Dornen.. irgendwas

Moin,

weiß jemand zufälligerweise, wie schnell „typisches Dornengestrüb“ wächst?

Hintergrund: Ich will ca. 160m Grundstücksrand quasi undurchdringbar machen - zumindest soll es denjenigen recht weh tun, wenn sie es doch versuchen. Zwar steht ein Zaun da, aber der ist nu schon so oft durchgeschnitten worden, daß es keinen Spaß mehr macht. Eine massive Bezaunung mag ich nicht, wäre auch eh nicht erlaubt, also suche ich einen anderen Weg. Im Sommer „schützen“ teilweise bis zu 3m hohe Brennesseln, aber im Winter sind die nunmal einfach nicht da. Ein kurzes Stück ist mit meterhohen Thujas zumindest teilweise geschützt, ca. 20m hat es eine leicht verwilderte Buchenhecke. Mit wilden Brombeeren kann man an diesen Stellen sicher schon viel erreichen, aber die bilden halt immer unangenehme Ausläufer. Also dachte ich eher an so Dinge wie Kreuzdorn, Schlehe und ähnliches einheimisches mit hohem Wehtupotential… Von der Schlehe - die mir eigentlich am liebsten wäre, vermute ich allerdings, daß sie sehr langsam wächst? Wilde Rosen wären auch OK, am liebsten welche, die auch nutzbare Hagebutten tragen und bis zu 3m werden. Vorschläge? Oder sonst noch ein passendes Gestrüb? Das Nachbargrundstück ist eine Wiese, also nicht so problematisch und mit dem Bauer könnte ich sicher einig werden, wenn da mal was zu weit rauswächst. Schwerer, aber fruchtbarer Boden, gute Wasserversorgung, sehr sonnenreiches und warmes Gebiet, offene Seite nach Norden.

Dornröschen
Moin auch!
Was habt IHr denn da tolles auf dem Grundstück, dass das so begehrt ist? *neugierig nachfrag*

160m ist ganz schön lang, da passen schon ein paar Pflanzen drauf. Aber das wird ja ein tolles Biotop, gerade mit dornigen Sträuchern. Die Vögel freuen sich.

Völlig undurchdringlich ist eine geschnittene Weißdornhecke, die braucht allerdings ein paar Jahre, bis sie soweit ist. Größere Pflanzen zu kaufen, wird teuer, dsa Schneiden einmal im Jahr ziemlich aufwenig.
http://www.baumschule-horstmann.de/shop/exec/product…

Berberitze ist auch schön, wächst etwas schneller als Weißdorn, wird nicht ganz so hoch, könnte man auch als freiwachsende Hecke pflanzen:
http://www.baumschule-horstmann.de/shop/exec/search?..

Hecken- oder Strauchrosen wachsen recht schnell, da würde ich auch eine nehmen, die nicht so penetrante Ausläufer treibt. Die sind auch etwas größer nicht so teuer. Mal nach einer Baumschule für Wildgehölze suchen und dort beraten lassen.

Brombeeren würde ich auch lassen, das ufert aus.

Ich würd’s mischen, sieht bestimmt auch toll aus. Und die Pflege würde ich auf ein Minimum beschränken. Ab und an auf den Stock setzen und gut ist’s.

Grüß die Prinzessin hinterm Dornenwall

kernig

Auch Moin,

weiß jemand zufälligerweise, wie schnell „typisches
Dornengestrüb“ wächst?

nein, denn ich weiß nicht was für Dich ein typisches Dornengestrüpp ist

Hintergrund: Ich will ca. 160m Grundstücksrand quasi
undurchdringbar machen - zumindest soll es denjenigen recht
weh tun, wenn sie es doch versuchen. Zwar steht ein Zaun da,
aber der ist nu schon so oft durchgeschnitten worden, daß es
keinen Spaß mehr macht.

also Menschen, keine Tiere. Tiere wäre nämlich schwierig. Man glaubt nicht, wo sich Hund, Katze, Reh noch durchwinden, was unsereins hübsch bleiben lässt. Die Vorteile eines Ganzkörperfells …

