Katerchen ist unausgelastet

Von: , Frage gestellt am Do, 7. Nov 2002

Hallo ihr Lieben!

Die beste aller Katzen mutiert zum Wecker...
Mein knapp 5 Monate alter Kater hat des Nachts nichts besseres zu tun, als uns ständig zu wecken. Er darf in jeden Raum der Wohnung, hat hier und da ein Spielzeug liegen und einen Hund zum Spielen sowie diverse Nager zum Beobachten auch.
Sobald das Licht ausgeht, wird Grommit wach. Mal beisst er einem in die Füsse, mal knabbert er am Nachtgewand. Mal rennt er wie wild auf dem Bett rum, mal kratzt er an seinem Kratzbrett. Dann wieder legt er sich laut schnurrend erst ans eine Ohr, scheucht man ihn weg, dreht er eine Runde um uns und legt sich dann ans andere Ohr.
Teilweise geht das die komplette Nacht durch, heute Nacht z.B. ging es erst in den frühen Morgenstunden los.
Die letzten zwei Wochen habe ich kaum eine Nacht durchgeschlafen.
Tagsüber ist er ein paar Stunden mit dem Hund alleine, was die beiden während dieser Zeit anstellen, weiss ich nicht genau (ausser Essen klauen ;-).
Meine Vermutung ist, dass Grommit einfach total unausgelastet ist. Nur, was tun? Nachts aussperren will und kann ich ihn nicht, ausserdem will ich die Ursache aus der Welt schaffen.
Ausgiebiges Spielen Abends bringt keinen Erfolg...
Habe mir schon verschiedene Spielzeuge im Handel angesehen, aber es war nichts dabei, was mich überzeugen würde.
Das Einzige, wa sich mir vorstellen könnte, was helfen könnte, wäre eine zweite Katze, die wir uns aber eigentlich zur Zeit nicht holen möchten.
Nur, ewig kanns ja so auch nicht weitergehen...kann ja schlecht die nächsten Jahre wach bleiben, bis er von alleine ruhiger wird ;-)

Hat jemand noch ein paar Tipps für mich?

Vielen lieben Dank schonmal!

Bine :-)

19 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 51 Minuten 0 hilfreich
    Re: Die nicht funktionierende Methode

    Das Einzige, wa sich mir vorstellen könnte, was helfen könnte,
    wäre eine zweite Katze...
    Hallo Bine,

    die nicht funktionierende Methode ist vermutlich eine zweite Katze. Ich habe 2 junge Katzen. Vorzugsweise in den sehr späten Abendstunden kriegen sie ihre wilde Zeit. Nie hätte ich geglaubt, daß so kleine Samtpfötchen derart laut durch die Gegend traben können. Da lauert eine der anderen auf und dann wird wild getobt. Allerdings habe ich einen so festen Schlaf, daß ich augenblicklich nach dem Hinlegen von all dem nichts mehr mitbekomme. Wenn Du aber schon von einer am Ohr schnurrenden Katze aufwachst, mußt Du den Tiger eben aus dem Schlafzimmer aussperren. Außerdem mußt Du beschließen, daß Du nicht so genau wissen willst, was nebenan verdächtig klingt :-)

    Gruß
    Wolfgang

  2. Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
    Katzen sind nachtaktive Tiere

    Hallo Loussy,

    Katzen sind einfach nachtaktive Tiere. Du kannst deren Gene nicht umprogrammieren. Wenn Du in so wohnst, dass Du die Katze nachts raussperren kannst, dann tu es. Damit tust Du Dir und auch der Katze einen Gefallen.
    Du kannst natürlich auch eine Katzenklappe installieren, aber dann musst Du damit rechnen, dass die Katze ihrer Rudelchefin (Dir) ihre nächtliche Beute (Mäuse, Vögel etc.) ins Haus trägt, meistens sogar lebend, damit Du auch Deinen Spaß hast. Und von Seiten der Katze ist das mit dem "Spaß" durchaus ernst gemeint.

    Gruß
    Michael

    • Antwort von nach 12 Stunden 1 hilfreich
      Re: Katzen sind nachtaktive Tiere

      Hi Michael,

      du warst schneller als ich :-)

      aber...Katzen bilden kein Rudel, Katzen sind Einzelgänger (Einzige Ausnahme sind Löwen). Sie bilden keine ausgerpägten sozialen Hierarchien, daher ist ein Mausgeschenk an den Dosenöffner immer was ganz besonderes ;-)

      Grüße Maja

      • Antwort von nach 14 Stunden 1 hilfreich
        Re^2: Katzen sind nachtaktive Tiere

        Hallo. aber...Katzen bilden kein Rudel, Katzen sind Einzelgänger
        Das bezieht sich aber (fast) nur auf das Jagdverhalten. (Einzige Ausnahme sind Löwen). Sie bilden keine ausgerpägten
        sozialen Hierarchien, daher ist ein Mausgeschenk an den
        Hierarchien bilden sie durchaus. Sie hängen halt, so genügend Platz da ist, nicht ständig aufeinander; aber es gibt genügend Untersuchungen (speziell über nichtbemenschte Katzengemeinden), die so etwas zeigen *bingeradezufaulzumlinksuchen*. In groben Zügen sieht es so aus, dass die tragenden Katzen die Chefs sind; es folgen unkastrierte Kater und Katzen, dann die Kastraten.

