Grüß Euch,
ich möchte eine Hecke als Sichtschutz zum Nachbarn setzen.
Es sollten schon ziehmlich hoch gewachsene Pflanzen sein, damit ich für den Zweck nicht noch lange warten muß.
Auch sollten es möglichst rasch wachsende Pflanzen sein.
Für einen Rat, vielen Dank!
Grüsse
Günter
Hallo Günter!
Die erste Überlegung muß dann sein : Soll es auch im Winter ein Sichtschutz sein?
Dann bleiben nur Thuja (Smaragd), Taxus, Ilex.
Soll es nur im Sommer ein Sichtschutz sein, wäre Hainbuche ideal.
Es gibt noch andere Sorten, aber man muß immer daran denken, wir wohnen hier in Mitteleuropa und nicht am Mittelmeer oder Japan, also heimische Pflanzen müßten es schon sein, wenn man keine Probleme haben will.
Aber auch die sind nicht ohne Probleme. Thuja sollte möglichst Nord-Süd-Richtung gepflanzt werden, damit sie viel Sonne bekommt.
Die von mir angegebenen Pflanzen stehe bei uns als Hecken und wir haben keine Probleme…
Sollte die Hecke wenig Platz wegnehmen, bleibt nur Thuja, wenn möglich Smaragd. Und sie muß höchstens einmal im Jahr ganz wenig geschnitten werden. Oben und seitlich.
Gruß Werner
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Ich habe noch etwas vergessen.
Natürlich will jeder sehr schnell die Sicht zum Nachbarn verschlossen haben und sucht dafür auch eine schnell wachsende Pflanze.
Diese schnell Wachsende bleibt dann aber auch schnell wachsend, wenn sie ihre Arbeit getan hat. Sie ist nun mal schnell wachsend. Also hat man jedes Jahr zwei- dreimal die Arbeit mit dem Schneiden. Und das auf beiden Seiten.
Die von mir empfohlenen Pflanzen, sind keine schnell wachsenden.
Sie sind aber pflegeleicht.
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Es sollten schon ziehmlich hoch gewachsene Pflanzen sein,
damit ich für den Zweck nicht noch lange warten muß.
Auch sollten es möglichst rasch wachsende Pflanzen sein.
Hallo, Günther,
Ich kann Werner da nur zustimmen! Wenn Du dich jetzt für schnellwüchsige Sorten entscheidest, bedeutet das später, dass Du u.U. zweimal im Jahr mit Heckenschneiden dran bist (wir haben eine Weißbuchenhecke, 30m lang und 2m hoch - Das kostet zwei Wochenenden im Jahr (nur für diese Hecke, wir haben noch zwei andere!) und geht gewaltig in die Arme.
Ein anderes wollte ich noch anmerken:
Ehe Du die Pflanzen ankaufst, solltest Du Dich auf jeden Fall mit Deinem Nachbarn darüber verständigen, wie hoch die Hecke höchstens werden darf. Auch darüber, wer die Hecke pflegt und das Schnittgut entsorgt muß Einigkeit herrschen (bei einer Hecke haben wir vereinbart, dass jeder sie von seiner Seite schneidet, bei der anderen schneiden wir, aber der Nachbar entsorgt das Schnittgut). Fällt Dir der Schnitt auch von Nachbars Seite zu, sollte geregelt sein, dass Du zu diesem Zweck sein Grundstück betreten darfst. Am schönsten ist, wenn Ihr Euch auch gleich noch über die Pflanzenart verständigt. Nicht jeder mag Ilex oder Berberitze (stachelt) und eine winterkahle Hecke kann manchen stören. Fertigt über dieses (ggf. bei einer gemütlichen Flasche Bier) getroffene Abkommen eine Niederschrift an. Heute ist vielleicht noch eitel Sonnenschein, aber das kann sich ändern!
Schließlich ist es auch eine Preisfrage, welche Pflanzen man nimmt. Taxus ist sehr schön, immergrün, dicht und gut zu schneiden, aber kostet etwas mehr als z.B. Hainbuche.
Laß Dich auch über die Pflanzdichte beraten (hängt von der gewählten Art ab).
Trotz alledem halte ich Hecken für die natürlichste und schönste Grundstücksbegrenzung, die es gibt.
Beste Grüße
Eckard.
