Verantwortung (Straßenkatzen)?

Hallo ihr

Gestern kam ein kleiner Bericht auf 3sat über zwei ältere Frauen die sich um „ein paar“ Straßenkatzen in Berlin kümmern. Eine davon allein versorgte an die 50 - 70 Katzen was ihr täglich 40 - 50 DM nur an Futter kostete (ca. 1300 DM montl.) was sie allein von ihrer Rente und Dispokrediten bezahlen. Hinzu kamen noch diverse Kastrationen und Operationen an verletzten Katzen (wenn se die denn erwischten und fingen).

Weder das Tierhilfswerk noch der zuständige Bezirk in Berlin sahen sich verpflichtet irgendwas zu machen um den Katzen oder den Frauen zu helfen/unterstützen. Das Tierhilfswerk, welches von den beiden Frauen angeschrieben wurde, darf laut Satzung nicht an private Personen spenden und der Bezirk konnte nichts machen weil es für sowas überhaupt keine Gesetzesgrundlage gibt (schliesslich müssen die ihre Ausgaben auch rechtfertigen).

Nun konnte sich die eine Frau (mit Thrombose im Bein) den TÜV für ihr Auto nicht leisten und musste das stillegen und mehr Kredit von der Bank bekommt sie auch nicht mehr. Ihre Tochter, die selber ein paar Straßenkatzen aufgenommen hat, findet das nicht mehr in Ordnung das ihre Mutter sich finanziell und gesundheitlich zu Grunde richtet wegen den Katzen.
Und es werden immer mehr Katzen weil zu den wildgeborenen noch Ausgesetzte hinzukommen. Das Tierheim dort nimmt keine wilden oder verwilderten Katzen auf.

Wessen Verantwortung ist das nun? Müßte die Stadt Berlin nicht helfen? Gibt es dafür wirklich keine Gesetzesgrundlage? Und die Tierheime und Tierschutzvereine in Berlin, machen die gar nichts wegen den Straßenkatzen?

Und eine andere Frage drängt sich mir auf, vorallem wegen den wilden Katzen.
Kann so eine Katze sich nicht selbst ernähren? Ratten gibt es in Berlin mehr als Katzen.
Und wenn so eine Stadt nicht alle wilden und ausgesetzen Katzen ernähren kann, ist es da nicht fahrlässig einzugreifen und außerhalb der Winterszeit, hinzuzufüttern? Dadurch zerstört man die natürliche Auslese und vergrößert das Problem, weil die vermehren sich ja eh… alle Katzen kann man gar nicht fangen und kastrieren.
Und die beiden Frauen haben kaum noch Mittel das Futter zu finanzieren und da sich sonst keiner verantwortlich fühlt… was passiert mit den Katzen im Winter? Viele werden doch sterben.
Also Zufütterung im Winter, Kastration und Nottötung (wenn angefahren o.s.) tät ich verstehen und mitfinanzieren.
Aber so, denk ich wird durch die ständige Fütterung das Problem verstärkt. Und eine Katze ist kein hilfloses Tier, selbst Wohungskatzen wissen wie man jagt.

Was meint ihr dazu? Und wie wird das Problem in eurer Stadt gelöst?
Ich weiß das bei uns der Tierschutzverein (Winter/Futter?)häuser aufstellt und die Katzen fängt und kastriert. Allerdings hab ich hier früher auch schon ältere Frauen mit Beuteln voller Futter von Busch zu Busch gehen sehen.

MfG
Lilly

P.S.: Bitte keine emotionalen Ausbrüche ¬¬
Wir sind doch alles erwachsene Menschen.

Hallo Lilian,

im Grunde beginnt das Elend bei Katzenhaltern, die nicht kastrierte Katzen frei laufen lassen und bei Leuten, die ihre Tiere aussetzen. Bekäme man das wie auch immer in den Griff, wäre damit viel gegen die Not verwilderter Haustiere getan. Im Moment aber ist das gut gemeinte Tun Einzelner ein Kampf gegen Windmühlen. Dabei kommt man aus dem Zwiespalt nicht heraus, daß Fütterung die Not weniger Tiere für den Moment lindert, insgesamt das Problem aber eher verschärft. Wie so oft muß man beim Menschen beginnen, um Tieren zu helfen. Ursache des Problems sind gleichgültige Katzenhalter, die es nicht für nötig halten, ihre Katze(n) kastrieren zu lassen.

