Meerschweinchen und Allergien

In der Hoffnung im richtigen Brett zu sein möchte ich mal nach Erfahrungen, wissen zu diesem Thema fragen.
Meine Tochter hat seit langer Zeit den sehnlichsten Wunsch, ein Tier zu haben.Ich nehme den sehr ernst, man spürt halt was wichtig ist und was nicht.Dieser ist wichtig.
Ich habe aber eine Tierhaarallergie gegen Katzen, Pferde und Kaninchen.Andere Haar machen mir nichts aus, weiß aber, daß Allergien sich leicht ausweiten können.
Nun habe ich gehört, daß die Meerschweinchenhaare aus mir nicht genau bekannten Gründen sehr selten Allergien auslösen sollen. HAbe in der Tat auch noch nie von einer derartigen Allergie gehört.
Darüberhinaus wird der Käfig im Sommer draussen stehen und im Winter nur in ihrem Zimmer.
Kann uns jemand helfen? Das wäre toll.
Beste Grüße von Semele

Hallo Semele,

tut mir leid, zu Allergien kann ich dir nicht viel sagen, doch möchte ich auf zwei andere Punkte in deinem Posting eingehen:

  • Meerschweinchen sind sehr soziale Tiere, eine Einzelhaltung ist deshalb Tierquälerei.
  • ein Käfig, der mal drin und mal draußen steht, ist schlecht, und zwar aus zwei Gründen: Man sollte Meerscheinchen tägl. mind. mehrere Stunden täglich die Möglichkeit eines Auslaufs bieten (wenn der sich draußen befindet, muß darin ein Stall stehen, damit die Tiere Schutz vor Sonne und Regen haben), tolle Eigenbauten für artgertechte Meeri-Heime sind auf www. meerschweinchen.com zu sehen.
    Wenn man Meeerschweichen im Winter im Haus hält, muß man im Frühjahr ganz genau den Zeitpunkt abwarten, wann es auch wirklich warm genug ist, das kann bei Meeris sonst zu schlimmen Erkältungen führen. Selbstverständlich müssen Meeris auch im Haus täglich ihren Auslauf haben.

Gruß,

Tanja

Hallo Tanja,

  • Meerschweinchen sind sehr soziale Tiere, eine Einzelhaltung
    ist deshalb Tierquälerei.

Natürlich, das gilt ja wohl für fast alle Tiere, ich hatte an zwei gedacht.Vertragen sich eigentlich gleichgeschlechtliche Tiere?

  • ein Käfig, der mal drin und mal draußen steht, ist schlecht,
    und zwar aus zwei Gründen: Man sollte Meerscheinchen tägl.
    mind. mehrere Stunden täglich die Möglichkeit eines Auslaufs
    bieten (wenn der sich draußen befindet, muß darin ein Stall
    stehen, damit die Tiere Schutz vor Sonne und Regen haben),
    tolle Eigenbauten für artgertechte Meeri-Heime sind auf www.
    meerschweinchen.com zu sehen.

Eigentlich soll es ein großer Käfig werden, der sommers auf dem Balkon steht, winters im Zimmer.Sollte auch drinnen ein Stall dabei sein? Wie groß sollte ein Käfig sein, damit sie sich wohlfühlen?
Weiterer Auslauf ist schwierig, wir wohnen mitten im Wald, ist nur eine Frage der Zeit, bis der Marder oder eine Katze da war.

Wenn man Meeerschweichen im Winter im Haus hält, muß man im
Frühjahr ganz genau den Zeitpunkt abwarten, wann es auch
wirklich warm genug ist, das kann bei Meeris sonst zu
schlimmen Erkältungen führen.

Wieviel Grad sind notwendig, damit es ihnene nicht schadet?

Selbstverständlich müssen Meeris

auch im Haus täglich ihren Auslauf haben.

Äh, sch… die unkontrolliert überall hin?
Und werden Möbel angeknabbert?

Danke für Deine Anregungen, natürlich will das alles vorher überlegt sein, es grüßt Semele

Gruß,

Tanja

Hallo Semele!

Zuerst mal, super, dass Du Dir vorher so viele Gedanken machst :smile:

Ich habe aber eine Tierhaarallergie gegen Katzen, Pferde und
Kaninchen.Andere Haar machen mir nichts aus, weiß aber, daß
Allergien sich leicht ausweiten können.

Mein Mann ist gegen Hunde, Katzen, Pferde und Kaninchen allerdgisch. Auch gegen Gräser. Wir haben seit Jahren einen Hund, Meerschweinchen und einige andere Nagetiere, und er hat auch mit dme verfütterten Heu keinerlei Probleme. Bei den Hunden scheint er nur gegen bestimmte allergisch zu sein, bisher haben wir aber noch keinen getroffen, bemerkbar machte sich die (durch einen Facharzt nachgewiesene) Allergie erst auf einer grossen Hundeschau.
Kommt wohl auf die Allergie an, die jemand hat.

Nun habe ich gehört, daß die Meerschweinchenhaare aus mir
nicht genau bekannten Gründen sehr selten Allergien auslösen
sollen. HAbe in der Tat auch noch nie von einer derartigen
Allergie gehört.

Katzen und Meerschweinchen sind die Tiere, die am häufigsten Allergien auslösen :frowning:

Darüberhinaus wird der Käfig im Sommer draussen stehen und im
Winter nur in ihrem Zimmer.

Die Haare verteilen sich überall im Haus. Meine Mutter ist auch gegen Meerschweinchen allergisch, wenn ich als Kind eines in Pflege hatte, stand das im zweiten STock, in den sie nie gegangen ist, und auch die Tür war dort oben immer geschlossen, zusätzlich fast ständiges Lüften, trotzdem hat sie deutliche Beschwerden gehabt. Andererseits, hier bei mir zu Hause kann sie ohne Probleme ein paar Stunden aushalten, obwohl die Haare in konzentriter Form da sind und sie meine Schweinchen auch gestreichelt hat.
Gegen die Haltung draussen spricht meiner Meinung nach noch ein ganz anderer Grund. Mir ist genau vor einer Woche ein Schweinchen in der besch*** Hitze draussen gestorben. Waren im gut durchlüfteten Käfig ohne direkte Sonneneinstrahlung, mit viel Schattenplätzen, ausreichend Wasser, und Obst. Genutzt hat es nichts, und deshalb kommen meine Schweine jetzt nur noch stundenweise zum grasen auf die Wiese, wenns nicht zu warm ist.
Zusätzlich vermehren sich erfahrugnsgemäss in der warmen trockenen Heizungsluft die allergischen beschwerde sowieso schon, wenn dann die ungewohnten Schweine dazukommen…

Kann uns jemand helfen? Das wäre toll.

Mein Rat wäre, dass ihr euch von Bekannten ein Schweinchen „ausleiht“, um zu testen ob Du wirklich drauf reagierst. Oder ein Allergietest bei einem Fachmann, allerdings raten die meistens generell von der Tierhaltung ab. Evt. sollte Deine Tochter auch getestet werden, die Neigung zu Allergien kann vererbt werden…

Ich wünsch euch viel Erfolg, und dass es doch klappt mit den Schweinchen!

