Meine Freundin hat ihre alte Wohnung gerade abgegeben, und bis die neue Wohnung frei ist, wohnt sie übergangsweise bei einer Freundin (1.5 Monate).
Die einzige Möglichkeit, ihre Katze (4 Jahre alt, namens Lioba, seit ihrer Katzenkindheit in der eben abgegebenen Wohnung) unterzubringen, war, sie bei ihren Eltern hausen zu lassen, mit der einzigen Auflage, die Katze dürfe nicht ins Haus. Dafür ist es sonst ruhig und katzenfreundlich (Einfamilienhaus mit Garten und Rebberg gleich nebenan usw.).
Lioba ist sich Auslauf gewöhnt. Sogar im Winter hat sie nachts draussen geschlafen aus eigener Überzeugung . Ausserdem hat sie eine Höllenangst vor allem, was motorisiert ist.
Die alte Wohnung ist etwa 25 km vom Elternhaus entfernt. Die alte Wohnung ist ziemlich nahe an einem Fluss gelegen; derselbe Fluss befindet sich in etwa 1 km Abstand vom Elternhaus (Flussrichtung Elternhaus -> alte Wohnung). Entlang des Flusses gibt es viel Grünzeug. Das Elternhaus ist auf der rechten Flusseite, die alte Wohnung auf der linken.
Lioba hat sich trotz Angewöhnungsphase allem Anschein auf dem Weg gemacht (letzte Sichtung: Dienstag, 25. Juni).
Meine Fragen:
A) Wie gut ist der sechste Sinn einer Katze, um sie nach Hause zu bringen?
B) Wie schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit der Ankunft und die Reisedauer in dieser konkreten Situation ein für Lioba?
generell hat die Katze wohl einen guten sechsten Sinn immer wieder nach Hause zurueck zu kehren, da wo ihr Revier ist.
Aber ich finde es ehrlich gesagt, ein wenig verantwortungslos von deiner Freundin die Katze bei ihren Eltern abzugeben und dann auch nur draussen zu lassen.
Wenn ich das richtig verstehe, ist das fuer sie dort eine ganz neue Umgebung. Sie hatte ja nicht mal Zeit sich richtig einzugewoehnen oder wie lange war die Zeit? Normalerweise muss eine Katze erstmal mindestens 3-4 Wochen im Hause bleiben um sich an alles zu gewoehnen. Da ist es purer Leichtsinn sie in den Garten zu setzen und sich allein zu ueberlassen.
Deine Freundin kann sich wohl gluecklich schaetzen wenn sie doch zur alten Wohnung gelaufen ist und dort heile ankommt. Man denke nur daran wie sie wohl den Fluss ueberqueren will und sie muss sicher auch Strassen passieren…na ich weiss nicht. Sehe da irgendwie schwarz.
Und 25 km duerften auch eine weite Strecke sein. Somit sehe ich da schlechte Chancen. Waeren es nur wenige 2-3 km gewesen waere es viel wahrscheinlicher.
Ich finds nur verantwortunglos, vielleicht sehen das andere anders.
Gruesse Manu
die Chance, daß die Katze nach Hause findet, tendiert gegen Null. Soll sie vielleicht über den Fluß schwimmen oder sich an der nächsten Fähre in die Reihe stellen?
Wie mit dem Tier verfahren wurde, besteht zum ordinären Aussetzen faktisch kein Unterschied. Die einzige Möglichkeit war die gefundene „Lösung“ im übrigen keinesfalls. Es war die bequemste, gewiß die billigste Möglichkeit. Es gibt Tierheime und andere Plätze in ausreichender Zahl, wo man ein Tier während des Urlaubs oder Umzugs unterbringen kann. Es kostet ein paar Euro, aber mancher ach so tierfreundliche Zeitgenosse rechnet und findet, daß die Entsorgung und danach Neuanschaffung insgesamt billiger kommt.
Ungefragt meine Vorgehensweise: Wäre es meine Freundin, würde ich die Dame in derartiger Windeseile vor die Tür setzen, daß nicht einmal mehr Zeit zum Stammeln irgendwelcher Rechtfertigungen bliebe. Mit so wenig Hirn würde ich nicht umgehen mögen.
Also Deine Freundin muss ihre Katze sehr liebhaben!
Man, ich würde sterben vor Angst!
Was den armen Vieh alles zu stossen kann / ist; schonmal eine überfahrene zuckende Katze gesehen??
Leider sieht man diese Verantwortungslosigkeit noch viel zu oft.
Es gibt immerhin gravierende Unterschiede zwischen einem alten Stofftier, dass man in einen Sack auf den Dachboden aufbewahren kann, und einem lebenden Tier, dass stetig in irgendeiner Weise auf seinen Menschen angewiesen ist, und dass man nicht nach 2 Wochen, oder 6 Monaten, oder 4 Jahren einfach abstellen kann!
es gibt Katzen, die über längere Strecken wieder nach Hause gefunden haben - allerdings wünsche ich der Mieze, daß sie ein anderes Frauchen/Herrchen findet, das sie nicht in irgendeinem Garten abstellt…
Der Freundin würd’ ich ja was erzählen…
*erbost*
Sibylle
Hallo :
Meine Fragen:
A) Wie gut ist der sechste Sinn einer Katze, um sie nach Hause
zu bringen?
B) Wie schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit der Ankunft und die
Reisedauer in dieser konkreten Situation ein für Lioba?
Danke für eure „Expertise“
Hoffentlich hat die Katze ihren 7. Sinn eingeschaltet und sich ein sicheres und liebevolles Zuhause bei einem verantwortungsbewussten Menschen gesucht.
Gruss
Inge
Lioba hat sich trotz Angewöhnungsphase allem Anschein auf dem
Weg gemacht (letzte Sichtung: Dienstag, 25. Juni).
Meine Fragen:
A) Wie gut ist der sechste Sinn einer Katze, um sie nach Hause
zu bringen?
B) Wie schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit der Ankunft und die
Reisedauer in dieser konkreten Situation ein für Lioba?
25 km ist echt eine Harte Sache für eine Katze. Man muss ja dran denken das die nicht genau weiß wohin sie eigentlich läuft, man kann ja nicht von ausgehen das sie genau der Luftlinie entsprechend den Weg zurück findet.
Ich kann mir auch kaum vorstellen dass die Katze es bis zur alten Wohnung findet.
Eher wird se zum Streuner oder sucht sich eine neue Familie.
Trotzdem tät ich mal in den Tierheimen in der Umgebung nachfragen und ein Foto hinterlassen. Wenn es eine dünn besiedelte Gegend ist, könnte man auch die Tierärzte benachrichtigen (bei dicht besiedelten Gegenden gibt es zu viele Tierärzte). Ist die Katze tätowiert umso besser.
Und entsprechend einer Vermisstenanzeige könntet ihr Flugblätter mit Bild und Beschreibung etc. der Katze in der Nähe von Einkaufszentren (da kommen viele Menschen hin) und in der Nähe der alten Wohnung von deiner Freundin aufhängen.
Die Katze meiner Oma (die ich 1988 als Baby gefunden habe) wollte nach einem Umzug ins 3 km entfernte Nachbardorf auch nicht im und beim neuen Haus bleiben und zog es vor zurückzulaufen, wo sie 9 Jahre lang gelebt hatte. Jetzt wohnt sie dort direkt beim Nachbarn mit Blick aufs alte Haus von meiner Oma und kommt 3 - 4 mal im Monat meine Oma besuchen und ist wieder zufrieden Alte Bäume soll man ja nicht umpflanzen *seufz* und Katzen machen eh was sie wollen.