Apfelsorte, ist die astrein, oder....?

Hallo Biologen,

ich kaufe mir dann und wann schon mal Äpfel der sorte:
„Pink Lady“, im internet unter: www.pinklady-europe.com

Der apfel sieht gut aus, schmeckt gut, ist immer ca 30 - 40 Cent teurer
als die anderen apfelsorten, (geschützte Marke) aus Frankreich.

Jetzt mußte ich bei Zufall und großer Verwunderung feststellen,
der Apfel fault nicht so wie man es von einem Apfel und Apfelresten gewohnt ist.

selbst wenn von einer anderen sorte ein verschimmeltes oder verfaultes stück direkten kontakt zu dem Pink Lady Apfel hat,
gibt es komischerweise kein übergreifen der fäulnis oder Pilze.

ist an der sache ewas anderes faul?
könnte es sich um einen genetisch behandelten oder
genetisch veränderten Apfel handeln?

also wenn gar nichts schimmelt oder fault, mach ich mir schon Gedanken.
könnte der Verzehr möglicherweise unangenehme Folgen haben?

Man hört so viel von Genmanipulationen bei Mais und Bohnen usw.
könnte da etwas dran sein?
und wie käme man dahinter?

ich hoffe ihr versteht meine Gedanken und könnt mir was dazu sagen.

mit freundlichem Gruß

Franz B

ich kaufe mir dann und wann schon mal Äpfel der sorte:
„Pink Lady“, im internet unter: www.pinklady-europe.com

Das ist eine richtige „Marke“, wird überall verkauft, hat sich etabliert, ein entsprechender Qualitätsdruck ist normal für unsere Marktwirtschaft anscheinend. Soweit so gut…

Der apfel sieht gut aus, schmeckt gut, ist immer ca 30 - 40
Cent teurer

Reine Geschmackssache :wink:

Jetzt mußte ich bei Zufall und großer Verwunderung
feststellen,
der Apfel fault nicht so wie man es von einem Apfel und
Apfelresten gewohnt ist.

Der Apfel soll nicht faulen. Er soll am besten ewig halten, immer schön aussehen, makellos und wie genormt. Ist auch für Lagerung und Transport ganz praktisch. Der Kunde sieht halt einfach nicht, wie lang der Apfel schon herumliegt. Man will ja schließlich zu jeder Jahreszeit seinen Pink Lady Apfel kaufen.
So ähnlich halt wie bei Mäcces jeder Burger gleich viele Sesamkörnchen oben drauf hat.

könnte es sich um einen genetisch behandelten oder
genetisch veränderten Apfel handeln?

Ganz klares JA! Es handelt sich zwar höchstwahrscheinlich nicht um Einschleusung von Fremdgenen, aber Züchtung ist ja auch eine bewusste Genveränderung.

(nebenbei, bis auf die akute Gefahr, dass sich Gen-Populationen mit Wildformen mischen könnten, sehe ich Gentechnik garnicht mal als so ein großes Problem an. Merkwürdige Züchtungen hat es ja schließlich auch immer schon gegeben)

also wenn gar nichts schimmelt oder fault, mach ich mir schon
Gedanken.
könnte der Verzehr möglicherweise unangenehme Folgen haben?

Ich denke eher nicht. Vielleicht enthält der Apfel nicht so viele gesunde Stoffe, weil diese Sorten meist schnell hochgezüchtet sind und aufs makellose Aussehen getrimmt sind, aber „schädlich“ sind sie sicherlich nicht.

Man hört so viel von Genmanipulationen bei Mais und Bohnen
usw.
könnte da etwas dran sein?

Es könnte. Glaub ich aber wie gesagt eher nicht.

und wie käme man dahinter?

Wenn es legal betrieben wird, dann über den Hersteller, ansonsten wirds wohl schwierig.

ich hoffe ihr versteht meine Gedanken und könnt mir was dazu
sagen.

