Hallo ihr,
ich lese ständig von der Tulpenzwiebelmanie in Holland, und dabei stellen sich mir einige Fragen. Vielleicht könnt ihr die beantworten?
Also, wenn man so eine Zwiebel kauft und einpflanzt, wie lange lebt sie dann? Vermehrt sie sich auch, d.h. bildet sie Tochterknollen? Wie sicher kann man sein, dass so eine Zwiebel anwächst, d.h. sind auch mal welche dabei, aus denen nix wird?
Und noch eine zweite Frage: Könnte man eine Tulpenzwiebel eigentlich bedenkenlos essen, oder wäre das gesundheitsschädlich? … Das hat nämlich ein schlecht informierter Matrose getan. Die Tulpenzwiebel war mehrere tausend Gulden wert, und er kam dafür einige Monate ins Gefängnis. Dumm gelaufen. Aber giftig sind solche Zwiebeln nicht, oder?
Schöne Grüße
Petra
Hallo Petra,
Liest Du „Adrian, der Tulpendieb“ ? Da kommt nämlich die Episode vom Tulpenzwiebel-essen vor, mit dem Schönheitsfehler (im Roman), dass der Esser eine Küchenzwiebel zum Matjeshering essen beabsichtigte, der Roman locker den anderen Geschmack und die andere Struktur der Tulpenzwiebel verschweigt. Giftig dürfte die Tupenzwiebel jedenfalls nicht sein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Tulpen
Aus Hobbygärtnersicht sind im Herbst gepflanzete Tulpen ziemlich blühsicher und können nach Abwelken des Laubes wieder ausgegraben und im Herbst neu gesetzt werden. Wenn man sie in der Erde beläßt, verwildern sie und machen Nebenzwiebel, die sich z.T. sehr tief in die Erde eingraben und regelmäßig blühen.
Gruss von Julius
Hallo Julius,
Liest Du „Adrian, der Tulpendieb“ ?
Nö - „What do I do with my money now“. Da geht es u.a. um die Tulpenzwiebel-Blase.
… der Roman locker den anderen Geschmack
und die andere Struktur der Tulpenzwiebel verschweigt.
Anderer Geschmack? Woher weißt du das? Hast du schon mal eine gegessen? … Dem Matrosen scheint es jedenfalls geschmeckt zu haben. Der Preis für die Mahlzeit war aber auch für ihn sehr hoch - mehrere Monate Gefängnis!
Giftig
dürfte die Tupenzwiebel jedenfalls nicht sein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Tulpen
Aha, das steht da drin? Wo denn genau? … Hmm, wenn ich mir sicher wäre, dass so eine Tulpenzwiebel nicht giftig ist, würde ich ja mal aus Neugier eine probieren.
Aus Hobbygärtnersicht sind im Herbst gepflanzete Tulpen
ziemlich blühsicher und können nach Abwelken des Laubes wieder
ausgegraben und im Herbst neu gesetzt werden. Wenn man sie in
der Erde beläßt, verwildern sie und machen Nebenzwiebel, die
sich z.T. sehr tief in die Erde eingraben und regelmäßig
blühen.
Ok, also hätte man eine Tulpenzwiebel für 4000 Gulden kaufen und nach ein paar Jahren mehrere davon für je 4000 Gulden verkaufen können? Oder funktioniert das so nicht?
Das wäre schon was, wenn man Geld immer noch auf so einfache Art und Wiese vermehren könnte …
Schöne Grüße
Petra
Der Preis für die Mahlzeit war aber auch für ihn sehr
hoch - mehrere Monate Gefängnis!
Ok, also hätte man eine Tulpenzwiebel für 4000 Gulden kaufen
und nach ein paar Jahren mehrere davon für je 4000 Gulden
verkaufen können? Oder funktioniert das so nicht?
Das wäre schon was, wenn man Geld immer noch auf so einfache
Art und Wiese vermehren könnte …
Vor 250 Jahren war das so in Holland. Es wurden Tulpenzwiebeln in Gold aufgewogen, es bildeten sich Aktiengesellschaften und ein Spekulationsmarkt, der nach einigen Jahren wegen der leichten Vermehrungsrate der Tulpen schlagartig zusammen gebrochen ist. Ganz wie heute die Spekulationsblasen.
Udo Becker
Hallo,
Nachdem nicht ein Hinweis auf Schädlichkeit im Wikipedia-Artikel existiert, liegt die Unschädlichkeit auf der Hand. Nachdem ich früher beruflich u.A. mit dem Blumenzwiebelverkauf zu tun hatte, weiß ich um die Geruchlosigkeit vieler Blumenzwiebel und unterstelle einen unauffälligen Geschmack - sogar winzige Steckzwiebel haben den typischen Küchenzwiebelduft. Bei z.B. Fritillaria imperialis, der Kaiserkrone, fällt sofort ein starker knoblauchähnlicher Geruch auf.
Gruss von Julius