Rasen wässern und Bodenqualität

Hallo,

dies ist meine vierte Anfrage in Sachen Rasenpflege innerhalb von wenigen Tagen. Ich versuche halt z. Z. meinen in der Vergangenheit vernachlässigten Rasen auf Vordermann zu bringen, dabei kam mir jetzt wieder eine Frage:

Ich habe an verschiedenen Stellen gelesen, dass dass man seltener, dann aber mehr wässern soll. Etwa 20 l/m², damit die Erde etwa 20 cm tief nass wird.

An keiner Stelle wird aber die Saugfähigkeit oder Duchlässigkeit des Bodens berücksichtigt. Bei mir ist der Boden sehr sandig. Ich habe z. B. mal versucht, einen Maulwurfsbau mit Wasser vollaufen zu lassen. Zwei Stunden steckte der Gartenschlauch drin, Wasser voll aufgedreht, dann habe ich aufgegeben. Das versickert so schnell, dass selbst die große und ständig nachfließende Menge nichts bewirkt.

Ich habe daraus geschlossen, dass viel Wässern bei mir Wasserverschwendung ist, es versickert sowieso nach unten weg. Also nur kurz wässern und das öfter. Liege ich da falsch?

Gibt’s hier nicht auch andere Gartenbesitzer mit Sandboden? Wie macht Ihr das?

Grüße
Carsten

Ich nochmal
Hi nochmal!

dies ist meine vierte Anfrage in Sachen Rasenpflege innerhalb
von wenigen Tagen.

Ich finde das nicht verkehrt, sich vorher Gedanken zu machen. Man spart sich viel Ärger. (Aber bestimmt nicht allen)

Ich versuche halt z. Z. meinen in der
Vergangenheit vernachlässigten Rasen auf Vordermann zu
bringen, dabei kam mir jetzt wieder eine Frage:

Ich habe an verschiedenen Stellen gelesen, dass dass man
seltener, dann aber mehr wässern soll. Etwa 20 l/m², damit die
Erde etwa 20 cm tief nass wird.

Das ist auch richtig. Man „verwöhnt“ sonst den Rasen, er wird nur oberflächlich Wurzeln bilden, wenn oberflächlich Wasser verfügbar ist. Bei längerer Trockenheit wird er umso schneller vertrocknen, weil ihm die Wurzeln in die Tiefe fehlen um dort Restfeuchte rauszuholen. Das gilt auch für Sandböden, wobei die eben insgesamt schnell austrockenen (Dafür wirst Du evtl. weniger Probleme mit Moos und Verdichtungen haben).

Man könnte den Boden auch verbessern, ob das den Aufwand wert ist, kann ich hier nicht beurteilen. Wenn Du eh völlig neu anlegst, würde ich mir das überlegen. Bentonit oder Gesteinsmehl verbessern dauerhaft die Bindigkeit und Wasserhaltung:
http://www.ein-stueck-natur-online.de/seitengartenth…

Wir haben hier auch sandigen Boden und einen sehr vernachlässigten Rasen übernommen. Im Frühjahr gründlich vertikutiert (unglaubliche Mengen Moos rausgeholt), kräftig gedüngt, wöchentlich gemäht (nicht zu kurz), manche Unkräuter ausgestochen, Anfang Juni nochmal gedüngt. Stellenweise nachgesät und Dellen aufgefüllt. Der Rasen hat jede Menge vertrocknete Stellen, ich fürchte das ist nicht zu ändern, das wird aber wieder. Für’s Wässern ist mir das Wasser zu schade.

Es gibt auch Rasenmischungen für trockene Standorte. Die sind aber sehr anfällig für Unkräuter, weil die enthaltenen Gräser nicht so konkurrenzstark sind.

Grüße
kernig