Schwefeldünger für Radieschen

Hallo,

wie kann ich meine gerade aufgegangenen Radieschen gut mir Schwefel versorgen?

Angeblich sei Schwefelmangel der Grund, warum nur noch wäßrig-fade Radieschen auf den Markt kommen und keine schmackhaft-scharfen mehr. Stimmt das überhaupt?
Im örtlichen Baumarkt gibt es keinen Schwefeldünger, angeblich kann man aber auch Gips nehmen usw…

lg

Laudon

Servus,

das mit dem Schwefel halte ich für ein Gerücht.

Im Garten ist das Beste, was Du mit Radieschen machen kannst (je nach Versorgungszustand des Bodens): Nix.

Finger weg von Nitrophoska, Blaukorn und wie sie alle heißen: Überzogene Düngung macht Radieschen fad.

Das Geheimnis der aufgeblasenen faden Radieschen ist, dass sie zwischen Saat und Ernte möglichst kurze Zeit die Fläche belegen dürfen, sonst würden sie zu teuer. Deswegen werden sie mit N-Dünger zugekippt bis an die Halskrause, bissel PK rundet das ab und sorgt für Durchfärbung und Wurzelwachstum. Das macht sie richtig schnell, aber nicht unbedingt besser.

Wenn Dir die eigenen so, wie sie sind, zu scharf vorkommen: Ausreichende Wasserversorgung hilft.

Schöne Grüße

MM

Im Garten ist das Beste, was Du mit Radieschen machen kannst
(je nach Versorgungszustand des Bodens): Nix.

Ja, dann werden die aber auch nix in unserem Lehmboden.

Finger weg von Nitrophoska, Blaukorn und wie sie alle heißen:
Überzogene Düngung macht Radieschen fad.

Bissel Blaukorn hab ich aber schon reingetan.

Wenn Dir die eigenen so, wie sie sind, zu scharf vorkommen:
Ausreichende Wasserversorgung hilft.

Entschuldige meine ungenaue Ausdrucksweise, ich will eigentlich keine faden Radieserl, die es ohnehin bei jedem Aldi für ein paar Pfennig gibt, sondern solche mit Geschmack und Schärfe.
Mein Eindruck bisher war, daß die pelzig werden, wenn sie zuwenig Wasser bekommen, und Du sagst, mit genug Wasser werden sie wäßrig!
Buhuu! Verzweifel…

Angeblich sei Schwefelmangel der Grund, warum nur noch
wäßrig-fade Radieschen auf den Markt kommen und keine
schmackhaft-scharfen mehr. Stimmt das überhaupt?

Ich halte das mit dem Schwefel auch für Schmarren. Lockerer Boden, guter Humus ist wichtig. Blaukorn sehe ich nicht kritisch, wenn man nicht zu sehr klotzt.
Große Hitze im Sommer ist aber ungünstig, gießen !
Udo Becker

Servus,

Ja, dann werden die aber auch nix in unserem Lehmboden.

Wahrscheinlich meinst Du einen Tonboden. Lehmböden sind die fruchtbarsten überhaupt. Wieauchimmer: Ich bin mit einem extrem schweren, kalten Auenton geschlagen - das braucht Zeit und Geduld, aber man kann auch daraus mit den Jahren etwas erträgliches machen. Man muss halt zuschauen, dass er viel durchwurzelt und beschattet ist, immer genug organisches Material bekommt (lieber zum eigenen Kompost noch was von außen dazu), alle paar Jahre vorsichtig aufkalken, nie mit dem Spaten drangehen, immer bloß Grabgabel, und nie bei Nässe etwas machen. Grad Kreuzblütler (Radies, Rettich, fast alles Kraut) mögen einen ordentlichen Tonanteil normalerweise schon.

Finger weg von Nitrophoska, Blaukorn und wie sie alle heißen:
Überzogene Düngung macht Radieschen fad.

Bissel Blaukorn hab ich aber schon reingetan.

Ein bissel was wird nicht so viel ausmachen. Schau halt einmal, was herauskommt.

Mein Eindruck bisher war, daß die pelzig werden, wenn sie
zuwenig Wasser bekommen,

das kann passieren, wenn sie bei Trockenheit verhocken und dann zu lang brauchen.

und Du sagst, mit genug Wasser werde sie wäßrig!

Nein, langsam! Radieschen mit zurückhaltender N-Versorgung werden eh nicht wässrig, auch wenn sie feucht gehalten werden. Ich hab bloß gesagt, dass sie mit sehr wenig Wasser gern ein bissel scharf werden. Und ich hab ja auch nicht gewusst, dass es Dir nicht bloß um Aroma, sondern auch drum geht, dass sie scharf sind. Genug Wasser dürfte bei einem tonigen Boden und süddeutschem Klima kein Problem sein - allenfalls in den ersten zehn Tagen nach der Saat -, also Hacken statt Gießen: Dann kriegst Du sie so scharf Du magst.

Schöne Grüße

MM