Eine massive Bezaunung mag ich nicht,
wäre auch eh nicht erlaubt, also suche ich einen anderen Weg.
Im Sommer „schützen“ teilweise bis zu 3m hohe Brennesseln,
aber im Winter sind die nunmal einfach nicht da. Ein kurzes
Stück ist mit meterhohen Thujas zumindest teilweise geschützt,
ca. 20m hat es eine leicht verwilderte Buchenhecke.

regelmäßig geschnitten würde sich dichter werden

Mit wilden
Brombeeren kann man an diesen Stellen sicher schon viel
erreichen, aber die bilden halt immer unangenehme Ausläufer.

vor allem in Bereichen, wo sie nicht sollen

Also dachte ich eher an so Dinge wie Kreuzdorn, Schlehe und
ähnliches einheimisches mit hohem Wehtupotential…

alles mit dem Nachteil, wenn Du die geplante Hecke nicht regelmäßig stutzt, wird es eher locker wachsen, so wie die Natur es für Sträucher(Kleinbäume) vorgesehen hat.

Von der
Schlehe - die mir eigentlich am liebsten wäre, vermute ich
allerdings, daß sie sehr langsam wächst?

vor allem macht sie genau wie Brombeeren Ausläufer ohne Ende. Als Gartengast nicht wirklich zu empfehlen. Jedenfalls nicht ohne Spaten bei der Hand

Wilde Rosen wären
auch OK, am liebsten welche, die auch nutzbare Hagebutten
tragen und bis zu 3m werden.

negativ. Wilde Rosen müssen genau wie nicht-wilde Rosen jedes Jahr gestutzt werden, um eine dichte Hecke zu erzielen. Die Barrierewirkung ist also mindestens für einige Monate nicht vorhanden, bis nämlich die jungen Triebe erstens wieder mannshoch gewachsen sind, zweitens verholzen.

Vorschläge?

mein absoluter Kratzfavorit: Berberitze. Stacheldrahteffekt, kann wie Thuja und Hainbuche vormiert werden, wächst sehr schnell, ist billig zu erwerben und man kann die kleinen roten Beeren sogar essen.

Oder sonst noch ein
passendes Gestrüb?

Feuerdorn, wenn der bei Dir mag. Ebenfalls schnellwachsend, allerdings in der Jugend etwas frostempfindlich

Weißdorn - damit sammle ich aber gerade erst Erfahrung. Wir haben mehrere Exemplare von Vögeln in unseren Garten gesch… bekommen. Die sind nun 1 Jahr alt und ungefähr 50cm hoch. Einen Zweijährigen mannshohen haben wir letztes Jahr aus einer ungünstigen Stelle entfernt. Beachtliche Wurzeln!

Das Nachbargrundstück ist eine Wiese, also

nicht so problematisch und mit dem Bauer könnte ich sicher
einig werden, wenn da mal was zu weit rauswächst. Schwerer,
aber fruchtbarer Boden, gute Wasserversorgung, sehr
sonnenreiches und warmes Gebiet, offene Seite nach Norden.

na, klingt doch, als würden Hecken dort gern wachsen wollen. Und vergiss nicht, Dir feste Handschuhe zu kaufen. Was Andere piecksen soll, sticht auch Dich

viele grüße
Geli

Hallo,

wenn Du noch etwas Abwechslung willst wie wärs mit:
Stechpalme
http://de.wikipedia.org/wiki/Stechpalme
Sanddorn
http://de.wikipedia.org/wiki/Sanddorn

Es gibt auch einige stachelige Wacholderarten die bei regelmäßigem Beschnitt extrem dicht werden und wirklich ganz fiese „Stech-Nadeln“ haben.
Haben letztens erst so ein Teil aus dem Vorgarten geholt, die stacheligen Dinger sitzen sofort unter der Haut, selbst bei leichter Berührung…da wagt sich sicher keiner durch.

Gruß
Maja

also Menschen, keine Tiere. Tiere wäre nämlich schwierig. Man
glaubt nicht, wo sich Hund, Katze, Reh noch durchwinden, was
unsereins hübsch bleiben lässt. Die Vorteile eines
Ganzkörperfells …

Gegen Hoppelhäschen, Füchse und sonstige Vierbeiner hab ich nichts, nur die Zweibeiner sollen draußen bleiben… ^^ Rotwild ist in dem Bereich eher unwahrscheinlich.

regelmäßig geschnitten würde sich dichter werden

Naja, vor allem die Buche war fast erwürgt von zig wuchernden Junfernreben, da bin ich erst dran. Erholung war wichtiger, zwei Buchen waren schon eingegangen.

