Hunde Anti-Angst-Trainig und richtiges Verhalten

Hallo!

Weiß jemamd ob es sowas wie Trainings gegen Angst vorHunden gibt?

Der Hintergrund ist das ich vor allen Hunden deren Schulterhöhe
größer 20cm ist ziemlich Schiss habe.

Das wird auch leider nicht durch das Verhalten vieler Hundehalter verbessert die Ihren Hund ohne Leine, im Wald, laufenlassen.

Was ich im diesem Zusammenhang überhaupt nicht mehr abkann,
sind Sprüche wie „Der macht ja nicht“ und „Das ist ein ganz Lieber“.

Es ist den Leuten nicht klar das es Personen wie mich gibt die Angst vor Hunden haben und es auch nicht förderlich, für mich, ist wenn so ein ?30-50?kg Brocken ohne Leine im Wald auf mich zukommt.

Naja, lange Rede kurzer Sinn, ich würde gerne mehr über das „richtige“ Verhalten gegenüber Hunden lernenum nicht durch unabsichtlich von mir erfolgtes Fehlverhalten zu Schaden zu kommen.
Auch denke ich das mir dann dadurch etwas von meiner Angst genommen werden könnte.

Achso, beim örtlichen Hundeverein hab ich mal diesbezüglich nachgefragt. Die Blicke und Bemerkungen mir gegenüber haben mich veranlasst in den nächsten Spiegel zu schauen um nachzusehen ob mir ein Schwanz oder Hörner gewachsen sind :frowning:

Gruß

Robert

Hallo Robert!

Weiß jemamd ob es sowas wie Trainings gegen Angst vorHunden
gibt?

Leider nicht.
Was man so in Dokumentationen über Angst hört, ist doch meißt folgendes: Es ist unangenehm aber eigentlich kann man nur Fortschritte erzielen, wenn man sich dem Problem stellt. Also: aus dem Weg gehen hilft nicht. Konfrontation ist angesagt (mehr oder weniger / die Dosierung kann man ja versuchen zu steuern). Man muss sich mit dem Thema befassen. Sehr gut fand ich deinen Ansatz mit dem Hundeverein. Meiner Meinung nach sollte der erste Schritt sein dich über Hunde zu informieren. Gut informiert kann man über den Tellerrand hinaussehen und es hilft zu lernen die Gegenpartei zu verstehen.
Guckst du hier (z.B.): http://www.tsvh.cWinfos/hunde.htm
Die Verschiedenartigkeit der Wesenzüge/Charaktere der verschiedenen Rassen wird dich vielleicht interessieren.

Das wird auch leider nicht durch das Verhalten vieler
Hundehalter verbessert die Ihren Hund ohne Leine, im Wald,
laufenlassen.

Da unsere Familie seit etwa einem viertel Jahr um einen Hund erweitert wurde, wirst du mich als einen der Gegenpartei ansehen. (Hund: 1 Jahr alt / weiblich / Mischling / Schulterhöhe~60cm / bellt nur selten / wenn er gegen Menschen bellt, dann nur gegen ganz bestimmte, wenige Leute / eher ängstlich / sehr aufgeschlossen, was heißt: will zu jedem anderen Hund hin, aber immer aggressionlos / kennt er Hunde von denen er weiß, dass sie aggressiv sind, so macht er einen großen Bogen drumrum / sein Geschäft verrichtet er nur ungern wenn er an der Leine ist, vielleicht hat er ja auch seine Würde?).

Was ich im diesem Zusammenhang überhaupt nicht mehr abkann,
sind Sprüche wie „Der macht ja nicht“ und „Das ist ein ganz
Lieber“.

Es ist den Leuten nicht klar das es Personen wie mich gibt die
Angst vor Hunden haben und es auch nicht förderlich, für mich,
ist wenn so ein ?30-50?kg Brocken ohne Leine im Wald auf mich
zukommt.

