Rosen Totalrückschnitt

Hallo zusammen,

wir haben zwei schöne alte (ca. 30 Jahre) Rosen, die an einer Pergola ranken. Nun muss die Perola im Winter ersetzt werden. Wenn ich die Rosen bodennah abschneide, war’s das dann oder besteht eine Chance, dass sie wieder austreiben ?

Danke und Grüßle
Elton

Hallo Elton,

normalerweise überleben es die Rosen und werden es dir auch danken durch einen schönen Austrieb und vieeeele neue Blüten.

Denk daran dass mind. eine Handbreit stehen bleiben muss damit genug Augen dabei sind an denen irgendwas treiben kann - und denke an einen guten Frostschutz, damit Dir das Bisschen was stehen bleibt nicht weg friert. Vielleicht kannst Du auch etwas mehr stehen lassen und dann im Frühling noch was übrig zu haben das Du ein Stück runter schneiden kannst, wenn es doch abfriert oder trocknet.

Gruß,
Alexandra

Hallo,

als bei unserem Haus im Frühjahr eine Wärmedämmung mit Edelputz geplant war, habe ich meine 2 Kletterrosen (20 Jahre/3Meter hoch) im Spätherbst davor, mit „hipp oder hopp“ auf ca 70cm Höhe zurückgeschnitten und fern der Hausfassade in ein Blumenbeet gepflanzt.
Im Folgejahr(Juni) habe ich die bereits wieder blühenden Kletterrosen(!) an ihren ehemaligen Standort (Fassade) versetzt.
Die Rosen (auch Clematis und Blauregen) wurden also innerhalb von ein paar Monaten zweimal versetzt und haben alles unbeschadet überstanden.

Liebe Grüße und ein sonnige WE an alle!
lilli

Erstaunlich, da man Rosen normal ca. 5 Jahre nicht dort pflanzen kann wo eine Rose gestanden hat. Hast Du sie genau an die gleiche Stelle gesetzt?

Hast Du sie genau an
die gleiche Stelle gesetzt?

Hallo,
ganz genau so - das ganze ist schon wieder ein paar Jahre her und falls dich die Sorte (ich weiß ihren Namen nicht) interessiert, es war die rosarote und die weiße Kletterose:

http://www.pic-upload.de/view-6221414/rosen–1280x76…

lg
lilli

Servus,

was für einen Boden hast Du?

Schöne Grüße

MM

Guten Morgen!

Reine Komposterde aus eigener Erzeugung und sonst garnichts.

Liebe Grüße
lilli

Servus,

Reine Komposterde aus eigener Erzeugung und sonst garnichts.

das kommt mir unwahrscheinlich vor. Komposterde, selbst wenn man sie unvermischt ins Pflanzloch einbringt (es gibt verschiedene Ansichten darüber, ob das nützlich ist), wird von den Regenwürmern ziemlich schnell mit dem anstehenden Boden vermischt. Außerdem wurzeln Rosen, wenn der Boden mächtig genug ist, wenigstens 90 Zentimeter tief - und eine Kompostpackung in einem Pflanzloch von 50*50*90 wäre immerhin etwa 225 Liter, d.h. knapp drei große Schubkarren voll oder knapp 1/4 Kubikmeter.

Mich interessiert tatsächlich der anstehende Boden, weil dieser für Rosen - nicht nur, weil sie Tiefwurzler sind, sondern auch wegen Wasserhaushalt, Pufferkapazität, Nährstoffhaushalt, Kalkhaushalt, pH-Wert - sehr wichtig ist.

Mit einer Aussage über den Boden ließe sich leichter beurteilen, ob und auf welche Standorte das von Dir berichtete Beispiel übertragbar ist.

Schöne Grüße

MM

Servus,
Komposterde, selbst wenn
man sie unvermischt ins Pflanzloch einbringt (es gibt
verschiedene Ansichten darüber, ob das nützlich ist), wird von
den Regenwürmern ziemlich schnell mit dem anstehenden Boden
vermischt.

Ich habe bei Errichtung dieses Beetes einfach den Rasen abgestochen, das Beet ungefähr 50 cm tief ausgehoben und schließlich alles mit Komposterde (ca 3 bis 4 Jahre alt) befüllt. - Das war es dann auch schon.

