Hallo,
wir möchten im Frühjahr eine immergrüne Hecke an eine unserer Grundstücksgrenzen pflanzen. Wir haben kalkhaltigen Boden und die Lage wird eher halbschattig für die Hecke (teils auch vollsonnig). Die Hecke soll schnellwachsend sein !!
Mir erscheint die Eibe hierfür als geeignet, habe aber Bedenken, weil sie giftig ist. Unsere Kinder sind zwar schon groß genug, dass sie keine Nadeln essen, aber auf dem Land kommen immer wieder fremde Kinder in den Garten…
Habt ihr da Erfahrungen?? Mach ich mir da zuviel Gedanken ?
Gibt es Alternativen: Thuja? und welche Sorte empfehlt ihr ?
Was mir zu Eibe als erstes einfällt, ist, dass sie extrem langsam wächst. Check doch mal, ob das stimmt. Vielleicht verwechsle ich da was.
Wegen der Beeren würde ich mir nicht so große Sorgen machen. Im Wald und auf den Wiesen gibt es schließlich auch giftige Pflanzen.
Ich persönlich finde Thujen-Hecken schrecklich. Die Pflanzen haben einen (mir) unangenehmen Geruch. Und für unsere heimische Fauna sind sie auch nicht gerade eine Bereicherung. Ich finde Hainbuche oder Buche schöner, weiß aber nicht, wie schnell die wachsen. Wahrscheinlich auch nicht besonders schnell. Und immergrün sind sie natürlich auch nicht.
Eiben sind schöne pflanzen und als hecke bestens geeignet, aber schnellwachsend würde ich sie nicht nennen…
welches kind isst denn nadeln? wegen der nadeln würde ich mir keine sorgen machen, die sind vermutlich so widerlich, wie sie riechen, eher die beeren sind ein problem (leider sind auch auf dem land immer weniger eltern willens, ihren kindern schon als kleinstkind beizubringen, das die welt eine gefährliche welt ist - aber das ist ein anderes thema)
der rote beerenmantel an sich ist nichtmal giftig, aber der kern innen drin, wenn er zerkaut wird (wobei der wohl ziemlich bitter ist und an einem versuch mit anschliessendem ausspucken kein kind stirbt). aber du kannst du ja männliche eiben kaufen und, da die beeren so schön sind, einen weiblichen busch an einer etwas schwerer zugänglichen zone pflanzen. ich würde mir deshalb nicht allzuviele gedanken machen.
apropos kinder und eiben: wir haben schon als kleinkinder immer sehr gerne mit den extrem klebrigen beeren gespielt, türmchen gebaut und laub und nadeln zu männchen zusammengepappt - und niemand musste sich sorgen machen, das wir uns vergiften würden, da die erwachsenen wussten, das wir ganz genau wussten, mit was wir es da zu tun hatten.
gruss, sama
ps: hage-/hainbuchen bleiben zwar nicht das ganze jahr über grün, sondern ihr laub welkt im herbst, bleibt aber bis zum neuaustrieb im frühjahr an den sträuchern. eine hecke voller welkem laub ist vielleicht nicht jedermans geschmack, aber mir gefällt es gut, die pflanze ist schnellwachsend, sehr robust und viel heller im gesamteindruck,als eine eibenhecke und bietet sogar nistplätze für so manchen vogel oder raupenfutter für falter.
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Hallo Claudia,
habe gelesen (weiss nicht mehr wo), dass Eiben nicht so schachwüchsig sind wie alle denken. Vielleicht kann ich in paar Jahren mehr dazu sagen…
Hainbuche gefällt mir auch gut, da die Nachbarn aber eh etwas seltsam, möchte ich das belastete Verhältnis nicht durch herabfallende Blätter zusätzlich in Frage stellen.
Weiß jemand aus eigener Erfahrung wie schnell die Eibe jetzt tatsächlich wächst ?
Ist natürlich äußerst variabel, je nach Bedingungen, aber wenn man das weiß, kann man ja entsprechend aufwändig pflanzen und düngen, wässern und pflegen.
Lustig, dass Google gerade diese Seite ausgespuckt hat, bei dieser Baumschule haben wir schon mal Pflanzen bestellt und waren im Übrigen sehr zufrieden.
Wegen der Giftigkeit: Eiben sind da nicht ohne, Liguster übrigens auch nicht. Ich habe eine Statistik gesucht, welche Pflanzen am häufigsten für Vergiftugen sorgen. Leider keine gefunden. Ist ein schwieriges Thema. Die einen sagen „Ist doch alles Natur, müssen die Kinder eben lernen“, die anderen verfallen schier in Panik, wenn man sie auf das Thema anspricht. Meine Meinung liegt da irgendwo dazwischen: Direkt am Kinderspielplatz würde ich weder Goldregen noch Eibe pflanzen. Im eigenen Garten muss ich das selbst abschätzen: Spielen dort Kinder? Wie alt sind diese? Wie wichtig ist mir mein Eisenhut, Eibe, Goldregen, oder kann ich auch drauf verzichten?
Grüße
kernig
*die Hainbuchen liebt, gerade weil sie sich mit den Jahreszeiten so verändern*
Hallo Yvonne,
wenn ich mich recht erinnere, hat sich das langsame Wachstum auf den Stammquerschnitt bezogen. Eibe ist ja ziemlich hartes Holz, also sehr enge Jahresringe. Für die Pflanzung in einer Hecke ist der Stammdurchmesser ja nicht so wichtig.
Egal wie schnell die Hecke nun auch wächst,
um später in einigen Jahren eine stabile und blickdichte Hecke zu bekommen
sollte der Neuaustrieb jährlich um 1/2 bis 2/3 eingekürzt werden.
So verfahren bis zu erreichen der Endhöhe.
Dauert natürkich noch länger aber das Endergebniss ist eine professionelle Hecke.