Obwohl wir in einem ländlichem Raum im Dorf leben haben wir Ärger mit H u n d e h a s s e r n . Diese begegnen uns mit sehr viel Aggression und Lautstärke. Aus diesem Grund habe ich in letzter Zeit versucht mich über das Thema Pflichten und Rechte von Hundehaltern zu informieren.
„Pflichten“ habe ich zuerst genannt, weil ich bisher keine „Rechte“ gefunden habe. Die Hundesteuer bringt dem Hundehalter überhaupt keine Rechte, ausser dass er zahlen darf.
Auf öffentlichen Wegen muss der Hund angeleint sein.
Welche Wege öffentlich sind und welche nicht hab ich noch nicht so genau herausgefunden. Wahrscheinlich sind alle Wege öffentlich ausser unser Grundstück.
Der Hundebesitzer hat für die Entsorgung des Kots zu sorgen und zwar egal wo er abgesetzt wurde. Bei uns wurde sogar extra formuliert: dies betrifft auch landwirtschaftlich genutzte Flächen (Erdbeerfelder, Apfelplantagen usw.).
Hunde müssen auch mal toben können.
Hunde brauchen neue Gerüche, der Garten reicht dafür nicht. Sonst wird er sich geistig eher zurückentwickeln (das wirst du auf der oben genannten Website lesen können).

Vielleicht bekommst du jetzt sogar ein bischen Mitleid mit uns Hundebesitzern. Wo bleibt denn da noch Platz für das Tier.
Unser Hund ist so groß, dass er am Tag einige Kilometer an Bewegung braucht. Oft machen wir das mit dem Fahrrad. Können wir mal nur spazieren gehen ist ihm das eher zu wenig. Wenn man ihn dann nicht mal von der Leine lassen kann damit er ein paar Sprints hinlegen kann ist das einfach schlecht für das Tier.
Ich weiss noch gar nicht wie wir das im Winter machen sollen.

An die Hundegegner kann man nur appellieren:
Habt ein Herz für Tiere
Habt ein Herz für die Hundehalter.

Ich hoffe dass du deine Ängste irgenwann mal hinter dir lassen kannst.

Gruß
Forrest

Hallo,

ob es solche Kurse gibt, kann ich Dir leider auch nicht sagen.
Ich denke aber, es gibt Wege, an sich und seiner Einstellung den Hunden gegenüber zu arbeiten.

Erstmal muß einem klar sein, das es immer wieder zu Zwischenfällen mit Hunden kommen kann, egal ob man Angst hat oder nicht. In so einem Fall würde es Dir auch nicht helfen, wenn Du Deine Angst bewältigt hast. Das betrifft jene Hunde, die von ihren Haltern falsch gehalten und erzogen werden. Gegen einen agressiven Beisser, bei dem alle Verhaltensregeln nichts nützen, kann auch ein Hundefreund nichts machen, ausser zu hoffen, das schnell Hilfe kommt.

Im allgemeinen gilt aber, das kein Hund von Grund auf Bösartig ist. Hunde haben so ein feines Gespür, die merken, wenn jemand Angst hat und reagieren dementsprechend. Jeder auf die andere Art. Entweder ignorieren sie Dich, sie bellen oder kommen auf Dich zu und machen Dir dadurch noch mehr Angst. Hast Du Deine Angst im Griff oder sogar besser ganz abgeschafft, gehst Du einen Schritt auf den Hund zu, hältst ihm die Hand hin und lässt ihn schnuppern. Ein paar beruhigende Worte in einem ruhigen Ton schaden auch nicht. Das geht aber nur, wenn man seine Angst wirklich bewältigt hat. Ich für meinen Teil habe bis jetzt nur positive Erfahrungen mit Hunden gemacht. Das liegt wohl daran, das ich keine Angst vor Hunden habe und sie mag. Vielleicht merken sie das. Keine Ahnung.

Wie gesagt, arbeite an Deiner Einstellung den Hunden gegenüber. Frage Dich, warum habe ich Angst vor Hunden, aber nicht vor anderen Tieren, wie z.B. Katzen. Falls Du jetzt denkst, weil Hunde bei mir größeren Schaden anrichten können, dann meine ich „normale“ Hunde. Wie gesagt, die agressiven Beisser wirst Du wohl schnell erkennen.
Geh mal auf eine Hundewiese und beschäftige Dich mit den Tieren. Falls einer zu Dir kommt und anfängt zu schnuppern, dann laß ihn ruhig. Beschäftige Dich mit ihm, soweit der Besitzer das zulässt.
Hast Du erstmal Deine Angst abgebaut, dann erübrigt sich die Frage nach dem richtigen Verhalten. Wenn die Hunde Deine Angst nicht mehr riechen, lassen sie Dich vielleicht sogar sowieso in Ruhe.
Bei alldem gehe ich davon aus, das Du Dich mit dem Thema beschäftigst. Deswegen hast Du ja auch hier gepostet.
Wärst Du ein Hundehasser, der in seiner Umgebung keine Hunde duldet, hättest Du nicht nach einer Verhaltenstherapie gefragt.