Außerdem wurzeln Rosen, wenn der Boden mächtig
genug ist, wenigstens 90 Zentimeter tief - und eine
Kompostpackung in einem Pflanzloch von 50*50*90 wäre immerhin
etwa 225 Liter, d.h. knapp drei große Schubkarren voll oder
knapp 1/4 Kubikmeter.

genau so

Mich interessiert tatsächlich der anstehende Boden, weil
dieser für Rosen - nicht nur, weil sie Tiefwurzler sind,
sondern auch wegen Wasserhaushalt, Pufferkapazität,
Nährstoffhaushalt, Kalkhaushalt, pH-Wert - sehr wichtig ist.

Die genauen Werte kann ich dir leider nicht angeben, weil ich nie eine Bodenanalyse durchführen ließ.
Ich kann dir nur sagen, dass bei einer Grabung nach ca. 80 cm eine sehr dichte Lehmschicht kommt.

Der Standort der Rosen liegt süd-westlich, die Rosen haben von ca. 11Uhr bis ca. 20Uhr(Hochsommer) volle Sonne.

Schönen Restsonntag und frag nur, wenn du noch was wissen möchtest!

lilli

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Servus,

ist das:

eine sehr dichte Lehmschicht

tatsächlich Lehm oder (weil Du „sehr dicht“ sagst) vielleicht Ton?

Lehmböden sind die fruchtbarsten Böden überhaupt, der Referenzbetrieb (BRD) für die 1964er Bodenschätzung mit 100 Bodenpunkten = höchster Ertragsfähigkeit liegt auf wenig entkalktem Lehmboden in der Hildesheimer Börde. Lehmböden haben einen exzellenten Wasserhaushalt, ideale Pufferkapazität, einen wundervollen Nährstoffhaushalt. Der etwa siebenhundert Jahre alte „tausendjährige Rosenstock“ am Hildesheimer Dom steht auf leicht sandigem Lehm.

Für Tonböden - je nachdem, aus welchem Gestein der Ton verwittert ist - gilt so ziemlich das Gegenteil. Die schlechten, unfruchtbaren Mittelgebirgslagen, die nie gerodet worden sind oder nach kurzem Zwischenspiel wieder aufgegeben worden sind (Wüstungsperiode im 13. Jahrhundert) sind großenteils saure, kalkarme, kaum humose Tonböden auf Buntsandsteinverwitterung.

Daher ist die Frage Lehm oder Ton hier ganz entscheidend: Was man auf einem Lehmstandort mit einer Rose machen kann, ist ggf. ein Glücksfall und in D die Ausnahme. Wenn das auf einem im Extrem noch staunassen, kalkarmen und sauren, schweren, kalten Tonboden auch geht, kann man Deinen Bericht getrost als für D allgemein gültig und praktikabel ansehen.

Ich frage deswegen nochmal nach, weil ich hier im Forum beobachtet habe, dass es sich in wenigstens achtzig Prozent der Fälle um Tonböden handelt, wenn von Lehm die Rede ist.

Schöne Grüße

MM

Hi,

danke für dein lehrreiches Posting!

tatsächlich Lehm oder (weil Du „sehr dicht“ sagst) vielleicht
Ton?

Es ist tatsächlich Lehm und kein Ton – dies wurde nämlich schon einmal in einem bodenmechanischen Gutachten bestätigt.

etwa siebenhundert Jahre alte „tausendjährige Rosenstock“ am
Hildesheimer Dom steht auf leicht sandigem Lehm.

Wahnsinn – ein siebenhundert Jahre alter Rosenstock! Ich dachte immer Rosen können „nur“ ca hundert Jahre alt werden. Ist das etwa der berühmte Rosenstock? :

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/…

lg
lilli

Erstaunlich, da man Rosen normal ca. 5 Jahre nicht dort
pflanzen kann wo eine Rose gestanden hat.

Hallo!
Ist das eigentlich eine „urban legend“? Mein Nachbar hat nach Umbauarbeiten seine alten Kletterrosen weggenommen und sofort, mehr oder weniger ins selbe Loch - wurde nix groß ausgehoben oder viel frische Erde eingefüllt - neue gesetzt. Gedüngt. Wachsen und blühen schon :smile:

Ich selber habe ganz ähnlich eine Rose gegen die nächste ausgetauscht, allerdings habe ich in größerem Umfang alte Erde ausgehoben und gegen frische ausgetauscht. War im Frühjahr, „Climbing Iceberg“, wunderschön :smile:. Das gleich mit zwei anderen Rosen („Maurice Utrillo“), die den Winter nicht überlebt haben. Sind jetzt schon zwei stattliche, kräftig blühende Büsche.

Also ruhig mal das Experiment wagen, statt fünf Jahre auf neue Rosen zu verzichten.

Gruß,
Eva