Hallo zusammen!
Bei uns in Rheinhessen gibt es ja jede Menge Weinbau. Die Weinrebe als Kulturpflanze ist mir also bekannt (muss ja nur aus dem Fenster schauen )
Aber wie sieht die nichtkultivierte Urform der Rebe aus- lagen die Trauben da auf dem Boden? Weiss jemand, wo es ein Bild einer „Ur- Rebe“ gibt, so es denn eine solche (noch) gibt?
man vermutet, dass es vor der letzten eiszeit bereits mehrere vitis-arten gab, von denen die vitis-vinifera (die stamm-pflanze unserer heutigen rebe) im mittelmeer-raum bis west-asien überlebte. belege für vorchristlichen weinbau gibt es bei den babyloniern und ägyptern. von dort aus breitete sich allmählich die kultur wieder nach europa aus.
der weinstock ist eine rankpflanze und versucht, sich mittels seiner ranken „nach oben“ zu winden. deshalb liegen auch in unkultiviertem zustand die weintrauben nicht (oder fast nie) am boden. wenn sie allerdings keine rankmöglichkeit hat, dann liegen die triebe und trauben natürlich am boden. - ich besitze einen „weintrauben-baum“ - ich habe einen weinstock einfach in einen birnbaum hinweinwachsen lassen.
ich vermute, du meinst mit „urrebe“ eine pflanze ähnlich den uralten mammutbäumen oder den uralteichen? so etwas gibt es (angeblich) im donautal, wo auf einem ehemaligen klosterweingarten ein rund tausendjähriger weinstock stehen soll. das bezweifle ich aber ein bisschen: denn die rebe hat die eigenschaft, aus einem auge eines zufällig am boden liegenden triebes neue wurzeln zu schlagen und an dieser stelle wieder zu wachsen. insofern ist dieser weinstock eine sich ewig erneuernde, junge pflanze - allerdings mit dem alten genetischen eigenschaften.
übrigens: seit die reblaus in den 70ern des vorigen jahrhunderts den europäischen weinbau fast ausgerottet hat, werden die jungen weinstöcke auf amerikanische reben aufgepfropft. es ist also nur der oberflächliche, sichtbare teil der pflanze eine europäische rebe.
bild des mir bekannten „ur-weinstocks“ kann ich dir leider nicht liefern.
man vermutet, dass es vor der letzten eiszeit bereits mehrere
vitis-arten gab, von denen die vitis-vinifera (die
stamm-pflanze unserer heutigen rebe) im mittelmeer-raum bis
west-asien überlebte. belege für vorchristlichen weinbau gibt
es bei den babyloniern und ägyptern. von dort aus breitete
sich allmählich die kultur wieder nach europa aus.
übrigens: seit die reblaus in den 70ern des vorigen
jahrhunderts den europäischen weinbau fast ausgerottet hat,
werden die jungen weinstöcke auf amerikanische reben
aufgepfropft. es ist also nur der oberflächliche, sichtbare
teil der pflanze eine europäische rebe.
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Hallo Antennaria:
natürlich kommt jetzt die Frage: woher stammt der amerikanische Weinstock? Stimmen die Berichte, er sei dort heimisch und sei von den Europäern dort vorgefunden? (Ich erinnere mich an ein Bild von de Bry in „America“)?