Lebermooser gegen Schnecken

Hallo Leute!

Meine Mutter hielt mir kürzlich ein Inserat aus einer deutschen Zeitschrift unter die Nase, wobei es sich um ein Mittel gegen Nacktschnecken handelte. „Lebermooser“ soll das heißen, ist ein Substrat, welches man ins Geißwasser gibt und dabei ungiftig ist für die übrige Natur. Soll angeblich in Deutschland zu kriegen sein.
Hat jemand Erfahrung damit?
Kann mir da jemand Tipps geben, wo man das bekommt und wo ich es online bestellen (bin aus Österreich) kann?

Ich danke Euch!
Renate

Hi Renate,

das Zeug kenn ich nicht, aber vielleicht hilft dieser Tip:

Nimm eine flache Schüssel mit ca. 2 - 3 cm hohem Rand (ein entsprechender Blumenuntersetzer tuts auch) und grabe ihn im Garten zwischen dem Gemüse ebenerdig ein. Dann gieße eine Flasche Bier hinein und warte auf den nächsten oder übernächsten Tag. Du wirst erstaunt sein, wieviel Schnecken Du damit fängst.

Das hört sich zwar blöd an, aber so fang ich seit Jahren die Nacktschnecken mit großem Erfolg. Laß es mich wissen, wenns auch in Österreich klappt.

Gruß Norbert

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Hallo Norbert!

Danke für Deinen Rat, mit dem Bier klappt das wunderbar (in Ö lieben nicht nur schnecken Bier :smile: )
Es ist allerdings so, daß diese Maßnahme in Mutter`s Garten nicht mehr ausreicht, Schneckenkorn will sie aufgrund der Belastung für den Boden nicht,und sonstige Dinge, wie Schneckenzaun sind ungeeignet, da der Gemüsegarten zu groß ist für eine umzäunung.
Kennt wirklich niemand LEBERMOOSER?
lg
Renate

Lebermoose gegen Schnecken
Liebe Renate,
Lebermoose sind Moospflanzen (Sie bilden die Klasse Hepaticae der Abteilung Bryophyta = Moospflanzen; weltweit ca. 10000 Arten). Und irgendjemand (ich hab auch vor kurzem mal eine Meldung in einer Tageszeitung gelesen) hat festgestellt, das ein Extrakt aus einem Lebermoos gegen Schnecken hilft. Nun ist aber noch nicht ganz klar, welche Substanzen es sind, die den Schnecken nicht schmecken. Daher gibt es auch kein fertiges Produkt irgendwo zu kaufen. Und es hat auch keinen Sinn Lebermoose zu sammeln und es selber zu probieren, denn es gibt auch keine „Gebrauchsanweisung“ wie man einen solchen Extrakt herstellt.
Im übrigen sind Lebermoose ziemlich selten, stehen auf der Roten Liste für bedrohte Pflanzenarten oder sind nach dem Naturschutzrecht „Geschützte Arten“. Also bitte keine Experimente.

Bis denn
Ortwin

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Hai, Renate,

der Artikel bezieht sich offenbar auf eine „Hobbythek“-Sendung des WDR. In der hat Pütz im Frühjahr einen alkoholischen Moosextrakt vorgestellt, der gegen allerhand Pflanzen-Probleme helfen soll. Da schon wieder mal Blattläuse, Mehltau und Thripse zum Angriff auf meinen Balkon geblasen hatten, bin ich also zum nächsten Spinnrad-Laden (sorry für die Werbung) und hab’ mir das Zeug gekauft (30ml für 7,65€). 5 ml pro Liter Wasser, Pflanzen komplett einsprühen und alle 4 Wochen wiederholen - suuuper!!! Selbst die Ameisen, die in einem Blumentopf auf meinem Balkon wohnen, schleppen ihre „Kühe“ zum Nachbarn :smile:)). Die Bienen und Hummeln stört’s offenbar nicht. Soll auch gegen Schnecken helfen - wenn Du 'ne Versandt-Adresse brachst: Mail, ansonsten: gibt’s in allen „der Hobbythek traditionell wohlgesonnen Geschäften“…
freundliche, Fraß-Vieh-freie Grüße

Sibylle

Na, da hab ich wohl daneben gelegen, das es nix zu kaufen gibt…man lernt hier immernoch was dazu.
Also auf zu S… Ob das Mittel jetzt aber tatsächlich etwas mit Lebermoos zu tun hat bleibt offen.

Bis denn
Ortwin

Hai!

Den Hobbytip zum Thema findet man hier http://www.hobbythek.de/archiv/318/index.html und das Moos in der Lösung ist Bazzania trilobata…
Prost

Sibylle

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