Kompost-Zusammensetzung

Hallo.

Auf meinen Kompost kommen: Garten- und Küchenabfälle (kein Grasschnitt, keine Fleischabfälle), Holz- und Kohleasche, Hobelspäne mit Meerschweinchenexkrementen durchsetzt und Strohreste aus dem Käfig.

Damit alles gut verkompostiert wird, wie soll da der Anteil der Komponenten sein?

Oder anders gefragt: Wieviel Hobelspäne verträgt der Kompost wenn der Schweinemist (Sticksoffquelle) dabei ist?
Verändert die Asche den pH Wert zu sehr oder gleicht sie eher aus?
Gibt es einen Unterschied zwischen Holzasche und Koksasche?

Der Kompost darf mindestens ein Jahr lagern und wird nach ca 6 Monaten umgesetzt.

Eventuell kann ich Pferdemist dazugegen (muss das Zeug nur den Berg hochkarren), wäre das die Mühe wert?

Grüße
M.

Hallo,

Grundsätzlich: betreibst du das Ding, um deine organischen Abfälle loszuwerden, oder willst du Hochleistungsdünger für deine Rosen heranziehen?

Auf meinen Kompost kommen: Garten- und Küchenabfälle (kein
Grasschnitt, keine Fleischabfälle), Holz- und Kohleasche,
Hobelspäne mit Meerschweinchenexkrementen durchsetzt und
Strohreste aus dem Käfig.

das ist ja schonmal nicht verkehrt.

Damit alles gut verkompostiert wird, wie soll da der Anteil
der Komponenten sein?

Asche neigt zum verklumpen. Wenn du sie nicht feinsäuberlich verteilst, setzt sie sich in einem Eck des Komposthaufen zusammen und wird maximal naß. Also besser gut verteilen.

Oder anders gefragt: Wieviel Hobelspäne verträgt der Kompost
wenn der Schweinemist (Sticksoffquelle) dabei ist?

Ich denke, das Problem ist eher das Holz, weil das länger zum verrotten braucht als der Küchenkompost. Was den Harnstoff angeht, vermute ich fast, dass er mit dem Regenwasser ausgeschwemmt werden könnte, dh. eine Überdosierung ist nicht zu befürchten, aber da weiss ich zuwenig drüber.

Zu Details zu Asche, Pferdemist etc. kann ich leider nix beitragen… Vielleicht war die Antwort trotzdem hilfreich.

Grüße, Simon

Hallo,

Komposthaufen:
FAQ:1024
FAQ:1433
FAQ:2189
FAQ:1383
FAQ:1627

Und das Archiv hält bestimmt auch noch einiges dazu bereit :wink:

Mfg.
BelRia

Hi,

Ja nee, also ich will nicht wissen wie man einen Kompost ansetzt, sondern ob er genau die Dinge die er bei mir bekommt „verträgt“.

Bzw was davon zu viel werden kann und wie man das ausgleicht. Ist ein bischen spezieller als das was in den FAQs drinsteht.

Mein Kompost war immer recht ordentlich, nur kamen jetzt durch Kachelofenbau und Notschweinaufnahme neue Substanzen in größeren Mengen dazu und ich möchte meine fleissigen Würmchen nicht vergraulen. ;o)

Grüße
M.

Hallo,

Grundsätzlich: betreibst du das Ding, um deine organischen
Abfälle loszuwerden, oder willst du Hochleistungsdünger für
deine Rosen heranziehen?

Ich brauche keinen Hochleistungsdünger, aber das Ergebnis soll für meinen Nutzgarten verwendet werden.

Manche sagen „Hobelspäne geht nicht“ andere sagen „Asche ist schlecht“, ich sag Schweinchenkacke ist super…und nun sollte ich wissen wie die Dinge zusammenspielen.

Ich denke, das Problem ist eher das Holz, weil das länger zum
verrotten braucht als der Küchenkompost. Was den Harnstoff
angeht, vermute ich fast, dass er mit dem Regenwasser
ausgeschwemmt werden könnte, dh. eine Überdosierung ist nicht
zu befürchten, aber da weiss ich zuwenig drüber.

Wie lange brauchen denn Hobelspäne zum verrotten?
Wie kann deren verrottung gefördert werden?
Weisst Du das?

Grüße
M.

Hallo,

Ich brauche keinen Hochleistungsdünger, aber das Ergebnis soll
für meinen Nutzgarten verwendet werden.

Na hervorragend, dann lässt sich dir leicht helfen.

Manche sagen „Hobelspäne geht nicht“ andere sagen „Asche ist
schlecht“, ich sag Schweinchenkacke ist super…und nun sollte
ich wissen wie die Dinge zusammenspielen.

