Wie wird ein Komposter angelegt?

Hallo,
ich möchte in meinem Garten einen Komposter anlegen.
Muss ich hier auf eine bestimmte Jahreszeit warten?
Und wie baue ich den Komposter auf, damit ich keine Ratten und ähnliches Ungetier züchte?
Was alles kann ich außer Gartenabfällen kompostieren?

Auf Eure Tipps bin ich schon jetzt gespannt.
Gruß Martin

Hallo, Martin,

ich möchte in meinem Garten einen Komposter anlegen.

ein gar löblicher Vorsatz. Der Kompost ist der Jungbrunnen des Gartens!
Zur Einstimmung zunächst ein Link: http://www.gartenatelier.de/Gartenbereiche/kompost.htm

Muss ich hier auf eine bestimmte Jahreszeit warten?

Nein, gerade jetzt ist gut Zeit für solche Arbeiten.

Und wie baue ich den Komposter auf, damit ich keine Ratten und
ähnliches Ungetier züchte?

Das hängt weniger von der Anlage des Komposts ab, als von dem, womit er „gefüttert“ wird.

Was alles kann ich außer Gartenabfällen kompostieren?

Gartenabfälle (auch geschredderte Äste usw), alle pflanzlichen Küchenabfälle (Ausnahme: Orangen- und Bananenschalen, die wegen der Konservierungsstoffe sehr schlecht verrotten) inclusive Kaffeefilter, Eierschalen. keine Fleisch- oder Knochenabfälle! (lockt Ratten an)

Wichtig und zu beachten ist, dass man das Material nicht zu homogen aufgibt. D.h. eine 20cm-Lage Rasenschnitt wird kaum Freude machen, sondern zusammenbacken und zu stinken beginnen. Mischt man aber Laub oder geschredderte Äste unter das Gras, dann schmeckt es auch den Regenwürmern (den wichtigsten Gartenhelfern! Sie sollten sehr reichlich im Kompost vorhanden sein. Fehlen sie, stimmt was nicht mit dem Kompost!). Etwas Brandkalk von Zeit zu Zeit befördert die Verrottung.
Merke: ein funktionierender Kompost stinkt nicht! Tut er es, ist etwas faul (im Wortsinn!).

Wir heben das Herbstlaub unter einigen Bäumen in einer Gartenecke auf. Im Winter wohnt darin dann allerhand Getier, im Sommer, wenn vermehrt Rasenschnitt anfällt, wird es nach und nach unter den Kompost gemischt.

Wichtig ist es, den Kompost umzusetzen. Das macht man am Besten im Winter. Der gesamte Haufen wird neben seine urprüngliche Stätte umgeschaufelt bzw. mit der Gabel umgeschichtet, das oberste zu unterst. Wenn Du die Möglichkeit hast, arbeitest Du Stallmist oder Stroh mit unter. Du hast also zwei Haufen: Den aktiven, der laufend beschickt wird und den vorjährigen, der ruht und der Vollendung entgegenreift. (Da können im Sommer Kürbisse drauf wachsen!) Im dritten Jahr wird die fertige Komposterde dann auf das Land ausgebracht. (Eventuell muß man einige unverrotteten Äste und Kohlstrünke aussortieren.)

Technisch sieht der Kompostplatz so aus, dass man einfach zwei U-förmige Fächer abteilt (mit Brettern, Steinen, Maschengitter oder so.) je nach Bedarf und Materialanfall 1-2 m². Der aktive Haufen kann bis zu über 1m hoch werden, er sackt gewaltig zusammen! Als Platz kann man eine ungenutzte, schattige Ecke wählen, in der sowieso nicht wachsen will.

So, dann viel Spaß und Erfolg mit dem Kompost!
Gruß Eckard.

vielen Dank,

der Komposter ist jetzt in Betrieb…

Gruß Martin