Verwilderte Hauskatzen sind zumeist scheu. Sie lassen kaum einen Menschen in die Nähe kommen. Ich habe es aber auch schon erlebt, daß sich eine verwilderte Katze buchstäblich einschmeichelt und sich ihr neues Zuhause aussucht. Dann halte ich es für vernünftig, das Tier gewähren zu lassen, es aber umgehend zur Sterilisation zu bringen.

Auf solchen Zufall wollte ich nicht warten. Deshalb war ich gestern im Tierheim. Tja, nun hab ich ab kommender Woche ein unzertrennliches Stubentiger-Geschwisterpaar. Nur Namen hab ich noch nicht für die beiden Katzendamen. Wären es Kater, würde ich sie vielleicht Schröder und Stoiber nennen…

Gruß
Wolfgang

Hallo Lilly,

habe den Bericht gestern auch gesehen und war danach richtig betroffen. Die Frauen geben ihr letztes Geld fuer die tiere, das Futter und die Behandlungen aus - und dann bekommen sie vom Berliner Bezirksamt zu hoeren, das es keine rechtliche Grundlage gibt fuer eine Unterstuetzung. Irgendwie ein Armutszeugnis.

Vielleicht wird das Problem durch die Fuetterungen verstaerkt, aber ich sehe das eigentlich nicht so. Die Katzen fressen ja nur, wenn sie woanders nichts bekommen haben. Sicher wissen sie, wie sie jagen muessen. Aber wenn es nichts zu jagen gibt … ?

Ich denke am Ende ist es vielleicht eine plus-minus-Rechnung, was die Auslese betrifft. Durch das Futter sind die Katzen versorgt und sterben keinen Hungertot. Anderer seits wurden viele auch von den frauen eingefangen und Kastriert. Wenn da nicht noch mehr verantwortunglose Katzenhalter dazu kaemen, haette man das Problem evt. irgendwann mal im Griff.
Aber leider gibt es immer wieder solche Leute, die ihre Katzen aussetzen und nicht mal kastrieren lassen.

Ich selber fuettere auch die Katzen von meinem Nachbarn mit. Der ist naemlich der Meinung, das die Katzen doch genug Maeuse fangen wuerden. Aber wenn man sich die zwei Tiger mal anschaut … sie sind fast nur Haut und Knochen. Und ich denke, ich wuerde es in der Stadt genauso machen…natuerliche Auslese hin oder her. Ich wuerde es einfach tun, zum wohle der Katzen.

Wie das bei uns im Umland und in der Stadt gehandelt wird mit den Strassentigern weiss ich leider nicht. Aber ich denke, das ist auch eine Sache von ehrenamtlichen Tierhelfern oder Tierschuetzern.

Viele Gruesse Manu

Hi Manu

habe den Bericht gestern auch gesehen und war danach richtig
betroffen.

Ja mir taten sie auch richtig leid. Vorallem wo die eine Katze nach der OP doch gestorben ist. Da konnte ich die Enttäuschung und die Traurigkeit richtig mitfühlen. Weil das viele Geld war ja praktisch zum Fenster raus geschmissen, denn Einschläfern wäre billiger gewesen.
Und die Tochter von der war ja auch schon fix und fertig wegen ihrer Mutter und dem Geld.

Ich wär ja für eine Katzensteuer, die Kastration, Nottötung und Zufütterung im Winter von Straßenkatzen finanziert. Damit ist den Katzen und den Menschen geholfen.

Wer im Sommer kein Fresschen im Großstadtdschungel findet muss abwandern oder verhungern. Mit einer Überpopulation die dann keiner mehr unter Kontrolle hat ist keinem geholfen.