Bine :smile:

Hallo Bine,

Mein Mann ist gegen Hunde, Katzen, Pferde und Kaninchen
allerdgisch. Auch gegen Gräser. Wir haben seit Jahren einen
Hund, Meerschweinchen und einige andere Nagetiere, und er hat
auch mit dme verfütterten Heu keinerlei Probleme. Bei den
Hunden scheint er nur gegen bestimmte allergisch zu sein,
bisher haben wir aber noch keinen getroffen, bemerkbar machte
sich die (durch einen Facharzt nachgewiesene) Allergie erst
auf einer grossen Hundeschau.
Kommt wohl auf die Allergie an, die jemand hat.

Nun habe ich gehört, daß die Meerschweinchenhaare aus mir
nicht genau bekannten Gründen sehr selten Allergien auslösen
sollen. HAbe in der Tat auch noch nie von einer derartigen
Allergie gehört.

Katzen und Meerschweinchen sind die Tiere, die am häufigsten
Allergien auslösen :frowning:

Das ist überhaupt keine gute Nachricht.Wenn das Tier schon da ist, und dann muss es wieder weg, das wäre schlimmer, als nie eines gehabt zu haben, selbst wenn sich ein guter Platz für das Tier fände.
Gegen welche kindgemäßen Tiere gibt es denn die wenigsten Allergien?
Vogelhaltung hatte ich schon im Visier, aber ein eingesperrter Vogel, ich weiß nicht, ist mir kein angenehmer Gedanke.

Darüberhinaus wird der Käfig im Sommer draussen stehen und im
Winter nur in ihrem Zimmer.

Die Haare verteilen sich überall im Haus. Meine Mutter ist
auch gegen Meerschweinchen allergisch, wenn ich als Kind eines
in Pflege hatte, stand das im zweiten STock, in den sie nie
gegangen ist, und auch die Tür war dort oben immer
geschlossen, zusätzlich fast ständiges Lüften, trotzdem hat
sie deutliche Beschwerden gehabt. Andererseits, hier bei mir
zu Hause kann sie ohne Probleme ein paar Stunden aushalten,
obwohl die Haare in konzentriter Form da sind und sie meine
Schweinchen auch gestreichelt hat.

Ja, ich habe daran auch schon gedacht, es würde nicht gutgehen mit Allergie.Meine Katze damals war in den letzten 4 Lebensjahren eine reine Garten- und Kellerkatze und doch hatte ich sofort Schnupfen, wenn ich ihr im Garten zu nahe kam.

Gegen die Haltung draussen spricht meiner Meinung nach noch
ein ganz anderer Grund. Mir ist genau vor einer Woche ein
Schweinchen in der besch*** Hitze draussen gestorben. Waren im
gut durchlüfteten Käfig ohne direkte Sonneneinstrahlung, mit
viel Schattenplätzen, ausreichend Wasser, und Obst. Genutzt
hat es nichts, und deshalb kommen meine Schweine jetzt nur
noch stundenweise zum grasen auf die Wiese, wenns nicht zu
warm ist.

Hatte an den schattigen Balkon gedacht, aber das ist zweitrangig derweil vor der Klärung der Allergiefrage.

Zusätzlich vermehren sich erfahrugnsgemäss in der warmen
trockenen Heizungsluft die allergischen beschwerde sowieso
schon, wenn dann die ungewohnten Schweine dazukommen…

Mein Rat wäre, dass ihr euch von Bekannten ein Schweinchen
„ausleiht“, um zu testen ob Du wirklich drauf reagierst. Oder
ein Allergietest bei einem Fachmann, allerdings raten die
meistens generell von der Tierhaltung ab. Evt. sollte Deine
Tochter auch getestet werden, die Neigung zu Allergien kann
vererbt werden…

Eine gute Idee, aber welches Kind gibt schon sein Meerschwein für längere Zeit her, und das Problem ist ja, daß die Allergie auch nach Monaten, Jahren einsetzen kann.
Aus diesem Grunde halte ich auch nur begrenzt was von Tests.

Ach, verzweifel, das scheint ein längerer Entscheidungsprozess zu werden.

Ich wünsch euch viel Erfolg, und dass es doch klappt mit den
Schweinchen!

Ich danke Dir ,oder vielleicht einem anderen Tier?

Vielleicht fällt Dir oder jemandem hier eine Art ein, die weniger Allergien auslöst,
lieben Gruß,Semele

Vorschläge?
Hallo Semele!

Darf ich mich kurz einmischen (habe nämlich auch keine Erfahrung mit Allergien):

Äh, sch… die unkontrolliert überall hin?
Und werden Möbel angeknabbert?

Meerschweine haben einen sehr guten Stoffwechsel (nun gut, welcher Kleinnager nicht, Kaninchen sind reinste Köttel-Bomben…)
Das Meerschweinchen frisst gern, und Heu (=Fasern) ist lebensnotwendig, da wird die Kotmenge nie zu knapp.
Solltest Du sie (gesetzt dem Falle, ihr schafft euch welche an) also frei herumlaufen lassen, dann nur in einem gesicherten, meerschweingerechten Terrain.
Vielleicht kötteln die Tiere, wenn sie älter sind, vorrangig in Ecken, aber es ihnen anzutrainieren hat fast keinen Zweck.
Ist ein Schweinchen mal aufgeregt, oder erschrickt sich, kann es eine Pfütze nach der anderen machen.
Dasselbe gilt auch nach/während einer Entspannungsphase; grault man ein Tier bei sich, oder lässt es bei sich einschlafen, (Schlafphase draussen beim Mensch ca. 20-30min ‚urinsicher‘), dann sollte man es danach schleunigst in den Käfig setzen.
Als Allergiker sind sicher Kot und Urinmengen nicht zu verachten, neben den Haaren, die das Tier verliert.
Das Auslaufgebiet sollte also keine teuren Teppiche besitzen, oder ein neues Parkett (man ist ja nicht ständig dabei, beim Auslauf, und wenn der Urin ins Holz einzieht…), Kabel sichern, es wird gern mal ‚probiert‘ an neuen Sachen, obwohl (meine?) Meerschweinchen bei weitem nicht so schlimm sind, wie die Ratten, oder eben Kaninchen.
Und stell auf jeden Fall ein Häuschen zum Schutz hin! (Meerschweine sind Fluchttiere, sie bekommen Todesangst, wenn sie erschrecken und nirgends sich verstecken können!)
Junge Schweinchen vor Hund und Katze schützen, auch wenn viele meinen, sie kennen ihren Wuffi, oder Katze.
Ich habe zB. zur Zeit ein neues junges Schweinchen, und der Kater schielt nach ihr, und ist auch sehr eifersüchtig, was bei der Vorgängerin dieses Schweinchens nicht so war.
Er riecht sie auf ein paar Meter, und selbst, wenn ich das Schwein unter einer Decke verstecke, platzt er ins Geschehen.