Hallo Günther,
falls Ihr zur Anpflanzung von Thuja oder anderen Lebensbäumen neigt, schaut Euch bewusst in den Nachbargärten um und überlegt, ob Euch sowas wirklich gefällt. Kaum einen Garten gibt es ohne diese Bepflanzung, die nichtbheimisch ist. Ausserdem scheint es mir, dass man sie richtig einpflanzen muss (Ballentuch öffnen, gut Wässern usw.), damit sie nicht von Anfang an einen Schaden haben. Ausserdem kenne ich eigentlich nur Thuja-Hecken, die verkahlt sind, von innen braun sind usw.
Thujas/Lebensbäume müssen auch in den Baumschulen, bis sie ihren endgültigen Standort haben, ständig umgesetzt werden, da, wenn sie länger als 2-3 Jahre an einer Stelle gestanden haben, erhebliche Schwierigkeiten haben, mit der Verpflanzung (in einen Garten) zurechtzukommen. Man müsste also Pflanzen aus einer Baumschule seines Vertrauens holen und nicht aus einem Gartencenter, selbst wenn sie etwas teurer sind.
In der Eifel werden als Wind- und Sichtsschutz eine Art Buche angepflanzt; diese Hecken sind im winter natürlich entlaubt, haben aber ein sehr dichtes Zweigwerk, sodass man fast nicht hindurch sehen kann.
Gutes Gedeihen, egal, was Ihr anpflanzt.
Viele Grüsse, Deborah
Hallo Deborah!
Warum so negativ gegen Thuja?
Natürlich müssen sie richtig eingepflanzt werden, wie jede Pflanze!!
Sie brauchen viel Licht! Deshalb möglichst Nord-Süd-Richtung pflanzen.
In Gärtnereien werden fast sämtl. Pflanzen regelmäßig umgepflanzt. Aber nicht, weil sie sonst Schwierigkeiten bekommen, sondern um die Wurzel zu bremsen. Diese würde sonst anfangen zu wuchern und beim späteren Umpflanzen wäre der Ballen zu groß. (Unhandlich und zu großes Pflanzloch).
Dann sollte man unbedingt Thuja Smaragd nehmen. Diese haben nicht diesen unangenehmen Friedhofsgeruch.
Was Du meinst ist die Hainbuche. Sie ist aber sehr pflegebedürftig, wenn sie auf günstigem Boden wächst. Zweimal im Jahr schneiden ist wenig.
Gruß Werner
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Hallo Werner,
Warum so negativ gegen Thuja?
tut mir leid, Du hast Recht und das war mir beim Schreiben des Artikels auch bewusst.
Zum einen kenne ich viele dieser Thuja- oder Wacholder-Hekcen, die verkahlt sind (vielleicht weil sie auch in West-Ost-Richtung stehen, wie z.B. vor unserem Haus). Frage: was pflanzt Du an der Wets-Ost-Gartengrenze?
Zum anderen scheint es für viele Menschen keine Alternative zu diesen Pflanzen zu geben, weil sie sehr häufig vorkommen, obwohl sie nicht einheimisch sind. Mich ärgert das. Neben dem Jägerzaun ist Wacholder- oder Thuja-Heckenbepflanzung eines der typisch deutschen Grundstückseinfassungselemnte („Halt- hier Grenze“). Der Deutsche scheint so etwas zu brauchen.
Entschuldigung bitte, jeder darf pflanzen was er möchte und was ihm gefällt. Ich wollte nur darauf aufmerksam machen.
Viele Grüsse,
Deborah
Hallo Werner,
Warum so negativ gegen Thuja?
tut mir leid, Du hast Recht und das war mir beim Schreiben des
Artikels auch bewusst.Zum einen kenne ich viele dieser Thuja- oder Wacholder-Hekcen,
die verkahlt sind (vielleicht weil sie auch in
West-Ost-Richtung stehen, wie z.B. vor unserem Haus). Frage:
was pflanzt Du an der Wets-Ost-Gartengrenze?
Hallo Deborah!
West -Ost kann man auch Thuja pflanzen, man muß dann nur aufpassen, dass keine großen Bäume oder ähnliches, ihnen das Licht weg nimmt. Sie brauchen viel Licht.
Wir haben West-Ost eine Hainbuchenhecke.
Zum anderen scheint es für viele Menschen keine Alternative zu
diesen Pflanzen zu geben, weil sie sehr häufig vorkommen,
obwohl sie nicht einheimisch sind. Mich ärgert das. Neben dem
Jägerzaun ist Wacholder- oder Thuja-Heckenbepflanzung eines
der typisch deutschen Grundstückseinfassungselemnte („Halt-
hier Grenze“). Der Deutsche scheint so etwas zu brauchen.
