Servus,
Ja, dann werden die aber auch nix in unserem Lehmboden.
Wahrscheinlich meinst Du einen Tonboden. Lehmböden sind die fruchtbarsten überhaupt. Wieauchimmer: Ich bin mit einem extrem schweren, kalten Auenton geschlagen - das braucht Zeit und Geduld, aber man kann auch daraus mit den Jahren etwas erträgliches machen. Man muss halt zuschauen, dass er viel durchwurzelt und beschattet ist, immer genug organisches Material bekommt (lieber zum eigenen Kompost noch was von außen dazu), alle paar Jahre vorsichtig aufkalken, nie mit dem Spaten drangehen, immer bloß Grabgabel, und nie bei Nässe etwas machen. Grad Kreuzblütler (Radies, Rettich, fast alles Kraut) mögen einen ordentlichen Tonanteil normalerweise schon.
Finger weg von Nitrophoska, Blaukorn und wie sie alle heißen:
Überzogene Düngung macht Radieschen fad.
Bissel Blaukorn hab ich aber schon reingetan.
Ein bissel was wird nicht so viel ausmachen. Schau halt einmal, was herauskommt.
Mein Eindruck bisher war, daß die pelzig werden, wenn sie
zuwenig Wasser bekommen,
das kann passieren, wenn sie bei Trockenheit verhocken und dann zu lang brauchen.
und Du sagst, mit genug Wasser werde sie wäßrig!
Nein, langsam! Radieschen mit zurückhaltender N-Versorgung werden eh nicht wässrig, auch wenn sie feucht gehalten werden. Ich hab bloß gesagt, dass sie mit sehr wenig Wasser gern ein bissel scharf werden. Und ich hab ja auch nicht gewusst, dass es Dir nicht bloß um Aroma, sondern auch drum geht, dass sie scharf sind. Genug Wasser dürfte bei einem tonigen Boden und süddeutschem Klima kein Problem sein - allenfalls in den ersten zehn Tagen nach der Saat -, also Hacken statt Gießen: Dann kriegst Du sie so scharf Du magst.
Schöne Grüße
MM