Geht grundsätzlich alles. Die Mikro- und Makrobiologie, die den Kompost umsetzt, passt sich den Gegebenheiten an.

Wie lange brauchen denn Hobelspäne zum verrotten?

Kommt sehr auf die Stärke der Hobelspäne, Temperatur, Feuchtigkeit etc. an. Aber innerhalb ein, evtl. zwei Jahren sollte das machbar sein.

Wie kann deren verrottung gefördert werden?

den Kompost luftig halten, also Luftzutritt von allen Seiten ermöglichen. Kompost umgraben machst du ja ohnehin schon.
Höhere Temperatur = schnellere Umsetzung, da gibts im Fachhandel entsprechend gedämmte Kompostbehälter. Ich hatte die aber noch nicht persönlich im Einsatz.
Und an einem zu trockenen Eck sollte der Kompost auch nicht stehen.

Simon

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Hi,

Ja nee, also ich will nicht wissen wie man einen Kompost
ansetzt, sondern ob er genau die Dinge die er bei mir bekommt
„verträgt“.

Das genau steht in den FAQ.

Bzw was davon zu viel werden kann und wie man das ausgleicht.
Ist ein bischen spezieller als das was in den FAQs drinsteht.

In den FAQ steht dieses Thema umrissen, wegen Urheberrechte usw. Den Links folgen und weiterlesen :wink:

Gruß
BelRia

Hi,

Du hast vergessen den Wikipedia Link einzufügen und die Trefferzahl bei Google hinzuschreiben: ;o)

Sorry, aber nein, ich hab da nicht die Antwort gefunden die ich brauche. Vielleicht müsste ich einen Chemiker oder Feld- und Wiesenbiologen fragen…

Grüße
M.

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Hi,

Ja dann werde ich das einfach so weiter versuchen:
Asche, Hobelspäne-Mistmischung und Küchenabfälle (die meisten davon gehen aber mitlerweile durch die Sau, genau wie mein Rasen"schnitt") möglichst gut vermischt oder in dünnen Schichen auf den Kompost geben, schaun dass er nicht zu trocken wird und bei Umsetzen mal schaun wie lange er noch braucht. Ggf tu ich den Pferdeäpfelanteil noch erhöhen oder einen Teil der mengenmässig größeren Abfälle anderweitig entsorgen.

So einen Thermo Komposter habe ich zwar auch einen, aber den habe ich für den Abfall aus meinem Kompostklo reserviert, der auch etwas länger reifen darf.

Grüße
M.

Mein Senf
Hallo !

Jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu.

Es gibt den Begriff Dauerkompost, das sind die Bestandteile, die zum Verrotten länger brauchen, etwa ein paar Jahre. Die sorgen dann im fertigen, ausgebrachten Kompost dafür, daß langsam immer noch neuer Humus gebildet wird und das ist erwünscht !
Sowas könnten deine Hobelspäne machen, außerdem machen sie den Kompost locker, schaffen Luftkanäle, was auch gut ist.
Wenn du den Kompost nur für Zierpflanzen nimmst, macht es auch nichts, wenn das gehobelte Holz Reste von Lack oder Holzschutzmitteln enthält, auch kannst du dann z.B. Zitrusschalen, Bananenschalen und Zeitungen dazutun, darauf sollte man verzichten, wenn man den Kompost ans Obst und Gemüse tun will.
Denn Zeitungen und Wellpappe, grob zerrissen, sind ein Leckerbissen für die Würmer.
Daß der Stickstoffanteil zu hoch wird, glaube ich nicht, schließlich düngt man ja auch mit purem Mist, wenn auch vorsichtig. Und so einen „Ausstoß“ haben Meerschweinchen ja nun auch nicht.

Jochen

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Hi Jochen,

Jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu.

Auf meinen Kompost? Hilft das? ;o)

Es gibt den Begriff Dauerkompost, das sind die Bestandteile,
die zum Verrotten länger brauchen, etwa ein paar Jahre. Die
sorgen dann im fertigen, ausgebrachten Kompost dafür, daß
langsam immer noch neuer Humus gebildet wird und das ist
erwünscht !

So hatte ich das noch gar nicht gesehen. Gut!

Wenn du den Kompost nur für Zierpflanzen nimmst, macht es auch
nichts, wenn das gehobelte Holz Reste von Lack oder
Holzschutzmitteln enthält, auch kannst du dann z.B.
Zitrusschalen, Bananenschalen und Zeitungen dazutun, darauf
sollte man verzichten, wenn man den Kompost ans Obst und
Gemüse tun will.

Zierzeugs gibts in meinem Garten nicht. Sogar die Blumen sind essbar (Topnambur, Lupine, Ringelblume…). Es fallen bei mir aber auch keine Zitrusfruchschalen an und die Hobelspäne hole ich bei einem Drechsler, denn meine Schweine brauchen auch keine Holzschutzmittel im Käfig.

