Nicht so kompliziert
Hallo!
Das ist alles gar nicht so kompliziert.
Wie erkennt man den guten Boden für Pflanzen?
Die Frage würde ich andersherum stellen, dann hast du noch viel weniger Probleme: Suche die richtigen Pflanzen für Deinen Boden und Dein Klima aus und Du hast viel Freude im Garten und wenig Arbeit.
Nur Sorten die in Europa zu finden sind, also keine
exotische welche zu viel Sonne oder zu sehr trockene / feuchte
Luft benötigen.
Diese Unterscheidung verstehe ich nicht wirklich. Möchtest Du Wildstauden pflanzen oder schon Beetstauden? Passende für alle möglichen Lebensbedingungen gibt es in beiden Gruppen.
Ich habe den pH-Wert genesen, es ist etwa 7,5,
also in etwa neutral. Die Entwässerung ist gut, da bildet sich
keine Grube voll Wasser, Wasser versickert sofort. Und noch,
die Erde wird nicht klumpig, sondern bleibt frisch.
Das sind doch ideale Bedingungen.
Ich lese so oft, der Boden solle nährreich sein,
Das ist doch davon abhängig davon, was Du dort pflanzen möchtest. Für einen Steingarten oder Heidegarten ist Nährstoffreichtum eher abträglich.
:aber woran
erkenne ich das,
grobe Faustregel: je dunkler und krümeliger der Boden, umso nährstoffreicher ist er.
und kann man das nicht mit Dünger
entgegenkommen?
Sicher, wenn du gern Geld ausgeben möchtest und unterbeschäftigt bist, ist fast alles möglich 
In Laboren wachsen Pflanzen auch ohne Erde, in
reinem Perlit oder Bimsstein. Die Nährstoffe werden mit dem
Wasser gegeben, Perlit oder Bimsstein gewährleisten die
Feuchtigkeit des Bodens.
Ja, aber willst Du das in Deinem Garten? Diesen Aufwand betreiben und derart künstliche Bedingungen?
Ich hatte vor, den Boden mit „nährreicher“ Blumentopferde zu
mischen,
Die meiste BLumentopferde enthält jede Menge Hochmoortorf. Dieser gehört ins Moor und nirgends sonst hin. HOchmoore sind hochgradig gefährdete Lebensräume und der Raubbau nimmt kein Ende, weil die Idee, die Du auch äußerst, nicht aus den Köpfen der Menschen zu entfernen ist. Torf ist auch im Beet definitiv zu nichts nütze und einfach und billig durch andere Dinge zu ersetzen. Kompost, Holzhächsel, Produkte aus Stroh, Rindenmulch etc…
und noch mit Perlit zu
mischen, um die ständige Feuchtigkeit im Boden zu erhöhen.
In einem Sandboden könnte ich das ja noch verstehen. Aber wie Du die Erde beschreibst, ist das nicht nötig.
Aber vielleicht ist das nicht notwendig und verschwendetes
Geld und Arbeit.
Das ist der Fall.
Gibt es objektive Kriterien, die Qualität und Geeignetheit des
Bodens zu bestimmen?
Zeigerpflanzen, wie erwähnt. Oder später anhand des Wachstums oder der Blattfärbung der dort stehenden Pflanzen. Es gibt (wenn man das nicht so im Labor betreibt, wie Du es oben beschreibst) im Garten keine Garantien, welche Pflanze wann und wie sicher gut wächst oder nicht.
Die Grundlagen sollten schon stimmen, dann kommen eine Vielzahl schwer einzuschätzender Randfaktoren dazu und das Ergebnis zeigt einem, ob man richtig lag oder nicht. Das ist Natur. Die gute Nachricht: Die meisten Pflanzen wollen ja wachsen und wenn eine Sorte Blumen mikert, wird eine andere dafür prächtig gedeihen. An einer anderen Stelle im Garten wird es vielleicht andersherum sein. Man beobachtet und sammelt Erfahrung und erhöht im Laufe der Zeit seine „Trefferquote“.
Geh die Sache nicht so wissenschaftlich an, das ist mein Rat.
Außerdem: nutze organische Dünger (Kompost, Hornspäne etc, dies nicht eingraben, sondern nur in den obersten 10cm), damit kannst Du fast nichts falsch machen, mit mineralischem Dünger schon.
Entspanntes Gärtnern
wünscht
kernig