MfG
Lilly

Hallo Lillian,

auch auf die Gefahr hin, dass jetzt wahrscheinlich sehr-sehr viele empört aufmerken werden: In einem solchen Fall wie dem von Dir beschriebenen haben für meine Begriffe vor allem diese älteren Damen ein erhebliches Problem! Und da fängt für mich ein ziemlich unübersichtlicher Kreislauf an…

Eine Straßenkatze ist durchaus in der Lage, sich selbst zu ernähren. Gerade in einer Großstadt wie Berlin. Das ist doch falsch verstandene Tierliebe, wenn man in derlei Dimensionen Großfütterungen startet. Die Population der Katzen wird dadurch unkontrolliert größer, außerdem verstärkt man (frau) die Unselbstständigkeit der Tiere, wenn sie gefüttert werden.

Hinzu kamen noch diverse Kastrationen und Operationen an
verletzten Katzen (wenn se die denn erwischten und fingen).

Das mit den Kastrationen verstehe ich überhaupt nicht. Es fahren permanent von Tierschutzbunden finanzierte Tierärzte durch die „Weltgeschichte“, die Kastrationen/Sterilisationen bei Straßenkatzen kostenlos übernehmen.

Weder das Tierhilfswerk noch der zuständige Bezirk in Berlin
sahen sich verpflichtet irgendwas zu machen um den Katzen oder
den Frauen zu helfen/unterstützen.

Aus oben genannten Gründen: Was soll das auch? Wohin würde das führen?

Nun konnte sich die eine Frau (mit Thrombose im Bein) den TÜV
für ihr Auto nicht leisten und musste das stillegen und mehr
Kredit von der Bank bekommt sie auch nicht mehr.

Diese Frau stürzt sich selbst in den finanziellen Ruin aus Gründen, die Du und ich nicht nachvollziehen können. Ich habe da nur bedingt Mitleid.

Ihre Tochter,
die selber ein paar Straßenkatzen aufgenommen hat, findet das
nicht mehr in Ordnung das ihre Mutter sich finanziell und
gesundheitlich zu Grunde richtet wegen den Katzen.

Das kann ich nachvollziehen.

Wessen Verantwortung ist das nun?

Die Verantwortung des Menschen. Wer sich derart extrem in einen Kreislauf einmischt, der muss dann auch die Konsequenzen tragen. Dabei ist es ein selbst geschaffenes, ein künstliches Problem.

Müßte die Stadt Berlin nicht
helfen?

Nein. Die Stadt Berlin hat genug Finanzsorgen. Und in Zeiten, in denen an Kitakosten und Schulbildung gespart wird, sehe ich da andere Prioritäten.

Gibt es dafür wirklich keine Gesetzesgrundlage?

Nein.

Und
die Tierheime und Tierschutzvereine in Berlin, machen die gar
nichts wegen den Straßenkatzen?

Doch - wie schon weiter oben erwähnt - viele Vereine übernehmen Kastrationen und Sterilisationen.

Und eine andere Frage drängt sich mir auf, vorallem wegen den
wilden Katzen.
Kann so eine Katze sich nicht selbst ernähren? Ratten gibt es
in Berlin mehr als Katzen.

Natürlich kann sie das. Das ist ja die Crux in meinen Augen.

Und wenn so eine Stadt nicht alle wilden und ausgesetzen
Katzen ernähren kann, ist es da nicht fahrlässig einzugreifen
und außerhalb der Winterszeit, hinzuzufüttern?

Das finde zumindest ich.

Dadurch
zerstört man die natürliche Auslese und vergrößert das
Problem, weil die vermehren sich ja eh… alle Katzen kann man
gar nicht fangen und kastrieren.

Genau. Und irgendwann haben wir nicht nur eine Ratten- und Taubenplage, sondern auch eine Katzenplage.

Und die beiden Frauen haben kaum noch Mittel das Futter zu
finanzieren und da sich sonst keiner verantwortlich fühlt…
was passiert mit den Katzen im Winter?

Der Winter in Berlin ist ja ziemlich zu vernachlässigen. Das mal vorneweg. Ansonsten überlebt eine gesunde Straßenkatze problemlos derlei Witterungen. Viel eher noch, als auf dem „flachen Lande“.

Viele werden doch
sterben.

?? Wieso??

Also Zufütterung im Winter, Kastration und Nottötung (wenn
angefahren o.s.) tät ich verstehen und mitfinanzieren.

