben, ohne irgendwelche Schwierigkeiten. Sie wachsen durchaus nicht schneller, als die Wurzeln liefern können (das Wachstum hängt ja davon ab, was zur Verfügung steht), und die Bewurzelung ist ganz normal.
Mir ist die Empfehlung Sand sowohl für Sämlinge als auch für Stecklinge bekannt. Ich frage mich dabei immer, ob jemand auf den Gedanken käme, einen Säugling mit möglichst viel Wasser im Fläschchen aufzuziehen, damit sich dessen Stoffwechsel gut entwickelt („er muss sich die Nährstoffe suchen“). Eine Pflanze ohne Nährstoffe kann nicht wachsen, und sie kann auch keine Wurzeln bilden.
Sandiges Substrat ist dort nützlich, wo Fäulnis droht, weil es gut drainiert und belüftet. Das ist bei Buxus nicht der Fall.
Der dichteren Bewurzelung dient das Verbaumschulen = Einkürzen der Haupttriebe und Hauptwurzeln im zweiten Jahr.
Mangelhaft ausgebildetes Wurzelsystem durch Überdüngung findet man sicherlich, z.B. sehr oft bei Rosen, die ständig mit NPK zugeschüttet werden; aber zwischen normalem Gartenboden und so einer NPK-Suppe gibts schon Unterschiede.
Schöne Grüße
MM
Hallo !
Du hast sicher Recht und die tausend Gärtner um uns herum machen es falsch. Hast Du Dir mal überlegt, ob Euer Boden vielleicht nährstoffarm ist?
Und ein Kind mit einem Buxbaum zu vergleichen, ist schon makaber. Aber, wenn wir schon mal dabei sind :
Gib dem Kind täglich ein paarmal die Flasche, aber so, dass es die ersten Minuten den Kopf danach streckt. Wetten, dass der Hals länger wird, als bei anderen Kindern?
mfgConrad
Servus,
Du hast sicher Recht und die tausend Gärtner um uns herum
machen es falsch.
Sie tun das, was Gärtner im Nordwesten halt so tun. Es gibt einige Kulturen, die man in anderen Gegenden gar nicht vernünftig betreiben könnte - nicht umsonst ist der Nordwesten neben Thüringen (wo beiläufig andere Böden vorherrschen) Hochburg von vielen spezialisierten Stauden- und Baumschulkulturen wie Rosen und Oleander.
Es geht dabei aber nicht so sehr um das magere Substrat, sondern darum, dass es bei hohem Sandanteil gut drainiert, gut durchlüftet und hervorragend mechanisierbar ist. Dazu kommt noch, dass in der Zeit, als im Nordwesten noch die Moore ausgetorft wurden, direkt vor der Haustür Substrate mit fast jedem beliebigen Nährstoffgehalt und pH-Wert herstellbar waren.
Hast Du Dir mal überlegt, ob Euer Boden
vielleicht nährstoffarm ist?
Der hat alle Probleme, die ein Gartenboden haben kann: Kalt, schwer, staunass, sauer, kalkarm, stark eisenhaltig usw. usw. - aber wie es Auentone halt so an sich haben, leidet er unter Nährstoffmangel ganz bestimmt nicht.
Ich habe auch meine Aussage nur für Buxus gemacht - dessen Stecklinge haben überhaupt keine Mühe in dieser Richtung. Da fault nichts, da verwächst sich auch nichts. Die Schnittwunden am Abschnitt vernarben sehr schnell, und die Ableger der sowieso sehr langsamen Pflanze bleiben lange Zeit völlig ruhig, bis sie Wurzeln ausgebildet haben. Schwierigkeiten könnte es allenfalls machen, wenn man den Steckling sofort beim Abnehmen und stecken zurückschneidet und ihm damit eine Reihe von Wunden beibringt, durch die Wasser verdunstet, das er eigentlich selber bräuchte. Schneiden kann man früh genug, wenn man die bewurzelten Stecklinge verbaumschult.
Schöne Grüße
MM