Pfefferspray gegen Hunde?

Hallo, vielleicht hat hier jemand Erfahrung, ob Pfefferspray ausreicht, um Hunde abzuwehren.

Heute nachmittag war es nämlich mal wieder soweit, als ich friedlich durch Wald und Feld spazieren wollte, tauchten 300 m vor mir in der Nähe eines Aussiedlerhofes zwei Hunde auf, davon einer ein Rottweiler, die anfingen zu bellen und in meine Richtung zu laufen, so daß ich es vorzog, auf dem Absatz kehrt zu machen und unauffällig wieder den Weg zurückzugehen, wo ich hergekommen war. Die sind dann wieder abgezogen, vielleicht waren sie zu faul, den Berg rauf zu mir zu laufen, und ich hatte auch genug Zeit, mir einen passenden Baum auszusuchen.

Nur finde ich das überhaupt nicht lustig, wenn Hunde bestimmen, wo ich hingehe, und jetzt muß was geschehen, weil sowas immer wieder vorkommt.

Deshalb meine Überlegung mit dem Pfefferspray. Der Anbieter schreibt, es wehre sogar Kampfhunde ab, was ich kaum glauben kann.

Was meinen die Experten hier?

Vielen Dank für Eure Meinung und ein schönes Wochenende

Herbert

Hallo Herbert,

Hallo, vielleicht hat hier jemand Erfahrung, ob Pfefferspray
ausreicht, um Hunde abzuwehren.

Es reicht durchaus aus; allerdings nur, um den Hund so verrückt zu machen, daß er Dich erst recht anfällt (wenn er es denn überhaupt vorhatte) und Dir noch mehr tut. Und wenn der Wind ungünstig steht, dann kriegst Du das Zeugs womöglich selbst in die Augen - das ist nicht gerade angenehm…

Heute nachmittag war es nämlich mal wieder soweit, als ich
friedlich durch Wald und Feld spazieren wollte, tauchten 300 m
vor mir in der Nähe eines Aussiedlerhofes zwei Hunde auf,
davon einer ein Rottweiler, die anfingen zu bellen und in
meine Richtung zu laufen, so daß ich es vorzog, auf dem Absatz
kehrt zu machen und unauffällig wieder den Weg zurückzugehen,
wo ich hergekommen war.

Zwei Worte fielen mir hier auf: ‚Aussiedlerdorf‘ und ‚Rottweiler‘. Nach Deiner Vorstellung ist also jeder Rotti, der in einem Aussiedlerdorf lebt, eine reißende Bestie… Verstehe ich das richtig? Meinst Du nicht, daß Du da ein wenig überreagiert hast?

Himmelherrschaftszeiten! Was hast Du denn erwartet? Daß Dich die Hunde verfolgen und in Einzelteile zerlegen?!

Die sind dann wieder abgezogen,
vielleicht waren sie zu faul, den Berg rauf zu mir zu laufen,
Nur finde ich das überhaupt nicht lustig, wenn Hunde
bestimmen, wo ich hingehe,

Stichwort ‚Revier‘ wäre hier vielleicht anzubringen. Du bist Dir auch wirklich sicher, daß Du nicht auf einem privaten Gelände warst, ja?

und jetzt muß was geschehen, weil
sowas immer wieder vorkommt.

Das kann bei jedem Tier passieren; ich finde es allerdings nicht OK, wenn jeder Hund automatisch zur Bestie gemacht wird.

Deshalb meine Überlegung mit dem Pfefferspray. Der Anbieter
schreibt, es wehre sogar Kampfhunde ab, was ich kaum glauben
kann.

Ich habe schon einmal etwas dazu geschrieben; hier ein Auszug:

_da ich mit „bösen zähnefletschenden Kampfmonstern“ aufgewachsen bin, will ich Deine Ausführungen zwar nicht unbedingt kommentieren, verstehe aber völlig, daß Du Dich vor Hunde-Attacken schützen willst. Außerdem ist nicht jeder „Kampfhund“ eine blutrünstige Bestie.

Es gibt tatsächlich einige - durchaus wirkungsvolle - Methoden, um einen sogenannten Kampfhund (und auch jeden anderen) im Notfall lahmzulegen.

  1. Der allgemein gebräuchliche Vorschlag, keine Angst zu zeigen, hat durchaus seinen Sinn. Ein Hund - egal welcher „Marke“ - ist ein Rudeltier und im Rudel gibt es gewisse Strukturen. Knurren und bellen wirst Du wohl kaum, aber wenn Du Dich vor dem Hund aufbaust, ihm in die Augen guckst und ihn anbrüllst, hat es meistens seine Wirkung.

