Vögel füttern im Winter?

Seit einger Zeit stehen in den Läden ja wieder zu tausenden diese diversen Futterstände für Wildvögel, also kleine Voglehäuschen, Meisenknödel, etc…

Ist es eigentlich richtig, Wildvögeln im Winter Futter zu geben? Habe mal gehört, dass man das möglichst lassen soll, da sie sonst zu sehr daran gewöhnt werden und nachher nicht mehr in der Lage sind selber Futter zu suchen.

Zu unserer Situtation sei noch gesagt:

  • wir wohnen in einer Großstadt (Magdeburg)
  • wir wohnen nur unweit eines Stadtparks entfernt, aso Vögel sind bei uns auf dem Balkon oder im Baum hinterm Haus sehr oft zu sehen.

Ciao! Bjoern

PS: solltet ihr der Ansicht sein, dass man füttern soll, was würdet ihr denn empfehlen? Es gibt ja Fettfutter, Vitaminfutter, … Wohl kaum das gleiche, was unsere Wellis in ihrer Innenvoilere bekommen, oder?

eher nein
Hallo,

Vögel lebten schon, bevor es Menschen gab. Will sagen: Die Viecher kamen auch ohne uns schon gut klar. Die meisten Vögel finden nicht nur derzeit noch genug Futter im Freien, sondern auch in der Umgebung der Menschen.

Eine Zufütterung ist eigentlich - wenn überhaupt - erst dann anzuraten, wenn draußen ein halber Meter Schnee liegt. Schließlich regelt sich eine Vogelpopulation auch über die vorhandene Nahrungsmenge und jeder Eingriff der Menschen führt zu weiteren Problemen (man sehe sich die Taubenpopulationen in den Städten an).

Gruß
Christian

Hi Christian :smile:

Vögel lebten schon, bevor es Menschen gab. Will sagen: Die
Viecher kamen auch ohne uns schon gut klar. Die meisten Vögel

Richtig. Sie kamen gut klar, als der Mensch noch nicht die Lebensräume der Tiere zugepflastert, gerodet, und sonst wie ge-urbant hat. Aber die heile (Tier)Welt gibt es leider schon lange nicht mehr :frowning:

Was aber nicht unbedingt heißen soll, daß Vögel gefüttert werden sollten. Ich verstehe davon nix und möchte deshalb auch keine Aussage dazu machen. Nur dieses Argument finde ich nicht so rasend stichfest *ggg*.

Nix für ungut. Viele Grüße
Nena

2 „Gefällt mir“

n’ abend Bjoern,

klar kannste die piepser füttern. aber erst bei frost oder schnee. vorher finden die jenug in der natur.

füttern kannste alles, wat im handel für die piepser anjeboten wird.

tschö
Harley

bin gegen das füttern
hallo bjoern,

Das manche leute unbedingt die „lieben kleinen süßen“ piepmätze da draußen meinen füttern zu müssen… kann ich aus der „alles zu verniedlichenden“ sicht mancher leute verstehen.
Nötig ist es nicht… im gegenteil.

Das problem dabei wäre wieder nicht der Futterplatz an sich sondern wieder der mensch …welcher ihn pflegt…
… mal eben so ein tolles futterhäuschen holen und dann so richtig vollstopfen mit all den tollen futtersachen… um damit ein schlechtes gewissen befriedigen?.. oder sagen zu können .„ich habe der natur geholfen“?

—soweit kriegen das noch alle hin—

…den futterplatz sauber halten… altes futter entsorgen…
… nach dem winter das häuschen zu desinfizieren…

…alleine da haperts dann schon gewaltig.

Die ganze fütterei bringt im prinzip den natürlichen „haushalt“ aus dem konzept. Nun kann man sich streiten ob der mensch schon so viel kaputt gemacht hat und nun zumindest die restbestände an tieren übermäßig hegen und pflegen sollte… um vielleicht noch etwas „gut“ zu machen???..

Tatsache ist…
… das futterhaus; …vorhandene nistkasten; …die vogeltränke;
…vogelnester die im herbst noch in den büschen zu sehen sind…

– gehören SAUBER gemacht bzw. Verbrannt. -

milben…zecken und sonstige krankmacher überdauern lange zeit in ritzen/ecken von futterplätzen-nistkasten-nestern…

gesunde vögel stecken sich an und man hat plötzlich mehr kranke tiere …oder jungvögel welche nicht mal gesund aus den nestern kommen.
wer einen garten hat kann futterpflanzen für die vögel
einbringen und „englischen“ rasen mal nicht als „favorit- pflanze“ im garten ansähen… ein paar nistkästen aufstellen und sauber halten bringt arterhaltend auch etwas

in der stadt ist es allgemein wärmer und die vögel finden genug
…die „faulen“ unter ihnen hüpfen eh schon um die imbißbuden :smile:

im wald werden bei starkem frost und schnee den vögeln abgezogene marder und dergl. von den jägern angeboten…
spechte, meisen und andere vögel versorgen sich da…
aber nur wenn ECHT nichts anderes mehr zu finden ist…
und vögel haben einen großen speiseplan…
______________________________________
-hm…lang geworden… aber ich hoffe es „kitzelt“ die richtigen gemüter etwas wach…!!

