Engelstrompeten

Hallo, mir gefallen „Engelstrompeten“ sehr gut für meinen Garten. Doch leider weiss ich nicht, ob dieser Busch giftig ist. Da meine 4jährige Tochter gerne im Garten spielt, möchte ich kein Risiko eingehen. Danke schon mal für Eure Antworten. LG Perle

Hallo, Perle,
Engelstrompeten („Brugmansia“) enthalten alle recht giftige Alkaloide in praktisch allen Pflanzenteilen. Sie gehören zur Familie der Nachtschattengewächse (wie z.B. auch Kartoffeln oder Tomaten aber auch Bittersüßer Nachtschatten „Belladonna“)

Wenn Du Deinem Kind also nicht beibringen kannst, keine Pflanzenteile in den Mund zu stecken, verzichtest Du besser auf Engelstrompeten.

Gruß
Eckard

Hallo Eckard,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Tja, dann würd ich sagen, ich verzichte lieber auf die Engelstrompete, ist mir zu risikoreich. Werd mich dann in Nachbarsgärten an dem Anblick ergötzen. Schade, die sehen so schön aus und haben auch noch so einen himmlischen Namen. Danke nochmal für die Auskunft. LG Perle

Mit 4 Jahren sollte das doch kein Problem mehr sein ?
Es gibt ja so viele alltägliche aber giftige Pfanzen (Efeu, Goldregen, Maiglöckchen, Oleander, Eibe, um nur einige zu nennen), denen Kinder auch außerhalb des Gartens begegnen.
Udo Becker

4-jähriges Kind, das sich noch Blätter und Blüten in den Mund stopft??? Man kann kleine Kinder sehr wohl dahin erziehen, dass sie das nicht tun und du solltest schleunigst damit anfangen. Außerdem sind ca. 80% der Gartenpflanzen giftig, willst du die alle weg lassen? Nun ja, es gibt ja auch hübsche Betonlösungen…

Gruß
Horst

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Hallo zusammen,
ok stop stop… natürlich stopft sich meine Tochter nicht irgendwelche Blüten oder Blätter in den Mund. Wir haben den Garten ja angelegt bevor sie zur Welt kam, aber ich möchte nicht bewusst giftige Pflanzen anlegen jetzt wo sie da ist. Es kann ja sein, dass sie sie einfach nur mit den Händchen bewundert und danach die Finger unbedarft in den Mund steckt. Die Engelstrompeten können ja gut und gerne auch so in 2 Jahren noch gepflanzt werden. Trotzdem danke für Eure statements. LG Perle

Natur & Pflanzen - eigene und anderer Leute Kinder
Hallo Horst,
Du hast ja völlig Recht. :smile:

Aber es geht ja nicht nur ums Pflanzen essen, sondern auch ums anfassen und Finger in den Mund stecken etc…
Und nicht nur um „eigene“ , sondern auch um Gastkinder…

Viele Eltern versäumen leider, ihren Kindern wesentliche Naturerfahrungen zu ermöglichen.

Ein Großteil der Kinder in dem beschriebenen Alter ( und deutlich ältere!) erkennen die *normalsten* Pflanzen nicht…
…damit meine ich jetzt sowas wie Buschwindröschen, Mohn, Wiesenschaumkraut, Brombeeren, Weizen, Gerste, Bäume, maximal Birke, Kastanie und „Tannenbaum“ werden erkannt… selbst Gänseblümchen sind oft nicht mehr vertraut.

Großen Teilen der heutigen Elterngeneration sind selbst viele Pflanzen nicht mehr geläufig, an ihre Kinder weitergeben können sie es daher nicht.
Andere wiederum erkennen den Sinn darin gar nicht…
Und nur alles dem Kindergarten/ der Schule zu überlassen, das geht ja auch nicht…

Also bleibt, das viele Kinder und Jugendliche und spätere Erwachsene nicht nur weder wissen, was giftig und ungiftig ist - sondern Blumen maximal als schön oder gut riechend, andere Pflanzen als „Unkraut“ oder „darf bleiben“ einordnen…
Nicht schön, aber leider weit verbreitete Realität…

Ich durfte als Klein-Finjen noch im Wald und Feld spielen( das ist heute sehr oft anders…), musste durfte Gräser-, Blätter-, Federsammlungen und in der 10ten ein Herbarium anlegen…

Habe heute selber einen großen Garten und auch Kinder, die darin spielen.
Fingerhut, Efeu, Wolfswurz, Engelstrompete, Buchs, Eibe, Rizinus, Eisenhut, Maiglöckchen und viele mehr wachsen dort recht munter vor sich hin…
Wenn wir Besuch bekommen, sagen und zeigen wir seit Jahren immer wieder zu Eltern und Kindern, was *giftig* ist und was nicht.
Eltern sind dankbar, die Kinder neugierig.

Was ich damit sagen möchte:
Nicht alle Kinder kennen sich altersgemäß mit und in der Natur aus.

Dass Eltern versuchen, ihren Garten „kindgerecht“ zu gestalten, finde ich daher gut und verständlich, da sich ja nicht nur die eigenen, sondern auch „andrer Leute Kinder“ in dem Garten aufhalten werden.
Bei der Neuanlage eines Gartens sollte man daher schon ein wenig darauf achten, was man anpflanzt.
Dass man sich grundsätzlich als Eltern bemühen sollte, seinem Kind einen altersentsprechenden, vernünftigen Umgang mit Pflanzen und Lebewesen allgemein zu vermitteln, damit hast Du natürlich völlig Recht.
Viele Grüße,
Finjen

4-jähriges Kind, das sich noch Blätter und Blüten in den Mund
stopft??? Man kann kleine Kinder sehr wohl dahin erziehen,
dass sie das nicht tun und du solltest schleunigst damit
anfangen.

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Hi

Nein nein, mit 4 Jahren ist das NOCH kein Problem. Ist doch nicht lange her, dass sich fünf Jugendliche von 15-17 Jahren mit Engelstrompete vergiftet haben, weil sie meinten das wär ne tolle Droge.

lg
Kate