Es hat nicht das Geringste mit „warum soll ich mich nach dem Hund richten?!“ zu tun! In einem solchen Moment mußt Du halt knallhart sein normales Rudelverhalten ausnutzen.

  1. Eine Waffe würde Dir in Falle eines Falles nicht viel nützen bzw. Dir im allgemeinen lediglich Ärger in Form einer Strafanzeige wegen unbefugten Waffenbesitzes einbringen.

Selbst wenn Du eine Waffenkarte besitzt und mehr oder weniger regelmäßig schießt, darfst Du nicht vergessen, daß so ein Angriff eine Ausnahmesituation ist, in der man/frau erst einmal etwas verdutzt ist. Außerdem: wer geht mit einer Knarre joggen???!!! Ich selbst schieße ziemlich gut, kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, innerhalb von Sekunden(bruchteilen) die Waffe zu ziehen, zu entsichern und so treffsicher zu zielen, daß ich den Hund unschädlich machen kann, bevor er mir größeren Schaden zufügt. Da ist der gezielte Schlag an’s Ohr schon wesentlich nützlicher.

Und glaub gar nicht, daß sich so ein tobender Hund von einem Schuß ins Bein ablenken läßt: den spürt er gar nicht. Bestes Beispiel: Als vor einigen Monaten ein Junge in Hamburg von zwei Kampfhunden angefallen und getötet wurde, brauchten die Polizisten fast 20 (zwanzig) Schuß!!!, um die Hunde außer Gefecht zu setzen.

CS-Gas dürfte auch nicht sonderlich viel bringen, außer den Hund noch wütender zu machen._

Wie Du gelesen hast, habe ich in dem Artikel einen Schlag auf’s Ohr erwähnt. Das ist eine der wenigen Möglichkeiten einen tobenden Hund - das ist nur für den Notfall gedacht!!! - zu stoppen. Durch einen Schlag auf’s Ohr verliert der Hund kurzristig den Orientierungssinn.

Laß bitte in Deinem eigenen Interesse die Hände von Pfefferspray; einen tobenden Stafford oder einen wütenden Rotti kannst Du damit nicht stoppen.

Beste Grüße & auch Dir ein schönes WE

Tessa

Hi Herbert,

bevor du hier über Pfefferspray oder ähnlichen Krams nachdenkst, solltest du vielleicht erst einmal an deiner Einstellung zu Hunden arbeiten. Die Hofhunde, durch deren Höfe ein Sparzierweg führt, sind in der Regel an Fremde gewöhnt und tun auch nix. Erst wenn der Hof komplett eingezäunt ist und ein Schild ‚Bissiger Hund‘ dort hängt, solltest du einen Umweg in Betracht ziehen. Von daher sind es nicht die Hunde, die deinen Weg bestimmen, sondern deine woher auch immer stammenden Ängste. Und eines kann ich dir garantieren - ein Hund, den du mit Pfefferspray ansprühst, wird dich (meiner Meinung nach auch zurecht) ziemlich sicher beißen.

Grüßle
Frank K.

Hi Frank,

bevor du hier über Pfefferspray oder ähnlichen Krams
nachdenkst, solltest du vielleicht erst einmal an deiner
Einstellung zu Hunden arbeiten.

Da bin ich aber extrem anderer Meinung! Freilaufende Hunde haben nichts im Wald oder auf Feldwegen zu suchen. Leider ist nicht immer ein Jäger oder Förster zur Stelle.

Die Hofhunde, durch deren Höfe
ein Sparzierweg führt, sind in der Regel an Fremde gewöhnt und
tun auch nix.

Woher weiß man als Spaziergänger, daß heute nicht die Regel verletzt wird?

Erst wenn der Hof komplett eingezäunt ist und
ein Schild ‚Bissiger Hund‘ dort hängt, solltest du einen Umweg
in Betracht ziehen.

Dann ergibt sich ja auch nicht das beschriebene Problem.

Von daher sind es nicht die Hunde, die
deinen Weg bestimmen, sondern deine woher auch immer
stammenden Ängste.

Entsprechende Ängste entwickeln sich schnell. Ich lasse auch keinen kläffenden Hund ohne Leine mehr auf mich zu rennen, obwohl ich schlimmeren Verletzungen bisher mit guter Reaktionsfähigkeit entgehen konnte. Lieber der Hund hat eine Verletzung als ich.