Ich wünsche Dir viel Glück bei Deinen Bemühungen. Irgendwann merkst Du vielleicht auch, das eigentlich die Hunde die besseren Menschen sind :wink:

Gruß
roland

Richtiges Verhalten
Hallo Robert,

Weiß jemamd ob es sowas wie Trainings gegen Angst vorHunden
gibt?

Nein, leider nicht. Am ehesten Verhaltenstherapie, aber das waere wohl mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Naja, lange Rede kurzer Sinn, ich würde gerne mehr über das
„richtige“ Verhalten gegenüber Hunden lernenum nicht durch
unabsichtlich von mir erfolgtes Fehlverhalten zu Schaden zu
kommen.

Am besten waere es wenn du Freunde mit Hund haettest. Die Groesse ist erstmal zweitrangig, wichtig ist, dass du dich an den Umgang mit einem Hund gewoehnst, und vor allem dass du lernst, das Verhalten eines Hundes richtig zu interpretieren, das ist das Wichtigste. Also dass du dir die Mimik und „Gestik“ vertraut wird.
Beispiele: Ein freundlicher Hund macht ein „freundliches“ Gesicht, traegt Kopf und Schwanz eher hoch, laeuft locker, laesst die Ohren haengen oder stellt sie auf, legt sie aber nicht zurueck usw.
Ein aggressiver Hund traegt den Kopf etwas geduckt, zieht evtl. die Lefzen hoch, legt die Ohren zurueck, senkt den Schwanz (auch oft bei Unsicherheit), läuft angespannt oder eher langsam und fixiert dich. Letzteres Bild wirst du aber in der Regel nur antreffen, wenn du z.B. in ein fremdes Grundstueck eindringst.

Ich habe noch nie erlebt, dass jemand auf der Strasse quasi im Vorbeigehen angegriffen wurde. Warum sollte ein Hund das tun?
Wenn ein Hund auf dich zulaeuft ist er in den allermeisten Faellen nur neugierig und will schnuppern.
Was tun in diesem Fall?
Am allerbesten ruhig weitergehen. Er wird wahrscheinlich kurz deinen Geruch aufnehmen und dann weiterlaufen.
Wenn du stehenbleibst verweilt er wahrscheinlich ein bisschen laenger, denn das ist ja eine Aufforderung ein bisschen laenger zu schnuppern.
Auf keinen Fall zurueckweichen. Weglaufen waere das Schlimmste, denn die meisten Hunde haben einen Jagdinstinkt und laufen dann aus Spass an der Freud hinterher.

Wenn du zu einem Hund Kontakt aufnehmen willst, versuche zuerst herauszufinden ob er das wohl moegen wird oder nicht (Mimik usw.) Es geht auch nichts schief, wenn du ihm die Hand hinhaeltst, dass er an deinem Handruecken schnuppern kann. Wenn du den Hund streicheln moechtest und laut Besitzer auch darfst, tust du das am besten z.B. an der Brust, also unterhalb des Fangs.

Du kannst also eigentlich nicht viel falsch machen. Falsch waere: Weglaufen, oder den Hund anfassen ohne sich zu vergewissern dass er freundlich ist.

Wenn du also Angst kriegst weil ein Hund auf dich zulaeuft:
Ausatmen, ganz normal weitergehen, und daran denken: Ein Hund der frei läuft, hat ein hundegerechtes Leben und ist daher in den allermeisten Faellen auch charakterlich einwandfrei. Aggressiv werden meist nur Hunde, die sich nicht frei bewegen duerfen.
Und die Wahrscheinlichkeit von einem Hund gebissen zu werden ist tausendmal geringer als einen Autounfall zu bauen. Und Autofahren tust du doch sicher auch - oder?

Die Trainingsempfehlung lautet also: Such dir eine Gegend wo viele Hunde spazierengehen, und misch dich drunter. Vielleicht kommst du mal mit einem Besitzer ins Gespraech und kannst den fragen ob du seinem Hund Stoecke werfen darfst. Dann wirst du sehen wieviel Spass man mit einem Hund haben kann, der freudig und begeistert schwanzwedelnd auf dich zurennt! :smile:

Viel Erfolg!

