Hallo Gärtner,
unsere Pflaume ist jetzt ca. 5 Jahre alt und trägt in diesem Jahr unglaublich viele Früchte, so dass sich die Zweige doch bedenklich biegen - können die Zweige unter der Last auch abbrechen (die sind ja nur 2 -3 cm dick) oder hat Mutter Natur da vorgesorgt? Doch besser abstützten?
Gruß *schon die Einmachgläser startklar mach*
Alexandra
Die Zweige können durchaus brechen, gerade wenn der Baum noch sehr jung oder schon recht alt ist. Ich kenne das Problem von Apfelbäumen. Du baust dir am besten Stützen, die du unter die betreffenden Äste stellst. Dann kann auch nichts mehr passieren, wenn der Ast durch Regennässe noch schwerer wird. Wenn du sie im Winter dranlässt, dann ist auch die Gefahr von Schneebruch geringer.
Die Stütze kann entweder aus einem langen Ast mit Astgabel sein oder du schraubst dir eine aus günstigen Latten zusammen. Den Träger umwickelst du am besten mit einem alten Tuch, damit die Rinde nicht beschädigt wird.
Super, danke für die schnelle Antwort - haben dicke Pfosten eingeschlagen und werden da nachher noch Querlatten anbinden, welche dann die Äste stützen…und später die PFosten für nen Kinderkletterturmtipe nutzen.
Servus,
diese Lösung ist wohl weniger günstig, weil starr.
Die übliche Stütze aus der Zeit der Hochstämme - die man nicht nur zum vorliegenden Zweck nutzt, sondern auch zum Leitern stellen - ist eine Fichtenstange (Durchmesser Bohnenstange), an deren Ende ein kurzes Stück Latte (längs) mit zwei weiteren (quer) so angenagelt ist, dass es eine Y-Form bildet.
Diese Stützen bewegen sich z.B. bei Wind mit dem Ast, so dass das Risiko viel geringer ist, dass er bricht.
Schöne Grüße
MM
Wir haben oben an die Pfosten Latten dran gemacht - werde diese heute noch polstern, damit die Äste etwas geschützt sind - die dünne Variante halte ich gerade nicht geeignet, da unser Zwerg durch den Garten rennt und an allem wackelt was nicht niet und nagelfest ist und / oder gegen rennt und ich ein wenig Sorge habe, dass er sich da selbst erschlägt. Ein wenig Spiel ist auch bei den Pfählen und oben auf den Latten können sich die Zweige dann ja bewegen. Denke mal so in ner Woche sind die ersten Pflaumen reif, dann wird wieder alles abgebaut, wenn die erste Hälfte abgeerntet ist.
aktuell sind an dem kleinen Baum mit seinen 6 Ästen zwischen 500 und 600 Früchte dran - dass der gleich so übertreiben muss!!! Mir hätte ein Kuchenblech voll gereicht fürs erste.
Servus,
ok - Kindersicherung muss natürlich bedacht werden. Von oben runter kann eine Bohnenstange eine ziemliche Wucht entwickeln…
Beiläufig: Wie steht der Baum sonst so da? Kriegt er die Last überhaupt reif? Wenn es sich, wie Du schreibst, um eine sehr frühe Sorte (Reneclauden?) handelt, braucht man nicht Mitte Juni abzuwarten mit dem Ausdünnen: Die neigen dazu, mehr zu behalten, als sie reif kriegen können.
Bei mittelspäten und späten Sorten wird in der Regel bis um den 10…15.06. herum abgestoßen, was zu viel ist.
Generell gibt es nicht bloß bei Äpfeln, sondern auch bei Pflaumen, Zwetschgen etc. eine Neigung zum Alternieren: Sehr reicher Fruchtbehang in einem Jahr hemmt die Blütenbildung im nächsten Jahr.
Im gewerblichen Anbau wird der Fruchtbehang mit geeigneten biochemischen Mitteln ausgedünnt, z.B. für „Bio“ zugelassen mit Salicylsäure. Man kann das aber auch relativ flott von Hand angehen.
Schöne Grüße
MM
Hallo,
das ist wohl eine frühe Sorte - habe nicht mehr genau in Erinnerung wann sie genau dran ist, auf jeden Fall vor den Kirschen, damit wir nicht alles auf einmal essen müssen und es ist eine historische Sorte die eigentlich gar nicht so viel tragen sollte. Egal was sie abwerfen sollte - es reicht auf jeden Fall für unseren 3 - Personenhaushalt.
War und bin in erster Linie nur besorgt um den Erhalt des Baumes, da er ja noch so jung ist und wir ihn gerade gepflanzt haben und er wirklich super angegangen ist und wahnsinnig an Wachstum zugelegt hat.
Gruß,
Alexandra