Die Hunde können in der Regel nichts dafür, daß sie zu meinem Feindbild wurden. Aber jeder Hundebesitzer, der seine Tierchen ohne Sicherung herumlaufen läßt, sollt umgehend das Recht entzogen bekommen Hunde zu halten.

Ciao

Uwe

Hallo, vielleicht hat hier jemand Erfahrung, ob Pfefferspray
ausreicht, um Hunde abzuwehren.

Wie schon beschrieben, wenn der Wind ungünstig steht, trifft es Dich und nicht den Hund.

Heute nachmittag war es nämlich mal wieder soweit, als ich
friedlich durch Wald und Feld spazieren wollte, tauchten 300 m
vor mir in der Nähe eines Aussiedlerhofes zwei Hunde auf,
davon einer ein Rottweiler, die anfingen zu bellen und in
meine Richtung zu laufen, so daß ich es vorzog, auf dem Absatz
kehrt zu machen und unauffällig wieder den Weg zurückzugehen,
wo ich hergekommen war. Die sind dann wieder abgezogen,
vielleicht waren sie zu faul, den Berg rauf zu mir zu laufen,

Ich denke mal, dass Du in das Eigentum des Aussiedlerhofes eingedrungen bist und die Hunde den Besitz „verteidigt“ haben, dass würde erklären, dass sie abliessen, nachdem Du Dich umdrehtest und weggings.

und ich hatte auch genug Zeit, mir einen passenden Baum
auszusuchen.

Blödsinn, meistens ist kein Baum da, wo Du rauf kommst und wie lange möchtest Du dort oben bleiben *lach*. Die Hunde haben mit Sicherheit mehr geduld als du *smile*.

Nur finde ich das überhaupt nicht lustig, wenn Hunde
bestimmen, wo ich hingehe, und jetzt muß was geschehen, weil
sowas immer wieder vorkommt.

Der Eigentümer des Aussiedlerhofes findet es bestimmt auch nicht lustig, wenn jemand auf seinem Grundstück herumläuft.
Und was soll den Deiner Meinung nach geschehen ?? Wieder eine Hetzkampange auf Hunde ?? oder ist es schwierig mit einander zu leben und umzugehen ?
Da haben wir dann wieder die Sache mit der Toleranz - jeder will sie für sich - nur bei der Ausübung hapert es dann !! Ist ein Miteinander nicht mehr möglich in der heutigen Zeit ??
Also mal an die eigene Nase fassen und die Einstellung des Miteinanders überprüfen.

Deshalb meine Überlegung mit dem Pfefferspray. Der Anbieter
schreibt, es wehre sogar Kampfhunde ab, was ich kaum glauben
kann.

Richtig, darauf würde ich mich auch nicht verlassen und überlege schon mal, was passiert, wenn Du einen unbeteilgten einen Schaden damit zufügst - eine Anzeige ist Dir so oder so sicher.

Gruss BelRia

Hallo Uwe,

Da bin ich aber extrem anderer Meinung! Freilaufende Hunde
haben nichts im Wald oder auf Feldwegen zu suchen. Leider ist
nicht immer ein Jäger oder Förster zur Stelle.

Und was soll der Jäger machen - wahllos herumschiessen ?? Ein Jäger darf auf Hunde schiessen im Wald , wenn sie jagen oder streunen, nicht wenn sie neben dem Halter herlaufen und ein gut erzogener Hund darf auch in Wald und Feld ohne Leine laufen.

Die Hofhunde, durch deren Höfe
ein Sparzierweg führt, sind in der Regel an Fremde gewöhnt und
tun auch nix.

Woher weiß man als Spaziergänger, daß heute nicht die Regel
verletzt wird?

In dem Du Dich von Besitzgründen fernhälst. Du möchtest auch nicht, dass Fremde durch Deinen Gemüsegarten trampeln - oder ??

Von daher sind es nicht die Hunde, die
deinen Weg bestimmen, sondern deine woher auch immer
stammenden Ängste.

Entsprechende Ängste entwickeln sich schnell. Ich lasse auch
keinen kläffenden Hund ohne Leine mehr auf mich zu rennen,
obwohl ich schlimmeren Verletzungen bisher mit guter
Reaktionsfähigkeit entgehen konnte. Lieber der Hund hat eine
Verletzung als ich.