Andrea

Danke !
Hallo Leute!

Danke für eure Infos, Hilfen und Ratschläge.
Vielleicht spreche ich auch nochmal jemanden in einem
Tierheim oder von nem anderen Hundeverein an.
Schaden tuts nix.

Ich habe in dem Ganzen drumunddran vergessen zu erwähnen
das es sogar „einen“ Hund >30cm gibt vor dem ich keine
Angst, „nur“ Respekt, habe :smile:

Ist wohl aber so das der irgendwie zur Familie von meinem Kumpel
gehört und schon garnicht mehr so als Hund gesehen wird ?

Achso, was soll/kann ich eigentlich unserer Kleinen (3,5 Jahre)
erzählen wenn Madame meint das Sie gerne einen Hund hätte?
Hier werden gute Ratschläge dankend angenommen.

Gruß

Robert
PS: Sabbern tut er aber, bäähh

Hallo Robert,

Vielleicht spreche ich auch nochmal jemanden in einem
Tierheim oder von nem anderen Hundeverein an.

Tierheim ist eine gute Idee, denn wenn du da ein paar Mal einen Hund „ausleihst“ und mit ihm spazieren gehst, hast du nicht nur „Training“ sondern tust sogar noch was gutes dabei.

Achso, was soll/kann ich eigentlich unserer Kleinen (3,5
Jahre)
erzählen wenn Madame meint das Sie gerne einen Hund hätte?
Hier werden gute Ratschläge dankend angenommen.

Ist doch super - das Beste was du dir/euch antun kannst ist einen Hund anschaffen - ich wuerde mal mit mittlerer Größe anfangen, denn wenn du erstmal selber einen hast machen dir die Anderen bald auch keine Angst mehr das garantiere ich dir (schon allein deshalb weil sich auf künftigen Spaziergängen die Hunde mehr für dein Tier interessieren als für dich :wink:)

Viele Gruesse,

Andrea
PS: Aber natürlich sollte es DEIN Hund sein und nicht der deiner Tochter, aber das dürfte ja klar sein.

Hai, Robert,

Achso, was soll/kann ich eigentlich unserer Kleinen (3,5
Jahre)
erzählen wenn Madame meint das Sie gerne einen Hund hätte?
Hier werden gute Ratschläge dankend angenommen.

Also hier würde ich von der Anschaffung eines Hundes noch abraten - Du selbst weißt nocht nicht, wie man mit einem Hund richtig umgeht (besonders wichtig an dieser Stelle ist das Dominanz-Verhalten deinerseits) und kannst das daher Deinem Töchterlein nicht beibringen. Das wiederum kann zu Problemen führen - Deine Tochter wird mit 3 1/2 von einem Hund mit Sicherheit nicht als im Rudel höherstehend gewertet werden, wird sie dann älter und versucht irgendwann, sich dem Tier gegenüber durchzusetzen, kann es passieren, daß der Hund seine Vorrangstellung nicht aufgibt (das macht dann AUA). Wenn Du schon Erfahrung mit Rudeltieren hättest, könntest Du da gegensteuern - so aber…
Ich würde empfehlen, lieber noch 3-4 Jahre zu warten, bis Dein Nachwuchs groß genug ist, von vorneherein eine Vormachtstellung gegenüber dem Hund einzunehmen. Dann einen kleinen bis mittleren Hund und gleich in eine Hundeschule, damit sich da gar nicht erst eine falsche Vorstellung in dem Hund bilden kann.
Wie Du das Deiner Tochter nun genau erklärst, kann ich Dir so natürlich nicht sagen, daß kommt darauf an, wie Dein Töchterlein drauf ist und ob Du ihr erklären kannst/willst, daß Du noch nicht bereit/in der Lage bist, mit einem Hund umzugehen.

Gruß
Sibylle

Hi,

eins vorweg: Ich mag Hunde, gerne auch große Hunde.

ABER: Ich habe kleine Kinder, der Jüngste ist 2 Jahre alt, also Augenhöhe auf so mancher Hundenase.

Da unsere Familie seit etwa einem viertel Jahr um einen Hund
erweitert wurde, wirst du mich als einen der Gegenpartei
ansehen.

