Guten Morgen!
Jetzt ziehe ich allein in eine 60 qm-Wohnung und hätte die
Möglichkeit, eine Katze zu halten. Mein Problem allerdings:
ich komme selten vor abends um 7 nach Hause und der Tiger
müsste viel allein sein. das will ich eigentlich keinem Tier
antun.
Wann gehst Du denn morgens aus dem Haus??
Prinzipiell gesehen halten Katzen ein längeres Alleinsein - im Gegensatz zum Hund - ganz gut aus. Sie haben ja auch ein sehr hohes Schlafbedürfnis. Trotzdem ist das bei Tieren, die sehr auf den Menschen geprägt sind, manchmal so eine Sache. Wenn Du nur eine Katze allein haben möchtest, dann rate ich Dir zu einem Kater. Die möchten eh sehr oft lieber allein in ihrem Revier der Pascha sein. Außerdem würde ich an Deiner Stelle in ein Tierheim gehen und mich beraten lassen. Die Pfleger kennen ihre Zöglinge sehr gut und können auch prima einschätzen, welche Temperament in ihnen schlummert.
Nun erklärt mir aber ein Bekannte, dass das Katzen nichts
ausmachen würde, da die eh Einzelgänger sind. was sagt ihr
dazu???
Das kommt - wie gesagt - auf die Katze an und auf Dein Verhältnis zu ihr. Im Idealfall wird die Katze Dich als ihre Ersatzmama adoptieren (nicht umgekehrt *g*). Dazu gehört, dass Du Dich sehr viel mit ihr beschäftigst, wenn Du Zuhause bist. Mit ihr redest, kuschelst, auf sie eingehst. Auch Regelmäßigkeiten helfen prima, beispielsweise in etwa zur gleichen Zeit das Haus verlassen und auch wieder zurückkommen. Sehr bald wird sie sich auf diese Zeiten einrichten und ihren Tagesablauf danach verbringen.
noch eine andere Sache: wie denkt Ihr, könnte man
ausprobieren, ob man mit einer Katze gut auskommt. ich kann
mir ja schlecht eine ausborgen, oder?
Hast Du nicht irgendwelche Bekannte, bei denen Du Dich beraten lassen kannst? Oder - wie schon gesagt - im Tierheim.
Denke daran: Eine Hauskatze wird Dir einige Jahre lang erhalten bleiben (17 Jahre sind keine Seltenheit). Sie kann im Urlaub nicht so einfach fortgegeben werden, da Katzen auf Ortswechsel äußerst sensibel reagieren. Besser ist eine Betreuung daheim. Sie ist sehr reinlich, kann auch ihre Wehwechen haben, die dann ins Geld gehen könnten (Zahnstein u. ä.) Sie haart, erbricht sich ab und an, krümelt mit dem Katzenstreu herum, kratzt an den Möbeln (auch wenn es einen Katzenbaum gibt) oder der Tapete, buddelt in Blumenkästen - kurzum: Eine Katze ist wie ein Kleinkind, das nie erwachsen wird. Jedenfalls eine reine Wohnungskatze.
Bist Du bereit, das alles auf Dich zu nehmen???
Ich wünsch Dir die richtige Entscheidung
)
Viele Grüße
Jana
P.S. Mein Kater würde eine zweite Katze im Haus niemals akzeptieren. Er hat uns mit Beschlag genommen. Wir arbeiten beide und sind auch in etwa 10 Stunden am Tag nicht Zuhause. Verkümmert ist er deshalb jedenfalls nicht!