        Auch, wenn in der Nachbarschaft mehrere Tiger light eine Fläche teilen müssen, bilden sich recht schnell "Vorfahrtsregelungen" heraus.

        Was das Mausgeschenk angeht, hast Du wieder sehr recht. Beuteteilung ist unter Katzen eine soziale Handlung und ein Liebesbeweis.

        Gruß kw
        *rrrrr*

        • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
          Re^3: Katzen sind nachtaktive Tiere

          Huhu, Auch, wenn in der Nachbarschaft mehrere Tiger light eine
          Fläche teilen müssen, bilden sich recht schnell
          "Vorfahrtsregelungen" heraus.
          Eben "teilen müssen"..ok dann sage ich da mal nicht soziale Hierarchie, sondern, soziale Verbände oder Bindungen. Selbst, wenn gezwungenermaßen sog. Hierarchien entstehen, wobei die sich eher darauf beziehen, wer wann wo das Feld zu räumen hat, hat das mit einem Rudel im eigentlichen Sinne nichts zu tun.

          auch *rrr* Maja ;-)

    • Antwort von nach 16 Stunden 0 hilfreich
      Re: Katzen sind nachtaktive Tiere

      Hi Michael,

      also bei meinen Tigern merk ich nichts von Nachtaktivitaet. Hab sie wohl schon umgepolt. Sobald wie ich ins Bett gehe, legen sie sich auch nieder in ihre Koerbchen.... und wenns licht ausgemacht wird, ist dann Ruhe in der Bude. Hab ich wohl echtes Glueck :-)))

      Gruss Manu

      PS: Also gehts auch anders :-))

    • Antwort von nach 21 Stunden 0 hilfreich
      Re: Katzen sind nachtaktive Tiere

      Hallo Michael! Katzen sind einfach nachtaktive Tiere. Du kannst deren Gene
      nicht umprogrammieren.
      Nein, das möchte ich ja auch gar nicht, es war mir ja auch vorher klar.

      Wenn Du in so wohnst, dass Du die Katze nachts raussperren kannst, dann tu es. Damit tust Du Dir und
      auch der Katze einen Gefallen.
      Wieso der Katze?
      Raussperren ginge wahrscheinlich schon, aber eigentlich möchte ich das gar nicht, er ist ja tagsüber schon alleine, und dann nachts auch noch?
      Oder meinst Du, ins Freie? Das geht hier leider nicht. Wir haben zwar einen Garten, aber ich traue erstmal der Nachbarschaft nicht, zweitens will es der Vermieter nicht, zusätzlich ist er bisher weder kastriert noch tätowiert. Und zuguterletzt ist die Gegend nicht sehr katzenfreundlich, zwar Kleinstadt, aber wenig Grünflächen und viele Englische Rasen mit dementsprechend Unkrautvernichter :-( Du kannst natürlich auch eine Katzenklappe installieren, aber
      Siehe oben, zusätzlich haben wir leider nur ne Glasterrassentür ;-) trägt, meistens sogar lebend, damit Du auch Deinen Spaß hast.
      Damit hab ich keine Probleme, Katzen sind nunmal Katzen und holen sich draussen, was vor ihrer Nase rumhüpft.

      Leider klappts mit Rauslassen auch nicht...

      Danke für den Tipp!

      Bine :-)

  3. Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
    glaub ich nicht ;-)

    Hi Bine,

    ich kann mich meinem Vorredner äh -schreiber nur anschließen. Eine zweite Katze ist da nicht die Lösung, es sei denn nächtliche Verfolgunsjagden und Kratzbaum hoch und runtergesause stört Dich nicht ;-). Ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, daß Du da eine finden wirst....

    Katzen sind eben dämmerungs- bis nachtaktive Tiere und Du wirst ihren natürlichen Rhytmus kaum umstellen können.

    Es gibt aber bei unterschiedlichen Katzenrassen auch eine unterschiedliche Schlafdauer, so verschlafen Perserkatzen rund 20 Std vom Tag...die 4 Std.insgesamt, in denen sie wach sind, fallen natürlich meistens auch auf die dunklen Stunden des 24hTages ;-)
    Während Siamkatzen es unter Umständen nur auf 16 Stunden am Tag bringen, die sie dösend oder schlafend verbringen.


    Grüße Maja

  4. Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
    Re: Katerchen ist unausgelastet

    Hallo Bine,

    dass der Kleine wirklich unausgelastet ist, das glaube ich eher nicht. Er ist halt noch sehr jung und verspielt. Dazu kommt die Nachtaktivität von Katzen.

    Du kannst es versuchen wie bei einem Kleinkind: Mit festen Ritualen. Wenn es ins Bett geht, wird das Licht gedimmt, leiser geredet etc. Liegt ihr erst einmal im Bett, solltet ihr euch nicht wirklich wecken lassen, also so tun, als ob ihr fest schlaft, egal was der kleine Rabauke so anzustellen scheint. Da ja auch ein Hund nachts zu schlafen pflegt, könntet ihr Glück haben und die Katze passt sich eurem Rhythmus an.

    Nach der Kastration wird der Kater sowieso ruhiger. Auch das Alter fordert dann nach und nach seinen Tribut.

    Ich wünsch Dir Geduld und bald ruhigere Nächte.

    Viele Grüße
    Jana



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