Mind. zwei Tiere halten, auch wenn ich in der Einzahl rede, aber dass weisst Du ja.
Geschlecht: gleichgeschlechtliche kein Problem, ausser bei rudelfremden, erwachsenen Böckchen, die zu einem Weibchen gesetzt werden, da gibt es Kämpfe! (habe gehört, auch wenn ein Böckchen schonmal ‚Weibchen gerochen‘ hat, herrscht unter zwei Männern Konkurenzkampf)
Ich bevorzuge Weibchen, obwohl auch hier das Knattern, und Rütteln des Hinterteils nicht ausbleibt (normalerweise Balzverhalten), aber meist sind die Fronten gut geklärt.

Wg. Vögeln: einmal was Du gesagt hast, aber andererseits, welches Tier incl. Mensch wird schon artgerecht gehalten, und einerseits denke ich nicht, dass ein Welli was für ein Kind ist, da so ein zerbrechliches Tier noch mehr Achtung braucht.
Genauso wie ein Aquarium, da könnte sich zwar Deine Tochter schön drum kümmern, aber nach dem Saubermachen und Einrichten, und einige Minuten davor sitzen, war es das auch schon.
Sicher nicht, was Deine Tochter will. (was zum Anfassen)

Kennst Du Degus, bist Du (Farb)ratten abgeneigt?
Degus sind sehr putzig, aber arg aktiv, und ziemlich flink.
Ratten sind intelligent, benötigen aber meist grossen, selbstgebauten Käfig (Schrankumbau), und markieren stärker, und machen sich gern an Polstern zu schaffen, beim Freigang.
Zumal die Lebenserwartung mit 2-3 Jahren eher niedrig ist (Meerschweichnen können über 10 Jahre werde, bei guter Haltung und Zucht!)

Viel Glück bei der Entscheidung!

Nicole

Hallo Semele!

Das ist überhaupt keine gute Nachricht.Wenn das Tier schon da
ist, und dann muss es wieder weg, das wäre schlimmer, als nie
eines gehabt zu haben, selbst wenn sich ein guter Platz für
das Tier fände.

Als ich sechs Jahre alt war, hab ich zu Pfingsten Meeries bekommen. Kurz nach den Sommerferien war die Allergie meiner Mutter nicht mehr auszuhalten und sie mussten weg. In dem Alter ging das noch so einigermassen, aber schön war es nicht.

Gegen welche kindgemäßen Tiere gibt es denn die wenigsten
Allergien?

Am wenigsten habe ich bisher von Allergien gegen Farbmäuse gehört, aber die sind nicht gerade kindergeeignet. Es kommt vor allem auf das Alter vom Kind an, je grösser, desto kleiner darf das Tier sein.
Aber so als richtige Kindertiere fallen mir auch nur Schweinchen ein, die lassen sich gerne kraulen, sie beissen so gut wie nie, ausser man ärgert sie wirklich sehr stark, sie sind gross genug, dass auch ein Kind sie sicher fassen kann, und klein genug, um nicht zu schwer zu sein.
Was mir gerade noch einfällt, für Kinder so ab ca. 10 Jahren, oder auch verantwortungsbewusste jüngere, wären Rennmäuse. Die werden zahm und lassen sich dann auch herumtragen, werden laut Literatur etwa 3-4 Jahre alt, da hab ich selbst aber noch ekien Erfahrungswerte, von meinen fünf ist eine gestorben als sie knapp zwei Jahre war, die anderen sind jetzt gut zwei Jahre alt und topfit, sind allerdings auch nicht zahm, sondern leben relativ scheu, kommen aber trotzdem an, wenn ich meine Hand reinhalte, d.h. selbst wenn man sie nicht jeden Tag rausnimmt sind sie trotzdem sehr menschenfreundlich und immer neugierig.
Die bräuchte man dann am besten ein Becken, also ein ausgedientes Aquarium mit mindestens 1m Seitenlänge. Solche Becken sind weitaus günstiger als Käfige, und man kann sie viel schöner einrichten.
Die Renner sind sowohl tags als auch nachts aktiv, d.h. ein Platz im Kinderzimmer ist nur bedingt geeignet. Ich hab als Kind mit zig Viechern in einem Zimmer gepennt, und die hatten mehr als ein quietschendes Laufrad drin, mich hats aber nei gestört. Nur, spätestens wenn jemand bei mir übernachten wollte wurde es für die Person eine schlaflose Nacht :wink: Man selbst gewöhnt sich aber sehr schnell dran.

Vogelhaltung hatte ich schon im Visier, aber ein eingesperrter
Vogel, ich weiß nicht, ist mir kein angenehmer Gedanke.

Nach den ersten Schweinchen hatte ich jahrelang Wellensittiche, dann kam irgendwann der erste Hund…
Es kommt meiner Meinung nach auf den Käfig und auf die anderen Bedingungen drauf an. Problem ist, dass es in einer schönen Zimmervoliere schwer bis unmöglich wird, die Piepmätze zahm zu bekommen. Bei einem ausreichend grossen Käfig und wirklich täglichem Freiflug (wenn man die Zimmereinrichtung ein bisschen verändert im allgemeinen kein Problem) geht es aber schon. Man muss sich halt im klaren sein, dass gerade Sittiche viel Beschäftigung brauchen, dafür aber auch zahm werden können und sehr angenehme Genossen sind. Hier gibts aber auch wieder Allergien, diesmal aber weniger gegen den Vogel als gegen die Vogelmilben, die sich nicht vehrindern lassen…ähnlich wie Hausstaubmilben. Gegen die ist mein Mann aber auch allergisch, bei den Kanaries die er früher hatte gabs Probleme, unsere Ziertauben waren dagegen kein Thema…

Hatte an den schattigen Balkon gedacht, aber das ist
zweitrangig derweil vor der Klärung der Allergiefrage.

Eben…wenn die Allergiefrage erstmal geklärt ist, lässt sich eigentlich alles andere auch bewerkstelligen :smile:

Eine gute Idee, aber welches Kind gibt schon sein Meerschwein
für längere Zeit her, und das Problem ist ja, daß die Allergie
auch nach Monaten, Jahren einsetzen kann.

Da hast Du recht…meine Idee wäre eine Urlaubspflege gewesen, kommt ja sehr oft vor dass händeringend jemand gesucht wird, der sich ums Tier kümmert. So kann man übrigens auch gut testen, ob das Tier nicht schon nach ein paar Tagen langweilig wird :wink:

Aus diesem Grunde halte ich auch nur begrenzt was von Tests.

Sie können zumindest schonmal einiges direkt ausschliessen. Ich kenne allerdings auch Leute, die sich trotz bekannter Allergie bewusst immer wieder Tiere anschaffen, weil sie einfach nicht ohne können…kommt immer mit auf die Einstellung an, ich könnte mir auch vorstellen, dass mein Mann allergisch auf Hunde reagiert, die ihm einfach total unsympathisch sind. Die Psyche spielt ja immer eine grosse Rolle.

