Habe vor kurzem ein Grundstück gekauft, auf dem ich nun fleissig beginne, Sträucher, Hecken, Büsche etc. einzupflanzen. Das Grundstück ist umgeben von allerlei Wildhecken - diese Charakteristik soll unbedingt erhalten bleiben - d. h. ich möchte Lücken im Pflanzenbestand schliessen (Kirschlorbeer, Feuerdorn, Haselnuss, Wildkirsche, Schlehe und eine Menge weiterer wild wachsender Arten). Meine Frage ist nun die, welcher Dünger geeignet ist, die Qualität des ursprünglichen Ackerbodens zu verbessern, um einen raschen und vor allem sicheren Pflanzenwuchs zu gewährleisten. Welcher Dünger für welche Pflanzen?
wildpflanzen brauchen keinen dünger, um anzuwachsen. der ursprüngliche ackerboden besitzt mit sicherheit noch genügend reserven, so dass du dir die düngung noch für einen längeren zeitraum sparen kannst.
leg dir einen komposthaufen an und bringe diesen unter den pflanzen aus, das ist auch in späteren jahren besser als jede düngung.
d. h. ich möchte Lücken im Pflanzenbestand
schliessen (Kirschlorbeer, Feuerdorn, Haselnuss, Wildkirsche,
Schlehe und eine Menge weiterer wild wachsender Arten).
mal so als hinweis, harald… kirschlorbeer und feuerdorn sind keine heimischen gehölze. das spricht nicht GEGEN die verwendung in einem garten (meiner meinung nach), nur kannst es dann nicht als heimische wild-hecke bezeichnen.
ansonsten stimme ich antennaria mal voll und ganz zu… erstens hat der ackerboden noch mehr als genug dünger drin und zweitens wird eine ‚wildhecke‘ in der natur ja auch nur durch die eigenen blätter (kompost sozusagen) gedüngt und was die tiere so hinterlassen.
wenn du unbedingt düngen willst, dann lass vorher ne analyse machen von deinem boden. durch zuviel bzw. falsche düngung kannst nämlich auch schaden.
und SOLLTEST du irgendwo eine ecke haben mit echtem rohboden (z.b. nach bauarbeiten), dann nimm organische dünger wie z.b. frisol, die den boden aktivieren und nicht nur einfach nährstoffe reinpumpen.
viel spass im garten, claudia
Hallo Harald,
und wenn Du noch eine dritte Meinung hören willst:
Antennaria hat recht und auch meine Vorrednerin.
Ich freue mich, dass Du einen eher „wilden“ Garten haben möchtest. Also laß den auch so naturnah wie möglich. Heckenrosen, Schlehen usw brauchen wirklich nicht mehr als den Boden zum Wachsen. Kompost ist ok, aber sonst spar Dir das Geld für ne gute Heckenschere, damit Du den Wildwuchs im Griff behalten kannst
O.K., nachdem Du so viele Ratschläge gehört hast, das Du nicht düngen sollst, Du aber eventuell doch düngen willst, ein Tip:
Momentan sind die Pflanzen mit Wachstum beschäftigt. D.h. sie produzieren Blatt- und Holzmasse. Für diese Wachstumsphase benötigen sie Stickstoff. Und zwar solchen, der schnell verfügbar ist. Ist in der Regel nur anorganischer Stickstoff, allgemein als „Kunstdünger“ bekannt. Danach erfolgt die Blüten und Fruchtbildung. Hierzu benötigen die Pflanzen Phosphor, Kalium und Magnesium. Du kannst also jetzt, einen sogenannten Volldünger verwenden. Es gibt ganz verschiedene: organische, anorganische und Mischdünger. Ich empfehle einen organisch-mineralischen-Dünger. Achte aber darauf, dass der Stickstoff darin anorganisch und schnell „pflanzenverfügbar“ ist. Wenn er in organischer Form vorliegt, so wird es zu spät mineralisiert und der Pflanze nutzt es nichts mehr, der Stickstoff wird dann aus dem Boden ausgewaschen und gelangt eventuell ins Grundwasser. Lasse Dich auf jeden Fall beraten (im Fachmarkt) und halte auf JEDEN FALL die empfohlene Düngermenge ein. Viel hilft beim Düngen überhaupt nicht viel, sondern schadet den Pflanzen und belastet unnötig den Boden und das Wasser. Noch Fragen?
Viele Grüße, Peter