Kaki / Scharon Baum in Deutschland

Hi

mal eine etwas aussergewöhnliche Frage .

In der letzten Saison ( Frühjahr 10 ) hatte ich eine Sharon Frucht gekauft die richtig grosse Samenkörner hatte .
aus lauter Spass habe ich die in einen Blumentopf gesteckt und mal schauen was passiert.
2 von denen sind angegangen , die Planzen sind inzwischen ca 10 - 15 cm gross

besteht die möglichkeit diese Pflanzen irgenwann mal in den Garten zu setzen , oder gehen die dort Klimabedingt ein ?
Deutschland ist ja nun nicht Israel oder Spanien

Toni

Servus,

im ersten Jahr im Zimmer oder Wintergarten, in den folgenden Jahren als Kübelpflanze von Mai bis September ins Freie, hell und relativ trocken frostfrei überwintern. Ältere Pflanzen können offenbar leichte Fröste um Null ab, sind aber unter keinen Umständen für ganzjährige Kultur im Freien geeignet, nicht einmal Edenkoben und St. Martin.

Schöne Grüße

MM

Hallo, ich weiss nicht was edenkoben oder StMartin ist, aber Diosp. kaki sind viel winterhärter als die literatur angibt. Wir kultivieren diese pflanzen schon seiten Jahren als Heister oder Stamm und Minustemp. von bis zu 15°C haben sie bis jetzt schadlos überstanden. Das einzige Problem ist die Ausreife der Früchte im Herbst. Sie lieben volle Sonne und sollten auch noch im Oktober einen schuligen Platz haben. Wir holen unsere Kulturpflanzen im November in Foliengewächshäuser wo dann die Früchte voll ausreifen. Aber dies ist die niederdeutsche Tiefebene. Im Weinbauklima ist das Belassen im Herbst draussen dann besser und einfacher Gruß, weissnich

Hallo Cali, Martin, Weissnich,

wir haben seit ca. 3 Jahren einen Kakibaum im Garten frei ausgepflanzt. Er hat durch Frost keinen Schaden erlitten, wohne in der Nähe von Ludwigshafen, Mannheim.
Wenn man hier einen Link einsetzen darf, dann sagt es bitte, wenn ihr eine Bezugsquelle braucht.

Leider stimmt es, die Fruchtreife wird auch bei uns nicht erreicht. Wir probieren schon, seit wir das Bäumchen haben (na es ist sicher 2,5- 3m hoch)aus,zu welchem Zeitpunkt man die Früchte abnehmen muß, damit man sie einigermaßen lagern und auch essen kann. Im letzten Jahr haben wir vor dem Frost welche abgemacht und einen Teil hängen lassen, sogar als Schnee fiel. (sah malerisch aus). Dies hatte ich auf einer Internetseite gesehen (also, daß Frost auf den Früchten nichts ausmache, oder sogar förderlich sein soll).

Leider waren beide Methoden nicht der Brüller. Das Gute war: die Früchte, die draußen hingen, haben sich die Amseln einverleibt. Sie waren geschmacklich nicht schlecht, aber mußten sofort verzehrt werden, wenn sie erst mal ‚gepflückt‘ waren (waren ja aber auch schon vom Baum her weich)
Die vor dem Frost abgenommenen, hinterließen beim Essen einen pelzigen Geschmack, und das sogar nach längerer Liegezeit. Nee, das ist sicher nicht das Wahre. Auch das Feststellen der Fruchtreife ist ziemlich schwierig: der Übergang von genießbar und nicht mehr genießbar ist sehr abrupt.

Also insgesamt sind wir ziemlich enttäuscht, was die Ernterei angeht. Der Baum an sich ist sehr hübsch, hat auch eine schöne Herbstfärbung. Die Blätter lassen sich gut entfernen, weil groß. Reichlich Früchte hatten wir auch.
Mittlerweile habe ich gehört, daß es einen Unterschied mache, ob man Kaki oder Sharon hat??? Da kann ich aber nichts dazu sagen.

Um auf Calis Bäumchen einzugehen: ich freue mich, daß du den Mut hattest und auch Erfolg damit, Samen der Kaki auszusäen. Habe ich noch nie probiert.
Hätte aber auch meine Bedenken: vielleicht bringt dein selbst gezogenes Bäumchen oder der Heister erst in zig Jahren Früchte, oder vielleicht sind die Früchte nicht das, was du möchtest (s.o.)? Durch die Mendelschen Gesetze? Obwohl man die in diesem Fall möglicherweise vernachlässigen kann.
Eventuell müssen die Kaki aber auch veredelt werden?

Liebe Grüße
Inge