Wir suchen einen Golden Retriever.
Wir hatten vor ca. einem Jahr bereits
einen Welpen (Rüde) von einem
„Hobbyzüchter“ gekauft. Nur hatten wir
mit diesem Hund nur Probleme.
Er war absolut aggressiv und hat auch
unsere Kinder angegriffen.
Kein Hund ist von Natur aus aggressiv oder greift Kinder an. Es gibt nur ganz wenige Möglichkeiten, die aber fast ausschliesslich erworben werden, die einen Hund derart reagieren zu lassen. Ich vermute mal, da es Euer erster Hund war, wußtet Ihr sicher nicht, auf was Ihr achten müßt, möglicherweise wurden die Tiere von Fremden isoliert aufgezogen und hatten keinen Kontakt zu Kindern.
Kinder sind für Hunde eine Katastrophe. Sie sind klein, flink, oft grob und für ein ungeübtes (nicht geprägtes!!) Hundehirn, absolut unberechenbar. Hunde sind Planer befolgen strenge Regeln und wissen gerne wo hinten und vorne ist. Ein Hund, der nie Kinder kennengelernt hat in der jüngsten Welpenzeit und den Prägephasen, wird immer anders reagieren als ein Hund, der mit Kindern von ganz klein auf zusammen ist.
Hat der Hobbyzüchter wenigstens geholfen das Tier an eine andere Familie weiterzuvermitteln? Oder hat sie Euch versucht mit dem Hund klarzukommen? Habt Ihr etwas unternommen um sein Verhalten in den Griff zu kriegen? Denn manch junger Hund wenn er erwachsen wird, will wissen, wer der Chef im Haus ist, und das sollte immer klar sein, Konsequenz ist das A und O.
Leider mussten wir ihn wieder abgeben.
Danach haben wir uns
einen kleinen Mischlingshund angeschafft
( weiblich) . Sie ist jetzt 9
Monate alt und macht keine Probleme.
Es wäre interessant zu wissen was für ein Mischling sie ist…denn ist gibt auch Spätzünder unter den Hunden, aber alle wollen sie irgendwann ihre Grenzen austesten…Mädels vielleicht nicht gar so heftig wie Buben, aber dennoch, die Hundeflegeljahre heißen nicht umsonst so.
Auch
die Kinder kommen bestens mit ihr
zurecht. Ja, nun haben wir uns
entschieden doch noch einen Golden
Retriever
zuzulegen.Wer hat Erfahrungen mit Golden
Retrievern und kann uns einige Tips
zum Kauf
geben. Männlich oder weiblich?
Eure Hündin ist noch recht jung und war bisher immer brav…was nicht bedeutet, daß das so bleibt, denn sie ist erst 9 Monate alt. Ein zweiter Hund bedeutet auch nicht gleich doppelte Arbeit und Aufmerksamkeit, sondern mindestens das 4 fache. 2 Hunde sind ein(im Extremfall ein in sich abgekapseltes) Rudel und können dementsprechend auch jagen. Wichtig ist, den Hunden einen Beruf, eine Berufung zu schaffen, damit sie sich gebraucht fühlen!! Kein Hund will den lieben langen Tag durch einen Garten trotten, in dem er genau weiß, wann welche Schnecke wo vorbeijoggt. Hunde wollen genau wie kleine Kinder geistigen Ansporn, lernen und sich weiterentwickeln. Auslauf im Garten ist wie zehn Mal die erste Klasse hintereinander, da resigniert der geduldigste Hund.
Zuverlässige Züchter findet Ihr nur durch Selektion, oder durch eine seriöse Welpenvermittlung. Wichtig ist, daß die Welpen im Familienverband aufwachsen, möglichst Kontakt zu Kindern haben, sauber sind, die Liegestätte sauber ist, in dem Hunderudel und auch bei den Menschen keine Aggression vorhanden ist. Nicht der Preis, sondern die Qualität der Umgebung und der Tiere sollten Ausschlaggebend sein. Wie ist die weitere Betreuung geregelt?
Wenn Ihr schon eine Hündin habt, solltet Ihr Euch für einen Rüden entscheiden, denn dieser ordnet sich, wenn er erwachsen ist, schneller unter, denn Eure Hündin wird die Herrschaft behalten wollen, das ist in einem Wolfsrudel übrigens genau so Chef ist eine Sie…nicht er…wie meist angenommen.
Wenn also eine Hündin bereits im Hause ist, sollte der Zweithund meiner Meinung nach ein Rüde sein, da sich hier die Rangfolge leichter klären läßt. Natürlich müssen beide dann unfruchtbar gemacht werden, um auch andere nicht zu verstören, wenn man mit beiden Gassi geht, denn zB. der Rüde wird versuchen seine läufige Hündin zu beschützen usw.
Bei zwei Hündinnen sehe ich das Problem der Rangordnung heftiger auftreten…es kommt da aber ganz entschieden auf die einzelnen Charaktere der Rassen und auch der einzelnen Individuen an. Aber bei zwei Hündinnen kann es passieren, daß die beiden partout nicht miteinander auskommen wollen…menschlicher Erziehungsfehler begünstigen das noch…das Ende vom Lied bedeutet für einen oft das Tierheim oder Schlimmeres. Wichtig ist!!! Der ranghöhere Hund hat deutliche Priviligien zu geniessen wie zB. zuerst gefüttert zu werden zuerst begrüßt zu werden, er hat den komfortableren Schlafplatz, bekommt zuerst sein Essen und und und…das war nur ein kleiner Vorgeschmack…normalerweise sage ich immer Hundeerziehung ist wie Kindererziehung…im allgemeinen stimmt das auch, aber bei Hunden, erst recht wenn es in einem doppeltgemischtem Rudel mit Kind und mehreren Hunden ist, ist Konsequenz und Einhaltung der Rangfolge inklusive Hundeverstand Pflicht! Sonst geht das schneller in die Hose als man gucken kann…die Schlagzeilen sieht man dan im TV.
Wenn der Wunsch nach einem 2. Hund nach alledem immer noch besteht, helfe ich gerne weiter, ich kann auch gerne Kontakte zu menschlichen Rudelführern vermitteln, falls wirkliches Interesse besteht.