in meinem mit 8/8er-würfel gepflasterten innenhof (ca. 800 qm) haben sich im laufe der jahre hunderte erdbienenfamilien und rund um die bäume noch dutzende ameisenkolonien angesiedelt.
so beeindruckend deren lebensweise ist und so nützlich sie für unsere umwelt auch sind, so bange ich schön langsam um meinen unterbau für die pflastersteine. jedes jahr schaufeln sie vier, fünf kübeln sand heraus, so dass abzusehen ist, wann der unterbau instabil wird.
was kann ich machen? feuerwehr holen, wird nix bringen:smile:, umsiedeln? wie, wohin? vernichten (tut mir in der seele weh)? was noch?
was kann ich machen? feuerwehr holen, wird nix bringen:smile:,
umsiedeln? wie, wohin? vernichten (tut mir in der seele weh)?
was noch?
Nichts. Erdbienen, ich tippe auf die gelbfüßige Sandbiene (Andrena flavipes) (http://www.wildbienen.de/eb-aflav.htm), stehen unter Schutz, die meisten Arten sind inzwischen auf der roten Liste, eine Bekämpfung also ggf. nur mit Genehmigung der oberen Naturschutzbehörde möglich. Aber: Erdbienen sind für den Menschen pratisch ungefährlich (stechen fast nie), daher ist eine Genehmigung faktisch ausgeschlossen. Andrena flavipes steht m.W. noch nicht auf der Liste, aber um welche Art es sich handelt, kann eh nur ein Fachmann bestimmen. Aber: „Alle Bienenarten stehen aufgrund ihrer starken Bedrohung und ihrer hohen ökologischen Bedeutung als Bestäuber unserer Blütenpflanzen ganzjährig unter Schutz. Ihre Nester dürfen nicht zerstört werden. Eine Bekämpfung ist grundsätzlich verboten.“ (Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen)
Damit leben und ab und zu Sand auffüllen dürfte das einzige sein. Umsiedeln geht eh nicht, da Erdbienen Einzelgänger sind (Solitärbienen) und keine Völker bilden, aber trotzdem auch mal >Tausend Tiere auf engem Platz wohnen.
Hilft eh kaum, ist genauso verboten und würde ebenfalls teuer
werden.
Ja, ist alles verboten. Meine Frau kauft Essig für unsere Bohnensuppe immer über ebay. Bei Aldi steht ein olizist und kontrolliert. Essig kaufen wird bestraft.
Ja, ist alles verboten. Meine Frau kauft Essig für unsere
Bohnensuppe immer über ebay. Bei Aldi steht ein olizist und
kontrolliert. Essig kaufen wird bestraft.
_Alle_ Bienen und Hummeln (Apoidea spp.) sind geschützt, siehe (siehe Anlage 1 zur Bundesartenschutzverordnung), eine Bekämpfung ohne explizite Genehmigung der lokalen Umweltbehörde also verboten und strafbewehrt.
Eine Bekämpfung ist grundsätzlich verboten." (Landwirtschaftskammer :Nordrhein-Westfalen)
bitte such’ mir die ausnahme vom katgorischen imperativ:smile:.
es kann ja auch nicht sinn und zweck des artenschutzes sein, sich die knochen auf unebenem pflaster (und die würfel geben bereits einzeln nach!) zu brechen oder darauf zu warten, bis der unterbau wegen zu heftiger wühltätigkeit erneuert werden muss. ich sehe diesen tieren schon seit 20 jahren zu, meinem gefühl nach verdoppelt sich jedes jahr die population. und 50 m weiter hätten sie massenhaft platz und völlig unbestörte verhältnisse.
Damit leben und ab und zu Sand auffüllen dürfte das einzige sein.
dann hatte sisyphos aber einen beamtenjob im amt für murmelschupfen. völlig unmöglich, die vielen, ca. 8 mm grossen löcher wieder mit sand zu füllen. ganz abgesehen davon, am nächsten tag liegt das häufchen wieder neben dem loch … - und ich habe rund 100.000 steine da liegen! sag jetzt nicht, ich müsste die regelmässig absuchen!
die absackenden steine machen mir noch weiteres kopfzerbrechen. bis jetzt wird der hof regelmässig maschinell gekehrt, damit kein unkraut in den fugen wachsen kann. es bilden sich nun kuhlen, die der besen nicht auskehrt - und erste ansiedelungen unerwünschter kräuter nenne ich schon mein eigen:frowning: - na ja, einen kanister atrazin werd’ ich schon noch auftreiben *)
… Umsiedeln geht eh nicht,
schon klar. aber vergraulen, auch nicht? ich habe jetzt noch bei den zoologen gefragt.
hast du irgendwo eine vernünftige /neutrale seite, wo ich mich über den lebenszyklus informieren kann?
bitte such’ mir die ausnahme vom katgorischen imperativ:smile:.
Schäden bei der Umweltbehörde schildern. Aber ich würde mir da keine große Hoffnungen machen.
es kann ja auch nicht sinn und zweck des artenschutzes sein,
sich die knochen auf unebenem pflaster (und die würfel geben
bereits einzeln nach!) zu brechen oder darauf zu warten, bis
der unterbau wegen zu heftiger wühltätigkeit erneuert werden
muss.