Typisch deutsch klingt so böse. Aber, wer einen Garten hat, ist froh, eine so pflegeleichte Hecke zu haben. Und eine, die so dicht ist, wie die Thuja, aber kaum Platz in der Breite benötigt. Man sollte heimische Pflanzen nehmen, Pflanzen, die hier gut wachsen. Und das ist mittlerweile die Thuja. Man muß nur daran denken, daß es zig verschiedene Thuja gibt.
Die Deutschen brauchen Grenzbebauung! Das wäre typisch deutsch.
Rhododendron ist auch keine heimische Pflanze, aber Deutschland ist das Land mit der größten Rhododendronerfahrung und das größte Zuchtgebiet für diese Pflanze. Heimisch bedeutet heute wohl mehr, gleiche Klimabedingungen, wie im Ursprungsland.
Thuja muß einmal im Jahr behandelt werden durch Ausschütteln der braunen alten Zweige im Inneren. Die Pflanze braucht Licht und Luft.
Gruß Werner
Entschuldigung bitte, jeder darf pflanzen was er möchte und
was ihm gefällt. Ich wollte nur darauf aufmerksam machen.Viele Grüsse,
Deborah
Feldahorn
Außer zur Hain- (oder Weiß-)buche kann ich auch noch zum
Feldahorn raten. Ist nicht teuer, wächst schnell, gut zu
schneiden. Wie die Haibuche ist das eben auch ein einheimisches
Gewächs, das man eher pflegen sollte als die ganzen „exotischen“
Koniferen. Denn in diesen Laubhecken nisten auch sehr gerne
Vögel, die wegen Mangels an solchen Nistplätzen schon fast
ausgestorben sind.
Ich habe einen größeren Garten in einem Wochenend-Gartengebiet.
Und ich habe das Glück, dass ihn ein sehr verständige Frau vor
ca. 40 Jahren angelegt hat: sie hat nur Einheimisches gepflanzt.
Der Unterschied zu den Nachbargärten mit ihrem ganzen exotischen
Thuja- und Koniferenbewuchs zeigt sich überdeutlich: In diesen
Gärten pfeift kein einziger Vogel. Die halten sich dort auf, wo
sie
- ideale Nistplätze finden und
- was zu fressen an Bäumen und Sträuchern (auch noch im Winter!)
Deshalb bleiben bei mir wenigstens teilweise solche Früchte wie
Hagebutten, Rosenäpfel, Holunderbeeren, Haselnüsse, Schlehen,
Bucheckern, Pfaffenhütchen usw. hängen und werden nicht
abgeerntet.
Und so turnen auch im Winter in meinem Garten viele Vögel herum,
obwohl ich keinen Krümel füttere. Und in der Saison vertilgen die
mir jede Menge Schädlinge, ich habe noch nie eine richtige Plage
von Läusen oder sonstigem Getier gehabt (ausgenommen die großen
Nacktschnecken, aber die halte ich vom Gemüse durch einen
Schneckenzaun draußen).
Viel Glück bei der richtigen Heckenwahl wünscht
R.B.
Hallo,
ich bin ein Feuerdornheckenfan.
Feuerdorn ist auch im Winter grün, und bietet Vogelfutter (Beeren).
Die Hecke ist außerdem eine wirksame Einfriedung.
Wer sich da `rein wagt, zieht noch nach Tagen Splitter heraus.
An den Boden stellt F.-Dorn keine besonderen Anforderungen.
Bye, ihr „Gründaumen“
hm
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Hallo!
Es gibt tatsächlich Leute, mit einem ausgesprochenen Thujahass!
In unserer Thujahecke nisten Zaunkönige und Drosseln. Jetzt, bei Frost, bietet die exotische Thujahecke den besten Schutz gegen den kalten Wind und Sichtschutz für die kleinen Vögel von oben. (Krähen, Eichelhäher usw, die gern kleine Vögel fressen).
Nachts schlafen die Vögel unter der Thujahecke (oder denken nach).
Unsere Hainbuchenhecke (wie auch die kanadische Ahornhecke) steht einsam und verwaist im Garten. Kein Vogel kommt auch nur auf die Idee, dort Schutz vor dem Wind oder Raubvögel zu suchen. Man sieht sie kaum, die Hainbuche. Kein Blatt mehr dran, keine Frucht nichts. Nur mickrige Zweige, die im Winter zu nichts gut sind.