Wow wie mutig. Ist es schwierig einfach stehen zubleiben und abzuwarten ?? - Nein, man muss ausholen und nach dem Hund treten und sich dann wundern, wenn der Hund die Frechheit besitz sich zu wehren. Huhu Uwe - wie war das mit der Toleranz der Mitmenschen zum Geschöpf Hund ??

Die Hunde können in der Regel nichts dafür, daß sie zu meinem
Feindbild wurden. Aber jeder Hundebesitzer, der seine Tierchen
ohne Sicherung herumlaufen läßt,

An welche Sicherung denkst Du da - Kette an den Beinen - Maulkorb, natürlich schwer genug um den Kopf zu heben - Leine ein Leben lang - toll. Damit machst Du aus jedem netten, lieben Hund ein nervöses Bündel.
Jeder Hund hat das recht, sich auch mal austoben zu können und wenn es so nicht mehr geht, müssen Plätze dafür geschaffen werden. Denn es lebt sich sehr gut von der Hundesteuer, die nicht für Hunde ausgegeben wird, sondern in das allgemeine Stadtsäckel fliesst, wo dann jeder Bürger etwas von hat.

sollt umgehend das Recht entzogen bekommen Hunde zu halten.

Übertreib mal nicht Uwe. Was meinst Du, was den Städten damit Einnahmen entgehen. Mal abgesehen, von der Futterindustrie - Gewerbesteuereinnahmen und nicht zu vergessen die Arbeitsplätze usw.

Gruss BelRia

Ciao

Uwe

Hallo,

ich habe einmal folgendes erlebt: An der Talstation eines Skilifts (tut eigentlich nix zur Sache) kam ein Hund auf uns (eine Gruppe von Skiläufern) zu und fing an, mit uns zu spielen. Irgendwann wurde sein Spiel immer wilder, er fing an, an den Ärmeln eines Skianzuges zu zerren, so dass die Gefahr eines Schadens bestand.

Die betroffene Skiläuferin (keine Hundeerfahrung) war ziemlich hilflos. Ich (viel Hundeerfahrung) sagte daraufhin zu dem Hund in barschem Ton: „AB MIT DIR! AAAUUUUF DEINEN PLATZ, AAABER MARSCH!!!“ Der Hund sah mich mit großen Augen an, drehte sich um und verschwand.

So macht man das, und nicht mit Pfefferspray.

Und wenn das nix hilft, hilft auch Pfefferspray nix. Wirklich aggressive Hunde (und die sind ziemlich selten) lassen sich durch fast nichts stoppen.

Weglaufen ist übrigens die fast sicherste Methode, um einen Hund zum Hinterherjagen zu animieren. Besser ganz gelassen und ruhig weggehen.

Und dann gäbe es jetzt noch eine Menge zu sagen, wann man besser dominant auftritt und wann besser nicht, aber dazu muss man die Körpersprache von Hunden gut kennen und ein Abwehrdrohen von einem Angriffsdrohen unterscheiden können …

Grüße
Sebastian

Hallo Uwe,

Da bin ich aber extrem anderer Meinung!

Das ist Dein gutes Recht.

Freilaufende Hunde
haben nichts im Wald oder auf Feldwegen zu suchen. Leider ist
nicht immer ein Jäger oder Förster zur Stelle.

Ach tatsächlich? Unsere Pferde und Hunde waren auf unseren Wald- und Feldwegen immer freilaufend unterwegs. Der Jäger, der eines meiner Tiere abgeknallt hätte, hätte ein Problem - ein sehr großes Problem - mit mir bekommen.

Woher weiß man als Spaziergänger, daß heute nicht die Regel
verletzt wird?

Ein Spaziergänger kann sich auch informieren.

Entsprechende Ängste entwickeln sich schnell.

Ja sicher, durch die Panikmache, die seit der m. E. idiotischen Kampfhundverordnung betrieben wird.

Ich lasse auch
keinen kläffenden Hund ohne Leine mehr auf mich zu rennen,
obwohl ich schlimmeren Verletzungen bisher mit guter
Reaktionsfähigkeit entgehen konnte.

Woher willst Du wissen, daß Dir der Hund schlimmere - Moment mal: wenn ich Dich richtig verstanden habe, ist Dir bisher nichts!!! passiert - Verletzungen zugefügt hätte?

Auf den Baum klettern? Schreiend wegrennen? Wenn Du das ‚Reaktionsfähigkeit‘ nennst - ich nenne so etwas ‚Hysterie‘ bzw. ‚das falscheste Verhalten, das man an den Tag legen kann‘.

Lieber der Hund hat eine
Verletzung als ich.