Also dachte ich eher an so Dinge wie Kreuzdorn, Schlehe und
ähnliches einheimisches mit hohem Wehtupotential…

alles mit dem Nachteil, wenn Du die geplante Hecke nicht
regelmäßig stutzt, wird es eher locker wachsen, so wie die
Natur es für Sträucher(Kleinbäume) vorgesehen hat.

Das ist schon klar, wäre auch nicht soo das Problem.

Von der
Schlehe - die mir eigentlich am liebsten wäre, vermute ich
allerdings, daß sie sehr langsam wächst?

vor allem macht sie genau wie Brombeeren Ausläufer ohne Ende.
Als Gartengast nicht wirklich zu empfehlen. Jedenfalls nicht
ohne Spaten bei der Hand

Hab auch schon mal gelesen, daß die ziemlich invasiv sind, schade eigentlich.

Wilde Rosen wären
auch OK, am liebsten welche, die auch nutzbare Hagebutten
tragen und bis zu 3m werden.

negativ. Wilde Rosen müssen genau wie nicht-wilde Rosen jedes
Jahr gestutzt werden, um eine dichte Hecke zu erzielen. Die
Barrierewirkung ist also mindestens für einige Monate nicht
vorhanden, bis nämlich die jungen Triebe erstens wieder
mannshoch gewachsen sind, zweitens verholzen.

Dachte so an ein Gemisch aus Irgendwas stämmiges + Rosen dazwischen.

Vorschläge?

mein absoluter Kratzfavorit: Berberitze. Stacheldrahteffekt,
kann wie Thuja und Hainbuche vormiert werden, wächst sehr
schnell, ist billig zu erwerben und man kann die kleinen roten
Beeren sogar essen.

Die hatte ich auch auf dem Radar, aber:
„Diese Art bevorzugt kalkhaltige trockene bis mäßig feuchte Standorte sowohl im Licht als auch im Halbschatten.“
Mit Kalk ist hier nicht, eher sauer.

Oder sonst noch ein
passendes Gestrüb?

Feuerdorn, wenn der bei Dir mag. Ebenfalls schnellwachsend,
allerdings in der Jugend etwas frostempfindlich

Wächst hier sehr gut, beliebtes Heckengehölz, aber ein Neophyt und damit für mich eher… weniger gewollt.

Weißdorn - damit sammle ich aber gerade erst Erfahrung. Wir
haben mehrere Exemplare von Vögeln in unseren Garten gesch…
bekommen. Die sind nun 1 Jahr alt und ungefähr 50cm hoch.
Einen Zweijährigen mannshohen haben wir letztes Jahr aus einer
ungünstigen Stelle entfernt. Beachtliche Wurzeln!

Den Zweigriffeligen Weißdorn oder den normalen? Denn: „Der eingriffelige Weißdorn ist die häufigste Weißdornart in Mitteleuropa; daneben wächst er auch in Vorderasien bis nach Afghanistan. Er wächst gerne an Hecken, Gebüschen und Waldrändern und bevorzugt kalkreiche Böden.“ Wieder Kalk, und den gibbet hier nicht.

na, klingt doch, als würden Hecken dort gern wachsen wollen.
Und vergiss nicht, Dir feste Handschuhe zu kaufen. Was Andere
piecksen soll, sticht auch Dich

Das ist kein Problem, im Hausgarten sind zig Rosengehölze aller Couleur und wer seit Jahren Thuja schneiden muss, der weiß, daß auch die Arme einen Schutz brauchen können… ^^ Und wenn es zu wild wird, muss halt mal die Motorsense mit Dreizahn ran…

wenn Du noch etwas Abwechslung willst wie wärs mit:
Stechpalme
http://de.wikipedia.org/wiki/Stechpalme

Ilex wird als Strauch meiner Erfahrung anch nicht sonderlich hoch und breit - oder eben eher baumförmig. Außerdem sind die Blätter zwar recht fies, aber es fehlen die Dornen - es soll nicht nur kratzen, sondern weh tun… :smiley: Auf Dauer will ich auf den Zaun verzichten können, zumindest weitgehend.