Ach, verzweifel, das scheint ein längerer Entscheidungsprozess
zu werden.

Sieht so aus…diese verdammten Allergien sind aber auch ein Kreuz…ich kenne so viele Leute mit Allergien, wir hatten letztens Besuch, und der ist auf sämtliches Viechzeug allergisch. Wollte aber unbedingt bei uns wohnen die paar Tage, wir haben ihn extra vorgewarnt. Zum Glück hat mein Mann Antiallergika zu Hause, der Gast musste nämlich unbedingt die Schweine knuddeln…ich finds schrecklich, da gibts Leute, die Tiere so gerne haben, und nur wegen sowas dann darauf verzichten müssen…ich könnte mir ein Leben ohne Tiere nicht vorstellen, und es würde mir wirklich extrem viel ausmachen, darauf verzichten zu müssen. Mein Mann bedeutet mir dann allerdings doch mehr, seine Gesundheit geht vor.

Ich danke Dir ,oder vielleicht einem anderen Tier?

Übrigens, als Kind wollte ich immer eine Schildkröte :wink: Aber Reptilien sind keine Kindertiere, finde ich, bzw. es kommt wieder aufs Alter und aufs Tier an, es sind halt wirklich Tiere zum Anschauen. Aber da kann auch ein Aquarium begesitern.
Mir war immer die Mischung am liebsten, was zum Knuddeln, was zum Anschauen, was, das sonst kaum jemand hat…
Evt. schreibt ihr euch ja mal eine Liste zusammen, was für Eigenschaften das Tier haben soll, welche auf keinen Fall, wieviel Platz und Zeit und Geld ihr in etwa aufwenden wollt (da unterschreibt aber ruhig, es wird im Laufe der Zeit automatisch weniger), anhand so einer Liste kann man oft gut sehen, welche Tiere in Frage kommen, oder welche überhaupt nicht zu euch passen. Wenn Du möchtest gehe ich gerne nochmal mit Dir durch,w as es für Möglichkeiten gäbe :smile:

Vielleicht fällt Dir oder jemandem hier eine Art ein, die
weniger Allergien auslöst,

Ganz sicher kann man nie sein, ich kenne jemanden, der nichtmal Fische halten kann, weil er gegen das Futter allergisch ist…aber sowas ist schon sehr unwahrscheinlich.

Übrigens, meiner Meinung nach sollte ein Schweinchenkäfig für 2 bis 3 Schweine mindestens 1,20m x 60cm gross sein, zu viel Platz geht gar nicht. Man kann sowohl nur Weibchen als auch nur Männchen zusammenhalten (die Böcke sollten sich aber von klein auf kennen und es darf kein Weibchen in die Nähe kommen), oder aber eine beliebige Zahl Weibchen mit einem kastrierten Bock. So einen Bock bekommt man oft in Tierheimen.

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Hallo Semele,

die meisten deiner Fragen wurden ja schon beantwortet. :smile:

Eigentlich soll es ein großer Käfig werden, der sommers auf
dem Balkon steht, winters im Zimmer.Sollte auch drinnen ein
Stall dabei sein? Wie groß sollte ein Käfig sein, damit sie
sich wohlfühlen?

Ein Käfig kann nie groß genug sein, ich bevorzuge wirklich Eigenbauten, ganz klasse ist z.B. ein alter Bettkasten, der hat knapp 2 qm, das würde ich als ok ansehen für 2-4 Meeris. Eigenbauten sind übrigens auch billiger als jeder Käfig. :smile:
An solch einen Bettkasten kann man Rollen montieren, dann ist das ganze noch praktischer.
Meeris brauchen, wie alle anderen Nager auch, drinnen zumindest ein Häuschen, in das sie sich zurückziehen können, für eine Außenhaltung sollte es aber schon was sein, was etwas besser isoliert ist.

Weiterer Auslauf ist schwierig, wir wohnen mitten im Wald, ist
nur eine Frage der Zeit, bis der Marder oder eine Katze da
war.

Marder kommen ja nur nachts, Katzensicher kann man einen Auslauf ganz einfach machen, indem man einen „Deckel“ aus Draht drüber macht.
Bei Balkon denke ich aber gleich an eine unserer Pflegestellen, die hat aus ihrem Balkon ein wahres Kaninchenparadies gemacht.
Meeris kann man leider nur bedingt ganzjährig draußen halten, doch bei Kaninchen ist das kein Problem.
Wäre das denn nicht eine Möglichkeit für Dich? Dann hättest du keinen „potentiellen Allergieauslöser“ in der Wohnung.

Wenn man Meeerschweichen im Winter im Haus hält, muß man im
Frühjahr ganz genau den Zeitpunkt abwarten, wann es auch
wirklich warm genug ist, das kann bei Meeris sonst zu
schlimmen Erkältungen führen.

Wieviel Grad sind notwendig, damit es ihnene nicht schadet?

Das ist sehr schwierig, es sollte schon fast T-Shirt-warm sein und weder feucht noch windig - jedenfalls in den ersten Tagen, bis sich der Meerikörper angepaßt hat.

Selbstverständlich müssen Meeris

auch im Haus täglich ihren Auslauf haben.

Äh, sch… die unkontrolliert überall hin?

Ja…

Und werden Möbel angeknabbert?

Kann passieren.

Danke für Deine Anregungen, natürlich will das alles vorher
überlegt sein, es grüßt Semele

Ich finde es klasse, daß Du Dich so eingehend damit auseinandersetzt. Du wohnst nicht zufällig im größeren Umkreis von Frankfurt am Main?
Wir haben nämlich auf unseren Pflegestellen z.Zt. 70 Kaninchen sowie 10 Meerschweinchen sitzen…
Da wir nur zu Leuten vermitteln, die sich ihrer Verantwortung den Tieren gegenüber bewußt sind (gibts viel weniger als man meinen sollte), kämst Du durchaus in Frage. :wink:

Viele Grüße,

Tanja

Hallo Tanja,
das mit den Kaninchen draussen, das wäre in der Tat eine in Frage kommende Lösung.
Aber hier, Nähe Innsbruck ist es im Winter wirklich regelmäßig bis -20 Grad kalt.
Wie siehst Du das?
Und werden die Tiere auch zutraulich, wenn sie immer draussen sind, wenn sich das Kind regelmäßig damit beschäftigt?
Sie wäre überglücklich, Kaninchen war erster Wunsch, hatte ich aber gleich ausgeschlossen, eben wegen der Allergie, die ich schon habe.
Also, wenn das Kälteproblem geklärt ist, könnte ich ja vielleicht noch ein paar spezielle Fragen stellen?