Zufütterung im Winter ist unnötig und deshalb unsinnig. Ist doch kein Wildschwein, dass unter einer tiefen Schneedecke und im gefrorenen Boden keine Wurzeln und Knollen mehr findet. Eine verletzte, weil beispielsweise angefahrene Katze tät ich selbstverständlich versorgen lassen. Das Eine hat mit dem Anderen nicht zwangsläufig etwas zu tun.

Aber so, denk ich wird durch die ständige Fütterung das
Problem verstärkt. Und eine Katze ist kein hilfloses Tier,
selbst Wohungskatzen wissen wie man jagt.

Richtig. Aber Katzen sind schlau: Warum jagen, wenn gefüttert wird?

Was meint ihr dazu? Und wie wird das Problem in eurer Stadt
gelöst?

Ich komme aus der Umgebung von Berlin. Siehe oben…

Ich weiß das bei uns der Tierschutzverein
(Winter/Futter?)häuser aufstellt und die Katzen fängt und
kastriert.

Der Verein stellt nur aus dem Grund der Eingrenzung der Population diese Futterhäuschen auf. Nicht, weil man da der Meinung ist, die Katzen würden verhungern.

Allerdings hab ich hier früher auch schon ältere
Frauen mit Beuteln voller Futter von Busch zu Busch gehen
sehen.

Ja, das ist wohl eher ein psychologisches Problem der Menschen. Die wollen nicht nutzlos im Rentendasein untergehen, sind vielleicht einsam. DAS ist für mich eher bemitleidenswert…

Viele Grüße
Jana

P.S.: Bitte keine emotionalen Ausbrüche ¬¬
Wir sind doch alles erwachsene Menschen.

:wink:

Katzenhaus, Katzenschutzverein
Hallo Lillian,

ich habe den Bericht nicht gesehen, aber möchte kurz etwas dazu schreiben, wie es bei uns läuft.

Hier gibt es, unabhängig vom Tierheim, einen sog. Katzenschutzverein.
Es gibt private und andere Sponsoren, und die Leute, die aktiv helfen, machen das eh ehrenamtlich. (Helfer, Betreuer, TÄ)
Neulich stand in der Zeitung, dass die Spenden ausgereicht haben um sich ein altes Haus zu kaufen (in der Stadt), dass nun renoviert und katzengerecht werden soll (alles freiwillig nach Feierabend: Handwerker etc.), allerdings stehen da wieder die bürokratischen Hürden im Weg, die zwar schon teilweise genommen sind, aber noch nicht ganz.
Nun mag einer sagen, das ist typisch für Halle (Sa-A) hier wird einiges „versiebt“ durch den Amtsschimmel, aber ein Schelm, der böses denkt…

Nun, als wir auf „Familienzuwachs-Suche“ waren, war klar, es kommt einer „von draussen“ zu uns.
Also das TH abgeklappert, und auch den Katzenschutzverein.
Die Katzen werden von der Strasse weggeholt, kastriert, wenn krank versorgt.
Der TA, der das ehrenamtlich macht, wurde erst kürzlich mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet.
Es kommen da regelmässig Leute zu Fütterung vorbei, meist sind die Sachspenden von Privatpersonen.
Wenn die Katze vermehrungsunfähig und gesund ist, und nicht vermittelbar ist, wird sie wieder rausgelassen.
Dazu sei angemerkt, die meisten sind wirklich wild (=Strassenkatzen), und passen in keine Stadtwohnung.
Die Anzahl der verwilderten Katzen ist bei uns dank des Vereines
auch um eine Vielzahl zurückgegangen, im letzten Jahr.
Das Hauptproblem liegt ganz sicher in der Vermehrung, nicht mal daran, dass viele gutmütige Omis die Katzen um Scharen füttern (und denken, sie tun ihnen damit was gutes).
Wenn die Katz sich nicht vermehren kann, ist Ruhe mit weiteren Elenden - wie wohl mit allen domestizierten „fallen gelassenen“ Tierarten, die nun Städte mitbevölkern.