Wenn Du einen Hund, der Dir nichts getan hat (auch wenn er Dich anknurrt), verletzt oder gar tötest, bist Du strafrechtlich dran.

Die Hunde können in der Regel nichts dafür, daß sie zu meinem
Feindbild wurden.

Das ist wohl wahr.

Aber jeder Hundebesitzer, der seine Tierchen
ohne Sicherung herumlaufen läßt, sollt umgehend das Recht
entzogen bekommen Hunde zu halten.

Nu halt mal die Luft an! Du tust ja geradezu so, als ob jeder Hundehalter die Tiere nach Zuhältermanier abrichten würde! Du bist hysterisch.

Beste Grüße

Tessa

Danke Sebastian!
Vielleicht ist das Wort eines Mannes wirksamer. *lach*

Offenbar versteht man hier nicht, daß bei einem Hund nur die Anwendung der Prinzipien des Rudelverhaltens und nicht die Bohne die des Pfeffersprays wirkt.

Beste Grüße

Tessa
*auchvielhundeerfahrung*

Bin wohl im falschen Forum gelandet …
Bitte nicht so aufregen. Ich habe nichts gegen Hunde! Und ich bin kein Eindringling.

Aber warum unterstellt ihr mir hier Sachen, die ich nicht gesagt habe:

>>Ich denke mal, dass Du in das Eigentum des Aussiedlerhofes eingedrungen bist und die Hunde den Besitz „verteidigt“ haben,

>>Du bist Dir auch wirklich sicher, daß Du nicht auf einem privaten Gelände warst, ja?

>>Du möchtest auch nicht, dass Fremde durch Deinen Gemüsegarten trampeln - oder ??

Das stimmt doch alles gar nicht!

Ich bin doch nur ganz harmlos auf einem öffentlichen geteerten Feldweg lang spaziert, den irgendwelche gedankenlosen Straßenbauer halt in nur zwei Meter Entfernung an eine Bauernhof vorbeigebaut haben.

WEnn ihr mir hier empfiehlt, einen Bogen um solche Grundstücke zu machen, nun gut, das habe ich mit meinem Rückzug gemacht. Ich kann doch nicht jedesmal, wenn da ein HOf ist, einen großen Bogen über die Äcker machen.

Aber wie ihr Angeber da auf eine Art Schäferhund und einen Rottweiler zugeht, die euch anbellen, und denen mutig in die Augen guckt, das hätte ich zu gerne mal gesehen :smile:

Also nochmal ganz deutlich, ich habe nichts gegen Hunde, ich bin nur ab und zu mal angenervt, wenn ich zu Fuß oder mit dem Fahrrad nicht da lang gehen kann, wo ich eigentlich wollte.

Und heute war es ein bißchen viel, Umweg, dadurch zu spät am Treffpunkt Parkplatz, meine Frau fährt nach langem warten wieder weg, ich sehe von weitem nur noch ihre Rücklichter, Abkürzung durch Maisfeld, Distelgestrüpp, 2 Meter Wassergraben überwinden, das war schon eine Zumutung.

DEshalb überlege ich, wie kann ich in Zukunft zuversichtlich auf den Hund zugehen, ihm in die Augen blicken, mich freuen, dass er mich in Ruhe lässt, aber gleichzeitig sicher sein, dass wenn er aggressiv wird, ich wenigstens eine Chance habe, mich wehren zu können.

Herbert

Nein, das nicht …
… aber hier prallen immer die Einstellungen der Hundefreunde und -kenner und die der Nicht-Hundefreunde und der Hunde-Genervten (und deswegen bei Weitem nicht immer Hunde gegner ) aufeinander. Wenn sich jeder mal in die Rolle des/der Anderen hineinversetzen würde, wäre vieles sehr viel leichter.

Natürlich sollten Hundebesitzer ihre Hunde immer unter Kontrolle haben, entweder durch Erziehung, durch eine Leine bzw. durch einen Zaun und ein Tor. Hunde, die einfach frei herumlaufen und Menschen belästigen und/oder ängstigen (oder gar angreifen), sind ein Ärgernis für alle, auch für verantwortungsbewusste Hundehalter, da so etwas immer wieder allgemein Stimmung gegen Hunde macht.

