Unkrautvermeidung bei längerer Abwesenheit

Wie kann man den totalen Unkrautwuchs im Nutzgarten (Beete aller Art, Blumenrabatte und Steingarten) bei längerer Abwesenheit vermeiden. Wir sind praktisch den kompletten April nicht im Garten tätig, niemand anderes kann sich auch darum kümmern. Welche Möglichkeiten gibt es, auch chemischer Art, um Unkraut weitestgehend zu vermeiden. Als wir in 99 nach längerer Abwesenheit zurückkamen, traf uns fast der Schlag! Zubetonieren kommt allerdings als Möglichkeit nicht infrage!

Cu

SL.

Abdecken der Erde mit Rindenmulch. Allerdings sieht das nur im Ziergarten schön aus. Andererseits macht auch Reisig die freien Flächen unkrautfrei. Als letztes Mittel geht lichtundurchlässige Folie. Es gibt da viele Methoden, die teilweise gut sind. Folien trocknen den Boden aus, Rindenmulch macht den Boden sauer. Reisig „vergammelt“ sehr schwer. Eigentlich ist nur eins wichtig: Lasse so wenig Licht wie möglich auf die freien Flächen. Da wächst dann kaum Unkraut. Los wirst Du Unkraut nie. Das muß schon klar sein.

André

…wie andre schon sagt, mulchen ohne ende.
jetzt anfallenden beschnitt und ähnliches schreddern und gut
verteilen. natürlich sollte die dortige bepflanzung dies auch
vertragen können. kommt drauf an, aber als grobe lösung
empfehlenswert.
ansonsten langfristig bodendecker pflanzen (zb. efeu o.ä.
verwandte kriechgewächse, gärtner fragen)

nix beton, f.

was genau ist unkraut?

…auch die bodenbeschaffenheit wäre gut zu wissen.
(viel stickstoff= brennesseln ohne ende, oder distel,
franzosenkraut…)
was wächst denn so?

gruß, f.

hallo,

wie alle anderen vorredner gesagt haben, ist mulchen in den verschiedensten varianten natürlich die ökologischste möglichkeit der unkrautvermeidung. eine noch nicht erwähnte variante ist zeitungspapier (3 - 4 lagen). das kann sehr leicht um jede pflanze herum ausgeschnitten werden, dann wieder mit erde bedecken, damit es bei wind nicht davonfliegt. (allerdings ist die druckerschwärze auch wieder nicht besonders biologisch)

du fragst aber AUCH nach chemischer vorbeugung. dann sollte das mittel deiner wahl „roundup“ sein. dieses wurzelherbizid wird von allen unkrautvernichtungsmitteln als das „biologischeste“ bezeichnet - und es wirkt wirklich gut. die pflanzen (auch schon die kleinsten im keimstadium) nehmen das mittel über die blätter auf, transportieren es in die wurzel und sterben dann ab.

aber denke daran, ALLE pflanzen, die mit der spritzbrühe benetzt werden, sterben ab - also vorsicht bei den pflanzen, die übrig bleiben sollen, eventuell abdecken. (einzelne tropfen darauf schaden aber nicht)

(und damit roundup wirken kann, müssen die „unkräuter“ natürlich erst einmal vorhanden sein, den nackten boden z.b. jetzt spritzen, bringt nichts!, aussentemperatur soll auch nicht unter 13 grad liegen)

„Roundup“ hab ich gut in Erinnerung. Sau teuer, aber echt wirkungsvoll. Du kannst die Spritzbrühe auch mit dem Pinsel auf die unerwünschten Pflanzen auftragen. Nach ein paar Tagen werden diese absterben. Dann mußt Du wohl oder übel zupfen. Die abgestorbenen Pflanzen verschwinden nämlich nicht. Und wie schon gesagt, es muß auch Unkraut da sein, neues (Flugsamen) wird nicht bekämpft!

André

Hallo,

nimm schwarze Unkrautfolie. Folie trocknet den Boden nicht aus, wenn du an mehreren Stellen Loecher hineinstichst. Im Gegenteil: wenn du Folie benutzt, musst du seltener giessen und Nutzpflanzen wachsen besser.
Ansonsten eben mulchen.