Felix kam allerdings nicht von den Katzenhaus, sondern von einer Privatperson, die auch Katzen aufnahm/versorgte/kastrieren liess, dies aber aus diversen Gründen nicht mehr konnte.
Somit haben wir vom ansässigen Tierschutz erfahren, dass diese Frau noch eine „Indoor“ Katze hätte, und diesen haben wir dann in einer Heimtierpension abgeholt. (die machen auch ehrenamtliche Tätigkeiten, beherben Katzen, Hunde, aber nur am Rande)
Wir bringen da auch mal ab und zu nicht mehr benötigtes Heimtiermaterial vorbei, wie Nagerkäfige, Tränken, Katzenklo, das wird dann weitergereicht.

Sollte es in jeder grösseren Stadt geben, und vielleicht nicht nur ehrenamtlich, da das ja mittlerweile fast ein anerkanntes Problem ist.
Aber wer will das schon sponsern? :frowning:

Grüsse,
Nicole

Hallo Jana
(Namensvetterin, denn mein richtiger Name ist auch so:wink:

Das mit den Kastrationen verstehe ich überhaupt nicht. Es
fahren permanent von Tierschutzbunden finanzierte Tierärzte
durch die „Weltgeschichte“, die Kastrationen/Sterilisationen
bei Straßenkatzen kostenlos übernehmen.

Naja aber eine Straßenkatze springt nicht aus dem Busch und schreit „Hier!“. Selbst der Tierschutzbund (oder sonstwer) kriegt/fängt nicht genügend Katzen um das Problem der unkontrollieren Vermehrung zu beseitigen. Wenn das so einfach und gut klappen würden, bräuchten wir uns darüber auch gar nicht unterhalten :wink:
Wenn da eine Privatperson kommt und das sozusagen mitfinanziert ist das doch ehrenhaft!

Die Verantwortung des Menschen. Wer sich derart extrem in
einen Kreislauf einmischt, der muss dann auch die Konsequenzen
tragen. Dabei ist es ein selbst geschaffenes, ein künstliches
Problem.

Na aber so sehe ich das doch auch. Schliesslich sind diese Straßenkatzen keine Wildkatzen, sondern waren mal Hauskatzen oder stammen von ab. Also wie du sagtest ist das ein menschengemachtes Problem, wofür der Mensch auch die Konsequenzen tragen muss, d.h. für verantwortlich ist. Was wiederum heißt, das es ja eine Ansprechperson geben sollte. Das es da keine Gesetzesgrundlage gibt, und ich meine mich zu erinnern das der Tierschutz in das Grundgesetz aufgenommen wurde, zeigt mir doch das es allgemein ignoriert wird. Ob es dafür nun finanzielle Mittel gibt oder nicht ist eine andere Sache.
Offensichtlich bringen aber bisherige Bemühungen nicht genügend Erfolg um Herr des Problemes zu werden.

Viele werden doch
sterben.

?? Wieso??

Na ich könnte mir vorstellen, das wenn Katzen erstmal dran gewöhnt sind an einem bestimmten Ort gefüttert zu werden, und sie es dann aber auf einmal nicht mehr werden (wiel die Frauen werden sich das bald nicht mehr leisten können), sie dann dort warten und warten und warten und mangels Kenntnissen über andere Futter- und Jagdgebiete abmagern, dadurch geschwächt sind und sterben.

Außerdem kann ich mir auch vorstellen das es im Winter viel schwerer ist was zu Fressen zu finden. Wenn im Sommer der Müll lecker duftete und die Katzen schon vom Geruch her was fressbares fanden (bei dem vielen Berliner Müll und unserer Wegwerfgesellschaft, brauchen die doch nichtmal Viecher jagen um satt zu werden), so wird das im Winter durch die Kälte unterbunden… friert vielleicht noch ein, dann ist es gar nicht mehr fressbar. Und die Katzen sind ja meist noch scheu, also werden bestimmt nicht beim Weihnachtsmarkt warten bis jemandem n bissi Wurst oder Stulle runterfällt (wie die Tauben und Spatzen).
Natürliche Beutetiere ziehen sich im Winter auch zurück, oder verschwinden ganz.
Ne Katze kann zwar jagen, allerdings muss sie auch wissen wo. Ne Katze die ständig gefüttert wird, braucht sich deswegen aber keinen Kopp machen.

