gestern streifte ich mit Messer, Hacke und Schäufelchen durch unser Beet, rupfte im Sonenschein Unkraurt, Sauerampfer und
Löwenzahn, und… sah ‚ne Morchel vor mir. Zuerst dachte ich, hm, wird ja wohl eine Stinkmorchel sein und liess sie stehen. Dann sah ich die nächste; das kam mir merkwürdig vor, weil es eine Spitzmorchel war, schon getrocknet. Ich dachte, träum‘ ich, oder hat da jemand Spitzmorcheln über den Zaun geworfen? Zum Schluss habe ich kein Unkraut mehr gejätet, sondern habe nur noch vorsichtig das Grünzeug gelüftet und geschaut, ob noch eine Morchel da ist. Da die Dinger überhaupt nicht unangenehm gerochen haben, habe ich die Hüte alle abgeschnitten (teils hatten schon allseits beliebte Schnecken an ihnen herumgenagt) und auf Fentserbrett zum Trocknen ausgebreitet. Nun habe ich mindestens 70g frische Morcheln.
Die Befragung eines Pilz-Buches ergab, dass alle Morcheln geniessbar sind, sofern sie in die familie der Morcheln gehören (also die berühmte Stinkmorchel gehört nicht dazu, obwohl sie deutsch so heisst); allerdings sollte man sie nicht roh essen. Wir haben die Graue Speisemorchel und Spitzmorcheln.
Kann mir jemand sagen, welche Bedingungen in einem Garten herrschen müssen, um diesen edlen Pilz finden zu können, — oder ist das nach diesem milden Winter und diesem feuchten Frühling ganz normal?
Sowas tröstet doch über Löwenzahninvasionen, Gierschepidemien, Bärenklausprosse und Schneckenkolonnen hinweg!
Viele Grüsse,
Deborah *alle zu Spargel mit Hähnchenbrust und Morchel-Portweinsauce einlad’*
nur Glückspilze haben solche edlen Teile in ihrem Garten (bei mir
hat es bisher nur zu Reizkern gereicht – und die werde ich jetzt
verlieren, da exakt die Fichte, auf deren Wurzeln sie wachsen,
dem neuen Gartenhaus weichen muss …).
Ja nix umgraben im Bereich dieser Pilze - dann kannst Du
wahrscheinlich jedes Jahr ernten!
Guten Appetit wünscht
Bolo
Guten Morgen,
gestern streifte ich mit Messer, Hacke und Schäufelchen
durch unser Beet, rupfte im Sonenschein Unkraurt, Sauerampfer
und
Löwenzahn, und… sah ‚ne Morchel vor mir. Zuerst dachte
ich, hm, wird ja wohl eine Stinkmorchel sein und liess sie
stehen. Dann sah ich die nächste; das kam mir merkwürdig vor,
weil es eine Spitzmorchel war, schon getrocknet. Ich dachte,
träum‘ ich, oder hat da jemand Spitzmorcheln über den Zaun
geworfen? Zum Schluss habe ich kein Unkraut mehr gejätet,
sondern habe nur noch vorsichtig das Grünzeug gelüftet und
geschaut, ob noch eine Morchel da ist. Da die Dinger überhaupt
nicht unangenehm gerochen haben, habe ich die Hüte alle
abgeschnitten (teils hatten schon allseits beliebte Schnecken
an ihnen herumgenagt) und auf Fentserbrett zum Trocknen
ausgebreitet. Nun habe ich mindestens 70g frische Morcheln.
Die Befragung eines Pilz-Buches ergab, dass alle Morcheln
geniessbar sind, sofern sie in die familie der Morcheln
gehören (also die berühmte Stinkmorchel gehört nicht dazu,
obwohl sie deutsch so heisst); allerdings sollte man sie
nicht roh essen. Wir haben die Graue Speisemorchel und
Spitzmorcheln.
Kann mir jemand sagen, welche Bedingungen in einem Garten
herrschen müssen, um diesen edlen Pilz finden zu können, —
oder ist das nach diesem milden Winter und diesem feuchten
Frühling ganz normal?
Sowas tröstet doch über Löwenzahninvasionen,
Gierschepidemien, Bärenklausprosse und Schneckenkolonnen
hinweg!
Viele Grüsse,
Deborah *alle zu Spargel mit Hähnchenbrust und
Morchel-Portweinsauce einlad
da muss ich aber auch was berichten: bei mir im garten (in wien) wachst die schwarze perigord trüffel. entdeckt habe ich sie, als einmal im herbst die erde aufbrach und ein stinkender matsch zum vorschein kam. reines, zersetztes eiweiss. mein schwager erklärte mir, das könne ein pilz sein. im folgenden jahr grub ich im juni ein halbes kilo trüffel aus, brachte sie zum marktamt, die bestätigten nach laborprüfung, dass es sich um diese trüffel handelte.
inzwischen bin ich ein echtes trüffelschwein. erkenne die unterirdische köstlichkeit schon von oben, überall wo die erde leichte risse zeigt und etwas erhoben ist, sitzt eine freche trüffel drunter. sind aber leider nur mehr wenige. habe nun 5 jahre nicht mehr geerntet, um sie nicht auszurotten.
gruß, barbie