Denn Zeitungen und Wellpappe, grob zerrissen, sind ein
Leckerbissen für die Würmer.

Guter Tip, wenn mir unbedrucktes in die Hände fällt werde ich es auch mal dazwischenrupfen. Ich mag ja Regenwürmer.

Daß der Stickstoffanteil zu hoch wird, glaube ich nicht,
schließlich düngt man ja auch mit purem Mist, wenn auch
vorsichtig. Und so einen „Ausstoß“ haben Meerschweinchen ja
nun auch nicht.

Das dachte ich auch bevor ich sie hatte.
Das sind reine Fressmaschinen die den ganzen Tag fleissig „Düngestäbchen“ produzieren. ;o)

Aber ein Zuviel an N halte ich auch für unwahrscheinlich. Ich hoffte im Gegenteil eher, dass die diversen Kompostierhelferlein durch den Mist-N die Holzspäne besser verwerten könnten (Ein Grund für die Anschaffung der Notschweine war eigentlich dass ich dachte ich könnte sie Rasen mähen und Küchenabfälle vernichten lassen, Aufgaben die sie tatsächlich sehr gut bewältigen, und meinem Kompost was gutes tun - nur die Unmenge an Holzspänen hab ich dabei unterschätzt). ABer das Problem hast Du mir oben ja gesagt hab ich wahrscheinlich gar nicht.

Danke für den „Senf“

Grüße
M.

Dauersenf
Hallo Hexle !

Senf(saat) auf dem Kompost stelle ich mir garnicht so schlecht vor, blüht schön gelb und Blumenesser(innen) können sich die Blätter in den Salat schnippeln, schmecken leicht scharf.
Außerdem soll der Haufen ja beschattet werden, nicht wahr ?
Und Senf eignet sich als Gründünung, d.h., er reichert den Boden über die Wurzeln sogar noch mit Stickstoff an.

Es gibt sogar das Kompostieren ohne Haufen, da wird das Kompostgut, z.B. geschredderte Äste, einfach im Beet untergegraben und verrottet da langsam, wo er eh irgendwann hinkommt.

Wenn dir die Hobelspanmassen über den Kopf wachsen, kannst du sie ja „thermisch reduzieren“, der Nährstoffgehalt (vor allem Kalium)ändert sich dabei ja nicht, wird nur leichter verfügbar und der pH steigt, was den sauren Kompost nicht stört, im Gegenteil.

Aber das Vergehen zu beobachten, ist ja ähnlich spannend wie das Entstehen. Beim Umschichten habe ich in Hohlräumen schon winzige Hutpilze gefunden, von den Tieren, Würmern, Tausendfüßlern und Asseln ganz zu schweigen.
Einmal kullerte mir beim Umschichten im Frühjahr sogar ein Igel vor die Füße, ich war wohl zu früh dran.

Ich habe fast nur Zierpflanzen, denn im halb bis vollschattigen Garten will kaum was Essbares wachsen außer Walnüssen und Minze.
Deshalb kann ich hemmungslos Kompostexperimente machen : Bücher, Jeans, Schuhe, etc.
Während Bücher in einem und Jeans in zwei Jahren zu Erde werden, kann man Schuhe nach fünf Jahren im Kompost praktisch noch anziehen.

Jochen

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HI,

Senf(saat) auf dem Kompost stelle ich mir garnicht so schlecht
vor, blüht schön gelb und Blumenesser(innen) können sich die
Blätter in den Salat schnippeln, schmecken leicht scharf.
Außerdem soll der Haufen ja beschattet werden, nicht wahr ?
Und Senf eignet sich als Gründünung, d.h., er reichert den
Boden über die Wurzeln sogar noch mit Stickstoff an.

ja, eine gute Idee, aber da wachsen doch schon meine Kürbisse drüber.

Wenn dir die Hobelspanmassen über den Kopf wachsen, kannst du
sie ja „thermisch reduzieren“, der Nährstoffgehalt (vor allem
Kalium)ändert sich dabei ja nicht, wird nur leichter verfügbar
und der pH steigt, was den sauren Kompost nicht stört, im
Gegenteil.

Die thermische Reduktion der Masse von Meerschweinchenexkrementgetränkten Sägespänen habe ich aus olifaktorischen Gründen mal nicht vor…

Ich habe fast nur Zierpflanzen, denn im halb bis
vollschattigen Garten will kaum was Essbares wachsen außer
Walnüssen und Minze.

Bärlauch? Waldmeister? Rhabarber? Da muss doch noch mehr wachsen…

Grüße
M. (die alte Bücher lieber freisetzt und ausrangierte Klamotten zur AWO bringt wo sie meist auch herkamen)