Lieben Gruß,Semele

Hallo Bine,

Das mit den Rennmäusen klingt auch interessant.An Mäuse hatte ich auch schon mal gedacht, aber verworfen, weil sie so stinken sollen.Stimmt das?
Der Käfig soll zwar wirklich so oft als nötig gereinugt werden, aber wenn es dann immer noch stinkt…

Vogelhaltung hatte ich schon im Visier, aber ein eingesperrter
Vogel, ich weiß nicht, ist mir kein angenehmer Gedanke.

Nach den ersten Schweinchen hatte ich jahrelang
Wellensittiche, dann kam irgendwann der erste Hund…
Es kommt meiner Meinung nach auf den Käfig und auf die anderen
Bedingungen drauf an. Problem ist, dass es in einer schönen
Zimmervoliere schwer bis unmöglich wird, die Piepmätze zahm zu
bekommen. Bei einem ausreichend grossen Käfig und wirklich
täglichem Freiflug (wenn man die Zimmereinrichtung ein
bisschen verändert im allgemeinen kein Problem) geht es aber
schon. Man muss sich halt im klaren sein, dass gerade Sittiche
viel Beschäftigung brauchen, dafür aber auch zahm werden
können und sehr angenehme Genossen sind. Hier gibts aber auch
wieder Allergien, diesmal aber weniger gegen den Vogel als
gegen die Vogelmilben, die sich nicht vehrindern
lassen…ähnlich wie Hausstaubmilben. Gegen die ist mein Mann
aber auch allergisch, bei den Kanaries die er früher hatte
gabs Probleme, unsere Ziertauben waren dagegen kein Thema…

Das ist sehr informativ, danke, daß Du Dir so viel Mühe machst!!!
Mein Resumee hier ist, eher kein Vogel,wegen der Milben vor allem.

Ach, verzweifel, das scheint ein längerer Entscheidungsprozess

Übrigens, als Kind wollte ich immer eine Schildkröte :wink: Aber
Reptilien sind keine Kindertiere, finde ich, bzw. es kommt
wieder aufs Alter und aufs Tier an, es sind halt wirklich
Tiere zum Anschauen. Aber da kann auch ein Aquarium
begesitern.

Mir war immer die Mischung am liebsten, was zum Knuddeln, was
zum Anschauen, was, das sonst kaum jemand hat…
Evt. schreibt ihr euch ja mal eine Liste zusammen, was für
Eigenschaften das Tier haben soll, welche auf keinen Fall,
wieviel Platz und Zeit und Geld ihr in etwa aufwenden wollt
(da unterschreibt aber ruhig, es wird im Laufe der Zeit
automatisch weniger), anhand so einer Liste kann man oft gut
sehen, welche Tiere in Frage kommen, oder welche überhaupt
nicht zu euch passen. Wenn Du möchtest gehe ich gerne nochmal
mit Dir durch,w as es für Möglichkeiten gäbe :smile:

Ja, was wir suchen ist ein Tier, so zähmbar wie möglich, natürlich flauschig (Meine Tochter ist 7), nicht zu Zeitaufwendig (wichtig, ich kenne mein Kind, spielen und Kontakt haben wird sie mit dem Tier viel, aber Käfig sauber machen und so…und ich möchte es nicht tun)
Platz ist da im Kinderzimmer, auf einem großen Balkon und im Garten.
Teuer im Unterhalt soll das Tier nicht sein.

Nun, bislang sind in der Auswahl noch die Rennmäuse und Kaninchen für draussen.
Degus, unten genannt kenne ich nicht.Käme aber alles zunächst in Frage.
SChildkröten und Fische scheiden aus, weil nicht wirklich kontaktfähig.
Was meinst Du?

Übrigens, meiner Meinung nach sollte ein Schweinchenkäfig für
2 bis 3 Schweine mindestens 1,20m x 60cm gross sein, zu viel
Platz geht gar nicht. Man kann sowohl nur Weibchen als auch
nur Männchen zusammenhalten (die Böcke sollten sich aber von
klein auf kennen und es darf kein Weibchen in die Nähe
kommen), oder aber eine beliebige Zahl Weibchen mit einem
kastrierten Bock. So einen Bock bekommt man oft in Tierheimen.

Scheinen die idealen Tiere zu sein für meine Tochter, leider nicht für mich…

Schönen Tag und lieben Gruß,Semele

Degus?

Darf ich mich kurz einmischen (habe nämlich auch keine
Erfahrung mit Allergien):

Aber sehr gerne, hallo Nicole!

Kennst Du Degus, bist Du (Farb)ratten abgeneigt?
Degus sind sehr putzig, aber arg aktiv, und ziemlich flink.
Ratten sind intelligent, benötigen aber meist grossen,
selbstgebauten Käfig (Schrankumbau), und markieren stärker,
und machen sich gern an Polstern zu schaffen, beim Freigang.
Zumal die Lebenserwartung mit 2-3 Jahren eher niedrig ist
(Meerschweichnen können über 10 Jahre werde, bei guter Haltung
und Zucht!)

Nun weiß ich dank euch allen einiges über Meerschweinchen, vielen Dank!
Vor allem wegen der Allergiegefahr kommen sie eher nicht mehr primär in Frage.
Aber es kommen ja einige Alternativorschläge, so sind nun wieder Kaninchen,draussen, im Gespräch, Rennmäuse und, ja, Degus kenne ich nicht.
Ratten mag ich nicht…da kann ich mich nicht überwinden.
Brauchen Degus viel Platz, geht es im Kinderzimmer auf so ca einem bis anderthalb Quadratmetern?
Weisst Du was über Allergien?
Brauchen sie ausserhalb des Käfigs Auslauf?

Ist nicht leicht, das Richtige zu finden, aber soll ja dann auch wirklich das Richtige sein,
liebe Grüße von Semele

Hallo Semele,

Ratten mag ich nicht…da kann ich mich nicht überwinden.
Brauchen Degus viel Platz, geht es im Kinderzimmer auf so ca
einem bis anderthalb Quadratmetern?

Ratten sind sehr starke Allergieauslöser, ansonsten sind sie echt nett. :smile:
Degus brauchen ebenfalls eine Voliere, 1,5 qm Bodenfläche sind da ok :smile: , in die Höhe sollten es aber auch ca. 1,5 m sein.
Ansonsten kenne ich mich mit denen relativ wenig aus, sind gerade „Modetiere“, was mich schlimmes ahnen lääßt, welche Tiere wir in den nächsten Jahren ganz verstärkt in unseren Tierheimen sitzen haben werden…

Ist nicht leicht, das Richtige zu finden, aber soll ja dann
auch wirklich das Richtige sein,

Antwort wegen Kaninchen erfolgt demnächste. :smile:

Viele Grüße,

Tanja

Hallo Semele,

ich hatte lange Jahre Kannienchen, die auch ständig draussen gewöhnt haben. Wir hatten einen schönen Stall gebaut, indem immer viel Streu drin war und der geschützt unter einem Vordach stand.

