hallo!
ich hab ein problem mit meiner heissgeliebten palme. die gute wächst mir langsam durch die zimmerdecke und vor allem hat sie mittlerweile auch die erde im größten erhältlichen topf komplett durchwurzelt. ist das ein ernsthaftes problem oder muss mich das nicht weiter kümmern? schließlich wird’s ja so zumindest doch deutlich schwieriger, das wasser zu halten. sagt mir jedenfalls mein laien-verstand…
hat jemand von euch erfahrungen/kenntnisse von dieser problematik? paar aufmunternde zeilen wären nett, ich mach mir nämlich doch ein wenig sorgen.
Hallo Bernd
Um welche Palmenart handelt es sich denn? Wenn man das wüßte, könnte man z.B. überlegen, ob ein Rückschnitt möglich wäre.
Das mit dem Wasser-halten im Ballen wird in der Tat schwieriger, wenn weniger Erde da ist. Dann musst Du im Zweifelsfall eben öfters gießen, und auch öfter (dafür geringer dosiert) düngen, da auch weniger Dünger gespeichert werden kann. Ernsthafte Sorgen musst Du Dir machen, wenn die Palme dann trotz gießen und düngen immer wieder „schlappt“ und gelb wird, dann musst Du doch noch mal einen größeren Topf auftreiben.
Aber wenn die Palme es bis zu solcher Größe bei Dir geschafft hat, scheint sie sich ja generell ziemlich wohl zu fühlen.
Liebe Grüße an Dich und die Palme,
Agnes
hab ich auch schon gemacht
Hallo Antennaria,
auch ich habe zuweilen schon die „brutale“ Methode angewendet. Und wenn die Pflanze sonst gesund und kräftig ist, passiert meist auch nichts schlimmes. Es empfiehlt sich, gleichzeitig die einen Teil der Blätter oder Triebe abzuschneiden, damit der Wasserbedarf reduziert ist, bis die Wurzeln wieder „greifen“.
Aber es gibt ja auch empfindliche Arten. Gerade bei Palmen. Die normale Yucca-Palme z.B. lässt sich oberirdisch problemlos mal absägen und treibt wieder aus, hat aber sehr empfindliche Wurzeln (allerdings auch wenige und langsam wachsende Wurzeln, so daß man bei ihr auch nicht so schnell Platzprobleme im Topf hat.)
Also wenn der Bernd keinen anderen Weg mehr sieht, kann er es ja ruhig mal so machen, aber dann auf jeden Fall auf seine eigene Verantwortung! ()
Grüße
von Agnes
Sorry, Antennaria, ich habe Deinen Artikel überschrieben!
(Bin halt neu als „MOD“ und bin noch nicht die neuen Tasten, die ich jetzt habe, gewöhnt.) War nur als Antwort gemeint. Nimms mir nicht übel,
Agnes
kein problem agnes,
das war sicher nicht der weisheit letzter schluss für stefan (?) - habe den namen des autors vergessen *g*
hast du so nebenbei einen tipp für mich, welche wurzeln bzw. pflanzen einen so starken wurzelschnitt vertragen? fleischige, saftige (rhizomartige) wurzeln mit wenig haarwurzeln eher nicht,
lederartige, stark verzweigte, mit vielen haarwurzeln eher schon? oder wie oder was oder gibts keine faustregel?
Faustregel? Hab ich auch keine. Aber meine persönliche Erfahrung ist, daß Blühpflanzen meist wesentlich empfindlicher sind als Grünpflanzen (aber meistens werden die ja auch nicht so groß, daß man da viel an der Wurzel schneiden müsste). Am robustesten war bei mir der Asperagus. Wir hatten einen „Riesen“, den wir regelrecht kurz und klein gehackt haben, und jedes kleine Stüchchen ist wieder angewachsen.
Im Zweifelsfall kommts halt immer auf den Versuch an!
Viele Grüße,
Agnes
noch ne frage
hallo agnes & co!
in diesem zusammenhang beschäftigt mich noch was anderes:
bei der größe des topfes ist nur noch schwer festzustellen, wie feucht der ballen wirklich ist. die oberfläche des substrates trocknet ja manchmal ziemlich schnell aus.
hier widersprechen sich die alten weisheiten ein wenig: einerseits soll die pflanze keine nassen füße bekommen, andererseits will ich sie ja auch nicht verdursten lassen…
und wenn ich nicht wirklich weiß, wie’s im topf tatsächlich aussieht, ist das dann manchmal eine gratwanderung.
nun gut, meine große ist wirklich von sehr robuster konstitution, aber ich wüsste schon am liebsten genau, was wann zu tun ist.
hat da wer einen ratschlag?
Hallo Bernd,
wenn der Topf unten ein Loch hat und auf einem Unterteller steht, kann es eigentlich nicht vorkommen, daß Dein „Liebling“ zu naß steht. Denn dann siehst Du ja immer, wenn unten was rausläuft bzw. lange Zeit Wasser stehen bleibt.
Und zu trocken ? Tja, ist schwieriger zu kontrollieren. Aber zum Glück ist zu trocken auch meist nicht so dramatisch, wie zu naß. Mit ein bischen Gefühl krigst Du das schon hin. Hat doch bisher auch gut geklappt.
Wenn Du es aber ganz genau machen willst, topfe Deine Pflanzen in Seramis und stecke einen Feuchteanzeiger rein. (ist einfacher als Hydrokultur, und man kann jede Pflanze einfach mit Erdballen in Seramis setzen).
Viele Grüße,
Agnes
hi agnes,
wie ich sehe, gibt es wohl kein besonderes „patentrezept“ in diesem fall.
die gießerei ist ja normalerweise (bei ausreichender grundfeuchtigkeit) kein prob, aber bei trockenheit läuft ja sofort alles durch…
trotzdem lasse ich es manchmal absichtlich so weit kommen, um den ballen wirklich mal 100pro trocken zu kriegen- stichwort fäulniss (schattenseite s.o.). was hälst du von solchen ansätzen?