Hallo liebe www ers…
bin gerade dabei 1000qm Wiese urbar zu machen (darum auch so wenig im forum, sorry…)
Das Stück Land ist gefräst, gerecht und jetzt ist die Gründüngung u.a. dran. Bislang hab ich Kartoffeln gesetzt, Lupinen und Sonnenblumen gesät. Phaselia kommt auch noch. Aber ich möchte gerne noch etwas mehr Vielfalt. Hat jemand einen Tipp? Nützlich oder schön, ganz egal !
Der Boden ist lehmig und ausgeruht (20 Jahre Wiese, davon 10 Jahre nicht gemäht oder begrast)
Danke!
lg
Imke
Hallo !
Bei dem ausgeruhten Boden ist meiner Meinung nach eine Düngung überhaupt nicht notwendig, zumindest die ersten 2 - 3 Jahre. Wenn die Wiese begrast war und Du hast sie jetzt richtig bearbeitet, ist der untere, ausgeruhte Boden nach oben gekommen bzw. hat er sich mit den oberen Schichten vermischt. Gras hat im Allgemeinen sehr flache Wurzeln. Die unteren Schichten haben sich jahrelang ausgeruht und Nährstoffe sind nicht entzogen worden. Eine Gründüngung vor der gärtnerischen bzw. landwirtschaftlichen Nutzung ist aber auf keinen Fall ein Fehler.
Gruss Peter
Servus,
wenn die Wiese nicht zu viel (im Idealfall keinen) N-Dünger abgekriegt hat, täte ich in diesem Zustand der Sache auf tiefe Durchwurzelung Wert legen: Vor allem Ackerbohnen, auch dicke Bohnen. Lupinen sind dafür schon ganz prima, Esparsetten und Perserklee kann man auf sL auch probieren.
Nach Fräsen zusehen, dass der Oberboden rasch vor Verschlämmung geschützt wird: Kürbis, Gurken etc. decken zügig und bringen ein schönes Kleinklima, um die eingearbeiteten Grassoden leicht umzusetzen. Auch Kreuzblütler - Senf, Raps - sind da gut geeignet.
Relativ gute kräftige Durchwurzelung und Schutz vor Niederschlägen bietet auch Mangold.
Mach Dir ruhig einen Phazeliawald, die kann auch gut eine Saison stehen, in einem dichten Bestand wandern Dir mit Glück schon in diesem Sommer ein paar Kröten zu, auch Weinbergschnecken mögen das: Gute Basis dafür, dass sich in den kommenden Jahren der Ackerschneckenbefall in Grenzen hält.
Schöne Grüße
MM