Wann wird endlich was aus Bromelien-Ablegern?

Hallo,
habe ein Problem mit zwei Bromelien (die genaue Sorte kenne ich leider nicht - einmal eine trichterförmige und einmal eine schwertartige). Nachdem die Pflanze verblüht war und ringsherum lauter Ableger gebildet hatte, habe ich sie, als sie total abgestorben war, von den Ablegern mit einem Messer abgestochen, wie mir die Damen im Blumenladen geraten hatte, und die neuen wieder in die Erde gesteckt. (So habe ich es auch auf einigen Internetseiten gelesen) Seitdem ist nichts mehr passiert (das ist schon ein Jahr her). Habe sie immer schön gegossen. Habe mich gefragt, ob sie überhaupt noch leben, da man sie einfach aus der erde rausiehen und wieder reinstecken konnte und sie keine Wurzeln haben. Da mir dann aber 2 Ableger abgestorben sind und trocken und braun wurden (vergessen zu gießen), leben die anderen anscheinend doch noch. Was muss ich denn tun, damit die irgendwann (bald) wieder blühen? Es tut sich überhaupt nichts und von Blatttrichter kann man auch nicht wirklich sprechen, da sie wie reltiv eng zusammengerollte Röllchen wachsen, deswegen ist es auch schwierig, das Wasser in den Trichter zu gießen, wie immer geraten.
Danke für eure Tipps.
late_bird

Hallo late_bird,

ohne Foto wird das leider nichts.
Versuche mal bitte mit google Bildersuche den lateinischen Namen herauszufinden.

Grundsätzlich - Bromelien gehören zu den Gewächsen, die zuhause im Wohnzimmer viele Jahre brauchen, bis sie blühen. Kommerzielle Züchter benutzen u.a. Gewächshäuser mit Klimaverhältnissen wie im Regenwald, Nährlösungen der ausgefeilten Art, Bewurzelungs- bzw. Blüh-Hormone etc.

zuhause kannst Du es mal damit versuchen, eine Plastiktüte über das Kindel zu stülpen. Das Problem ist, dass bei zu feuchtem Substrat möglicherweise die Pflanze fault. Viele Bromelien wachsen „eigentlich“ auf Bäumen, d.h. in etwas Moos, in etwas in einer Astgabel angesammeltem Modder.

Für spätere Versuche - es ist sicherer, mit der ganzen Amputationsaktion von Kindeln zu warten, bis sie bereits bewurzelt sind. Sieht natürlich nicht lecker aus, weil die Mutter derweil vor sich hin verwest (und ihre Kindel damit ernährt).

viele grüße
Geli

Hallo Geli,
danke schon mal! Also die google-Ergebnisse: Guzmania lingulata (die trichterförmige), Guzmania dissitiflora (es war doch keine schwertförmige sonder eine mit so längliche „Rispen“ - so lang ist es schon her, dass sie geblüht hat…)
Ach so - ohjeohje… dann ist das mal wieder so ein fieser Geldmacher-Trick… zu Tausenden kaufen die Leute diese wunderschönen Pflanzen (wie auch Weihnachtssterne, die mir immer unendlich leid tun, besonders die mit Glitzer „verschönerten“…) und wenn sie verblüht sind, will sie keiner mehr haben und sie landen wahrscheinlich oft auf dem Müll. Kein Wunder, wenn es fast unmöglich ist, sie als „Laie“ wieder zum Blühen zu bringen.
Naja, die Mutterpflanze war schon ziemlich lang abgestorben, ehe ich sie getrennt habe und sie hatten halt auch gar keinen Platz mehr im Topf. Ich dachte, dass sie dort so gedrängt eh nicht gut wachsen würden.
Nunja, dann bleibt es halt eine Grünpflanze…
Aber vielen Dank für den Tipp. Aber wahrcheinlich hat es nicht wirklich viel Zweck bei den ungünstigen Bedingungen.
Viele Grüße,
late_bird

Du solltest bei der vegetativen Vermehrung von Bromelien darauf achten, dass du sie nie in normale Blumenerde pflanzst, sondern besser in ein Gemisch aus Pinienrinde (oder ausnahmsweise die „Orchiedeenerde“ aus dem Baumarkt) und Torf. Das entspricht den natürlichen Lebensgewohnheiten besser, aber wie Geli schon sagte, es kann jahrelang dauern, bis sich eine Blüte bildet, uns fehlen halt die optimalen Bedingungen der Erwerbsgärtner.

Gruß
Horst