Tja, so ein Pflastergebiet mit Sand ist ein idealer Nistplatz. Und Schilder können die leider nicht lesen… ^^
schon klar. aber vergraulen, auch nicht? ich habe jetzt noch
bei den zoologen gefragt.
Vergraulen… naja, von einem idealen Nistplatz? ^^
hast du irgendwo eine vernünftige /neutrale seite, wo ich mich
über den lebenszyklus informieren kann?
„Verboten ist …Wildbienen …zu töten oder ihre…Zufluchtstätten… zu zerstören. Andererseits ist genau dies der „ordnungsgemäßen“ land- oder forstwirtschaftlichen Bodennutzung erlaubt.
Aber auch der Staat selbst beteiligt sich an der Ausrottung: Wenn es dem angeblichen „Allgemeinwohl“ dient, …genehmigen ihre Behörden gerne „Flurbereinigungen“, Straßenbau- und andere Baumaßnahmen.“
mit „landwirtschaft“ könnte ich im weitesten sinne argumentieren, aber in jedem fall mit „baumassnahmen zum allgemeinwohl“. schliesslich wird die fläche nicht nur von mir betreten.
aber ich fand was viel interessanteres, mir weit mehr entgegenkommendes:
die sandbienen bevorzugen regengeschützte plätze. und das sind genau die flächen, wo sie in der mehrzahl ihre brut vergraben (aber nicht nur). leider mögen halt auch menschen genau diese flächen bei regen und werden dort früher oder später stolpern.
so wird es im frühjahr halt besonders viel regnen:frowning: -
Tja, so ein Pflastergebiet mit Sand ist ein idealer Nistplatz.
Und Schilder können die leider nicht lesen… ^^
vielleicht lesen sie eines mit einem daumen, der in die 50 m entfernte wiese zeigt? *grins*
interessanterweise scheint es nichts zu geben, womit man die sandbienen an/weglocken könnte, so wie die restlichen arten durch die im link gezeigten „nützlingshotels“.
ups …
hallo kai,
dich habe ich gestern wohl übersehen:smile:
das sind max. 40 Liter, also ist Dein Unterbau in 2000 Jahren
leer
*lach*. blöderweise sagt’s die bienenmutter ihren fünf bienentöchtern, und die fünf bienentöchter wiederum ihren nun schon 15.625 neuen töchtern (falls ich richtig gerechnet habe) …
wenn Du sagen wir bei 25% Ausräumung - also in 500 Jahren -
noch lebst, dann reden wir wieder weiter, ok?
na gut. ich nehm’ dich beim wort. mit deinem jugendlichen elan und meinen alten knochen werden werden wir dann neu pflastern. aber dann sind die höhlen ja auch wieder zerstört?!?
Sollte an der einen oder anderen Ecke ein Stein mal einen cm
tiefer rutschen, nimmste den raus und kippste dort etwas Sand
nach…
uff. mal so eben, bei rund 100.000 steinen:frowning:
Bei 8x8-Würfeln ist das auch keine sterile (hoffe ich doch)
und Spiegelebene Fläche…
doch. mittelalterliche wertarbeit. sehr eben gepflastert, aber nicht steril: ein wunderschönes muster, so in der art wellen im quadrat, heute unbezahlbar.
mit „landwirtschaft“ könnte ich im weitesten sinne
argumentieren, aber in jedem fall mit „baumassnahmen zum
allgemeinwohl“. schliesslich wird die fläche nicht nur von mir
betreten.
*hust*… naja, damit sind aber eher Autobahnen etc. gemeint… ^^
die sandbienen bevorzugen regengeschützte plätze. und das sind
genau die flächen, wo sie in der mehrzahl ihre brut vergraben
(aber nicht nur). leider mögen halt auch menschen genau diese
flächen bei regen und werden dort früher oder später stolpern.
Bedachung im Winter entfernen? Dann wird man da zwar naß, aber die Bienen finden den Ort nicht mehr so klasse und bleiben eventuell fern.
vielleicht lesen sie eines mit einem daumen, der in die 50 m
entfernte wiese zeigt? *grins*
Nur wenn es dort einen netten sandigen Abhang gibt… ^^
interessanterweise scheint es nichts zu geben, womit man die
sandbienen an/weglocken könnte, so wie die restlichen arten
durch die im link gezeigten „nützlingshotels“.
Sollte an der einen oder anderen Ecke ein Stein mal einen cm
tiefer rutschen, nimmste den raus und kippste dort etwas Sand
nach…
uff. mal so eben, bei rund 100.000 steinen:frowning:
ich meine ja nur diese (einzelnen) Steine…
doch. mittelalterliche wertarbeit. sehr eben gepflastert, aber
nicht steril: ein wunderschönes muster, so in der art wellen
im quadrat, heute unbezahlbar.
stelle ich mir schön vor!
-> aber wenn das schon 300-500 Jahre liegt, würd’ ich mir erst recht keine Gedanken machen, dass da irgendwelche Ameisen oder Bienchen (die da ja sicher schon seit 1000 Generationen ihr „Unwesen“ treiben, da auch nur ansatzweise was kaputtmachen können… )