Sind aber alles Mutmaßungen :wink:
Ich weiß es ja nicht wie schwer/leicht es für Katzen in Berlin im Winter ist, ohne irgendeine absichtliche Zufütterung.

Aber sonst stimme ich dir zu.
Finde sowas, was da manche Omis machen auch nicht in Ordnung.

Leid taten se mir trotzdem, haben halt son großes Herz.

MfG
Lilly

Straßenkatzen off topic
Miau.

würde ich sie vielleicht Schröder und Stoiber nennen…

Wie wär’s mit Hauser und Kienzle?

Gruß kw
*rrrrr*

Hallo ihr

Hallo Du.

P.S.: Bitte keine emotionalen Ausbrüche ¬¬
Wir sind doch alles erwachsene Menschen.

ICH REGE MICH NICHT AUF - ICH NICHT!!! :wink:

Ein paar Probleme gäbe es sicherlich, wenn man die Katzenmeute sich selbst überließe. Zunächst sterben die Katzen, die sich nicht selbst versorgen können. Das bedeutet soundsoviele Katzenkadaver irgendwo mitten in der Stadt => Seuchengefahr; von dem elenden Bild vorher ganz zu schweigen. Es bleiben also diejenigen Viecher übrig, die sich selbst versorgen können - und hecken natürlich munter weiter. Das führt zu einer biologischen Auslese bestens geschulter Jagdkatzen. Ich wäre dann nicht besonders gerne ein kleiner Hund, Hase, Singvogel oder anderes Glied der Nahrungskette. Säugling übrigens auch nicht - brr, ich sehe schon die Schlagzeile der BLøDzeitung „Baby von Katzenmeute aufgefressen“ …
jedenfalls hättest Du innerhalb weniger Generationen nicht mehr halb-, sondern völlig wilde Katzen herumlaufen, gegen die nur noch Waffengebrauch hilft. Die Populationsgröße bekommst Du auch nur auf ganz hohem Niveau in den Griff. Dazu kommt noch das nicht zu unterschätzende Krankheitspotential aus der Nahrungskette Ratte/Maus=>Katze.

Was die Frauen angeht, so sollte sich die Stadt nicht der Katzen, sondern ersterer vorrangig annehmen. Tierliebe, missverstanden, kann zu schlimmen Auswüchsen führen und hat in diesem Falle schon krankhaftes Ausmaß angenommen,

meint kw
*rrrrrr*

in berlin gibts einen regen „Durchsatz“ von Katzen, wir haben Nr. 5555 seit dem 07/2002 im Jahr erhalten.
also warum nicht dahinein…? ebenso schnell dahinaus. Übrigens Hochmodern und edel das Gebäude. In Hausvaterweg oder strasse in Berlin!

Hai, Teufelsweib,

Vielleicht wird das Problem durch die Fuetterungen verstaerkt,
aber ich sehe das eigentlich nicht so. Die Katzen fressen ja
nur, wenn sie woanders nichts bekommen haben. Sicher wissen
sie, wie sie jagen muessen. Aber wenn es nichts zu jagen gibt
… ?

Sorry, aber das stimmt so nicht - Katzen (und alle anderen wild lebenden Viecher) zapfen als erstes die bequemsten Futterquellen an, also erst das Zugefütterte und dann erst selber jagen…

Gruß
Sibylle

Hai, Lillian,

wenn sich Menschen in Schwierigkeiten bringen, weil sie sich durch’s Katzenfüttern verschulden, haben diese Menschen ein Problem und man muß sich um sie kümmern (um die Menschen).
Ich persönlich halte es für falsch, zuzufüttern - die Population steigt über das Maß, das sich durch Jagd ernähren kann, an. Fallen dann die „Fütter-Personen“ weg, durch auftretenden Geldmangel oder aus natürlichen Gründen, sterben mehr Katzen, als ohne die vorherige künstliche Steigerung der Katzen-Menge.
Die Strassen-Katzen (auch wenn viele von ihnen aus Haushalten stammen) sind mit unseren verwöhnten Stuben-Tigern nicht zu vergleichen. Es sind Jäger. Sowenig, wie die berliner Stadt-Füchse gefüttert werden, sollten die Strassen-Katzen gefüttert werden. Es handelt sich um Wild-Tiere!
Übrigens kann man durchaus gefundene Katzen im Tierheim abliefern. Dort werden sie auch kastriert bzw. Krankheiten und/oder Verletzungen behandelt und, wenn möglich, vermittelt.

