Ich töte meinen Hund

Von: , Frage gestellt am Mi, 8. Mai 2002

Nein ich kann es nicht! Was mag mein Hund von mir denken?...Weiß das Tier was mir im Kopf herumgeht?
Ich habe eine alte sehr kranke Bobtailhündin, sie ist Herzkrank, hat einen Mammatumor und sehr akute Hüftprobleme, so, daß sie teilweise ohne Hilfe nicht mehr alleine hochkommt. Medikamente ohne Ende, Tierarztbesuche....Der Hunger läßt auch langsam nach, nur, es ist der extreme Lebenswille den sie zeigt. Wie soll man damit umgehen?
Ich weiß nicht mehr was tun, fühle mich hin und her gezogen...strebehilfe...mord? wie lange geht es so weiter?

Aniko

8 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 7 Stunden 0 hilfreich
    Re: Ich töte meinen Hund

    Aniko, auch wenn es wehtut!
    Es ist wohl das beste für deinen Hund. Übrigens darf der Tierarzt nicht so einfach einschläfern. Es müssen schwerwiegende Gründe vorhanden sein, und die gibt es wohl in deinem Fall. Der Hund bekommt vorher eine Anästhesie, so daß er ohne Schmerzen in den Hundehimmel kommt. Und dann am besten: Gleich nach einem neuen Hund schauen, damit die Trauer schneller vergeht.
    Gruß Wynmuck

    • Antwort von nach 16 Stunden 3 hilfreich
      Re^2: Ich töte meinen Hund

      Hallo WYNMUCK, Übrigens darf der
      Tierarzt nicht so einfach einschläfern. Es müssen
      schwerwiegende Gründe vorhanden sein,
      Die sind hier gegeben. Keine Frage ! Und dann am besten - Gleich nach einem neuen Hund schauen,
      damit die Trauer schneller vergeht.
      Nein, das sollte man nicht tun. Trauerverarbeitung muss auch beim Hund sein. Es sollten mindetens 3-4 Monate vergehen, bevor man sich Gedanken um einen neuen Tierpartner machen sollte.
      Kein neues Tier, kann ein anderes ersetzen. Es wird immer der Andere sein und diese Chance sollte man dem Tier auch geben, frei und ohne Trauerverarbeitung in die neue Familie einzuziehen.

      Gruss BelRia

  2. Antwort von nach 8 Stunden 3 hilfreich
    Re: Ich töte meinen Hund

    Hallo !

    Ich habe es vor zwei jahren mit unserer Schäferhündin mitgemacht. Die gleichen Krankheiten. Tumore, die innen alles kaputtgemacht hatten.
    Laß sie nicht elend krepieren, Du wirst dann noch jahrelang daran zurückdenken! Nimm sie in den Arm und laß den Doktor seine Arbeit machen. Sie wird ganz ruhig einschlafen und keine Schmerzen mehr haben.
    Und Du wirst ein gutes gewissen haben, wie wir auch.
    Und - wenn möglich, nimm sie mit nach Haus und begrab sie im Garten oder irgendwo im Wald, wo Du sie besuchen kannst.
    Kein Tierarzt muß irgendeiner Behörde Rechenschaft über den Verbleib der getöteten Tiere ablegen!!!

    Grüße Max.

  3. Antwort von nach 9 Stunden 1 hilfreich
    Re: Ich töte meinen Hund...der letzte Liebesdienst

    Ich schließ mich hier mal meinen Vorrednern an, alles
    andere wäre Tierquälerei. Ich liebe meinen ollen Hund auch, aber wenn es soweit ist, werd ich niemals zuschauen, wie er leidet.
    Das haben sie uns Menschen voraus. Wir haben es in der Hand,
    dem Elend ein Ende zu machen und tun gut daran, es auch zu tun.

    Auch wenn es Dir weh tut, das Tier soll nicht leiden.

    LG
    hd

  4. Antwort von nach 10 Stunden 3 hilfreich
    Re: Ich töte meinen Hund

    Hallo Aniko,

    leider weiss ich nur zu gut wie Dir zu Mute ist. Aber! Dein Hund wäre für Dich durchs Feuer gegangen und jetzt ist es leider an Dir für ihn durch die Hölle zu gehen. Laß ihn in seinen letzten Miuten sein Liebstes um sich haben - nämlich Dich. Es war mir eine unendliche Erleichterung zu sehen wie friedlich und entspannt mein Hund bei mir im Arm einschlief...

