Hallo!
Meine Eltern haben sich letztes Jahr einen Teich angelegt. Nein, eigentlich haben sie einen Garten übernommen und einen bereits angelegten Teich wieder zu kultivieren versucht. Doch jetzt haben sie ein richtiges Problem. Seitdem sie von einem Bekannten eine Wasserpflanze und ein paar Seerosen dazu bekommen haben, haben sie eine schlammige Alge im Teich, die das ganze Wasser förmlich beherrscht. Die Fische fressen nichts mehr und kommen auch nicht mehr an die Oberfläche (ernähren sie sich von der Schlammalge?). Meine Eltern haben den Fehler gemacht, den Teich schon vorher zweimal mit Chemie zu entalgen, eine Methode von der ich nicht viel halte.
Werden meine Eltern diese Alge nochmal los, oder ist eine komplette Reinigung angesagt?
Tag, Stefanie,
zunächst mal: Keine Panik! Das ein Neu angelegter/rekultivierter Gartenteich im ersten Frühsommer „umkippt“ ist fast die Regel!
Es sind einfach zu viele Nährstoffe im Wasser und zu wenig Sauerstoff.
Wie bekommt man die Nährstoffe aus dem Wasser? Mit Wasserpflanzen, die sie verzehren. Und wie bekommt man Sauerstoff ins Wasser? Mit Wasserpflanzen, die beim Verzehren von Nährstoffen Sauerstoff ans Wasser abgeben.
Chemie im Teich ist grundsätzlich abzulehnen. Tut weder den Pflanzen noch den Tieren gut.
Unterstützen kann man den Sauerstoffeintrag (besonders in der kritischen Zeit (den ersten warmen Wochen des Jahres) durch einen Teichsprudler - eine Pumpe, die Wasser in die Luft wirbelt und Luftblasen unter Wasser drückt. (Wir haben so ein Teil über eine Zeitschaltuhr installiert und die läuft 3 mal je 3 Stunden am Tag - das hält den Stromverbrauch einigermaßen erträglich. Es gibt auch welche mit Solarantrieb, aber mit denen habe ich keine Erfahrung)
Feinde der Teichgesundheit: Laubfall in den Teich, Polleneintrag (Wir haben eine Schwarzkiefer in Teichnähe entfernt, wenn die blühte, war die Teichoberfläche gelb von Pollen und eine Woche später „blühten“ die Algen!), Dauerbeschattung, Wasserzufuhr aus der Wasserleitung.
Hier ein Link zum Algenproblem: http://www.mein-schoener-garten.de/PM4D/PM4DB/PM4DB0…
und Tipps rund um den Gartenteich: http://www.mein-schoener-garten.de/PM4G/pm4g.htm?rub…
Übrigens so ganz kristallklares Wasser ist für einen Tümpel eher die Ausnahme. Da würden sich die Wasserinsekten und das andere Getier nicht wohl fühlen.
Viel Erfolg und des Gärtners wichtigste Tugend: Geduld! wünsche ich Deinen Eltern und Dir!
Gruß Eckard.
Hallo Ihr „Teich-Grafen“,
ich habe den Teich 2x angelegt. Davon das 1. Mal falsch…
In den Teich gehören:
- keine Gartenerde, sondern Kies (wegen den Nährstoffen)
- Pflanzen–doch halt… erst genau informieren welche Anforderungen sie haben und wie sie wachsen (welchen Platzanspruch). Prinzipiell gilt: Wasserpflanzen bringen Sauerstoff in den Teich. Aber am meisten die welche unter Wasser sind. Also so was wie Tausendblatt, Hahnenfuss (blüht auch sehr schön), Unrewasserschachtelhalm a.s.o.
- Schatten ist gut- aber nur zur Hälfte, denn eine Seerose z.B. will Licht haben.
- Ein Bach ist nicht schlecht. Seit Frühjahr betreibe ich einen kleinen Bach, der bringt anscheinend so viel Sauerstoff in meinen Teich, dass ich das Algenproblem bisher nicht mehr habe (gemessen an anderen Jahren wäre der Teich sicherlich wesemntlich grüner)
Ich meine auch, dass Fische nicht in einen Gartenteich gehören. Sie wirbeln so viel Bodenschlamm auf und stören so iimmerwieder das Gleichgewicht im Teich- aber das ist sicherlich Ansichtssache.
Ich habe nur einige Kammmolche, Bergmolche Frösche (sehr laut!!!)und Kröten im Teich.
Die Molche habe ich eingesetzt. Weil es ihnen bei mir gefällt, sind sie geblieben- das schon 15 Jahre.
Wenn Du mehr über solch einen naturnahen Gartenteich wissen möchtest, dann kontaktiere mich per e-mail.
Auch Photos als Anregung sind `drin.
Bye
hm
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Harry hat Recht, in einen naturnahen Gartenteich gehören keine Fische, die stören hier das biologische Gleichgewicht !