Hallo Kernig!
Hier war der Fehlerteufel, deshalb Artikel gelöscht und neu
gepostet.
betrachte Dich als mit einer Portion Mitleid versorgt ;
Ich plane gerade ein schattiges, nicht zu feuchtes Staudenbeet
für einen Reihenhaus-Vorgarten. Ich dachte an ein recht grünes
Beet mit einer Mischung an allerlei Blattstrukturen, Farne,
Gräser, Rodgersia, dazwischen einzelne übers Jahr verteilte
Blüten (weiß).
Rodgersia könnte ein Problem mit mangelnder Bodenfeuchtigkeit haben. Bei uns im Garten stehen drei Versuchsexemplare zwischen Farnen, Azaleen und anderen Gehölzen. Sie mickern vor sich hin. Früher, an einem anderen Standort mit weniger Nachbarn entwickelte sich ein Vorgängerexemplar prächtig.
Da dort eine große Amelanchier steht, kam ich als Bodendecker
darunter auf Asarum europaeum (Haselwurz), die dem Wurzeldruck
ja recht gut standhalten soll.
wir haben Goldnessel und Waldgeißbart; mit Haselwurz besitze ich keine Erfahrungen
Nicht im Wurzelbereich fände ich ein paar Helleborus
(foetidus, oder andere) schön.
Helleborus orientalis kommt mit schwach kalkhaltigen Böden wie bei uns sehr gut klar. Wurzelbereich - bei uns unter einer Rose bzw. Säulenkirsche und Cotoneaster ist überhaupt kein Problem.
Dagegen hatte ich noch nie Glück mit anderen Helleborus-Arten. Die mögen unseren schweren Lehmboden offensichtlich nicht
Jetzt ist der Boden dort eher weniger Kalkhaltig(auf der Karte
mit Braunerde-Podsol) angegeben. Wie dringend brauchen denn
die beiden angegebenen Stauden Kalk?
das lässt sich zwar via Bodenprobe exakt bestimmen, kommt aber dennoch auf aktuellen Standort und Jahreszeit an. Du verrottendes Laub wird der pH-Wert zum Beispiel über den Winter wieder gesenkt.
Kann man mit Kalkgaben
(wie dauerhaft ist das?) Abhilfe schaffen?
kann man schon, nur hält es eben höchstens eine Saison
Wie bestimme ich
kostengünstig und schnell den pH-Wert des Bodens (Eine
Bodenprobe wollte ich nicht einschicken, das fände ich
übertrieben)? Einfach in Wasser lösen und Lackmus?
naja so ganz einfach auch nicht.
Aber, die gute Nachricht, es gibt in nahezu jedem Baumarkt oder Gartencenter Bodenanalyse-Sets für relativ wenig Geld. Die Handhabung ist einfach, dafür sind aber die Ergebnisse auch ziemlich grob.
Wieviel Feuchtigkeit braucht Cornus canadensis wäre noch eine
weitere Frage.
die Frage ist vielmehr, Welche Gehölze wachsen in der Nachbarschaft und was ziehen die? Wurzeln reichen weit und verflechten sich auch gern. In der Regel „gewinnt“ das Gewächs mit dem größten Verdunstungsumsatz.
Bei uns im Vorgarten ist das -natürlich- die Birke, obwohl die Hecke am Gartenzaun aufgrund ihrer Länge eigentlich mehr Blattmasse besitzen müsste. Weil wir das vermuteten, haben wir Liguster gesetzt, der auch mit eher trockenen Verhältnissen noch leben kann.
Theoretisches Wissen darüber ist doch was anderes als hier
mögliche Antworten aus der Praxis. 
Praxis heißt aber immer ein individuelles Fleckchen Grün. Erfahrungen aus dem eigenen Garten kann man selten 1 zu 1 in einen anderen übersetzen.
Ich mache es nach dem Spruch „Versuch macht klug(ch)“
ist natürlich extrem ärgerlich, wenn das versuchte Pflanzobjekt Deiner Begierde auch noch den Geldbeutel arg strapazierte und dann trotzdem eher in die Erde hineinwächst als darüber hinaus
viele Grüße
Geli