Sanddorn
http://de.wikipedia.org/wiki/Sanddorn

Wächst hier zwar auch ab und an in der Gegend, aber auf dem Boden würde ich das eher nicht versuchen. Meine Experimente im Hausgarten (ich liebe die Marmelade…) waren auch sehr… ernüchternd. Kann ich hier glaub abhaken.

Es gibt auch einige stachelige Wacholderarten die bei
regelmäßigem Beschnitt extrem dicht werden und wirklich ganz
fiese „Stech-Nadeln“ haben.
Haben letztens erst so ein Teil aus dem Vorgarten geholt, die
stacheligen Dinger sitzen sofort unter der Haut, selbst bei
leichter Berührung…da wagt sich sicher keiner durch.

Zumindest der heimische Wacholder ist hier nicht so der Bringer, der mag den Boden ganz und gar nicht. Als Ziergehölz gehen die regelmäßig ein, warum auch immer, aber alt werden die nicht.

Rosen schneiden

HI nochmal!

Alles richtig was Du schreibst. Nur bei einem kann ich nicht beipflichten:

negativ. Wilde Rosen müssen genau wie nicht-wilde Rosen jedes
Jahr gestutzt werden, um eine dichte Hecke zu erzielen. Die
Barrierewirkung ist also mindestens für einige Monate nicht
vorhanden, bis nämlich die jungen Triebe erstens wieder
mannshoch gewachsen sind, zweitens verholzen.

Das seh ich anders. Wilde Rosen werden nach meiner Erfahrung ungeschnitten riesige Sträucher mit überhängenden Zweigen. Sie wachsen auch in benachbarte Sträucher und machen so richtig schön dicht.

Weißdorn - damit sammle ich aber gerade erst Erfahrung. Wir
haben mehrere Exemplare von Vögeln in unseren Garten gesch…
bekommen. Die sind nun 1 Jahr alt und ungefähr 50cm hoch.
Einen Zweijährigen mannshohen haben wir letztes Jahr aus einer
ungünstigen Stelle entfernt. Beachtliche Wurzeln!

Der Weißdorn wird unbeschnitten eher ein Baum.

stachlige Grüße
kernig

Moin auch!
Was habt IHr denn da tolles auf dem Grundstück, dass das so
begehrt ist? *neugierig nachfrag*

Zucchini, Feigenbäume, Erdbeeren, Tomaten, Salate, … und eine Hütte aus Stein. Die Tür wurde schon so oft aufgebrochen bzw. versucht auszubrechen, daß das Ding nu eher wie ein Flickenteppich aussieht. Und wenn die Zweibeiner nur ein paar Tomaten klauen würden, wäre das ja nicht der Weltuntergang, aber die trampeln einfach alles nieder und wer nur Bio anpflanzt und die Kartoffelkäfer mühevoll einsammelt und nicht spritzt, der kriegt eine Mordlust, wenn seine Kartoffeln zertrampelt am Boden liegen. Da denkt man echt an Selbstschußanlagen…
Da aber „richtige“ Zäune nunmal verboten sind, muss ich mir was anderes überlegen. Fort Knox soll es nicht werden, aber die abschreckende Wirkung von Dornenhecken hält zumindest die Gelegenheitsvandalen ab. Damit wäre schon viel erreicht. Hoffentlich…

160m ist ganz schön lang, da passen schon ein paar Pflanzen
drauf. Aber das wird ja ein tolles Biotop, gerade mit dornigen
Sträuchern. Die Vögel freuen sich.

Dürfens sie auch… :wink: Naja, wenn sie nicht ständig die Feigen wegfressen würden… *seufz*
Ich hab nix gegen Vögel und Vierbeiner, auch die paar Gartenschädlinge wie Wühlmaus, Hamster und Co. dürfen bei mir bleiben, auch wenn ich speziell erstere doch schon sehr ungerne sehe… ^^

Völlig undurchdringlich ist eine geschnittene Weißdornhecke,
die braucht allerdings ein paar Jahre, bis sie soweit ist.
Größere Pflanzen zu kaufen, wird teuer, dsa Schneiden einmal
im Jahr ziemlich aufwenig.
http://www.baumschule-horstmann.de/shop/exec/product…

Berberitze ist auch schön, wächst etwas schneller als
Weißdorn, wird nicht ganz so hoch, könnte man auch als
freiwachsende Hecke pflanzen:
http://www.baumschule-horstmann.de/shop/exec/search?..

