Kompost-Haufen

Hallo Gärtner.
Ich habe vor ca. zwei Wochen eine verunkrauteten Schrebergarten übernommen.
Ich habe schon das ein oder andere Beet vom Unkraut befreit und auf den Komposthaufen geworfen. Bis jetzt waren im Komposthaufen nur die Grasabschnitte. Am Unkraut hing noch ziemlich viel Erde. Klappt das kompostieren trotzdem? Oder wächst das Unkraut jetzt auf dem Komposter? Schadet die Erde im Komposter? Ich habe neulich beim Umschichten ein Ameisenvolk entdeckt. Kann das schädlich sein, weil es die anderen Insekten dort frisst?
Vielen Dank schon mal im voraus,
Götz

Hallo Gärtner.

Ich habe schon das ein oder andere Beet vom Unkraut befreit
und auf den Komposthaufen geworfen. Bis jetzt waren im
Komposthaufen nur die Grasabschnitte. Am Unkraut hing noch
ziemlich viel Erde. Klappt das kompostieren trotzdem?

Hi Götz,

das scheint mir kein richtiger Komposthaufen zu sein, sondern nur eine Grasablage. Grasschnitt selbst verrottet nur sehr schwer. Das sollte nicht auf den Kompost, allenfalls in ganz dünnen Schichten. Grasschnitt legt Du besser um Bäume oder Sträucher. Dann wird am Stamm das Unkraut zurückgehalten.

Unkraut kannst Du natürlich auf den Kompost werfen, aber Vorsicht: Viele Samen gehen nicht kapput und beim erneuten Aufbringen von Kompost im Garten säst Du das Unkraut förmlich aus. Entweder setzt Du einen neuen Komposthaufen an und packst das zuvor zerkleinerte Material schichtweise hinein, oder Du lässt es neben dem Komposthaufen langsam verrotten.

Ein neu aufgeschichteter Komposthaufen heizt sich im Innern in den ersten Tagen bis zu 70-80 Grad auf und damit werden viele Bakterien und Samen abgetötet. Erst danach setzt der Verrottungsprozess ein.

cu Norbert

Hallo,

schwer. Das sollte nicht auf den Kompost, allenfalls in ganz
dünnen Schichten.

Das stimmt.

Grasschnitt legt Du besser um Bäume oder
Sträucher.

Meine Erfahrung damit ist, dass man auf dieses Weise die Unkräuter/Grsassamen, die im Schnitt drin sind, auf die Beete verteilt… :frowning:(( ich fand den Unkrautbesatz nach solchen Verteilaktionen im Beet immer schlimmer als vorher.

Viele Grüsse, Deborah

Ich habe vor ca. zwei Wochen eine verunkrauteten
Schrebergarten übernommen.

Na dann viel Spaß, es gibt die Regel, daß ein Garten sieben Jahre braucht um vom Beikraut frei zu werden; sieben arbeitsreiche Jahre wohlgemerkt!

Ich habe schon das ein oder andere Beet vom Unkraut befreit

Oberflächlich!! Aber keine Sorge, es kommt wieder :wink: :frowning:

und auf den Komposthaufen geworfen.

Hartnäckiges Beikraut läßt sich von so was nicht beeindrucken, besser ist es, das Zeug zu verjauchen. Dazu alles in ein Faß geben und mit Wasser gut bedecken. Einige Zeit stehen lassen (im Sommer ca. 2 - 3 Wochen) und dann das organische Material auf den Kompost geben

Bis jetzt waren im
Komposthaufen nur die Grasabschnitte.

Wenn keine Stützmaterialien drin waren (Äste, grobe Stengel etc.) wird dieser „Kompost“ schnell faulen und stinken, aber kaum verrotten. Kompostieren ist ein Vorgang, der Luft braucht. Nicht zuviel, sonst trocknet er aus, nicht zu wenig, sonst fault er. Da mußt Du Erfahrung sammeln.

Am Unkraut hing noch
ziemlich viel Erde. Klappt das kompostieren trotzdem? Oder
wächst das Unkraut jetzt auf dem Komposter? Schadet die Erde
im Komposter?

Wenn ewas Erde in den Kompost gerät ist das nicht schlimm, im Gegenteil, in der Erde sind Mikroorganismen, die die Zersetzung überhaupt erst bewirken. Die Erde wirkt dann als Animpfung. Zu viel kann aber bewirken, daß die Beikräuter keimen und Dein Komposthaufen „schön“ bewachsen ist. Wenn allerdings große Mengen an neuem Material aufgebracht werden passiert so was nicht. Der Haufen darf allerdings auch nicht zu groß werden, weil sonst die Lusftversorgung leidet --> Faulen.

Ich habe neulich beim Umschichten ein
Ameisenvolk entdeckt. Kann das schädlich sein, weil es die
anderen Insekten dort frisst?

Glaub ich nicht, sicher bin ich mir allerdings nicht.

Gandalf

hallo götz,
kann meinen vor-postern nur zustimmen!
erstens hast du da keinen komposthaufen
und zweitens leider wirklich nen haufen arbeit vor dir.
aber lass dich nicht entmutigen! nimm dir einfach nicht vor, innerhalb on einem jahr dein traum-paradies zu schaffen, dann klappt das. nimm dir ecke für ecke vor und gestalte um, dann verlierst du nicht so schnell die lust (ich spreche aus reichlicher erfahrung *g*)
ich hab das mit dem entfernten unkraut aus total verwilderten gärten eigentlich immer so gemacht, dass ich in ner entfernten ecke des gartens diese problematischen sachen - also unkraut mit samen, wurzeln von wurzelunkräutern etc. - auf einen haufen geschmissen habe, der im lauf der jahre in sich zusammengesackt ist. die erste ‚ausbeute‘ hab ich nach ein paar negativen erfahrungen nicht kompostiert, um sie weiterzuverwenden. das mit dem verjauchen ist auch keine schlechte idee, würd ich aber mit wurzelunkräutern (quecke, winde etc.) auch nicht machen, ausser du filterst es gut durch danach.
daher brauchst du dir auch keine gedanken über die ameisen machen. lass alles einfach liegen und fang einen richtigen kompost an, so wie es sein muss und wie es ja schon beschrieben wurde.
viel spass im garten… und auch viel erfolg!! wird schon, aber geduld wirst du brauchen.
viele grüsse, muschel

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