Unkraut, Unkraut ohne Ende

Hallo,

wir haben seit ein paar Jahren einen kleinen Garten ca. 60-80 qm am Haus. Anfangs ging es noch. Von Jahr zu Jahr türmt sich das Unkraut auf den Wegen und zwischen den Beeten mehr und mehr an vor Allem nach dem Regen. Inzwischen wachsen dort schon Ähren, Farne und größere Mengen an Gras sowie kleinere Ableger von umliegenden Bäumen Essigbäumen, Platanen). Wir kommen kaum noch dazu unsere Pflanzen vom Unkraut zu unterscheiden oder zu pflegen, da wir nur mit dem Entfernen beschäftigt sind. Das Unkraut sitzt manchmal tief und fest und ist nur schwer mit der Wurzel zu entfernen.

Da die Erde ziemlich alt ist haben wir im letzten und in diesem Jahr Komposterde (überwiegend bestehend aus Obst- und Gemüseresten, Blattwerk, Rasenabschnitte) gemischt mit Blumenerde neu auf den Wegen und Beeten verteilt. Das Unkraut wächst wie verrückt.

Gibt es eine Möglichkeit dieses Wachstum auf natürlicher Basis zu unterdrücken und nur auf die Beete und Pflanzen auszudehnen? Wir suchen etwas was nicht schädlich ist damit man seine Früchte noch Essen kann.

Habe schon überlegt eine Folie auszulegen und mit Kies oder flacher Erde zu bedecken, um das Unkraut zu stoppen. Bringt das etwas?

Servus,

mit der ausgiebigen Kompostgabe (vermutlich „langsamer“ Wurmkompost, nicht schnell fermentierter und dabei heiß gewordener) habt Ihr noch einmal richtig gut nachgesät.

„Alte“ Erde gibt es in dem Sinn nicht. Mit leichter Flächenkompostierung, so wie sie in jedem normalen Ökosystem passiert, dazu Hacken und Gründüngung, kann man jedem Boden die organische Substanz zuführen, die er braucht.

Generell sind bei Begleitkräutern zu unterscheiden:

  • weniger tief wurzelnde, oft einjährige (z.B. Vogelmiere): Bei trockenem Wetter, nach Regen, Hacken und liegenlassen. Dazu eine breite, flache, scharfkantige Hacke (z.B. Rübenhacke) verwenden.

  • tief wurzelde, oft mehrjährige (z.B. Gänsedistel): Mit der Wurzel Ausstechen und der Haufenkompostierung zuführen.

  • verzweigt wurzelnde und aus der Wurzel austreibende (z.B. Ackerwinde): Ausstechen und aus dem Garten entfernen, der kommunalen Kompostierung zuführen.

Schöne Grüße

MM

Inzwischen wachsen dort
schon Ähren, Farne und größere Mengen an Gras sowie kleinere
Ableger von umliegenden Bäumen Essigbäumen, Platanen).

Hallo,
vielleicht solltest du es mal mit Handarbeit versuchen und das Zeug einfach rausziehen :smile: 80 m² sind ja nun wirklich nicht so viel. Das hält man mit ner halben Stunde Arbeit pro Tag doch locker in Schuss.
Gruß
Ingo

Auch Hallo!

Habe schon überlegt eine Folie auszulegen und mit Kies oder
flacher Erde zu bedecken, um das Unkraut zu stoppen. Bringt
das etwas?

Ja!!!

Wenn dich die Folie nicht stört - was auch immer du darüber legst wird nämlich verrutschen, es sei denn du „baust“ richtige Wege: sprich: Weg 15-20 cm tief graben, unten Folie, seitlich irgendeinen senkrechten Abschluss, dazwischen bzw. über die Folie Kies, Platten, etc.
Erde würde ich eher nicht nehmen, sonst hast das Ganze recht bald wieder von vorne (nur dass sich die Wurzeln „nur“ bis zur Folie runtergraben, daher leichter zu entfernen sind.