Fazit: Wilde Katzen gehören nicht gefüttert; Katzen, die krank oder verletzt sind, gehören ins Tierheim zwecks professioneller Hilfe; Katzen, die auf der Suche nach einem neuen Heim sind (die zutraulichen), sollte man aufnehmen oder eben auch ins Tierheim bringen.

Über Leute, die ihre Freigänger nicht kastrieren lassen oder gar ihre Pelzträger aussetzen, äußere ich mich hier nicht - sonst reg ich mich wieder auf :frowning:

Gruß
Sibylle (deren Zimmer-Löwe beim Anblick einer Maus vor Schreck auf den Tisch springen würde)

Dann darf ich also sagen: Hallo Jana :wink:)?!

(Namensvetterin, denn mein richtiger Name ist auch so:wink:

Das mit den Kastrationen verstehe ich überhaupt nicht. Es
fahren permanent von Tierschutzbunden finanzierte Tierärzte
durch die „Weltgeschichte“, die Kastrationen/Sterilisationen
bei Straßenkatzen kostenlos übernehmen.

Naja aber eine Straßenkatze springt nicht aus dem Busch und
schreit „Hier!“.

In diesem Falle doch aber wohl schon. Es ist ein relativ Leichtes, diese „Zufütter-Katzen“ einzufangen, zu kastrieren/sterilisieren und dann wieder an der ursprünglichen Stelle freizulassen. Wird - wie erwähnt - auch praktiziert. Reicht natürlich nicht, von der Menge her.

Selbst der Tierschutzbund (oder sonstwer)
kriegt/fängt nicht genügend Katzen um das Problem der
unkontrollieren Vermehrung zu beseitigen.

Ja, da hast Du recht. Aber es ist auch eine Tatsache, dass die Population ansteigt (also die Geburtenrate), wenn es den Tieren gut geht, futtertechnisch gesehen. Ein Kreislauf, den man also doch ein wenig beeinflussen könnte.

Wenn das so einfach
und gut klappen würden, bräuchten wir uns darüber auch gar
nicht unterhalten :wink:

Stimmt: Einfach ist das natürlich nicht.

Wenn da eine Privatperson kommt und das sozusagen
mitfinanziert ist das doch ehrenhaft!

Nee, das ist falsch verstandene Tierliebe und endet immer da, wo diese Menschen immer enden: Mit dem Spruch „Ich liebe Tiere, aber ich hasse Menschen!“ Das finde ich krank. Die Damen sollten vielleicht, wenn sie so viel Geld übrig haben, sich um Straßenkinder kümmern oder gemeinnützige Vereine oder so. Ich finde halt, dass die Reihenfolge irgendwie falsch ist.

Die Verantwortung des Menschen. Wer sich derart extrem in
einen Kreislauf einmischt, der muss dann auch die Konsequenzen
tragen. Dabei ist es ein selbst geschaffenes, ein künstliches
Problem.

Na aber so sehe ich das doch auch. Schliesslich sind diese
Straßenkatzen keine Wildkatzen, sondern waren mal Hauskatzen
oder stammen von ab.

Hauskatze bedeutet nicht, dass sie nicht wild wären. Das ist lediglich eine Bezeichnung der Katze.

Also wie du sagtest ist das ein
menschengemachtes Problem, wofür der Mensch auch die
Konsequenzen tragen muss, d.h. für verantwortlich ist.

Nicht unbedingt. Der Natur zu sehr ins Handwerk zu pfuschen, ist oft gefährlich und kaum überschaubar.

Was
wiederum heißt, das es ja eine Ansprechperson geben sollte.
Das es da keine Gesetzesgrundlage gibt, und ich meine mich zu
erinnern das der Tierschutz in das Grundgesetz aufgenommen
wurde, zeigt mir doch das es allgemein ignoriert wird.

