auch wenn die Schaukel meines Sohnes nicht mehr wächst, passt die Frage sicher in den Bereich Garten. Es ist eine Schaukel aus vorgefertigten Rundhölzern, die mit etwas Chemie imprägniert wurden. Nun setzt sich diese Chemie als farbiger, meist grüner, Belag ab. Ist dieser Belag bedenklich für den kleinen Menschen? Er fummelt erst dort rum, dann im Mund - ein Kind halt.
Dieses Farbbelag sehe ich an fast allen solchen Kletter- und Schaukelgeräten.
bist Du sicher, dass es sich um den Holzschutz handelt? Für mich klingt das eher so, als hätten sich Algen, Pilze oder Flechten auf der Schaukel eingenistet. Siehe hier:
Es ist eine Schaukel
aus vorgefertigten Rundhölzern, die mit etwas Chemie
imprägniert wurden. Nun setzt sich diese Chemie als farbiger,
meist grüner, Belag ab. Ist dieser Belag bedenklich für den
kleinen Menschen? Er fummelt erst dort rum, dann im Mund - ein
Kind halt.
Grundregel: Imgrägniertes Holz, egal mit welchem Verfahren (Kesseldruck etc.), ist praktisch immer GIFTIG und nicht geeignet für Kleinkinder und Haustiere (die das ja gerne annagen). Die grünliche Farbe entsteht meist durch chemische Reaktionen der verwendeten Chrom- und Kupfersalze, aber auch ohne Färbung kann das Holz ziemlich giftig und defintiv ungesund sein (Fluorverbindungen, Borverbindungen etc.).
An sich ist das ja auch logisch, denn nur Gift hält Pilze und Insekten davon ab, das Holz zu verschmausen…
Für (Klein-)Kinder und Tiere nimmt man entweder unbehandeltes Holz oder speziell ungift(er) behandeltes, das grüne Zeug aus dem Baumarkt ist i.d.R. ungeeignet.
Was deinen „Belag“ angeht - dazu müßte man wissen, mit was genau das Holz behandelt wurde. Helles blasses Grün deutet aber auf Chrom und/oder Kupfer hin.
Was deinen „Belag“ angeht - dazu müßte man wissen, mit was
genau das Holz behandelt wurde. Helles blasses Grün deutet
aber auf Chrom und/oder Kupfer hin.
Chromsalze sind meines Wissens nicht zur Imprägnierung erlaubt. Wenn dann (grüne) Kupfersalze.
Udo Becker
Chromsalze sind meines Wissens nicht zur Imprägnierung
erlaubt. Wenn dann (grüne) Kupfersalze.
Leider falsch. Zum einen sagt die Farbe gar nichts über die Inhaltsstoffe aus, da auch Bor-Fluor-haltige Hölzer oft mit einer grünen Kontrollfarbe behandelt werden. Zum anderen sind Chrom(VI)-Salze zwar hochtoxisch und in Laienhand sicher völlig fehl am Platz, aber sie dürfen immer noch in stationären Anlagen mit Tauchverfahren und KDI verwendet werden. Es darf sogar noch arsenhaltiges Holz hergestellt werden (Kupfer-Chrom-Arsenverbindungen CCA), sofern eine vollständige Fixierung anzunehmen ist, allerdings nicht in allen Bereichen, siehe Gefahrstoffverordnung.
Im Prinzip ist das auch nicht so tragisch, da Chrom und Kupfer zwar giftig sind, aber zumindest nicht ausgasen können (faktisch kein Dampfdruck - sehr im Gegensatz zu den auch oft verwendeten organischen Giften wie Dichlofluanid, Tebuconazol, Chlorthalonil, Permethrin u.ä.) und außerdem mit dem Holz eine sehr stabile Verbindung eingehen, also nicht ausgewaschen werden.
Für den Innenbereich usw. sind solche Baustoffe sicher nicht geeignet, im Außenbereich aber gängig. Die Farbe Grün bei Holzschutz deutet erst mal - sofern man die Kontrollfarben s.o. mal außen vorläßt - auf Chrom hin, da Chrom und Kupfer aber meist gemeinsam verwendet wird, ist ziemlich sicher auch beides drin. Und Chrom-Kupfer-Holzverbindungen im (Kinder-)Magen… nun, keine Ahnung, aber gesund kann das nicht sein. Zumindest ich würde solche Hölzer nicht bei Kinderspielzeug verwenden. Wenn das Grün „nur“ eine Kontrollfarbe ist, ist mit ziemlicher Sicherheit aber anderes Zeug drin, was für Kleinkinder auch nicht wesentlich gesünder sein dürfte. Fazit: Unbehandeltes Holz verwenden, sofern Kinder und Tiere damit in Kontakt kommen.
Chromsalze sind meines Wissens nicht zur Imprägnierung
erlaubt. Wenn dann (grüne) Kupfersalze.
Leider falsch. Zum einen sagt die Farbe gar nichts über die
Inhaltsstoffe aus, da auch Bor-Fluor-haltige Hölzer oft mit
einer grünen Kontrollfarbe behandelt werden. Zum anderen sind
Chrom(VI)-Salze zwar hochtoxisch und in Laienhand sicher
völlig fehl am Platz, aber sie dürfen immer noch in
stationären Anlagen mit Tauchverfahren und KDI verwendet
werden.
Das erstaunt mich sehr, dass Chromsalze zur Imprägnierung von Holz zugelassen ist. Da habe ich wieder was dazu gelernt. Sonst sind Chromverbindungen und besonders Chromate in der chem Industrie weitgehend verbannt.
Udo Becker