Die Nachbarn
Hallo!
Die lieben Nachbarn sagen einem immer wieder gern, was man alles „muss“.
Wenn wir hier alles umsetzen würden, was uns die Nachbarn erzählen, sähe es hier ein wenig anders aus.
Abziehen muss man z.B. das Alter. Biologisches Gärtnern war vor 70 Jahren noch nicht so in. Auch gab es viele resistenten Sorten noch nicht, die es heute gibt.
Wobei man natürlich die Erfahrung nicht unterschätzen sollte, die hinter manchen Aussagen steht.
Hier im Viertel (60er-70er Jahre gebaut), haben fast alle ihren Obstbaumbestand gefällt. Macht Arbeit und Dreck. Das ist so die Grundeinstellung zu Bäumen im Allgemeinen. Nix wie Probleme.
wir hätten wohl hier Probleme mit Pflanzenrost und man müsse
da regelmäßig irgendwas sprühen, da sonst der Rost auf das
Gehölz übergeht und die Pflanzen dann nicht tragen???
Obstgehölze tragen von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Letztes Jahr z.B. konnten wir uns vor Äpfeln nicht retten, die Zwetschgen dafür an einer Hand abzählen. Der Zwetschgenbaum sah irgendwie ungesund aus.
Dieses Jahr trägt der Apfelbaum nur sehr vereinzelt, die meisten verfaulen am Baum, der aussieht, als würde er das nächste Jahr nicht erleben wollen (Merkwürdige Triebe, vertrocknete Zweige, Krebs auf dem Vormarsch). Am Zwetschgenbaum sind schon Äste abgebrochen, weil er so vollhängt mit Früchten, wir ersticken schier darin.
Bin schon gespannt aufs nächste Jahr 
Habe keinen blassen Schimmer - was muss man beachten?
Ruhe bewahren. Und das beachten, was der Vorposter schreibt: Augen auf bei der Sortenwahl. Gute Qualität (Baumschule!!) am richtigen Standort pflanzen.
Fragen würde ich mal nach „Feuerbrand“ (evtl. bei einer Behörde, damit ist wirklich nicht zu spaßen). Und Birnengitterrost ist auch nicht sehr lustig, aber einen Birnbaum hattet Ihr ja eh nicht auf der Liste, oder?
Grüße
kernig