Hallo, Luise,
Hat von euch vielleicht wer Erfahrungen mit Galtonia
candicans?
Nachbarn von mir
Ich hab mir dieses Jahr eine für den neuen Garten geholt, weil
sie andernorts so toll aussah.
Leider ist meine in diesem Sommer nicht wirklich zu Hochform
aufgelaufen, Blüte kam bei mir „nur“ nen halben Meter hoch,
was ich zunächst der späten Pflanzung zuschrieb (war bereits
Ende Juni).
sicher, dass Du die richtige Pflanze gekauft hast?
Google Bildsuche zeigt u.a. auch Fehlkäufe.
Vergleiche mal …
Nun habe ich nach viel Rumgegoogle gelernt, dass mein schwerer
Gartenboden den Zwiebel- und Staudenzwiebelpflanzen wohl
generell zu nasse Füsse beschert (Gladiolen sind hier auch nix
geworden).
kenne ich.
Meine wohnen im Topf, blühen und wirken zufrieden
Aber so leicht geb ich nicht auf und denke, dass ich dem mit
ner ordentlichen Sandgabe im Beet schon Herrin werden könnte.
hmpf. Sand nützt nur, wenn darunter eine Drainage dafür sorgt, dass das Wasser aus dem Sand auch abfließen kann.
Bau ein Hügelchen - oder setz die Galtonia um in einen Topf
Was mich nun beschäftigt ist, dass meine Googelei nebenbei
sehr widersprüchliche Angaben zur Winterhärte der
Sommerhyazinthe geliefert hat. Die einen sagen, die Pflanze
wäre so hart im Nehmen und dabei vermehrungsfreudig, dass sie
schon als invasiv gelten könnte. Andere meinen, sie sei so
empfindlich, dass die Zwiebeln unbedingt im Herbst ausgegraben
und trocken überwintert werden müssten. Dann heisst es wieder,
die Sommerhyazinthe mag nicht umgepflanzt werden. Und wieder
andere empfehlen unbedingt reine Topfhaltung…
sieh Dir mal die Kontinentalwinterkarte von Deutschland an.
Wir - Nordostbayern haben Kontinentalwinter, Du RheinlandPfalz hast atlantische Winter.
Das ist ein Riesenunterschied für Pflanzungen.
Zum Vergleich: Magnolien gedeien bei Euch wie Unkraut. Bei uns sind das seltene, sorgsam zwischen Häusern gehegte Kleinbäume, die oft erfrorene Blüten haben.
Ja, was stimmt denn nun? Könnt ihr mir von euren Erfahrungen
mit der Sommerhyazinthe berichten?
Jeder Garten ist anders.
grundsätzlich wirst Du mit jedem Gewächs, das aus einem Halbwüstengebiet kommt - dazu zählen u.a. Gladiolen, Galthonia, manche Lilien, auch Eremurus - nur dann froh, wenn Du der Pflanze eine eigene kleine Steppe bastelst.
Bau ihr einen Hügel aus Schutt, gib ihr mageres Substrat, gieße sie wenig oder gar nicht.
Sie wird es Dir danken.
Wir wohnen mitten im Ruhrgebiet, die Winter sind also nicht
superheftig. Lass ich die Gute nun da wo sie ist oder lieber
nicht?
das lässt sich beim besten Willen nur ausprobieren.
Sogar innerhalb eines Dorfes können Nachbarn völlig unterschiedliche Böden haben, können Fröste „durchstreichen“ - oder eben nicht.
Noch dazu sind ja alle Winter anders.
Nach dem Superheißen Jahr 2003 und einem milden Winteranfang hatten wir hier bei uns im Januar 2004 plötzlich -27°.
Hast Du Dich da darauf verlassen, dass nichts groß passiert, sind viele Pflanzen tot, die vorher Jahre überlebten. Die Du aber durch Vorsorge hättest retten können.
Patentrezept gibt es keines.
viele grüße
geli