Beide brauchen wohl eher kalkhaltige Böden? Sind hier dann eher weniger gewillt zu gedeien. Hmm…

Hecken- oder Strauchrosen wachsen recht schnell, da würde ich
auch eine nehmen, die nicht so penetrante Ausläufer treibt.
Die sind auch etwas größer nicht so teuer. Mal nach einer
Baumschule für Wildgehölze suchen und dort beraten lassen.

Oder die von Vögeln gesäten an den Rand umpflanzen, was meine ursprüngliche Idee war. Wilde Brombeere gibt es hier auch massig, aber eher niedrig als Bodendecker, taugt also eher weniger. Rosenhecken sind aber auf den Feldern hier recht verbreitet, da könnte ich auch Ableger in der Wildnis holen. Mal sehen. Zu viel Geld in gekaufte Pflanzen will ich nicht investieren, zumal ich eher indigene Gehölze bevorzuge.

In den Wäldern der Umgebung muss man sich inzwischen durch dichtestes Gestrüb aus Herkulesstaude, Goldrute und asiatische Kermesbeere kämpfen, und das kleine Springkraut wächst hier auch schon in allen Gärten. Muss nicht sein.

Brombeeren würde ich auch lassen, das ufert aus.

Jo, so gerne ich sie als „Stacheldraht“ einsetzen würde… *seufz*

Ich würd’s mischen, sieht bestimmt auch toll aus. Und die
Pflege würde ich auf ein Minimum beschränken. Ab und an auf
den Stock setzen und gut ist’s.

Pflege wäre kein so großes Problem, Werkzeug dazu ist vorhanden. Schon das Wegfallen der ständigen Pfahlerneuerungen beim Zaun würde die Pflege einer natürlicheren Barriere wett machen. Daß das ganze nicht ohne Aufwand geht, ist mir schon klar.

Grüß die Prinzessin hinterm Dornenwall

Die grinst sicher, wenn sie das liest… :wink:

Ilex wird als Strauch meiner Erfahrung anch nicht sonderlich
hoch und breit - oder eben eher baumförmig. Außerdem sind die
Blätter zwar recht fies, aber es fehlen die Dornen - es soll
nicht nur kratzen, sondern weh tun…

Hallo, Hermann,
ich darf Dich einladen mal den Versuch zu machen, Dich durch unsere Ilex-Hecke zu quetschen. Und dann werde ich Dich jaulen hören. Bei entsprechend dichter Pflanzung und sorgfältiger Pflege ist sie für Mensch und Tier eine zuverlässige Barriere.

Natürlich erfordert jede Hecke regelmäßigen und fachmännischen Schnitt - es sei denn eine mehrere Meter breite Wallhecke, aber die hat dann auch ihre Durchlässe. Wird der Schnitt vernachlässigt, wird jede Hecke, egal aus welcher Pflanzenart schnell Lücken aufweisen und Schwachstellen zeigen.

Bei genügender Entschlossenheit wird sich ein Eindringling auch durch eine stachlige und oder dornige Hecke nicht hindern lassen. Aber dagegen hilft dann auch ein Zaun oder eine Mauer nicht.

Gruß
Eckard

3 m Brennnesseln?
Hallo Hermann,

also 3 m hohe Brennnesseln habe ich noch nicht gesehen.
Wiki:

Brennnesseln sind krautige Pflanzen, selten auch Halbsträucher. Sie erreichen, je nach Art, Standort und Nährstoffsituation, Wuchshöhen von 10 bis 150 Zentimetern.

Im Sommer „schützen“ teilweise bis zu 3m hohe Brennesseln,
aber im Winter sind die nunmal einfach nicht da.

also 3 m hohe Brennnesseln habe ich noch nicht gesehen.

Ich schon, die Dinger werden so hoch. Unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Brennnessel
sind es schon mal 180cm, aber die Dinger dort im Feld sind mal locker einen Meter höher als ich, also weit jenseits der 2m. Kann ja mal im Herbst ein Photo mit Meterstock machen… ^^

Noch 'ne Idee
Hallo nochmal!

