Betr. VitaminC als Nahrungszusatz

Hallo,

ich wollte nur gerade einmal posten, da ich unter den FAQ’s eine sehr kritische Betrachtung der Nahrungsmittelinhaltsstoffe gelesen habe. Im großen und ganzen stimmt’s ja schon, bei menschlichen Produkten ist’s leider nicht besser bestellt.

Aber nun sehe ich unter Vitamin C, daß dort „unbedenklich“ steht.

Ascorbinsäure ist die chemische Bezeichnung für Vitamin C1, ein Vitamin aus dem Vitamin-C-Komplex.

Gerne wird diese Substanz dazu benutzt, um Nahrungsmittel anzureichern, weil:

  • sie konservierende Eigenschaften hat
  • sie als Aushängeschild für Gesundheit (Vitamine) benutzt wird
  • sie als Aushängeschild für Gesundheit nicht mit Konservierungsmitteln in Zusammenhang gebracht wird (gut für’s Image)

Das Problem:

Beim Menschen ist das Vitamin C1 in Form von billigen Nahrungsergänzungsmitteln echt tödlich. Studien haben belegt, daß eine Einnahme von Vitaminpräperaten über einen längeren Zeitraum zu einer um ca. 15% erhöhten Sterblichkeitsrate führen kann.

Der Erklärungsansatz war, daß Vitamin C1 - um seine für den Menschlichen Körper nützlichen Funktionen auszuführen - auch die Restlichen Vitamine des C Komplexes braucht, damit die entsprechenden Prozesse ablaufen können (also so wie Vitamin A und Fette/Öle). Bekommt der Körper jedoch nur das billige Vitamin C1 (synthetisch sehr leicht herzustellen - Askorbinsäure ist ein Nebenprodukt von Schimmelpilzen oder Bakterienvermehrung, stellt euch besser nicht vor, wie so ein Labor aussieht…), versucht er zwar, dieses zu verwerten, es gelingt jedoch nicht. Einige Experten gehen davon aus, daß der menschliche Körper in diesem Rahmen in der Lage ist, spezielle Prozesse zu „verlernen“ als Ergebnis der fehlgeleiteten Bemühungen bzw. Vitamin C abzubauen, weil er meint, nichts damit anfangen zu können.

Wie es jetzt bei der Katze aussieht, weiß ich nicht - aber ich schätze, die Experten wissen’s genausowenig genau!

Ich würde also vom „unbedenklich“ abrücken. Wann immer eine Substanz dazu benutzt wird, etwas Vorzugaukeln (z.B. Zucker als Energieträger, Vitamine wegen der Gesundheit), muss man schauen, ob etwas dahinter steckt (Zucker= Lockstoff, Vitamine z.B. als Konservierungsmittel). Würde sich ein Hersteller die Mühe machen, eine Substanz mühsam aus natürlichen Quellen zu „filtreren“, dann könnte er ja noch eine gute Absicht haben. Nimmt er jedoch die billigere synthetische Variante, dann ist es fraglich.

Soweit erst einmal
Gruß
Patrick

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Hallo,

ich glaube, Du hast das nicht richtig verstanden: mit „unbedenklich“ ist gemeint, dass Vit. C bzw. die Ascorbinsäure als Zusatzstoff „unbedenklicher“ ist als ominöse EWG Zusatzstoffe, oder Frostschutzmittel und sonstiges.
Es wird doch nicht in Massen eingesetzt, daher auch nur "Zusatz"stoff.
Hast Du Hund oder Katze?
Dann müsstest Du wissen, was „normales“ Futter für Schrott enthält, da greife ich lieber auf aufgeschlüsseltes hochwertigeres Futter zurück. Das nun nicht jeder Tierbesitzer ins Labor rennt und eine chemische Analyse macht, ist doch klar.
Also können wir uns im Endeffekt nie 100% auf die Aussagen der Tiernahrungsmittelshersteller verlassen.
Und Dir ist ja auch sicher klar, was wir als Menschen schon für Synthetik vorgesetzt kriegen, die mit allenmgl. Zusatz/Konservierungstoffen versetzt ist.
Und leider gibt es halt nur wenige Alternativen neben den genannten „unbedenklichen“ Zusatzstoffen.
Und einem seriösen Futtermittelhersteller sollte man auch schon zutrauen, keine toxischen Dosen zuzusetzen, nur damit es länger hält.
Man sollte eher im Gegenteil das minderwertige Futter aus den Supermarktregalen nehmen, da braucht man sich auch nicht mehr zu wundern, wenn die Katze mit 10 Jahren einen Tumor bekommt. (um es im krassen Fall auszudrücken, dass muss nat. nicht eintreten)

Wenn es Dich interessiert, geh mal ins Fachgeschäft und vergleiche! Abgesehen von den Inhaltsstoffen, wirst Du bei hochwertigem Futter auch ein anderes Haltbarkeitsdatum finden, dass nicht sagt, dass das Futter bis in alle Ewigkeit gut bleibt.

Den Mittelweg finden, und erstmal den Otto-Normal-Verbraucher aufklären!

Gruss!
Nicole

Der Stoffwechsel von Hund und Katz unterscheidet sich zu dem vom Menschen. Das liegt auch an der Aufgabe des Tieres, das ihr von der Natur zugeordnet wurde. Da heute kein Hund als Wildtier mehr Rehe jagt oder die Katze nur noch aus Jux und Tollerei Mäuse fängt, müssen wir bei der Ernährung aufpassen, daß auch alle Spurenelemente im Futter sind.