Wir achten streng darauf, dass unsere Hunde (2 Deutsche Doggen) niemandem nachrennen, niemanden anspringen oder sonstwie belästigen, obwohl die nun wirklich Seelchen und absolut friedlich sind. Das Schlimmste, was einem passieren kann, ist eine „Gesichtswäsche“ mit der Zunge unseres Rüden, aber das mag halt auch nicht jeder *g*. Wenn Jogger oder Radfahrer kommen, halten wir die Hunde erkennbar am Halsband fest und gehen auf die Seite, damit die Leute angstfrei vorbei können, dafür bedanken sich übrigens die meisten oder grüßen zumindest freundlich.

Ich finde es auch als Hundeliebhaber und -halter und -kenner nicht angenehm, wenn ein fremder Hund auf mich zurast und ich noch nicht einschätzen kann, was er vorhat. Es gibt natürlich aggressive Hunde, und es kann sein, dass ein solcher Hund tatsächlich angreift, auch wenn das selten wirklich passiert.

Wenn die Hunde regelmäßig auf den öffentlichen Weg hinauslaufen und Du da häufiger vorbei musst, würde ich den Besitzer mal ansprechen und fragen, ob seine Hunde friedlich sind, ggf. mal mit den Hunden in Kontakt treten, dann kennen sie Dich und rennen allenfalls zur Begrüßung auf Dich zu (Leckerli bereithalten, das macht Freu(n)de). Falls sie sich als nicht friedlich erweisen, kannst Du den Besitzer mit Fug und Recht auffordern, seine Hunde unter Kontrolle zu halten, das wäre dann auch im Interesse anderer „Vorbeigänger“, insbesondere von Kindern.

Komisch, in Frankreich gibt es auch Hunde und auch Nicht-Hundefreunde, aber dort geht das alles viel gelassener vor sich, wenn sich dort jemand richtig aufregt … ist es ein deutscher Tourist (gehen an den Hundestrand und regen sich über die vielen Hunde auf, ist wirklich passiert).

Grüße
Sebastian

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Jedes Mal dieselbe Diskussion…
Hallo zum dritten,

Bitte nicht so aufregen.

Ich rege mich nicht auf.

Aber warum unterstellt ihr mir hier Sachen, die ich nicht
gesagt habe:

Das waren keine Unterstellungen, Uwe, das waren Fragen.

Aber wie ihr Angeber da auf eine Art Schäferhund und einen
Rottweiler zugeht, die euch anbellen, und denen mutig in die
Augen guckt, das hätte ich zu gerne mal gesehen :smile:

Darüber gibt es leider kein Foto-Material. Allerdings darf ich Dir versichern, daß ich mit Hunden aufgewachsen bin und sehr wohl weiß, wie ich einen Hund unter Kontrolle kriege. Stehenzubleiben, dem Hund in die Augen zu schauen und ihn anzubrüllen auch auch nicht schwer. Man muß nur wissen, daß man just das tun sollte.

Also nochmal ganz deutlich, ich habe nichts gegen Hunde,

Das hat Dir auch keiner unterstellt.

Und heute war es ein bißchen viel, Umweg, dadurch zu spät am
Treffpunkt Parkplatz, meine Frau fährt nach langem warten
wieder weg, ich sehe von weitem nur noch ihre Rücklichter,
Abkürzung durch Maisfeld, Distelgestrüpp, 2 Meter Wassergraben
überwinden, das war schon eine Zumutung.

Sorry, aber: was zum Henker kann der Hund dafür, daß Du Zoff mit Deiner Alten hast???!!!

DEshalb überlege ich, wie kann ich in Zukunft zuversichtlich
auf den Hund zugehen, ihm in die Augen blicken, mich freuen,
dass er mich in Ruhe lässt, aber gleichzeitig sicher sein,
dass wenn er aggressiv wird, ich wenigstens eine Chance habe,
mich wehren zu können.

Bevor Du darüber nachdenkst, versöhn’ Dich mal mit Deiner Liebsten.

Beste Grüße

Ressa

Hi Tessa,

Offenbar versteht man hier nicht, daß bei einem Hund nur die
Anwendung der Prinzipien des Rudelverhaltens und nicht die
Bohne die des Pfeffersprays wirkt.

Das Problem ist, dass man für die realistische Einschätzung einer solchen Situation einiges an Erfahrung und Wissen braucht, und das hat nun mal ein Nicht-Hundeliebhaber nicht, und man kann das ja auch gar nicht verlangen.

Jede Situation ist anders, und wenn ich bei einem Hund, der sowieso schon Abwehrdrohen zeigt, auch noch dominant auftrete, ihm in die Augen starre und ihn anfranze, dann geht’s erst richtig los. Da wäre dann wegschauen bzw. am Hund vorbeischauen und zurückziehen angesagt.