Schade, dass es diese Parteibildung überhaupt geben muss *seufz*…

Obwohl wir in einem ländlichem Raum im Dorf leben haben wir
Ärger mit H u n d e h a s s e r n . Diese begegnen uns mit
sehr viel Aggression und Lautstärke. Aus diesem Grund habe ich
in letzter Zeit versucht mich über das Thema Pflichten und
Rechte von Hundehaltern zu informieren.

Wir wohnen auch relativ ländlich. Erstaunlicherweise sind hier all die kleinen Hunde, die meinem Jüngsten nicht ins Gesicht schauen können, IMMER angeleint, während die großen Hunde generell frei herumlaufen. Es sind ja immer dieselben 4 oder 5 Hunde. Sie rennen über den Gehweg, wedeln dabei mal eben meinem Kleinen die Nase sauber, erschrecken ihn fast gar nicht… Stellt Euch doch einmal vor, ein Tier in EURER Größe würde auf Euch zustürmen - nicht wirklich prickelnd, auch wenn es ja „nichts tut“ und nur „schnuppern“ will… Übrigens sind teilweise auch die Halter kleinerer Hunde genervt.

Der Gipfel war ein Hundehalter, der MIR erklärte, ich hätte den Hund ja kommen sehen und meinen Sohn eben zur Seite nehmen sollen (was ich auch meistens mache). Wie bitteschön soll übrigens mein Kind lernen, dass die meisten Hunde harmlos sind ? Und natürlich rennt ein Kind im Zweifelsfall weg, was ja die ganz falsche Reaktion ist.

Hunde müssen auch mal toben können.

Natürlich. Manchmal rennen aber auch Kinder frei herum…

Hunde brauchen neue Gerüche, der Garten reicht dafür nicht.
Sonst wird er sich geistig eher zurückentwickeln (das wirst du
auf der oben genannten Website lesen können).

Einverstanden.

Vielleicht bekommst du jetzt sogar ein bischen Mitleid mit uns
Hundebesitzern. Wo bleibt denn da noch Platz für das Tier.

Nicht wirklich :wink: Ich würde mir nur dann einen Hund zulegen, wenn meine Wohnsituation entsprechend wäre, also Wiesen in absoluter Nähe. Hier bei uns leben viele große Hunde in Etagenwohnungen, das kann ja nicht gut sein für das Tier.

Unser Hund ist so groß, dass er am Tag einige Kilometer an
Bewegung braucht. Oft machen wir das mit dem Fahrrad. Können
wir mal nur spazieren gehen ist ihm das eher zu wenig. Wenn
man ihn dann nicht mal von der Leine lassen kann damit er ein
paar Sprints hinlegen kann ist das einfach schlecht für das
Tier.

Klar, einverstanden. Aber wenn Du dann auf dem freien Feld jemanden ohne Hund spazierengehen oder joggen siehst, rufst Du Deinen Hund hoffentlich zurück ? Ich finde es nicht so prickelnd, wenn ein fremder Hund auf mich und die Kinder zustürmt und der Halter irgendwo am Horizont ist !

An die Hundegegner kann man nur appellieren:
Habt ein Herz für Tiere
Habt ein Herz für die Hundehalter.

Für die Hundehalter:
Habt ein Herz für Kinder. Und für Eltern, die die Hinterlassenschaften von den Profilsohlen kratzen müssen…
Habt ein Herz für Leute mit Hundephobie.

Wie gesagt, ich mag Hunde sehr, aber mich stört wirklich die Rücksichtslosigkeit sehr viele Halter.

Nix für ungut :wink:

Gruß, Sylvia

Hallo Robert,

erstmal Hochachtung vor Deiner Herangehensweise - nicht gegen Hunde und Hundebesitzer im Allgemeinen hetzen, sondern aktiv mit der Sache auseinandersetzen.

Das meiste wurde schon gesagt, hier noch ein paar Hinweise:

  1. Lieber den Hund herankommen lassen, als selbst hingehen, da manch ein Hund mehr Angst hat als Du und vielleicht meint, sich verteidigen zu müssen, wenn Du ihm plötzlich zu nahe kommst.

  2. Locker die Hand hinhalten, am Handrücken schnuppern lassen. Dann nicht gleich über den Kopf streicheln, das ist vielen Hunden zunächst unheimlich, sondern seitlich an der Wange, das ist für den Hund nicht bedrohlich und die meisten Hunde mögen das.

