Rasenqualität

Hallo,

in einem anderen Gartenforum las ich:

… GUTE Rasensaat aufbringen - kein Berliner Tiergarten. Wässern, wässern, wässern. Wenn der neue Rasen sprießt auf 6cm mähen, ohne Rasenfangkorb, sog mulchmähen. Rasenschnitt liegenlassen.
Jedes Wochenende mähen, jedoch nur, wenn der Rasen trocken ist! Nicht unter 6cm, damit der Rasen bei Sonne nicht verbrennt. Wenn der neue Rasen saftig grün gewachsen ist, kannst Du ihm einen englischen Schnitt verpassen, d.h. auf 4cm runtermähen - aber NUR, wenn Wenn der neue Rasen saftig grün gewachsen ist, kannst Du ihm einen englischen Schnitt verpassen, d.h. auf 4cm runtermähen - aber NUR, wenn es nicht zu heiß ist. Der Rasen verbrennt gnadenlos in der Sonne, wenn er zu kurz ist. Im Herbst mulchmähen (Rasenschnitt liegenlassen). Der liegengelassene Rasenschnitt verhindert, das Moose und Wildkräutersamen Platz finden, sich in freien Erdlücken einzunisten und gut gedüngter Rasenschnitt gibt seinen kostbaren Inhalt beim Vergehen wieder an den Boden ab.

Da ich keine Lust habe, mich in immer wieder mehr Foren zu registreren, stelle ich erst mal hier die Fragen, die ich dazu habe:

Was ist „guter“ Rasensamen, was spricht gegen Berliner Tiergarten?

Stimmt dass, dass kurz geschnittener Rasen mehr zum Verbrennen neigt als lang geschnittener?

Empfiehlt es sich wirklich, den Rasenschnitt liegen zu lassen?

Hilft das wirklich gegen Moos?

Für Antworten Dank im Voraus!
Grüße
Carsten

Hallo,

Was ist „guter“ Rasensamen, was spricht gegen Berliner
Tiergarten?

Guter Rasensamen sollte eine hohe Keimrate haben, d.h. viele Samen sollten aufgehen. Allerdings kommen dazu noch die meteorologischen Bedingungen dazu. Temperatur, Licht und Feuchte des Bodens, Nährstoffgehalt.
Gegen Berliner Tiergarten spricht nichts. Es kommt immer daraf an was Du selber für Vorstellungen und Wünsche hast.

Stimmt dass, dass kurz geschnittener Rasen mehr zum Verbrennen
neigt als lang geschnittener?

Aus meiner Erfahrung ja.

Empfiehlt es sich wirklich, den Rasenschnitt liegen zu lassen?

Nur bei Recyclingmähern, sonst nicht. Ich mulche seit 10 Jahren, habe allerding nur „Wald- und Wiesenrasen“ also kein englischer Zierrasen. Ich habe extra einen mulchfähigen Rasentraktor angeschafft (3000qm Gras/Rasen).

Hilft das wirklich gegen Moos?

Nein, nicht wirklich- also nicht bei mir. Das Moos kommt im Herbst und verschwindet im Sommer. Im Frühjahr gehe ich mit dem Vertikutierer drüber.

Für Antworten Dank im Voraus!
Grüße
Carsten

Gern geschehen
Rumburak

Morgen!

Was ist „guter“ Rasensamen, was spricht gegen Berliner
Tiergarten?

Kommt auf Deine Wünsche an. Rasensamen sind meist Mischungen aus verschiedenen Grassorten, die für verschiedene Einsatzzwecke (Schatten, Sport, Trockenrasen) geeignet sind. Googel mal nach Regelsaatgutmischungen RSM. Berliner Tiergarten ist nur ein Beispiel für einen recht unspezifischen Rasen, der kaum besonderen Belastungen gewachsen ist.

Stimmt dass, dass kurz geschnittener Rasen mehr zum Verbrennen
neigt als lang geschnittener?

Ja, definitiv.

Empfiehlt es sich wirklich, den Rasenschnitt liegen zu lassen?

Wenn man einen entsprechenden Mäher hat und häufig genug mäht, ja. Wobei ich mir vorstellen kann, dass nicht alle Saatgutmischungen dafür gleichermaßen geeignet sind. Das ist aber nur eine Vermutung, da würde ich mal genauer nachforschen.

Hilft das wirklich gegen Moos?

Kann, aber da spielen noch sehr viele andere Bedingungen (Bodenbeschaffenheit, Rasensorten, Belichtung etc) eine Rolle.

Grüsse
kernig

Hallo,

vielen Dank für die Antwort (auch für die andere).

Kommt auf Deine Wünsche an.

Darüber habe ich mir keine Gedanken drüber gemacht, weil der Rasen wenig genutzt wird. Ab und zu stellen wir mal eine Liege oder Stühle drauf, aber meist liegt er nur so da. Das Wort „Zierrasen“ finde ich trotzdem hoch gegriffen, weil ich mich soviel nicht drum kümmere. Er soll pflegeleicht sein.

Der Boden ist sandig, ist da eine andere Rasensorte als Tiergarten sinnvoller? Die Artikel über RSM haben mir da nicht weiter geholfen. Die Rasenfläche, Haus und Weg drumrum abgezogen, ist immer noch rund 1.000 m². Allerdings stehen mehrere große Bäume (Eichen, Birken, Kirschen) da. Hat es Sinn, unter den Bäumen Schattenrasenzu sähen, oder fällt dann der Unterschied zu den umgebenden Pflanzen zu stark auf?

Grüße
Carsten

Der hier?
Morgen!

Der hier könnte der richtige sein:
http://www.rasenagentur.de/rest/ziel/rasensorten/spi…

Die Rasenfläche, Haus und Weg drumrum

abgezogen, ist immer noch rund 1.000 m². Allerdings stehen
mehrere große Bäume (Eichen, Birken, Kirschen) da. Hat es
Sinn, unter den Bäumen Schattenrasenzu sähen, oder fällt dann
der Unterschied zu den umgebenden Pflanzen zu stark auf?

Hm, an der Stelle meine Standardfrage: Muss es überall Rasen sein?
Alternativ würde ich ein Stück extensive, aber bunte Blumenwiese mit einer Raseninsel ins Auge fassen. Unter den Bäumen entweder Schattenrasen oder Flächen mit Bodendeckern, die auch besser mit der Trockenheit unter den Bäumen zurechtkommen. Der Schattenrasen unterscheidet sich optisch schon von dem Rest, aber das tun kahle Flecken im Schatten ja auch :smile:

So ein Rasen macht ja doch viel Arbeit, wenn er dauerhaft auch nur einigermaßen gut aussehen soll (man zähle nur mal die Anfragen diesbezüglich hier im Forum). Wöchentlich (oder alle 14 Tage) mähen, 2-3mal pro Jahr düngen ist meiner Meinung nach mindestens nötig. Im Frühjahr vertikutieren (evtl. nur alle paar Jahre). Und wir haben hier keinen „englischen Rasen“, da kämen dann noch Maßnahmen zur Unkrautvernichtung und regelmäßiges Wässern dazu, damit es ein solcher wird.

Aber man muss auch keine Wissenschaft draus machen. Erstmal ansäen und im 1.Jahr intensiv pflegen. Im 2. Jahr kann man ja dann die Schattenflächen mit Schattenrasen nachsäen oder was anderes entscheiden.

Grüße
kernig