einen direkten Auslauf gab es nicht, im Winter kam es halt immer zu mir ins Zimmer zum spielen und im Sommer hatte es einen großen Auslauf (ca 2 qm) mit „Spielzeug“ und Ästen und so. Ich bin mir nicht sicher, wie man einen Haltung draussen im Winter bei Schnee und Regen usw. mit dem Auslauf verbinden kann. stelle ich mir schwierig vor, es sollte dann wohl schon ein recht großer Stall sein (nicht, wie man das bei Kannienchenhaltern manchmal so sieht, in solchen boxen, wo sie sich kaum bewegen können).

das mit den Kaninchen draussen, das wäre in der Tat eine in
Frage kommende Lösung.
Aber hier, Nähe Innsbruck ist es im Winter wirklich regelmäßig
bis -20 Grad kalt.
Wie siehst Du das?

hmmmm - stark an der Schmerzgrenze ´würde ich sagen! wobei ein Kannienchen, welches ständig draußen wohnt, im Winter ein schönes dickes Fell bekommt. Freilebende Kannienchen haben zwar einen Erdbau, aber kalt wird es da wohl auch sein und die überleben es.
ich habe in kalten Nächten (in Berlin sind -20C sehr selten!) ein oder zwei Decken vor gehangen und rumgelegt, damit es wärmer ist. wenn es noch viel kälter wurde, kam Hasi auch mal in den Keller.

Und werden die Tiere auch zutraulich, wenn sie immer draussen
sind, wenn sich das Kind regelmäßig damit beschäftigt?

ohja, sehr sogar!!! ich habe mein zweites bekommen, als es noch ganz klein war, Handtellergroß etwa (*seufz*). die ersten Tage war es tooootal verschreckt und ängstlich. ich habe es dann in einen Wäschekorb in mein Zimmer gestellt, mich daneben gesetzt und nur gaaaanz vorsichtig bewegt und höchstens Flüsterlaute von mir gegeben. nach etwa 2 Tagen konnte ich es dann hochnehmen, ohne dass es fast einen Herzanfall bekommen hätte.
seitdem konnte ich mit ihm machen, was ich wollte, es war einfach nur süß und kuschelig.

Sie wäre überglücklich, Kaninchen war erster Wunsch, hatte ich
aber gleich ausgeschlossen, eben wegen der Allergie, die ich
schon habe.
Also, wenn das Kälteproblem geklärt ist, könnte ich ja
vielleicht noch ein paar spezielle Fragen stellen?

also wie gesagt, es kommt vielleicht drauf an, wie geschützt ihr es stehen habt. ich sehe eher ein Problem mit dem Auslauf im Winter, aber wenn der Käfig groß genug ist, sollte es vielleicht ja gehen.

wenn Du sonst noch Fragen zu den Zwergis hast…

Gruß
Queedin

Degus, Gerbile und Co.
Hallo Semele,

ergänzend zu Tanjas Anwort noch einige Links, wo Du Dir über die Tiere was durchlesen kannst.
Mit Modetieren scheint sie auch recht zu haben; stellt euch mal vor, es werden ja zur Zeit Streifenhörnchen in Zoohandlungen angeboten (zwar eher selten, aber immerhin!), diesen Flitzern kann man sicher den wenigstens artgerechten Aufenthalt in einem 0-8-15 Käfig bieten… *grummel*

Früher dachte ich mal, Degus und Wüstenrennmäuse (Gerbile) seihen dasselbe, stimmt aber nicht, trotz gewisser Ähnlichkeit.

Degus online, unter Haltung findest Du was über die Bedürfnisse der Tiere:
http://www.degus-online.de/index_net.htm

zu den (Wüsten)rennmäusen:
http://www.rennmausecke.de/

Gar nicht geeignet finde ich Hamster, und Chincillas für ein Kind, und Chincillas…na ja, werden die überhaupt glücklich bei uns? :frowning:
Hamster, da Einzelgänger, und mitunter bissig, und brauchen, entgegen vieler Zoohandlungsangebote, ein tiefen grossen Käfig zum Herumwühlen und Graben.
Mir wird jedesmal übel, wenn ich diese ‚spacigen‘, bunten, ‚tollen‘ Plastedingerkäfige sehe, die 1) viel zu klein sind, und 2) sind lebende Tiere kein Spielzeug, die bunte nicht-funktionelle Puppenhäuser brauchen. (btw. ein Witz, mancher Zoo_fach_handel!)
Aber meist kümmert sich die Vielzahl der Leute nicht um ihr zukünftiges Tier, deshalb finde ich es, wie schon bereits bemerkt wurde, sehr schön, dass Du Dir solche Gedanken vornherein machst!

Mäuse haben übrigens einen Eigengeruch, den natürlich nicht jeder mag. (ich finde ‚Mausgeruch‘ angenehm, aber wohlgemerkt, nicht den Gestank)
Mäuse sind auch sehr gewitzt und flink, und benötigen einen wühlgrossen Mauskäfig, mit einigen Klettermöglichkeiten.
Für Kinder auch nur bedingt geeignet, da ein kleiner Mauskörper schnell gequetscht werden kann, besonders durch Anfängerhände, was die Maus wiederrum mit ‚tackern‘ quittiert.
Und Mäuse sind auch so keine Kuscheltiere; sieh ein Mäuseraurium wie ein Aquarium an, also als Entspannung den Mäusen beim Bauen, und Flitzen zusehen :smile:
Im übrigen haben Mäuse eine niedrige Lebenserwartung von 1-3 Jahren, besonder Männchen sind oft hohen Stressfaktoren ausgesetzt, und können bei Rudelverteidigung einige Lebenstage einbüssen.

Etwas über Farbmäuse, unter Punkt ‚Info‘ findest Du unter:
http://www.farbmaeuse.de/start.htm

Egal, für was für ein Tier ihr euch entscheidet, holt euch dazu noch ein Fachbuch, weil man, besonders als Anfänger, immermal einen Blick reinwerfen sollte, bzw. auch muss, um die typischen Verhaltensweisen zu verstehen, und auch typischen Krankheiten vorzubeugen, und das ideale Futter zu finden.
Leider sind nicht alle Bücher empfehlenswert, und einige werden sogar noch zeitweise korrigiert, da neue Erkenntnisse über Haltung etc. hinzugekommen sind. (bei Ratten gibts da einige nicht empfehlenswerte Literatur zB.)

Ich bin mit den ‚GU-Ratgebern‘ immer gut gefahren, die bieten sogar Kontakmöglichkeiten zum Autor, und haben einige Adressen über Klubs, Vereinigungen, Interessengemeinschaften zum jeweiligen Tier im Anhang.

Vielleicht noch was, Du schriebst, ihr wohnt am/im Wald, und ich nehme mal an, dass ihr einen Garten habt?
Hast Du mal an ein Frettchen gedacht? Ich habe keine Erfahung mit den wieselartigen Gesellen, aber kam mir so als Gedanke, da ihr grosses Gelände habt/haben könntet.
Frettchen müffeln, glaube ich gehört zu haben, und sind Fleischfresser (spitze Zähne!).
Für eine kleine Stadtwohnung sicher nicht geeignet.
Und wie es mit Allergien aussieht…?
Na ja, und wenn ihr ein weniger actionreiches Tier sucht, dann bleibt beim Kaninchen :smile:

Ein Link:
http://www.frettchen.com

Viel Erfolg!