  3. Einem Hund nicht in die Augen starren. Wenn man selbst Angst und deshalb einen etwas starren Blick hat und dann noch einem selbst ängstlichen Hund in die Augen starrt, dann kann das als Drohung aufgefasst werden. Lieber knapp am Hund vorbeischauen, wenn man sich nicht sicher ist.

  4. Wichtig ist auch, die Körpersprache von Hunden interpretieren zu lernen. Als Literatur kann ich hier empfehlen: „Körpersprache des Hundes. Ausdrucksverhalten erkennen und verstehen.“ von Frauke Ohl (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3800174456/qid…)

Und noch ein Wort zur Größe, die spielt nämlich bei der Gefährlichkeit kaum eine Rolle. Es gibt kleine und große bissige Hunde und es gibt (glücklicherweise sehr viel mehr) kleine und große friedliche Hunde. Doggen z.B. sind riesig, aber ich kenne keine einzige, die Menschen gegenüber nicht friedlich ist (und ich kenne sehr viele Doggen).

Grüße
Sebastian

Hallo Sylvia!

ABER: Ich habe kleine Kinder, der Jüngste ist 2 Jahre alt,
also Augenhöhe auf so mancher Hundenase.

Es gibt halt wie immer viele Standpunkte :smile:

Nix für ungut :wink:

Es ist o.k. - alles auf dem Weg
Der Mensch heißt Mensch - weil er irrt und weil er kämpft
und weil er hofft und liebt - weil er mitfühlt und vergibt.
(wie Grönemeyer sagen würde) (war mir grad nach nem Scherz zumute)
Danke für die Diskussion
Gruß
Forrest

Hi Sylvia,
erst einmal vorweg - ich kann dich verstehen, jedoch… ich mach möglichst einen Bogen um die „kleinen Kläffer“ die bei uns immer (!!) frei herumlaufen, meist nur vor die Haustür geschickt werden und Herrchen und Frauchen nicht in Sicht sind.

Das ist besonders unangenehm, wenn ich mit meiner läufigen Hündin unterwegs bin (Golden Retriever), die die ‚Hackenbeisser‘ auch nicht mag.

eins vorweg: Ich mag Hunde, gerne auch große Hunde.

Das ist doch ein guter Ansatz.

ABER: Ich habe kleine Kinder, der Jüngste ist 2 Jahre alt,
also Augenhöhe auf so mancher Hundenase.

Frage, wie kommt Hundenase an die Kinder? Ich nehme meine sofort an die Leine bzw. Halsband, wenn Kinder, Erwachsene, Jogger oder Radfahrer in der Nähe sind

ich lasse meinen Hund generell von niemanden streicheln und verstehe dann die Mütter nicht, die kommen, „na darf meine Kleine mal steicheln? Beißt Ihr Hund?“ Meine Standartantwort: „bisher hat sie nicht gebissen, beschwören kann ich es nicht und anfassen lasse ich sie nicht.“

Frage von mir, wieso müssen Kinder immer anderer Leute Hunde streicheln? Wieso müssen Kinder laut schreiend mit ausgebreiteten Armen auf kleine Hunde zurennen? Als meine Kinder klein waren, habe ich Ihnen immer gesagt, dass sie fremde Hunde nicht streicheln dürfen und auch, dass man nicht auf Hunde - egal wie groß zurennt.

Obwohl wir in einem ländlichem Raum im Dorf leben haben wir
Ärger mit H u n d e h a s s e r n . Diese begegnen uns mit
sehr viel Aggression und Lautstärke. Aus diesem Grund habe ich
in letzter Zeit versucht mich über das Thema Pflichten und
Rechte von Hundehaltern zu informieren.

Wir wohnen auch relativ ländlich. Erstaunlicherweise sind hier
all die kleinen Hunde, die meinem Jüngsten nicht ins Gesicht
schauen können, IMMER angeleint, während die großen Hunde
generell frei herumlaufen. Es sind ja immer dieselben 4 oder 5
Hunde. Sie rennen über den Gehweg, wedeln dabei mal eben
meinem Kleinen die Nase sauber, erschrecken ihn fast gar
nicht… Stellt Euch doch einmal vor, ein Tier in EURER Größe
würde auf Euch zustürmen - nicht wirklich prickelnd, auch wenn
es ja „nichts tut“ und nur „schnuppern“ will… Übrigens sind
teilweise auch die Halter kleinerer Hunde genervt.

