Unkraut in Fugen von Knochensteinen

Also, ich mag es ja, wenns überall grünt…

Allerdings steigert es nicht unbedingt den Verkaufspreis eines Gebäudes wenn auf dem Weg fast so grün ist wie auf der Wildwiese nebenan…

Ich hab vor 2 Jahren mal angefangen, mit nem Hochdruckreiniger durchzugehen. Toll, die Steine wurden mit sauber, ich sah aus wie Sau, aber war lustig. Etwa die Hälfte hab ich geschafft - es ist ne Riesenfläche. Dann musste ich das Leihgerät dem Freund zurückgeben. Seitdem wächst es und wächst…

Nein, ausrupfen ist keine Lösung, da werd ich ja Weihnachten 3000 erst fertig, eher geb ich vorher auf.

Ich hab mal was gehört von Essigreiniger draufkippen. Naja, hört sich aber auch nicht so „gesund“ an - und Salzwasser drauf (weiß gar nicht, wo ich das wieder her hab) ist sicher auch nicht so gut für den Garten neben des Weges…

Bitte gebt mir mal einen Rat!

Ich möchte SCHNELL und EFFEKTIV sowie GÜNSTIG, wenns geht nicht superumweltfeindlich die Wege ordentlich haben.

Mit so einem Fugenkratzer (teilweise Moos in den Fugen) ging es sicher, aber bei der Fläche würde ich erst halb fertig sein bis es wieder von vorne sprießt.

Wer hat Erfahrung mit diesen Gas-Unkrautwegbrennteilen? Da ist die Woche einer im Angebot, 20 Euro + Gasflasche. Bringt das was?

Natürlich wär ein Kärcher toll, Steine werden sauber… braucht aber auch massig Wasser - und braucht seine Zeit.

Freu mich über Anregungen!

Lieben Dank,
Claudia

Ich hab vor 2 Jahren mal angefangen, mit nem Hochdruckreiniger
durchzugehen.

Damit holst du auch den Sand aus den Fugen. Der muss da wieder unbedingt rein, sonst setzt sich Erde ab, in der alle möglichen Pionierpflanzen und auch anderes sich pudelwohl fühlen. Wenn überhaupt Hochdruckreiniger, dnn nur mit nachfolgender neuen „Verfugung“ mit feinem Sand.

Nein, ausrupfen ist keine Lösung, da werd ich ja Weihnachten
3000 erst fertig, eher geb ich vorher auf.

Geht eh schlecht, die viele Pflanzen Pfahlwurzeln haben, die erwischt man nie alle, zumal einige Verdickungen unterhalb haben, die kriegt man sowieso nicht raus.

Bitte gebt mir mal einen Rat!

Abfackeln.

Wer hat Erfahrung mit diesen Gas-Unkrautwegbrennteilen? Da ist
die Woche einer im Angebot, 20 Euro + Gasflasche. Bringt das
was?

Ja, regelmäßig angewendet. Verhindern kann man das Wachsen eh nicht, aber mit dem Abfackeln hat man nicht so viel Arbeit. Allerdings sollte einem klar sein, daß die Steine danach an einigen Stellen verkohlt aussehen. Mit einer rotierenden Bürste + Wasser kriegt man das aber so einigermaßen sauber - oder man wartet einfach, geht ja auch von alleine wieder weg. Meist reicht ein „leichtes“ Anbrennen der Pflanzen und ein paar Tage warten, einäschern ist nicht notwendig. Muss halt u.U. mehrmals wiederholt werden, denn die Wurzeln erwischt man ja nicht. Irgendwann ist deren Kraft aber verbraucht, und die Pflanze schlägt nicht mehr neu aus.

Alternative wäre heftig Salz (umweltschädlich durch Auswaschung in das Bodenwasser) oder Unkrautvernichter wie Glyphosat, wobei die auch nicht gerade umweltfreundlich sind und eh nicht alles abtöten. Andere Totalherbizide gibt es (zum Glück) nicht mehr. Der Einsatz von Herbiziden bei Pflasterungen ist aber je nach örtlichen Vorschriften verboten oder eingeschränkt. Der Einsatz von solchen Totalherbiziden (auch Glyphosat zählt dazu, auch wenn es vieles stehen läßt) ist auf oder unmittelbar an Flächen mit Beton, Pflaster, Platten oder ähnlichen Versiegelungen und die über Regen- und Schutzwasserkanäle entwässert werden, fast immer verboten!

Verbrennen?
Hallo!

Abfackeln.

Hm, dazu möchte ich nur etwas beitragen: Wir machen uns seit etwa April über unseren Nachbarn ein wenig lustig, weil er genau das probiert hat. Quasi auf dem Gehsteig vor dem Leistenstein unterm Zaun wuchs u.a. kräftig Löwenzahn. Seit April ca. 4mal, mit einer Camping-Gaz betriebenen Lötlampe, jeweils bis alles komplett schwarz war. Wir dachten schon, er fackelt sich seinen Jägerzaun ab :smile:

Ich hatte ihn mal angesprochen, da erklärte er mir, wie toll das funktionieren würde. Das war beim 1. Durchgang. Jetzt hat er’s glaub ich aufgegeben. Die Fuge ist grüner denn je.