Da denkt man echt an
Selbstschußanlagen…

Das kann ich gut verstehen.
Mal mit ner Kameraatrappe versucht (->anderes Brett)

Beide brauchen wohl eher kalkhaltige Böden? Sind hier dann
eher weniger gewillt zu gedeien. Hmm…

Berberitzen sind recht anspruchslos, auch überall so beschrieben. Hier zum Nachlesen eine der Fundstellen: http://www.stihl.de/isapi/default.asp?contenturl=/is…
DA findet man auch den Weißdorn:
http://www.stihl.de/isapi/default.asp?contenturl=/is…
neutral bis basisch.

Sanddorn wäre dann doch besser, und auch prima geeignet.

In den Wäldern der Umgebung muss man sich inzwischen durch
dichtestes Gestrüb aus Herkulesstaude, Goldrute und asiatische
Kermesbeere kämpfen, und das kleine Springkraut wächst hier
auch schon in allen Gärten. Muss nicht sein.

Das ist eine eigene Diskussion wert.

Brombeeren würde ich auch lassen, das ufert aus.

Jo, so gerne ich sie als „Stacheldraht“ einsetzen würde…
*seufz*

Andererseits: Warum eigentlich nicht? Aber die bräuchten dann was zum Ranken, vielleicht wäre das die Lösung: Du deklarierst einen Zaun als Rankgerüst für die Brombeeren. Schmecken auch lecker.

Pflege wäre kein so großes Problem, Werkzeug dazu ist
vorhanden.

Ich bin grad bedient, wir haben hier nämlich teilweise Berberitzenhecken…

Sehr exotisch wären auch Kakteen, es gibt Sorten, die auch in unseren Breiten (in milderen Klima) als Hecke pflanzbar wären.

Grüsse
kernig

2,82m
Vorhin einen verdorrten Stengel vom letzten Jahr grob gemessen, gut nur 2,82m - quasi gefühlte 3m… :wink:

Ich vermute allerdings, daß die nur deshalb da so hoch werden, weil sie im Norden an eine Hecke stehen und gegen das sonstige Gestüpp sonst kein Land bzw. die Sonne sehen würden. Die frischen von diesem Jahr sind schon mannshoch…

Mal mit ner Kameraatrappe versucht (->anderes Brett)

Wird nix bringen. Wer so doof ist, in solchen Gärten zu wüten und Gartenhäuschen aufbricht, der schreckt auch vor so etwas nicht zurück.

neutral bis basisch.

Tjo, versuchen kann ich es sicher, aber basisch wird es sicher nicht sein, zumindest sind Zeigerpflanzen für sauer-überdüngt vorhanden.

Das ist eine eigene Diskussion wert.

Ich hasse es halt einfach. Ein Lärchenwald in der Gegend ist inzwischen ein einziges Kermesbeerenbeet und Herkulesstauden hab ich diese Jahr schon sicher 5 oder 6 niedergemacht - wozu ein Wanderstock so alles taugt… Ein junger Eichenwald ist quasi bodendeckend mit Goldrute bewachsen und das große Springkraut kenne ich nur aus Büchern… *seufz*
Selbst Essigbäume findet man inzwischen und überall auf den Wiesen wuchert Topinambur. Gut, den könnte man wenigstens noch essen…

Andererseits: Warum eigentlich nicht? Aber die bräuchten dann
was zum Ranken, vielleicht wäre das die Lösung: Du deklarierst
einen Zaun als Rankgerüst für die Brombeeren. Schmecken auch
lecker.

Einen Teil der Grenze werde ich sicher so auch versuchen, da dort schon eine Buchenhecke steht und noch ein paar andere dichte Sträucher - nur ohne Dornen. Da ich die aber nicht wegmachen will, kommen dort wohl Rosenhecken und Brombeere zwischen rein.

Pflege wäre kein so großes Problem, Werkzeug dazu ist
vorhanden.

Ich bin grad bedient, wir haben hier nämlich teilweise
Berberitzenhecken…

Naja, ich weiß schon, worauf ich mich da einlasse, aber auf Dauer ist es weniger Arbeit, als ständig den Zaun zu flicken und die Holzpfähle auszutauschen. Vor allem billiger…

Sehr exotisch wären auch Kakteen, es gibt Sorten, die auch in
unseren Breiten (in milderen Klima) als Hecke pflanzbar wären.