Also mir würde es auch nicht gefallen, aber es gefällt auch nicht, wenn Kinder mit den Eltern an Hunden vorbeiziehen, mit Steinen werfen, das Bellen nachstellen usw. Davon bin ich dann genervt.

Der Gipfel war ein Hundehalter, der MIR erklärte, ich hätte
den Hund ja kommen sehen und meinen Sohn eben zur Seite nehmen
sollen (was ich auch meistens mache). Wie bitteschön soll
übrigens mein Kind lernen, dass die meisten Hunde harmlos sind
? Und natürlich rennt ein Kind im Zweifelsfall weg, was ja die
ganz falsche Reaktion ist.

Leider gibt es auch unter Hundehaltern schwarze Schafe, unter denen auch ich leide.

Hunde müssen auch mal toben können.

Natürlich. Manchmal rennen aber auch Kinder frei herum…

Ich achte immer darauf, ob Spaziergänger kommen. Es ist nur so, der Freiraum für Hunde wird immer weiter begrenzt, selbst auf Wiesen dürfen sie nicht mehr laufen. So ist man quasi gezwungen mit dem Auto zu einer Fläche zu fahren, damit sie Auslauf haben, igendwie paradox.

Hunde brauchen neue Gerüche, der Garten reicht dafür nicht.
Sonst wird er sich geistig eher zurückentwickeln (das wirst du
auf der oben genannten Website lesen können).

Einverstanden.

Vielleicht bekommst du jetzt sogar ein bischen Mitleid mit uns
Hundebesitzern. Wo bleibt denn da noch Platz für das Tier.

Nicht wirklich :wink: Ich würde mir nur dann einen Hund zulegen,
wenn meine Wohnsituation entsprechend wäre, also Wiesen in
absoluter Nähe.

Die Wiesen stehen unter Naturschutz und dürfen von Hunden nicht belaufen und bekotet werden, da das Gras dann nicht mehr fütterbar ist.

Hier bei uns leben viele große Hunde in
Etagenwohnungen, das kann ja nicht gut sein für das Tier.

Es ist für kleine Hunde nicht besser, da die normalerweise gar keine Treppen klettern dürfen und als Nachbarn von kleinen Hunden — die bellen so fürchterlich. Ich habe mal im Hochhaus gewohnt— dieses ewige Kläffen es war fürchterlich, Tag und Nacht.

Unser Hund ist so groß, dass er am Tag einige Kilometer an
Bewegung braucht. Oft machen wir das mit dem Fahrrad. Können
wir mal nur spazieren gehen ist ihm das eher zu wenig. Wenn
man ihn dann nicht mal von der Leine lassen kann damit er ein
paar Sprints hinlegen kann ist das einfach schlecht für das
Tier.

Klar, einverstanden. Aber wenn Du dann auf dem freien Feld
jemanden ohne Hund spazierengehen oder joggen siehst, rufst Du
Deinen Hund hoffentlich zurück ?

Wie gesagt, sowie ich jemanden sehe, rufe ich sie zurück - und bisher (wie gesagt keine Garantie) kam sie immer sofort (seit 6 Jahren). Allerdings haben wir uns auch die Mühe mit Hundeschule und Ausbildung gemacht. Das würde ich mir häufiger von anderen Hundebesitzern wünschen.

Ich finde es nicht so
prickelnd, wenn ein fremder Hund auf mich und die Kinder
zustürmt und der Halter irgendwo am Horizont ist !

An die Hundegegner kann man nur appellieren:
Habt ein Herz für Tiere
Habt ein Herz für die Hundehalter.

Für die Hundehalter:
Habt ein Herz für Kinder. Und für Eltern, die die
Hinterlassenschaften von den Profilsohlen kratzen müssen…
Habt ein Herz für Leute mit Hundephobie.

Wie gesagt, ich mag Hunde sehr, aber mich stört wirklich die
Rücksichtslosigkeit sehr viele Halter.

Diese drei Abschnitte kann ich nur unterstützen. Ich habe mir auch schon mit anderen Hundebesitzern in den Haaren gelegen, weil sie ihre Hunde nicht anleinten. Die Grundregel in der Hundeschule ist: Ein Hund an der Leine – alle an der Leine. Kinder in Sicht – Hunde an die Leine.

In diesem Sinne Gruß Chris