ich schreibe gerade eine Hausarbeit zum Thema „Gibt es den Naturgarten?“
Dazu könnte ich noch ein paar Anregungen gebrauchen.
Wie seht ihr das: Sind Natur und Garten ein Widerspruch in sich oder gibt es tatsächlich den Naturgarten? Wobei der Ausdruck Naturgarten mittlerweile schon fast ein Modewort geworden ist.
Wie seht ihr das: Sind Natur und Garten ein Widerspruch in
sich oder gibt es tatsächlich den Naturgarten?
Hallo Kerstin,
Naja, ein Garten ist per Definition ein Platz „kultivierter Natur“, ein Ort, an dem sich der Mensch die Natur untertan gemacht hat für seine Zwecke. Nur der Grad der menschlichen Einwirkung kann sich unterscheiden. Das geht vom japanischen Sandgarten (nur Sand, Steine und Wasser) über den streng geformten Ziergarten (mit buchsbaumgesäumten Beeten, gestutzten Büschen und makellosen Rasenflächen) zum Landschaftsgarten (der die natürlichen Wuchsformen der einzelnen Pflanzen zu einem Landschaftsbild gruppiert). Und das waren erst mal nur die Ziergärten. Bauerngärten, Kleingartenkolonien, Parks - all dies sind auch Gärten, die aber eher von der Nutzung her geformt sind.
Den „Naturgarten“ kann es nicht geben, denn ein Garten ist immer Teil der Kultur (colere (lat) = pflegen), d.h. ein durch den Menschen geprägtes Stück Land.
Aber der „Pfleger“ kann auf diesem Stück Land sowohl als strenger Herrscher auftreten, der es seinem Willen unterwirft, als auch als Liebhaber, der mit einer Verlockung hier und einem Dämpfen mit leichter Hand dort seine besten Seiten zum Vorschein bringt.
Naturnähe, Naturbelassenheit sind heute die Ideale, wärend früher der gestaltete Garten in Mode war. Das hat sicher auch etwas mit der Nutzung von Gärten zu tun, die früher ja entweder als Statussymbol dienten oder zum Lebensunterhalt beitrugen, heute mehr und mehr zum Freizeit- und Erholungsraum werden.
Grüße
Eckard
Einen Naturgarten, wie es das Wort aussagt, gibt es nicht. Das Wort Garten bedeutet : Ein mit Gerten eingefriedetes Stück Land zum Anbau von Nutz- oder Zierpflanzen.
Ein Garten ist immer etwas künstlich geschaffenes, deshalb kann ein Naturgarten nur bedeuten :
Ein von Menschen geschaffenes Stück Land, was der Natur nachempfunden wurde, bzw nachempfunden so, wie der Hersteller sich einen Naturgarten vorstellt.
Jeder schafft sich seinen Naturgarten so, wie er/sie ihn sich vorstellt.
Da Natur aber etwas ist, was nicht der „ordnenden“ Hand des Menschen unterliegt, kann man bei einem Naturgarten am ehesten von einem sogenannten Urwald sprechen, welche es in Deutschland noch mehrfach gibt. Diese Urwälder werden nicht bewirtschaftet, nicht gepflegt, nicht kommerziell ausgenutz/genutzt.
Wie seht ihr das: Sind Natur und Garten ein Widerspruch in
sich oder gibt es tatsächlich den Naturgarten?
Hallo Kerstin,
nachdem sich da alle so einig zu sein scheinen, möchte ich doch gerne noch ein bisschen Verwirrung in die Diskussion bringen. Meine Frage: Gibt es einen Garten der kein "Natur"garten ist?
Mich erinnert das Wort an sich an so unsägliche Bezeichnungen wie „Ökotomaten“ oder „Umweltgemüse“.
Die Kultivierung von Pflanzen zu einem mehr oder weniger von Menschenhand geordneten Bereich widerspricht normalerweise nicht den Regeln der Natur. Unter einem Nicht-Naturgarten müsste man sich wohl eher einen aus Stein gehauenen oder sonstwie künstlich aufgebauten vorstellen.
Das ist jetzt von mir noch nicht so völlig durchdacht. Aber ich wollte einfach mal einen Denkanstoß in eine andere Richtung geben.
da Fazit hast Du nun schon.
auch ich meine, dass es den Naturgarten nicht gibt und das dies, wie Du sags, ein Modewort ist.
Ich meine jedoch auch, dass es mit dem Begriff „Naturgarten“ gar nicht so schlecht steht.
Versuchen doch etliche wenigstens den naturnahen Garten zu bekommen, so sind sie dazu gezwungen über „Natur“ nach zu denken und sich mit der materie zu beschäftigen.
Das tun leider viel zu wenig Mitmenschen.
Ich denke, man sollte dieses Modewort so interpretieren, als dass sich „der Gärtner“ nur bedingt einmischt und eine Nische schafft für selten gewordene Flanzen und Tiere.
Vielleicht werden so Leute erzogen, die auch im großen Stiel sich um den Erhalt unserer Natur kümmern.
Ich wünsche Dir, Kerstin, eine gute Note in Deiner Arbeit.
Bye
hm
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