Re: Stauden:oben hui, unten pfui
Hallo Jenny,
Egal, ob Phlox, Rittersporn, Herbstastern , Margeriten und
und.....
alle meine Stauden beginnen erst ca. 20 cm ÜBER dem Boden zu
prunken. Da sind sie prächtig, blühen wie verrückt und sehen
unheimlich gesund aus.
Die ersten 20 cm aus dem Boden raus verwelken alle Blätter am
Stängel.
Nicht abgefressen, oder „verungeziefert“ – sondern einfach
vertrocknet – zumindest sehen sie so aus.
Warum? Wer weiß was?
schau dir mal die Wildformen an und ergoogle, wo sie vom lieben Gott vorgesehen waren:
Wiesengesellschaften
bzw. bei Phlox der Waldrandgesellschaft
dergleichen existierte zum einen von Natur aus nur in Steppen/Savannen. Das heißt an Orten, wo Wasser zumindest einige Zeit Mangelware war.
Alles, was mit Gräsern vergesellschaftet wächst, tut das gleiche: es schießt in relativ kurzer Zeit in die Höhe, um mit den langen Halmen der Gräser auf gleich zu kommen und zu bleiben. Unten, zwischen all dem Gras auf dem Erdboden, ist es nämlich plötzlich ziemlich dunkel.
Außerdem, dass Menschen bei Trockenheit ziemlich zuverlässig gießen, wissen Pflanzen nicht.
Unsereins gießt auch oft viel zu wenig, wenn es Not täte.
Die gezüchteten Formen werden nun gerne als Polster verkauft, weil ein dicker blühender Busch nett aussieht. Du hast also viele Einzelpflanzen dicht nebeneinander. Dass das tatsächlich so ist, merkst Du beim Teilen. Du könntest problemlos jeden Stängel einzeln pflanzen. Nur hat das lange Ding ohne Kollegen oder Gras zum Gegenseitig festhalten keinen Stand und plumpst um.
Weil das aber so ist, Wachsen als Staude, macht es für Herbstaster, Phlox, Rittersporn und Co überhaupt keinen Sinn, die Blätter im unteren Stängelbereich bis zum Herbst durchzuschleppen. Sie "sehen" nix (=Photosynthese und damit Blatternährung wird mühsam).
Wenn es heiß wird, spart man als Pflanze Verdunstungsfläche ein und überlebt somit besser.
viele Grüße
Geli