    mitfühlende Grüße Petra

  5. Antwort von nach 13 Stunden 2 hilfreich
    Re: Ich töte meinen Hund- nein Du erlöst ihn

    Hallo Aniko,
    ich stand vor einem 3/4 Jahr vor der gleichen Entscheidung. Wir hatten einen Dobermann 6 1/2 Jahre der eine Arthroose und leichet HD hatte und über einen längeren Zeitraum Medikamente nehmen musste. Er konnte teilweise auch nicht mehr alleine aufstehen, insbesonder wenn sich das Wetter änderte. Da die Hunde ja mit dem Kopf Schwung holen zum aufstehen hatte er sich eines Tages einen Halswirbel verrengt und dadurch war die rechte Vorderpfote gelähmt. Spritzen ect. hat nicht geholfe. Er hat sich so gequält- es war furchtbar. Wir haben uns dann nach 4 Tagen schweren herzens entschlossen unseren geliebten Hund
    zu erlösen und einschläfern zu lassen. Denn die angebotene Operation, wo er nach Frankfurt in die Tierklinkik gebracht werden müssen mit Aufenthalt von mindestens 1 Woche wollten wir Ihm nicht zumuten.
    1. war er nie von uns getrennt. Er war immer und ständig mit uns zusammen und wäre schon vor Kummer eingegangen in der Klinik.2. War die hance auf vollständige Heilung fraglich.
    3.mindesten 2000 DM kosten, die ich in hjedem fall investiert hätte, wenn ich wüsste dass danach alles wieder i.O. ist.

    Glaube mir, ich habe mich genau so gefühlt wie Du . Ich kam mir so schuldig vor un dfragte mich ob ich das Recht habe so über ihn zu entscheiden.

    Wir haben die Tierärztin gebeten zu uns nach Hause zu kommen.
    Wir haben versucht den Tagesablauf von der Entscheidung bis zum
    Einschläfern so normal wie möglich zu gestalten
    Er lag auf seinem Lieblingsplatz (konnte ja auch nicht mehr aufstehen)und hat zuerst eine Betäubungsspritze bekommen. Seine Augen waren sehr dankbar und ich denke, wir haben ihn erlöst.

    Ich stelle mir immer vor, wie es wäre, wenn er in freier Natur gelebt hätte - ohne Tabletten und Spritzen ? Hätte er überhaupt so lang überlebt ? Nein mit Sicherheit nicht.

    Noch heute fange ich an zu weinen wenn ich daran denke. Aber es ist besser so für ihn. Auch der Züchter den ich informierte hat gesagt dass es in jedem Fall besser ist so als das Tier zu quälen und eine OP zuzumuten.

    Er ist im Arm von meinem Sohn ganz friedlich und ruhig eingeschlafen. Ich habe ihm die Unterseite seines Pfötchens gestreichelt- dass hatte er immer so gern.
    Wir haben ihn dann von einem Bestattungsinstitut für Tiere abholen und einäschern lassen, weil wir keinen Garten haben. Einen so großen Hund, kann und darf man auch nicht einfach im Wald oder so begraben.
    Die Urne (wer es nicht weis- würde sie als solches nicht erkennen) steht nun bei uns zu Hause in meinem Arbeitsszimmer und ich sehe ihn jeden Tag.
    Wir hätten uns gerne sofort gerne einen neuen Hund angeschafft aber wir durften nicht. Wir wohnen zu Miete. Ich habe mich so geärgert, dass ich die Vermieterin gefragt habe, dass verzeihe ich mir nie. Es gab nie Probleme mit unserem Hund und diese Entscheidung vom Vermieter war mir völlig unverständlich.

    Aber es ist richtig . Ein anderes Tier hilft Dir den Schmerz zu überwinden und lenkt Dich ab.

    Ich wünsche Dir auf jedem fall viel Kraft für die richtige Entscheidung. Dein Tier hat in Würde gelebt und soll auch in Würde sterben und sich nicht quälen.

    Gruß Kerstin [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  6. Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
    Re: Ich töte meinen Hund

    Hallo!
    Soll man ein Tier vermenschlichen?
    In der freien Natur wäre er sicherlich schon tot.
    Erlöse ihn von seinem und auch deinem Leid.
    Trauere hinterher aber sage dir immer, du hast ihm Leiden erspart.
    So sind wir bei unserer 13 jährigen Katze verfahren, die auch sehr gelitten hat.
    Rolf [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  7. Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
    STOPP!!!

    Hallo!

    Du machst Dich verrückt!!! Sprich mit Tierärzten darüber und hole Dir ihre Meinungen ein! Ja, mehrere! Ich denke zwar auch, es ist das bestte für Euch beide, den Hund einzuschläfern (auch das ist Tierliebe!!!), aber bevor Du durchdrehst, solltest Du drüber reden. Nimm Dir für den TA-Besuch viiiiiieeeeel Zeit!!!

    Alles Gute, Du wirst es richtig lösen!

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