Aber, wie gesagt, dass muss man alles erstmal erkennen und wissen bzw. vermuten können, was in dem Hund gerade vor sich geht.

Die richtige Lösung ist IMHO schon die, dass die Hundehalter ihre Hunde so unter Kontrolle haben, dass niemand gefährdet oder mehr als nach den Umständen unvermeidbar belästigt oder behindert wird. (Kennen wir doch irgendwoher, die Formulierung …).

Grüße
Sebastian

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stehenbleiben.

Hallo Sebastian,

vielen Dank für Deine sachliche Antwort. (Was für ein Kontrast zu Tessas wütendem Geschreie)

Mit begegnen viele Hundebesitzer, die sich ebenso verantwortungsbewußt verhalten wie Du, und die von mir auch immer ein „Dankeschön“ beim Vorbeifahren bekommen.

Was Du über Frankreich sagst, kenne ich ähnlich. Ich habe mehrere Jahre in Australien gewohnt, wo es viel mehr Hunde gibt als hier. 90 Prozent der Hunde ignorieren Dich dort, wenn Du vorbeigehst oder mit dem Fahrrad vorbeifährst.

Wodran das wohl liegt, frage ich mich? Nun leben dort die Leute auch viel entspannter als hier, vielleicht wirkt sich das ja auch auf das Verhalten der Hunde aus :smile:

Viele Grüße
Herbert

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Hallo Tessa,

…dem Hund in die Augen zu schauen und ihn
anzubrüllen auch auch nicht schwer. Man muß nur wissen, daß
man just das tun sollte.

bist du dir dessen sicher?
Mir hat ein Ausbilder geraten, einem Hund niemals in die Augen zu schauen, da dieses einen Angriff geradezu provozieren würde.

Liebe Grüße

Userine

Moin Tessa
Ich würde das mal gerne sehen- wie Du einem (evtl. agressiven) Hund in die Augen schaust und ihn damit direkt herausforderst. Es soll Töffen geben, die dann erst recht sauer werden. Und dann ist das wieder ein böser Kampfhund, dabei hat er nur eine Herausforderung angenommen.
Wenn das bei Dir bisher gut gegangen ist- Glück gehabt. Könnte Dich aber mal verlassen.

Gruß

Weikko

Nachfrage zur Wirkungsweise
Hallo Sebastian,

zur Wirkung von Pfefferspray bei Hunden hätte ich noch Infobedarf:
Bei einem Bekannten gehört Pfefferspray zur dienstlichen Ausrüstung für den Notfall. Den Umgang damit üben sie mit Kollegen, die sich dafür freiwillig zur Verfügung stellen. Nach deren Aussage sind sie schlagartig blind, wenn sie Pfefferspray abbekommen. Einzige Ausnahme sind extrem alkoholisierte und unter Drogeneinfluss stehende Personen.

Wie ist das bei Hunden?
Mein Bekannter sagte, dass es auch bei Hunden so wirkt. Stimmt das?

Ciao,
Thomas

Hai, Thomas,

Wie ist das bei Hunden?
Mein Bekannter sagte, dass es auch bei Hunden so wirkt. Stimmt
das?

Im Prinzip: ja; der wesentliche Unterschied liegt in der Reaktion auf dieses plötzliche „Erblinden“ und vor allem den damit verbundenen Schmerz - ein Mensch zieht sich in der Regel erstmal zurück, um sich auszuheulen (es sei denn, er ist durch Alkohol oder Drogen beeinflußt) - die gewünschte Wirkung ist erzielt. Ein Hund wird eher panisch-aggresiv reagieren - und so wild wie nur irgend möglich um sich beissen um sich gegen den den vermeintlichen stärkeren Angreifer zu wehren - Ziel verfehlt. Erst recht, wenn das Tier zu den armen Viechern gehört, die falsch oder gar nicht sozialisiert wurden und womöglich noch züchterisch an den Instinkten „gefeilt“ wurde, wie es bei einigen Zuchtlinien sogenannter Kampfhunde der Fall ist. Diesen Tieren steht das Verhaltensmuster „Ich gebe auf“ nicht zur Verfügung - sie wissen einfach nicht, wie man aufgibt und kämpfen bis zum Ende, ihres oder das des „Gegners“. Die Folge davon ist, daß Pfefferspray in der Regel nur bei den Hunden funktioniert, die man auch mit böse Kucken unter Kontrolle halten kann - je gefährlicher das Tier ist, desto weniger nützlich ist Pfefferspray

Gruß
Sibylle

Hai, Herbert,

Hallo, vielleicht hat hier jemand Erfahrung, ob Pfefferspray
ausreicht, um Hunde abzuwehren.