wenn DU trotzdem füttern möchtest denk an die sauberkeit am futterhaus… reste vom vortag gehören entsorgt… nur soviel füttern was auch gefressen wird… futterknödel nicht so anbringen daß andere vögel draufkoten… etc.

gruß rüdl

hallo bjoern,

Das problem dabei wäre wieder nicht der Futterplatz an sich
sondern wieder der mensch …welcher ihn pflegt…
… mal eben so ein tolles futterhäuschen holen und dann so
richtig vollstopfen mit all den tollen futtersachen… um
damit ein schlechtes gewissen befriedigen?.. oder sagen zu
können .„ich habe der natur geholfen“?

Warum ich das machen will, oder besser gesagt: danach frage, ist mir auch noch nicht ganz klar. Auf der einen Seite wuerd ich mich schon als Tierfreund bezeichnen. Auf der anderen Seite aber auch nicht. Wir haben hier eine kleine Wellensittich-WG in einer Voiliere it taeglichem Ausflug, aber halt auch nur ein Kaefig! Dazu kommen auch noch zwei Katzen, die wir aus dem Tierheim geholt haben um sie dann bei uns gefangen zu halten?!? Aber ich glaube, darueber koennt ich mich schon stundenlang mit mir selbst streiten =:smile: Fakt ist: ich mag Tiere jeglicher Art (ausser Huskies und Woelfe u.ae.) und behandle sie eigentlich auch recht gut. Vielleicht nicht immer artgerecht (unsere Miezen wuerden schon bei Temperaturen unter 20 Grad erfrieren, so verwoehnt sind die schon) aber gut.

…den futterplatz sauber halten… altes futter entsorgen…
… nach dem winter das häuschen zu desinfizieren…

Das waere fuer mich eigentlich eine Selbstverstaendlichkeit. Ich wuerd ja auch abends nicht die uebriggebliebene Stulle vom Fruehstueck essen wollen!

wenn DU trotzdem füttern möchtest denk an die sauberkeit am
futterhaus… reste vom vortag gehören entsorgt… nur soviel
füttern was auch gefressen wird… futterknödel nicht so
anbringen daß andere vögel draufkoten… etc.

Danke fuer die Tips, aber ich glaube meinem ersten Gedanken zu folgen und nicht zu fuettern.

gruß rüdl

Ciao! Bjoern

PS is glaubich auch etwas zu lang und zu off topic geworden =:wink: *schaem*

Hallo !

Sicher darf man Vögel auch in einem weniger harten Winter füttern!

Sie verlernen das Futtersuchen schon nicht!

Wie hier schon gesagt wurde, Vögel sind nicht die fremden Wesen vom anderen Stern, die noch völlig in der Wildnis leben. Vögel, die zum Fressen ans Haus kommen, sind längst angepaßt und leben fast ausschließlich von dem, was der Mensch ihnen unbewußt vorsetzt, auch im Sommer. Ob wir ihnen nun Meisenknödel hinhängen oder einen Obstgarten pflanzen, wo sie sich bedienen ist doch völlig egal. Wenn wir sie durch satte Regenwürmer im Rasen durch den Sommer bringen, dann dürfen wir es auch durch Streufutter!

Vögel brauchen das Futter im Winter nicht, weil sie sonst verhungern, sondern wegen mangelnder Fettschicht, erfrieren!!

Also, wer Lust und Spaß hat, soll füttern. Und laßt vor allem den alten Omas die einzige Freude im Winter, dabei zuzusehen! Haltet ihnen keine Vorträge über „Gesetz der Wildnis“ oder „Auslese der Stärkeren“, die alten Leutchen verstehen es doch nicht bzw wollen es nicht!

Gruß Max

Hallo, Leute,
ich stimme Max zu, wenn es nicht übertrieben wird kann man sicher füttern - die Hygieneforderung die in anderen Antworten gestellt wurden sollte man schon beachten, aber auch hier ist Übertreibung möglich.
Was jedoch vielleicht eine Alternative wäre, zumindest für die, die dazu in der Lage sind, wäre

  • Nistmöglichkeiten anzubieten und
  • den Garten entsprechend zu gestalten. D.h.
  • nicht die Herbstpflanzen radikal abzuschneiden (die Samen bilden den Grundstock der Nahrung für viele Vogelarten),
  • nicht jeden alten Baum gleich umzuhacken (Spechte, Insekten etc. brauchen die Schutz und Nahrungsmöglichkeiten),
  • einige Ecken im Garten ruhig bewußt etwas „unordentlich“ lassen,
  • Laub und Äste zusammenkehren und die Haufen liegenlassen wo sie nicht stören (Unterschlupf für Igel und anderes Getier).
    Wer das tut wird auch immer wieder Freude an den Mitbewohnern haben.
    Gruß Eckard.
4 „Gefällt mir“