Ermmm… ne, lass ma gut sein… ^^

Neophythenproblematik - Exkurs (oT)
Morgen nochmal!

Ich kenne die Problematik verschiedener Neophyten. Mir ist die zeitliche Einteilung einfach zu willkürlich. Wanderbewegungen bei Pflanzen gibt es ja schon immer. Der Mensch hat sie halt (rasant) beschleunigt.

Den Kampf gegen die Ausbreitung solcher (vor allem der konkurrenzstarken) Arten kann meiner Ansicht nach nicht gewonnen werden.

Wobei ich auch bei Planung und Pflanzung gern heimischen Pflanzen den Vortritt lasse. Aber ganz so radikal sehe ich das nicht. :smile:

Schon das Buch „Die Triffids“ gelesen?

Grüsse
kernig

Ich kenne die Problematik verschiedener Neophyten. Mir ist die
zeitliche Einteilung einfach zu willkürlich. Wanderbewegungen
bei Pflanzen gibt es ja schon immer. Der Mensch hat sie halt
(rasant) beschleunigt.

Problematisch wird es dann, wenn die dazugehörigen Fressfeinde nicht mitwandern - was aber sowieso keinen Deut besser wäre, denn die verdrängen ja auch u.U. wiederrum einheimische Arten. Das kleine Springkraut ist in vielen Bereichen hier der absolut vorherrschende „Bodendecker“ im Wald geworden und die asiatische Kermesbeere breitet sich auch massivst aus. Ich bin auch kein Freund der Panikmache, die Herkulesstaude ist zwar unangenehm, aber sicher nicht der Untergang der heimischen Flora. Unnötig ist es aber dennoch und manchmal auch furchterbar lästig wie beim „roten Klee“ (Hornfrüchtige Sauerklee - Oxalis corniculata), der überwuchert hier jeden Bodendecker - auch wenn bei dem eh nicht so klar ist, wo er denn nu herstammt, man liest mal Afrika, mal Asien, mal Mittelmeerraum.

Den Kampf gegen die Ausbreitung solcher (vor allem der
konkurrenzstarken) Arten kann meiner Ansicht nach nicht
gewonnen werden.

Naja, gerade die Herkulesstaude hat man wohl einigermaßen im Griff inzwischen und auch Bäume wie Robinie, Douglasie und späte Traubenkirsche kann man sicherlich gut eindämmen. Bei Wasserpest und Co. gebe ich dir aber recht. Bei Tieren wie der Wollhandkrabbe hilft wohl auch nur essen… ^^

Wobei ich auch bei Planung und Pflanzung gern heimischen
Pflanzen den Vortritt lasse. Aber ganz so radikal sehe ich das
nicht. :smile:

Es gibt sicher auch tolerable, natürliche Ausbreitungen. So wird der Tintenfischpilz (Clathrus archeri) wohl niemandem weh tun, der Mehltau aber schon (eigentlich auch ein Neomycet). Und wer mal wuchernde Fallopia japonica gesehen hat, denkt eventuell auch anders darüber.

Schon das Buch „Die Triffids“ gelesen?

Nur die Verfilmung - hat mir gereicht… ^^

Tach Hermann,
hier noch ein nicht heimischer, da nordamerikanischer, Vorschlag:
Gleditsia triacanthos, der Lederhülsenbaum. Hat 8-15cm lange Dornen, verträgt verschiedenste Standorte, lässt sich radikal schneiden (also auch zur Hecke erziehen) und somit auf einer Wunschhöhe bis mindestens 20m halten. Er bringt allerdings ziemlich viele Früchte hervor, die jedoch nach meinen Beobachtungen schlecht keimen. Järhlicher Zuwachs in der Jugend ca. 50cm.
Die Blüten sind sehr Honigreich (ein Parardies für Insekten) und die Früchte sind zudem noch essbar. Allerdings brauchen sie es durchschnittlich feucht, sonst lassen auch schon mal die Blätter fallen (kommen dann aber wieder). Viel Erfolg bei deinem Knickprojekt. Gruß Ralle