Das Pfefferspray eigentlich eine blöde Idee ist, wurde hier ja schon geschrieben…

Dir persönlich würde es helfen, wenigstens ein paar Grundlagen der Hundephysiognomie zu erlernen (nein, nein, Du brauchst kein 5-jähriges Studium der Hunde-Psychologie zu absolvieren :wink: ), jedesmal wegrennen, wenn ein Hund auf Dich zukommt, verstärkt nur allmählich Deine Angst, mal ganz davon abgesehen, daß Du Dich mit wegrennen den meisten Hunden als Jagd-Übungs-Objekt anbietest (das, glaube ich, entspricht nicht ganz Deinem Ziel :wink: ), was, selbst, wenn der Hund die ganze Zeit im „Spiel-Modus“ bleibt, also tatsächlich nichts tun würde, für jemand mit fehlender Hunde-Erfahrung schon gruselig sein kann.
Also: was macht der Hund für ein Gesicht?
Alles ist locker, Zunge, Lefzen, Ohren, alles schlackert und baumelt herum, Maul halb offen, Mudwinkel leicht zurückgezogen, er kuckt Dich mit großen Augen an - keine Panik der Hund ist freundlich, will nur mal kucken, ‚Tag sagen, ein Leckerli abstauben…wende Dich dem Tier zu, lächel es an, sprich mit ihm.
Das Gesicht ist angespannt, Stirn und/oder Nase gekraust, die Zunge ist Maul, der Hund starrt, Augenbrauen sind angespannt, der Kopf leicht bis sehr gesenkt - da ist jemand nicht sonderlich gut drauf; nicht umdrehen und wegrennen - dem Hund zugewendet, langsam den Rückzug antreten.
Wie sieht das Fell des Hundes aus?
Alles angelegt, der Hund sieht eben aus, wie ein Hund so aussieht - kein Grund zur Aufregung.
Das Tier hat Kamm und Bürste aufgestellt (das sieht dann aus, als hätte der Hund über den Schultern und über dem Hintern Beulen oder Buckel) - das ist ein Zeichen erhöhter Aggression, aus Angst oder aus Wut; Rückzug antreten.
Was macht der Schwanz?
Wedeln heißt sich freuen - je wilder wedel, desto freu; keine Panik.
Vorsicht ist angeraten, bei Hunden, die den Schwanz zwischen die Beine geklemmt haben aber nicht flüchten. Allgemein ist das ein Zeichen von Angst, in Verbindung mit Drohverhalten (Nase krausen, starr kucken), könnte es sich um einen Angstbeisser handeln - dreh‘ dem Tier nicht den Rücken zu bis Du Abstand hast (nicht umdrehen und weglaufen, sondern zugewandt vorbeigehen), dann ist gut.
Was macht der Hund für Geräusche?
Knurren - ist immer eine Drohung; zieh Dich zurück.
Beim Bellen ist es schon schwieriger. Da reicht die Bedeutung von „Los, komm, spiel mit mir“, gerne in einer höheren Tonlage in Verbindung mit einer Verbeugung (Vorderläufe werden flach auf den Boden gepackt, der Hintern steht in der Luft) aber eben nicht immer, über „Ich bin so gefährlich, ich zerreiß Dich in der Luft, mit auf den Rücken gebundenen Pfoten“, gerne von kleinen Hunden benutzt, in der Hoffnung, Dich so einzuschüchtern, daß Du es gar nicht erst probierst (Faustregel:je kleiner der Hund, desto größer das WauWau) aber eben nicht immer, bis hin zu einer tatsächlichen Warnung, daß gebissen wird, wenn Du Dich nicht zurückziehst, aber eben nicht immer. Manche Hunde bellen auch einfach nur so vor sich hin…

Wenn Du Dir angewöhnst, hinzusehen, wirst Du ziemlich schnell lernen, einen Hund halbwegs richtig einzuschätzen und damit Sicherheit gewinnen. Auf jeden Fall solltest Du niemals die Opferhaltung gegenüber einem Tier einnehmen (z.B. durch wegrennen) - DU bist der Stärkere, drück das durch Deine Körperhaltung aus und Du brauchst kein Pfefferspray (das, wie erwähnt, sowieso nicht nützlich ist).

Gruß
Sibylle