Tierschutz im Grundgesetz, das heißt vor allem, dass Tiere unter Schutz fallen. Sie dürfen nicht gequält oder sonstwie werden. Das heißt nicht, dass sie nicht mehr alleine „denken“, leben und/oder handeln und vom Menschen dominiert werden sollen. Diese Auslegung halte ich für fragwürdig, und sie ist auch und gerade vom Tierschutz in Deutschland so nicht gewollt!

Ob es
dafür nun finanzielle Mittel gibt oder nicht ist eine andere
Sache.
Offensichtlich bringen aber bisherige Bemühungen nicht
genügend Erfolg um Herr des Problemes zu werden.

Vielleicht sollte man eine Zufütterung mal verbieten. Das wäre dann für mein Dafürhalten der bessere Weg zum vermeintlichen Erfolg.

Viele werden doch
sterben.

?? Wieso??

Na ich könnte mir vorstellen, das wenn Katzen erstmal dran
gewöhnt sind an einem bestimmten Ort gefüttert zu werden, und
sie es dann aber auf einmal nicht mehr werden (wiel die Frauen
werden sich das bald nicht mehr leisten können), sie dann dort
warten und warten und warten und mangels Kenntnissen über
andere Futter- und Jagdgebiete abmagern, dadurch geschwächt
sind und sterben.

Dem ist ganz und gar nicht so. Es sei denn, es handelt sich um sehr kleine Jungtiere, die von ihrer Mutter nicht das Wesentliche beigebracht bekommen haben. Aber der Jagdinstinkt ist glücklicherweise nicht abhanden kommen in all den Jahren, die Katze und Mensch nun schon miteinander teilen, auf welche Art auch immer.

Außerdem kann ich mir auch vorstellen das es im Winter viel
schwerer ist was zu Fressen zu finden.

In der Stadt nicht zwangsläufig. Die Ratten und Mäuse leben ja auch im Warmen, sodass sie sich genauso unkontrolliert vermehren, egal was für ein Wetter ist. Auf dem flachen Land sieht die Welt, wie ich schon sagte, natürlich anders aus. Komischerweise gibt es da kaum eine Katzenplage.

Wenn im Sommer der Müll
lecker duftete und die Katzen schon vom Geruch her was
fressbares fanden (bei dem vielen Berliner Müll und unserer
Wegwerfgesellschaft, brauchen die doch nichtmal Viecher jagen
um satt zu werden), so wird das im Winter durch die Kälte
unterbunden… friert vielleicht noch ein, dann ist es gar
nicht mehr fressbar.

Ich möchte DIE Katze sehen, die sich an Müll heranmacht…

Und die Katzen sind ja meist noch scheu,
also werden bestimmt nicht beim Weihnachtsmarkt warten bis
jemandem n bissi Wurst oder Stulle runterfällt (wie die Tauben
und Spatzen).
Natürliche Beutetiere ziehen sich im Winter auch zurück, oder
verschwinden ganz.

Nicht in der Stadt (siehe oben). Und wenn das stimmte, wovon ernähren sich dann Landkatzen???

Ne Katze kann zwar jagen, allerdings muss sie auch wissen wo.

Glaube mir, das weiß sie!

Ne Katze die ständig gefüttert wird, braucht sich deswegen
aber keinen Kopp machen.

Nö, ist ja auch bequemer so. Trotzdem bin ich überzeugt davon (eigentlich weiß ich es), dass sie in der Lage ist, sich selbst zu versorgen, sollte diese Fütterung einmal nicht stattfinden.

Sind aber alles Mutmaßungen :wink:
Ich weiß es ja nicht wie schwer/leicht es für Katzen in Berlin
im Winter ist, ohne irgendeine absichtliche Zufütterung.

Eigentlich leichter, als für eine Landkatze.

Aber sonst stimme ich dir zu.

:wink:

Finde sowas, was da manche Omis machen auch nicht in Ordnung.

Leid taten se mir trotzdem, haben halt son großes Herz.

Ja, in der Tat. Doch das ist dann auch schon alles.

Viele liebe Grüße
Jana