Ohne jetzt die Industrie verteidigen zu wollen, aufgrund der gesetzlichen Vorschriften müssen die Hersteller ein ausgewogenes Futter herstellen. Hund und Katz gehören hier - im weiteren Sinne - zu den vom Menschen zu verfressenden Nahrungsgrundlagen (daher die Hinweise auf Tiermedizin, daß man die Vorschriften für „Tiere, die zur menschlichen Ernährung vorgesehen sind“ - Wartezeiten einhalten usw.).

Eine Vitamin C Gabe ist für Hund und Katz nicht notwendig, weil dieses nur wohl dosiert eingestetzt werden darf. Ich habe in einem Buch nachgesehen, dort wird es wohl empfohlen, doch hüte man sich vor einer Überdosierung und einem Einsatz ohne Grund!
Das Immunsystem kann bei Hunden durch VC gestärkt werden. Als Tagesdosis werden täglich 100mg (!) bei kleinen,k 250 mg bei mittelgroßen und zweimal täglich 500mg VC bei großen Hunden empfohlen. Dies steht in der „Rubrik“ Erkältungskrankheiten Überdosierung führt zu Durchfall. Wenn die angegebene Dosis zum Durchfall führt, dann die VC-Gabe halbieren!

Nachzulesen bei: Hundekrankheiten, Herausg. Matthew Hoffman, Könemann-Verlag, ISBN 3-8290-5678-8 Buch anschauen

Dazu meine persönliche Anmerkung: Im Laufe von mehr als 20 Jahren haben wir unseren Hunden nie VC gegeben. Dafür bekommen die Tiere eine ausgewogene Ernährung. Unsere Setterhündin liebt Karotten (pro Woche frist das „Vieh“ rund 1 Kilogramm) und am Liebsten täglich einen roten Paprika (neben anderen Gemüse- und Obstsorten). Da brauchen wir keine zusätzliche VC-Zufuhr.

Außerdem habe ich noch einen guten Tip eines Tierarztes:

http://www.winkvet.at/tierarzt/tips.htm

PS: Da kommst aus dem Staunen nicht raus! Ich gebe unschuldig die ISBN-Nummer ein und was sehe ich bei der Überprüfung des Tierarzt-Links? Gleich gibt es einen Link zu Amazon - das Buch ist lieferbar.

Hallo Nicole,

ich stimme ja voll und ganz zu!

Firmen welche im Niedrigpreissektor im Supermarkt anbieten und wesentlich mehr Geld für Werbung asgeben als für die Futterproduktion sind nichts anderes als Resteverwerter.

Dazu kommt ja auch, daß die Grundpaste, welche zu „Fleischersatz“ gepresst wird, immer nur 4 Prozent irgendwas enthält… Die restlichen 4%Gruppen sind dann irgendwas anderes, insgesammt kann man eine Paste herstellen, welche 20x 4 Prozent von irgendwas enthält und 20% anderen Abfall, diese dann in Unterschiedliche Dosen einfüllen - um den menschlichen Käufer zu verarschen, andere Aromen zugeben und teilweise andere Färbung oder Stückelung anbieten oder eine andere Soße zutun und jede Dose als andere „Geschmacksrichtung“ bezeichnen (insgesammt also 20 Geschmacksrichtungen aus einer Abfallsubstanz), obwohl eigentlich überall dasselbe drin ist…

Was ich aber eigentlich sagen wollte, ist - es gibt fast keine „unbedenklichen“ Zusatzstoffe mehr - Vitamin C ist Konservierungsmittel und kein Gesundheitsförderlicher Zusatz zum Wohle des Tiers…

Gruß
Patrick

Hallo Patrick,

eigentlich sollte man meinen, dass der Tierliebhaber endlich mitbekommen hat, was in diesen hochgepriesenen Dosen oder in diesen Säcken Trocken"futter" enthalten ist… Es ist nicht einfach, seine Lieblinge artgerecht zu füttern. So viele Produkte gibt es nicht, die einen hohen Fleischanteil haben und weitere nur ausschließlich gesunde Gemüse- und Nudelzutaten - das alles ohne billige Füllstoffe, Konservierungsstoffe etc. Fragt sich denn niemand, warum ein Sack Trockenfutter lebenslänglich hält. Wer soll so etwas fressen?

Viele Grüße

Erika

Werbung
Hallo Patrick,

ja ich weiss…Du hast es sehr treffend beschrieben.
Lass mich zum Thema „Werbung - und sie wirkt doch“ ein kleines Beispiel anbringen:
Vor einiger Zeit sah ich in unserer Wohnnähe zwei junge Mädels, die sich ein kleines (süsses, denn wenn klein sind sie immer „Süss“ ihr wisst?) Kätzchen ins Haus geholt haben.
Was kam noch zum Vorschein…?
Eine Palette mit „Whiskas“ Katzenfutter, und „Catsan“ Katzenstreu…
Mehr brauche ich dazu wohl nicht zu sagen.

Eigentlich sollte jeder darüber bescheid wissen, wie Erika schon geschrieben hat, wenn man schon bedenkt, was Menschennahrung mitunter für „Schrott“ enthält, aber da sind wir wieder bei Thema „Werbung“ und alles ist gut, was die Masse vorlebt…
Schade.

Viele Grüsse,
Nicole