Nicole

Hallo Nicole,
vielen Dank Dir für dieses umfangreiche Informationsmaterial, das werde ich nun in aller Ruhe durchschauen und so hoffentlich zu einer Entscheidung finden.
Kaninchen sind momentan die Idee, die mir am besten gefällt, aber über die Degus und Mäuse weiß ich auch noch zu wenig.
Toll, das es dieses Forum gibt, ich hätte ohne Euch da gestanden wie die Kuh vorm Berg…

Liebe Grüße,Semele

Hallo Queedin, danke Dir für Deine Beschreibungen, in der Tat hat es mich in der Idee bestärkt, daß Kaninchen gar nicht so falsch wären für uns, weil es draussen geht und zu meiner Tochter passt.
Nun will ich erst mal die links von Nicole über Degus und Mäuse lesen, und wenn es dann konkreter um Kaninchen geht, dann habe ich möglicherweise schon noch ein paar Fragen und würde dann gerne auf Dein Angebot zurückkommen.

Liebe Grüße,Semele

Hallo Semele,

entschuldige, daß ich erst jetzt antworte, kam einiges dazwischen…

Aber hier, Nähe Innsbruck ist es im Winter wirklich regelmäßig
bis -20 Grad kalt.
Wie siehst Du das?

-20 Grad sind dann kein Problem, wenn man mind. 2 Kaninchen hat, die sich gegenseitig wärmen können, den Stall gut isoliert (also um den Stall eine Lage Styropor und davor noch mal Holz, damit die Kaninchen das Styropor nicht aufessen und auf alle Fälle (!!!) mehrere qm Auslauf, damit der Kreislauf bei Bedarf in Schwung gehalten werden kann, was bei Käfigen, Ställen usw. ja nicht möglich ist. Vor den Eingang des Stalles kann man dann noch 2 Decken hängen, die Kaninchen begreifen sehr schnell, daß man da einfach durchhopsen kann.
Damit hat man dann ungefähr die Situation hergestellt, wie sie wäre, wenn die Kaninchen in freier Natur sich Gänge unter der Erde gegraben hätten um sich vor Kälte zu schützen.
Immer wieder gern gemacht, doch leider total falsch: Wenn es kalt ist, die Kaninchen „mal eben zum Aufwärmen reinholen“. Ihr Körper kommt mit diesem schlagartigen Temperaturwechsel nicht zurecht, und wenn man sie dann vom Warmen zurück ins Kalte setzt, kann es zu Verkühlungen bis hin zu Lungenentzündungen kommen. Also wenn es nötig ist, ein Kaninchen länger als für ein paar Minuten in die Wohnung zu holen, muß es für den Rest des Winters drin bleiben.

Und werden die Tiere auch zutraulich, wenn sie immer draussen
sind, wenn sich das Kind regelmäßig damit beschäftigt?

Aber sicher. :smile:
Viele als Kinderspielzeug in Kinderzimmern und zu kleinen Käfigen gehaltene Kaninchen werden eher früher als später bissig, wenn sie aber in einem Freilauf Ausweichmöglichkeiten und genug Bewegung haben, kommt das eher selten vor.

Sie wäre überglücklich, Kaninchen war erster Wunsch, hatte ich
aber gleich ausgeschlossen, eben wegen der Allergie, die ich
schon habe.
Also, wenn das Kälteproblem geklärt ist, könnte ich ja
vielleicht noch ein paar spezielle Fragen stellen?

Ja, kannst Du. :smile:
Für Kinder am besten „geeignet“ sind übrigens große Kaninchen. Sie sind weniger schreckhaft sondern ruhiger und gutmütiger, außerdem besteht nicht die Gefahr, daß ein Kind solch ein Kaninchen durch die Gegend schleppen kann, sondern da läßt, wo es hingehört: auf der Erde. Schmusestunden auf dem Schoß sind aber bei vielen Kaninchen schon sehr beliebt. :smile:

Viele Grüße,

Tanja

Hallo Tanja,

es scheint immer mehr in diese Richtung-Kaninchen- zu gehen.

entschuldige, daß ich erst jetzt antworte, kam einiges
dazwischen…

Naja, sowas sollte ich wohl wirklich mit Ruhe angehen…freue mich daß ich so viele hilfreiche Antworten bekomme.

-20 Grad sind dann kein Problem, wenn man mind. 2 Kaninchen
hat, die sich gegenseitig wärmen können, den Stall gut
isoliert (also um den Stall eine Lage Styropor und davor noch
mal Holz, damit die Kaninchen das Styropor nicht aufessen und
auf alle Fälle (!!!) mehrere qm Auslauf, damit der Kreislauf
bei Bedarf in Schwung gehalten werden kann, was bei Käfigen,
Ställen usw. ja nicht möglich ist. Vor den Eingang des Stalles
kann man dann noch 2 Decken hängen, die Kaninchen begreifen
sehr schnell, daß man da einfach durchhopsen kann.
Damit hat man dann ungefähr die Situation hergestellt, wie sie
wäre, wenn die Kaninchen in freier Natur sich Gänge unter der
Erde gegraben hätten um sich vor Kälte zu schützen.

Das ist gut nachvollziehbar.
Nun habe ich eine sehr konkrete Frage:
Können Kaninchen klettern? Deswegen diese merkwürdige Frage:
An einem Ende des Hauses haben wir eine ca 70 cm hohe Betonmauer, 1,5 Meter von der Hauswand entfernt. Darüber ist ein großer Balkon, ist also von oben und von vorne geschützt. Man müsste nur die Seiten ordentlich absperren, dann hätte man einen Auslauf von etwa 9 Quadratmetern.
Hier wird zwar auch Brennholz gelagert und ein paar Gartengeräte, aber es bleibt viel Platz zum Hoppeln. Hier schneit es auch fast nicht rein.
So, darein ein Stall, wie von Dir beschrieben isoliert, würde das gehen?
Es laufen hier zwar alle möglichen Katzen herum, aber sind die bei einem großen Kaninchen eine Gefahr?
Oder können die Kaninchen da ausbrechen?
Wir gehen ab und zu da runter, vom Balkon aus, um Holz zu holen, aber wenn sie mit uns vertraut sind?
Wie beurteilst Du diese Möglichkeit?

Immer wieder gern gemacht, doch leider total falsch: Wenn es
kalt ist, die Kaninchen „mal eben zum Aufwärmen reinholen“.
Ihr Körper kommt mit diesem schlagartigen Temperaturwechsel
nicht zurecht, und wenn man sie dann vom Warmen zurück ins
Kalte setzt, kann es zu Verkühlungen bis hin zu
Lungenentzündungen kommen. Also wenn es nötig ist, ein
Kaninchen länger als für ein paar Minuten in die Wohnung zu
holen, muß es für den Rest des Winters drin bleiben.

