Liebe Leute,
wenn Ihr diese Pflanze - als gesunden, nicht in den Insulinhaushalt eingreifenden Süßstoff - kennt: Ich würde gerne wissen, wie man konkret die Blätter in welcher Menge zum Süßen verwendet.
Habe Saat bestellt und werde sie im Februar zu Hause aussäen, dann im Kräutergarten ziehen. Wie groß müssen die Blätter sein, bis man ernten kann?
Wo gibt es bis dahin das Zeugs zu kaufen? Dann gibt es das ja noch in flüssiger Form - sind da chemische Zusätze drin?
Wird der Vanillepudding grün, wenn man ihn mit Stevia-Blättern süßt? Fragen über Fragen - Antworten jeder Art sind willkommen!
Gruß, Susanne
Servus,
Februar ist viel zu früh. Säen nicht vor Mitte März an der Fensterbank, sonst gibts stakelige schwache Pflanzen: Das Licht ist notwendig.
Verwendung vor allem der jüngsten Triebe, bei denen ist noch kein so ausgeprägter Beigeschmack da (der lässt sich ungefähr mit Lakritz beschreiben, aber anders: Stevia halt).
Die Süßkraft ist so stark, dass nichts davon grün wird: Two leaves and a bud reichen für einen ziemlich dicken Pudding.
Man muss mit Stevia ein bissel experimentieren, sie ist nicht so easy zu verwenden wie z.B. Assugrinpillen.
Schöne Grüße
MM
hallo susanne,
meine cousine sitzt an der quelle für stevia, nämlich da, wo es herkommt: aus paraguay. daher kenne ich auch viele stevia-produkte wie pulver, pillen, tropfen oder getrocknete blätter.
in fast allen ländern der welt wird stevia zu diätischen zwecken ver- und gekauft. bei uns stehen dem wohl assugrin & co oder andere wirtschaftliche interessen entgegen, deshalb darf es hierzulande nicht als süßungsmittel angeboten werden, sondern allenfalls als haut- und zahnpflegeprodukt.
ich weiß, wo du es kaufen könntest, will aber hier keine werbung für meine cousine betreiben 
zu den steviablättern: geerntet und getrocknet werden sie wie tee. und ebenso kann man in eine große kanne tee ein paar krümel dieser blätter reintun. stevia ist nicht nur unglaublich süß (400 x mehr als zucker), sondern hat einen ganz leicht lakritzigen geschmack. das ist aber immer noch 1000 x besser als der ekelhafte nebengeschmack des saccharin.
es würden homöopathische dosen genügen, um deinen pudding quietschsüß zu machen. von den paar krümeln würde er auch nicht grün werden. trotzdem würde ich im pudding lieber pulverförmige oder flüssige steva nehmen.
bei beiden mußt du allerdings auf die zusammensetzung achten. tropfen gibt es mit 8%, 10% oder mehr reinem stevia. umso hochprozentiger, desto teurer.
das pulver gibt es von 100% gereinigtem steviapulver bis hin zu sämtlichen mischformen mit dextrose, maltrose, fructose und anderen osen oder auch milchpulver.
von dem stevia, das hier (z.b. über ebay) angeboten wird, weiß man meist nicht, woher es kommt und wie es zusammengesetzt ist. daher ziehe ich es vor, geprüfte qualität aus dem herstellerland zu verwenden.
schöne grüße
ann