Wenn ich das probieren würde, dann mit einer großen Gasbuddel und einem richtigem Brenner für diesen Zweck. Vor allem mit langem Stiel, sonst kriegst Du’s im Kreuz. Besagter Nachbar hatte einen Angelhocker, den er cm-weise nachschob. :smile:

Ich würd’ lieber kärchern (lassen? Die haben größere Geräte mit mehr Druck) und dann neu einsanden.

Viel Erfolg

kernig

Hallo, Hermann!

Geht eh schlecht, die viele Pflanzen Pfahlwurzeln haben, die
erwischt man nie alle, zumal einige Verdickungen unterhalb
haben, die kriegt man sowieso nicht raus.

Ja, deswegen hab ich auch keine „Rupflust“. :smile:

Abfackeln.

Danke, ich werd ich probieren! Ich werd die großen Teile abschneiden und dann den Rest „abfackeln“.

Allerdings sollte einem klar sein, daß die Steine danach an
einigen Stellen verkohlt aussehen. Mit einer rotierenden
Bürste + Wasser kriegt man das aber so einigermaßen sauber -
oder man wartet einfach, geht ja auch von alleine wieder weg.
Meist reicht ein „leichtes“ Anbrennen der Pflanzen und ein
paar Tage warten, einäschern ist nicht notwendig. Muss halt
u.U. mehrmals wiederholt werden, denn die Wurzeln erwischt man
ja nicht. Irgendwann ist deren Kraft aber verbraucht, und die
Pflanze schlägt nicht mehr neu aus.

Danke für die Anleitung! Ne rotierende Bürste hab ich nicht, ich wollt danach mit dem Straßenbesen drüber… falls notwendig… am Besten, ich hol mir gleich ein paar Gasflaschen zur Reserve. :wink:

Alternative wäre heftig Salz (umweltschädlich durch
Auswaschung in das Bodenwasser) oder Unkrautvernichter wie
Glyphosat, wobei die auch nicht gerade umweltfreundlich sind
und eh nicht alles abtöten.

Das mit dem Salz könnte ich höchstens vor der Garage machen - da wächst nämlich gar nix… links und rechts ist Mauer/Einfahrt vom Nachbarn, davor ist Straße. Aber erst brenn ich das mal ab… scheint doch das umweltfreundlichste zu sein…

Nee, das mit dem Gift… lass ich mal…hoffe, es klappt auch so.

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort, dann nix wie ran… :smile:

Claudia

Seit
April ca. 4mal, mit einer Camping-Gaz betriebenen Lötlampe,
jeweils bis alles komplett schwarz war. Wir dachten schon, er
fackelt sich seinen Jägerzaun ab :smile:

Is ja auch Blödsinn. Lieber öfters die oberen Pflanzenteile nur kurz „durchgaren“, reicht völlig, die sterben dann die nächsten Tage. Zu lange Abstände sind natürlich sinnlos, denn bis dahin hat sich die Pflanze wieder erholt und die Wurzel wieder genug Kraft, nach jedem Abfackeln wieder auszuschlagen. Das erste Mal muss man also in kurzen Abständen wiederholen, bis die Pflanzen(wurzeln) erschöpft sind. Danach halt nur noch bei Bedarf.

Hallo,
Nachfrage: Wie ist das mit dem Essigreiniger oder purem Essig? Funktioniert DAS auch?
Grüße
Marie

Nachfrage: Wie ist das mit dem Essigreiniger oder purem Essig?
Funktioniert DAS auch?

Natürlich reagieren auch Pflanzen auf Schadstoffe. Aber nu ist Essig nicht besonders agressiv und hat nur 5% Gehalt an Säure. Und selbst mit der schon für Menschen langsam unangenehmen „Essigessenz“ ist Essigsäure nicht besonders stark oder giftig. Hab da so meine Zweifel, daß das die meisten Pflanzne groß kratzen wird.
Ab einem bestimmen pH des Bodens haben irgendwann alle Pflanzen Probleme (Alu-Salze etc.), aber dazu müßte man den Boden ja schon praktisch „verseuchen“. Nur ein bißchen Essig versprühen dürfte kaum funktionieren bzw. nur wenig Effekt zeigen.

was viele umweltschützer nicht wissen …

"Das ist durch das Pflanzenschutzgesetz verboten, teilt der Pflanzenschutzdienst der LWK Nordrhein-Westfalen mit.

Dieses grundsätzliche Verbot gilt auch für Hausmittel wie zum Beispiel Essigreiniger oder Salzwasser: In dem Augenblick, in dem diese Hausmittel zur Unkrautvernichtung eingesetzt werden, sind sie Pflanzenschutzmittel. Auch hierfür droht bei einem ungenehmigten Einsatz ein Bußgeld in Höhe bis zu 50.ooo Euro."

http://www.gartentechnik.de/News/2005

millia

Das ist durch das Pflanzenschutzgesetz verboten

Jeder Einsatz auf versiegelten Flächen ist i.d.R. genehmigungspflichtig, richtig. Aber mal abgesehen davon, bezweifle ich halt sowieso die Wirkung dieser „Hausmittel“ - es sei denn in Mengen, die bereits eine Verseuchung des Bodens darstellen. Und das wird eh teuer…

Richtig klasse hat das ein Nachbar hier um die Ecke gemacht. Versprühte konz. Salzsäure(!) aus dem Baumarkt, durfte dann sein Pflaster renovieren, die Erde teuer entsorgen und eine fette Strafe zahlen. *kopfschüttel*