Roundup wirkt nicht gegen alle Unkraeuter (nicht gegen Schachtelhalm, Vogelmiere …) und du unterstuetzt durch den Kauf von Roundup den weltgroessten Produzenten von Gentechnisch veraenderten Produkten.

Gruss, Niels

entschuldige, aber …
hallo niels,

Roundup wirkt nicht gegen alle Unkraeuter (nicht gegen
Schachtelhalm, Vogelmiere …)

als WURZELHERBIZID wirkt es sowohl gegen einkeim- als auch gegen zweikeimblättrige unkräuter. zugegeben, schachtelhalm ist sehr mühsam zu bekämpfen, aber gerade hier ist dieses mittel eines der wenigen, das tatsächlich hilft.

und du unterstuetzt durch den

Kauf von Roundup den weltgroessten Produzenten von
Gentechnisch veraenderten Produkten.

du stellst hier einen zusammenhang dar, der nicht korrekt ist (ähnlich wie andere bei tierschutz und bse).

richtig ist, monsanto (produzent von roundup) ist der weltweit führende, gentechnik-forschende konzern. die gentechnisch veränderten pflanzen (in erster linie mais) sollen aber restistent werden gegen den maiszünsler (das ist ein schädling, der den mais-stamm anbohrt und umknicken lässt). bis heute braucht man gegen den maiszünsler unmengen von giften, um ihm herr zu werden (weil man mit der spritzbrühe nicht an ihn herankommt, denn er lebt IN der pflanze) - und diese gifte sollen durch gentechnik ersetzt werden.

unkraut wird trotzdem weiter fröhlich zwischen dem mais wachsen (oder eben auch bekämpft werden müssen, aber nicht mittels gentechnik)

ich bin auch nicht sehr froh über die gentechnik - aber wenn man schon darüber spricht (oder sie ablehnt), sollten ALLE für und wider emotionslos betrachtet werden.

Hallo antenneria,

Roundup wirkt nicht gegen alle Unkraeuter (nicht gegen
Schachtelhalm, Vogelmiere …)

als WURZELHERBIZID wirkt es sowohl gegen einkeim- als auch
gegen zweikeimblättrige unkräuter. zugegeben, schachtelhalm
ist sehr mühsam zu bekämpfen, aber gerade hier ist dieses
mittel eines der wenigen, das tatsächlich hilft.

ich habe selber einmal Roundup verwendet. es wirkt gut gegen Quecken und winden (war mein Hauptproblem), aber zB die ueberall wild wachsenden kleinen Johannisbeerpflanzen liessen sich nicht beeindrucken. Auf dem Beipackzettel von Roundup sind ein paar Unkraeuter genennt, die nicht oder nur schlecht bekaempft werden koennen.

du stellst hier einen zusammenhang dar, der nicht korrekt ist
(ähnlich wie andere bei tierschutz und bse).

Ach so, ich dachte immer, der Zusammenhang „von wem ich etwas kaufe, den unterstuetze ich“ wuerde gelten. Wie man sich irren kann!

richtig ist, monsanto (produzent von roundup) ist der weltweit
führende, gentechnik-forschende konzern. die gentechnisch
veränderten pflanzen (in erster linie mais) sollen aber
restistent werden gegen den maiszünsler (das ist ein
schädling, der den mais-stamm anbohrt und umknicken lässt).

bis heute braucht man gegen den maiszünsler unmengen von
giften, um ihm herr zu werden (weil man mit der spritzbrühe
nicht an ihn herankommt, denn er lebt IN der pflanze) - und
diese gifte sollen durch gentechnik ersetzt werden.

unkraut wird trotzdem weiter fröhlich zwischen dem mais
wachsen (oder eben auch bekämpft werden müssen, aber nicht
mittels gentechnik)

Ein wichtiges Produkt von Monsanto ist gentechnisch veraendertes Soja. Es ist resistent gegen Roundup und soll den Absatz dieses Herbizids foerdern.

Was den Mais anbelangt, so denke ich, dass eine zunehmende Resistenzbildung auftritt. Wir werden also statt staendig wechselnden Insektiziden staendig wechselnde Genpflanzen haben.
Aus diesem Grund wird auch nicht auf den Einsatz von Insektiziden verzichtet werden koennen.

Gruss, Niels

Hallo Sl !

Was einfacheres gibt es doch nicht!! Miete einen Rentner!!

W.

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