Hallo Zusammen,
wir haben auf einmal ein Schreiben von unserem Bauträger bekommen, daß wir nach dem Grünordnungsplan einen Baum der Wuchsklasse 1 in unseren Garten pflanzen müssen.
Wir haben ja nichts gegen einen Baum, allerdings in dieser Größenordnung sieht es dann so aus, daß wir, wenn er denn ausgewachsen ist, kein Licht mehr in unser Haus bekommen. Nun ist es auch so, daß unser Garten nicht unbedingt so sehr groß ist, schätzungsweise 50qm. Wir würden lieber wenn möglich einen Obstbaum pflanzen.
Gibt es eigentlich eine Richtlinie, bei wieviel qm Garten so ein Baum gepflanzt werden sollte, bzw. nicht gepflanzt werden sollte. Gibt es auch die Möglichkeit, durch Kauf von z.B. 2 Bäumen, die an anderen Standorten gepflanzt werden, von dem Grünordnungsplan befreit zu werden.
Ich möchte hier keine Diskussion anfachen, über das Thema wie nützlich Bäume u.s.w. sind, das weiß ich selber, aber ich möchte nicht im Schatten eines Baumes sitzen und sobald die Sonne nicht scheint, sofort Licht anmachen…
Vielen Dank für Tipps
Gruß
Tobi
Hallo Tobi,
ich verstehe nicht, warum sich Leute vor der meist größten Anschaffung ihres Lebens vor Vertragsabschluss weniger als über einen mp3-Player informieren.
Bebauungsplan und Grünordnungsplan sind bindend.
Ich würde beim Bauamt der Gemeinde vorsprechen und Einsicht in die Pläne nehmen. Was der Bauträger schreibt, ist zweitrangig.
Eine Befreiung von den Pflanzgeboten durch den Gemeinderat (nicht durch die Verwaltung) ist theoretisch möglich, wird aber meist ungern gemacht, da dann auch die anderen kommen und gleiches Recht wollen.
Hierbei muss man auch bedenken, dass der Eingriff durch die Baumaßnahme (z.B. Flächenversieglung, Vegetationsbeseitigung) entsprechend dem Naturschutzgesetz auszugleichen bzw. zu ersetzen ist. Ohne das Pflanzgebot wäre das Baugrundstück teurer gewesen, da sonst an anderer Stelle Land für Ersatzpflanzungen gekauft hätte werden müssen.
Grüße
Ulf
Hallo Ulf,
ersteinmal danke für Deine Ausführungen. Zu deinem Kommentar zu dem Vertragsabschluß, sieht es so aus, daß ich in jeder Zeitschrift etwas über MP3 Player finde und verstehe. Über die größte Anschaffung meines Lebens finde ich sicherlich auch sehr viel, aber in einem deutsch welches ich nicht verstehe. Drum sollte man eben auf dem Notar vertrauen… oder auch nicht.
Mir geht es einfach um die Größe des Baumes, wenn ich die angegebene Größe einbuddeln muß, dann sehe ich die Sonne nicht mehr, somit ist der Sinn des Gartens irgendwie dahin. Zudem dadurch auch die Énergiekosten steigen, mehr Licht, mehr Heizung…
Gruß
Tobi
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Ich möchte hier keine Diskussion anfachen, über das Thema wie
nützlich Bäume u.s.w. sind, das weiß ich selber, aber ich
möchte nicht im Schatten eines Baumes sitzen und sobald die
Sonne nicht scheint, sofort Licht anmachen…
Vielen Dank für Tipps
Hallo Tobi,
wie wär’s mit einer Birke oder Kiefer, die lassen relativ viel Licht durch. Erlauben die Grünordnungsplaner das oder bestehen sie auf Schattenspendern wie Linde oder Buche?
Gruß, Martin
Weitere Infos
Hallo!
(Hättste Dich mal vorher informiert
, ja hinterher ist man immer schlauer. Wir haben auch grade ein Haus gekauft und bestimmt irgendwas vergessen zu berücksichtigen…)
Hier eine Liste, die für München die „erlaubten Bäume“ zeigt:
http://www.muenchen.de/Rathaus/plan/lbk/naturschutz/…
Die Kiefer oder ein Birnbaum wäre da in meinen Augen das kleinste Übel.
Auf jeden Fall bei der Gemeinde nachfragen, was wirklich im Grünordnungsplan steht. Evtl. ist das ja gestaffelt nach Grundstücksgröße. Dort kannst Du auch erfragen, ob die Möglichkeit besteht, an anderer Stelle für Ausgleich zu sorgen oder eine entspr. Zahlung zu leisten.
Außerdem zu beachten: Die Regelungen für Grenzabstände, vielleicht schließt sich ja damit die Baumpflanzung schon selbst aus. 
Grüße
kernig