Wichtiger Hinweis, hatte es schon in Erwägung gezogen.

Und werden die Tiere auch zutraulich, wenn sie immer draussen
sind, wenn sich das Kind regelmäßig damit beschäftigt?

Aber sicher. :smile:
Viele als Kinderspielzeug in Kinderzimmern und zu kleinen
Käfigen gehaltene Kaninchen werden eher früher als später
bissig, wenn sie aber in einem Freilauf Ausweichmöglichkeiten
und genug Bewegung haben, kommt das eher selten vor.

Ja, kannst Du. :smile:
Für Kinder am besten „geeignet“ sind übrigens große Kaninchen.
Sie sind weniger schreckhaft sondern ruhiger und gutmütiger,
außerdem besteht nicht die Gefahr, daß ein Kind solch ein
Kaninchen durch die Gegend schleppen kann, sondern da läßt, wo
es hingehört: auf der Erde. Schmusestunden auf dem Schoß sind
aber bei vielen Kaninchen schon sehr beliebt. :smile:

Hört sich nach der besten Lösung an, so ein großes Kaninchen.
Hatte heute schon mal so die Möglichkeiten erwähnt und sie fände zwar auch die Wüstenrennmäuse fein, aber das gewisse Leuchten in den Augen sah ich nur beim Kaninchen.

Danke Dir für all die Mühe, lieben Gruß,Semele

Hallo Semele,

Das ist gut nachvollziehbar.
Nun habe ich eine sehr konkrete Frage:
Können Kaninchen klettern? Deswegen diese merkwürdige Frage:
An einem Ende des Hauses haben wir eine ca 70 cm hohe
Betonmauer, 1,5 Meter von der Hauswand entfernt. Darüber ist
ein großer Balkon, ist also von oben und von vorne geschützt.

Kaninchen können nicht klettern, sie können springen - doch ein großes Kaninchen springt mit größter Wahrscheinlichkeit keine 70 cm hoch (kleine könnten das schon eher). Da mußt du dir also keine Sorgen machen.

Man müsste nur die Seiten ordentlich absperren, dann hätte man
einen Auslauf von etwa 9 Quadratmetern.
Hier wird zwar auch Brennholz gelagert und ein paar
Gartengeräte, aber es bleibt viel Platz zum Hoppeln. Hier
schneit es auch fast nicht rein.

Super, wenn das so geschützt ist. Bei den Gartengeräten müßt Ihr nur vorsichtig sein, da Kaninchen auch Stromkabel anfressen.

So, darein ein Stall, wie von Dir beschrieben isoliert, würde
das gehen?

Aber sicher. :smile:

Es laufen hier zwar alle möglichen Katzen herum, aber sind die
bei einem großen Kaninchen eine Gefahr?

Nein, Katzen sind keine Gefahr. Allerdings würde ich die Kaninchen nachts einsperren, da Marder zur Gefahr werden können, hatte den Fall erst vor Kurzem wieder, da starb ein Kaninchen nachts auf einer geschützten (nur nicht vor Mardern) Terrasse mitten in der Innenstadt einer Kleinstadt.

Oder können die Kaninchen da ausbrechen?
Wir gehen ab und zu da runter, vom Balkon aus, um Holz zu
holen, aber wenn sie mit uns vertraut sind?
Wie beurteilst Du diese Möglichkeit?

Auch hier sind die großen (mit groß meine ich übrigens sowas in Richtung Deutsche Riesen oder so, also von der Größe her, ja nicht vom Züchter holen, die sitzen zuhauf in Tierheimen) eher ruhiger, sie werden normalerweise nicht einfach so durch eine offenstehende Tür durchflitzen. Allerdings sollte man die auch nicht zu lange offen stehen lassen und während der Zeit ein Auge auf sie haben, sich zu sicher zu fühlen ist auch nicht gut.

Hört sich nach der besten Lösung an, so ein großes Kaninchen.
Hatte heute schon mal so die Möglichkeiten erwähnt und sie
fände zwar auch die Wüstenrennmäuse fein, aber das gewisse
Leuchten in den Augen sah ich nur beim Kaninchen.

Na dann auf ins Tierheim. :smile:))

Danke Dir für all die Mühe,

Gern geschehen, ich freue mich, wenn Leute sich Gedanken machen, bevor sie ein Tier aufnehmen, komt leider immr noch zu selten vor.
Und noch was: Viele Tieheime sitzen zwar voll mit Kaninchen, haben aber nicht besonders viel Ahnung und wollen einem dann erzählen, daß dieses doer jenes Kaninchen keine Artgenosen leiden kann und alleine vermittelt werden muß usw.
In dem Fall würde ich mich an eine Tierhilfe wenden, die sich auf Kaninchen und Nager spezialisiert hat, die können oft auch viel genauer Auskunft geben über die Charaktereigenschaften ihrer Tiere.

Viele Grüße,

Tanja

So, da wären wir nun ein ganzes Stück weiter.
Es sieht jetzt immer mehr nach Kaninchen bzw. Hasen aus.
Das „Gelände“ soll richtig schön vorbereitet werden, eine Hütte gebaut, an der vorgesehenen Stelle im Garten Rasen ausgesäät(und dabei habe ich einen so schönen Kiesweggarten, und nun muss ich doch Rasen mähen…-aber vielleicht muss ich das ja nicht, wenn die Tiere ihn immer niedrig halten- meine liebe Tochter muss auch noch in den nächsten Monaten beweisen, dass es ihr richtig wichtig ist und sie Veranwortung übernehmen kann (Ziel ist kontinuierliches Zimmeraufräumen) und so werden wir, wenn alles fertig ist im nächsten Frühjahr wohl 2 oder 3 Junge zu uns nehmen.So ist auch noch Zeit, jemanden zu suchen, der im Notfall die Tiere nehmen würde, wenn trotz allem die Allergie extrem werden sollte.

3 Fragen habe ich jetzt noch, dann gebe ich erst mal Ruhe…
Können Hasen Treppen erklimmen? Dann könnten sie nämlich aus dem Auslauf entkommen,Treppe 4 Stufen hoch und über die Mauer springen.Müsste mir dann was einfallen lassen.
Und nach Nachmessen ist die Mauer nur etwas mehr als 50 cm hoch, immer noch genug? Auch da würde ich sonst mit Zaun aufstocken.
Letzte Frage, nagen sie Holz an? Die Treppe ist aus Lärchenholz, wenn ja, gibt es einen Schutz?
Und doch noch eine…Tierheim gibt es hier keines, ist zu ländlich, ich fürchte ungeliebte Hasen kommen hier in den Kochtopf, nächste deutsche Stadt ist Rosenheim, gibt es Adressen, wo man ungewollte Tiere bekommen kann?

Ich danke nochmals für Deine Hilfsbereitschaft,lieben Gruß,Semele