Hi Sylvia,
erst einmal vorweg - ich kann dich verstehen, jedoch… ich mach möglichst einen Bogen um die „kleinen Kläffer“ die bei uns immer (!!) frei herumlaufen, meist nur vor die Haustür geschickt werden und Herrchen und Frauchen nicht in Sicht sind.
Das ist besonders unangenehm, wenn ich mit meiner läufigen Hündin unterwegs bin (Golden Retriever), die die ‚Hackenbeisser‘ auch nicht mag.
eins vorweg: Ich mag Hunde, gerne auch große Hunde.
Das ist doch ein guter Ansatz.
ABER: Ich habe kleine Kinder, der Jüngste ist 2 Jahre alt,
also Augenhöhe auf so mancher Hundenase.
Frage, wie kommt Hundenase an die Kinder? Ich nehme meine sofort an die Leine bzw. Halsband, wenn Kinder, Erwachsene, Jogger oder Radfahrer in der Nähe sind
ich lasse meinen Hund generell von niemanden streicheln und verstehe dann die Mütter nicht, die kommen, „na darf meine Kleine mal steicheln? Beißt Ihr Hund?“ Meine Standartantwort: „bisher hat sie nicht gebissen, beschwören kann ich es nicht und anfassen lasse ich sie nicht.“
Frage von mir, wieso müssen Kinder immer anderer Leute Hunde streicheln? Wieso müssen Kinder laut schreiend mit ausgebreiteten Armen auf kleine Hunde zurennen? Als meine Kinder klein waren, habe ich Ihnen immer gesagt, dass sie fremde Hunde nicht streicheln dürfen und auch, dass man nicht auf Hunde - egal wie groß zurennt.
Obwohl wir in einem ländlichem Raum im Dorf leben haben wir
Ärger mit H u n d e h a s s e r n . Diese begegnen uns mit
sehr viel Aggression und Lautstärke. Aus diesem Grund habe ich
in letzter Zeit versucht mich über das Thema Pflichten und
Rechte von Hundehaltern zu informieren.
Wir wohnen auch relativ ländlich. Erstaunlicherweise sind hier
all die kleinen Hunde, die meinem Jüngsten nicht ins Gesicht
schauen können, IMMER angeleint, während die großen Hunde
generell frei herumlaufen. Es sind ja immer dieselben 4 oder 5
Hunde. Sie rennen über den Gehweg, wedeln dabei mal eben
meinem Kleinen die Nase sauber, erschrecken ihn fast gar
nicht… Stellt Euch doch einmal vor, ein Tier in EURER Größe
würde auf Euch zustürmen - nicht wirklich prickelnd, auch wenn
es ja „nichts tut“ und nur „schnuppern“ will… Übrigens sind
teilweise auch die Halter kleinerer Hunde genervt.
Also mir würde es auch nicht gefallen, aber es gefällt auch nicht, wenn Kinder mit den Eltern an Hunden vorbeiziehen, mit Steinen werfen, das Bellen nachstellen usw. Davon bin ich dann genervt.
Der Gipfel war ein Hundehalter, der MIR erklärte, ich hätte
den Hund ja kommen sehen und meinen Sohn eben zur Seite nehmen
sollen (was ich auch meistens mache). Wie bitteschön soll
übrigens mein Kind lernen, dass die meisten Hunde harmlos sind
? Und natürlich rennt ein Kind im Zweifelsfall weg, was ja die
ganz falsche Reaktion ist.
Leider gibt es auch unter Hundehaltern schwarze Schafe, unter denen auch ich leide.
Hunde müssen auch mal toben können.
Natürlich. Manchmal rennen aber auch Kinder frei herum…
Ich achte immer darauf, ob Spaziergänger kommen. Es ist nur so, der Freiraum für Hunde wird immer weiter begrenzt, selbst auf Wiesen dürfen sie nicht mehr laufen. So ist man quasi gezwungen mit dem Auto zu einer Fläche zu fahren, damit sie Auslauf haben, igendwie paradox.
Hunde brauchen neue Gerüche, der Garten reicht dafür nicht.
Sonst wird er sich geistig eher zurückentwickeln (das wirst du
auf der oben genannten Website lesen können).
Einverstanden.
Vielleicht bekommst du jetzt sogar ein bischen Mitleid mit uns
Hundebesitzern. Wo bleibt denn da noch Platz für das Tier.
Nicht wirklich
Ich würde mir nur dann einen Hund zulegen,
wenn meine Wohnsituation entsprechend wäre, also Wiesen in
absoluter Nähe.
Die Wiesen stehen unter Naturschutz und dürfen von Hunden nicht belaufen und bekotet werden, da das Gras dann nicht mehr fütterbar ist.
Hier bei uns leben viele große Hunde in
Etagenwohnungen, das kann ja nicht gut sein für das Tier.
Es ist für kleine Hunde nicht besser, da die normalerweise gar keine Treppen klettern dürfen und als Nachbarn von kleinen Hunden — die bellen so fürchterlich. Ich habe mal im Hochhaus gewohnt— dieses ewige Kläffen es war fürchterlich, Tag und Nacht.
Unser Hund ist so groß, dass er am Tag einige Kilometer an
Bewegung braucht. Oft machen wir das mit dem Fahrrad. Können
wir mal nur spazieren gehen ist ihm das eher zu wenig. Wenn
man ihn dann nicht mal von der Leine lassen kann damit er ein
paar Sprints hinlegen kann ist das einfach schlecht für das
Tier.
Klar, einverstanden. Aber wenn Du dann auf dem freien Feld
jemanden ohne Hund spazierengehen oder joggen siehst, rufst Du
Deinen Hund hoffentlich zurück ?
Wie gesagt, sowie ich jemanden sehe, rufe ich sie zurück - und bisher (wie gesagt keine Garantie) kam sie immer sofort (seit 6 Jahren). Allerdings haben wir uns auch die Mühe mit Hundeschule und Ausbildung gemacht. Das würde ich mir häufiger von anderen Hundebesitzern wünschen.
Ich finde es nicht so
prickelnd, wenn ein fremder Hund auf mich und die Kinder
zustürmt und der Halter irgendwo am Horizont ist !
An die Hundegegner kann man nur appellieren:
Habt ein Herz für Tiere
Habt ein Herz für die Hundehalter.
Für die Hundehalter:
Habt ein Herz für Kinder. Und für Eltern, die die
Hinterlassenschaften von den Profilsohlen kratzen müssen…
Habt ein Herz für Leute mit Hundephobie.
Wie gesagt, ich mag Hunde sehr, aber mich stört wirklich die
Rücksichtslosigkeit sehr viele Halter.
Diese drei Abschnitte kann ich nur unterstützen. Ich habe mir auch schon mit anderen Hundebesitzern in den Haaren gelegen, weil sie ihre Hunde nicht anleinten. Die Grundregel in der Hundeschule ist: Ein Hund an der Leine – alle an der Leine. Kinder in Sicht – Hunde an die Leine.
In diesem Sinne Gruß Chris