Wir haben ungefähr 75 m Hainbuchenhecke und 50m Thujahecke (Smaragd). Die Thujahecke lebt im Winter wie im Sommer, voller Vögel. Die Hainbuche könnte man auch in den Keller stellen, für nichts gut.
Gruß Werner
Ich habe absolut keinen Thuja-Hass. Aber etwas dagegen, dass man
der Natur pausenlos ins Handwerk pfuscht. Warum denn stellt die
Natur bei uns Thujen „in den Keller“?
Gruß
R.
Was meinst Du da denn mit???
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Warum denn stellt
die
Natur bei uns Thujen „in den Keller“?
Gruß
R.Was meinst Du da denn mit???
Das Gleiche wie Du: Zu nichts gut. (= in unseren Breiten zu
nichts gut, hat die Natur beschlossen und sie hier nicht
vorkommen lassen).
Das meine ich aber überhaupt nicht. Die in Deutschland am meisten gekaufte Thuja, nämlich die Thuja occident. ist heimisch in Ostkanada und im nordöstl. Gebiet der USA. Also entsprechend unseren Klimabedingungen, d.h. sogar aus noch kälteren Zonen.
Was spricht hier gegen die Thuja???
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Das meine ich aber überhaupt nicht. Die in Deutschland am
meisten gekaufte Thuja, nämlich die Thuja occident. ist
heimisch in Ostkanada und im nordöstl. Gebiet der USA. Also
entsprechend unseren Klimabedingungen, d.h. sogar aus noch
kälteren Zonen.
Was spricht hier gegen die Thuja???
Ich behaupte ja nicht, dass sie hier nicht wächst (das sieht man
zur Genüge zwischen vielen Reihenhaus-Gärten, auf Friedhöfen usw.
Aber von Natur aus kommt sie bei uns nicht vor, sie ist
nicht heimisch, und insofern pfuscht man der Natur ins Handwerk.
Woanders hat man erkannt, dass es überhaupt nicht gut ist, wenn
man Dinge einschleppt, die vorher nicht da waren, auch wenn (und
gerade wenn) sie ideale Bedingungen vorfinden - das Gleichgewicht
wird ddadurch zerstört. Eine gutes Beispiel sind die Rhododendren
in West-Schottland. Sie nahmen aufgrund bester Bedingungen so
überhand, dass sie alles andere ausmerzten. Es gibt dort Gebiete,
in denen konnte man der Rhododendren nur noch dadurch Herr
werden, dass man Gebiete von vielen Quadartkilometern
brandgerodet hat! Und in Neuseeland machte man ähnlich
schlimme Erfahrungen, als europäische Siedler alles mögliche
anschleppten. Heute ist es verboten, Pflanzen mitzubringen.
Gruß
R.B. (morgen wieder, muss jetzt weg)
Danke Rudolf,
das ist nämlich der Punkt: Wachsen tut vieles überall, aber es ist dort noch lange nicht heimisch, selbst wenn es wächst und gedeiht.
Es mag schön sein, dass die Vögel Schutz finden in einer Thuja-Hecke, aber was haben die Vögel früher gemacht, bevor es hier Thujas gab? Die Thujahecken könnten ein überflüssiger Schutz sein für Tiere, die ohne Thujahecken den winter nicht überleben würden. (Abgesehen davon: der Habicht oder andere Greifvögel möchten im Winter auch was zu fressen finden, haben aber weniger Möglichkeiten, wenn sie die Tiere nicht bekommen, die sich in Thujahecken verstecken…Also schützt die Thujahecke vielleicht die kleinen Vögel, aber sie greift trotzdem in das Gleichgewicht ein, weil die Greifvögel weniger zu frssen haben und diese dann (ver)hungern.)
Es ist wie mit den Meisenknödeln und dem Samenstreu: obwohl es keinen Grund gibt, zuzufüttern, da die Witterung bei weitem nicht -trotz des Frostes- vogelfutterunwirtlich ist, kann man sie kaufen und aufhängen bzw. ausstreuen, und die Vögel kommen und futtern es weg. Da stützt man auch den Bestand der Vögel, die vielleicht -aus welchen Gründen auch immer- den Winter sonst nicht überlebt hätten. Aber wozu Vögel überleben lassen, die das Gleichgewicht stören? Und ob man mit diesen Massnahmen tatsächlich die Vogelarten retten kann, die bedroht sind, bezweifle ich.
Trotzdem Euch allen einen schönen Tag,
Deborah