Keine Panik :wink:

Genveränderte Produkte sind nicht so schlimm wie es manchmal in den Medien herüberkommt. Natürlich, für das Ökosystem ist es eine enorme Gefahr, aber wenn ein Mensch einen gentechnisch veränderten Organismus zu sich nimmt, dann isst er zwar dessen Gene mit, aber die werden ja nich in unser Erbmaterial eingebaut :wink:

btw: ohne Genmanipulation hätten wir echte Probleme bei bestimmten Medikamenten. Bakterien werden als Beispiel für die Insulingewinnung gegen die Natur so verändert, dass sie Insulin produzieren. Es gibt keine andere gute Quelle für Insulin außer genmanipulierte Bakterien.

Grüße

Laralinda

P.S. Ich finde, dass Thema sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, aber ich möchte diese Panikmache etwas bremsen

Hi Franz,

keine Sorge, das ist eine ganz normale Apfelsorte, eine relativ neue Kreuzung (davon gibts ja ständig welche) mit Golden Delicious und anderen Sorten.

Und Züchtungen gibt es ja seit Anbeginn der Landwirtschaft (es handelt sich dabei ja nicht um einschleussen fremder Gene, sondern aus dem vorhandenen Genpool einer Art das gerade wünschenwerteste Merkmal hervorzuheben)

An diesem Apfel ist etwas anderes, was mir sauer aufstösst: das er ein eingetragenes Warenzeichen trägt (genau wie Kumatos und Kamut)- nichts gegen Sortenschutz für den Züchter, aber das ist mir doch zu viel: anbauen kann man die dann nur mit speziellen Verträgen mit der Zuchtfirma.

Soweit ich weiss, werden die bisher vor allem in Australien und Neuseeland angebaut, diejenigen, die ich schon gesehen habe, stammen auch alle von dort: das das ureigenste einheimische Obst vom anderen Ende der Erde importiert ist ja eigentlich absurd…

Viele Grüsse
Sama

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Servus,

Pink Lady ist keine Kreuzung, sondern eine Zufallsmutation aus Cripps Pink.

Sie wird in Europa vor allem in Frankreich angebaut, wo das Klima im Midi dafür geeignet ist, aber auch in Spanien und Italien. Ähnlich wie Granny Smith stellt sie hohe Ansprüche an Temperatursummen und Besonnung, sie ist ziemlich spät reifend und wie Golden Delicious und Granny Smith sehr empfindlich auf zu frühe Ernte. In deutschem Klima allenfalls für Liebhaber geeignet.

Schöne Grüße

MM

Hallo Martin,

Pink Lady ist keine Kreuzung, sondern eine Zufallsmutation aus
Cripps Pink.

„Pink Lady ist übrigens nicht der Name der Apfelsorte. Pink Lady ist die Markenbezeichnung unter der nur die Premiumqualität der Sorte Cripps Pink vermarktet werden darf…“

„Rosy Glow“ ist ein Mutant von Cripps Pink.

Quelle:
http://www.pink-lady.ch/Details.aspx

Gruß

Johnny

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Dankeschön

Franz B

Hallo ihr lieben Apfelexperten

ein ganz dickes Lob an alle Antwortschreiber.

ihr habt dafür gesorgt, daß mir die *Dame in rosa* wieder schmeckt.
nochmals Danke.

Alle Äpfel faulten, nur *Pink Lady* nicht, ja und das machte mich stutzig.
ich dachte an gespritzt, bestrahlt, genetisch behandelt, und so verlor der bei mir sonst so beliebte Apfel seine Gunst und Appetitlichkeit.

Es stimmt schon:

Man darf zwar alles essen,
aber man sollte nicht alles wissen.

Wer vom Restaurant die Küche kennt, dem schmeckt es auch besser zu Hause.

Mit einem lieben Gruß, und ich werd noch öfters hier hereinsehen.

Franz

Dankeschön!

MM