Ich will meiner Schwiegermutter immer begreiflich machen, dass erwachsene Katzen keine Milch vertragen, sie hält mir entgegen, in früheren Zeiten und besonders auf den Bauernhöfen, sei es gang und gäbe gewesen, den Hofkatzen nach dem Melken eine „Bolle“ Milch in eine Kumme zu schütten und die Viecherl hätten’s mit Genuss geschlabbert, ohne dran zu sterben. Die Katzen hätten auch Reste vom Mittagstisch bekommen - neben ihrer Mäusediät - und wären dabei auch uralt geworden.
Ist Milch also wirklich so schädlich?
Gruß,
Eva
Die Katzen hätten auch Reste vom Mittagstisch
bekommen - neben ihrer Mäusediät - und wären dabei auch uralt
geworden.
Ist Milch also wirklich so schädlich?
Gruß,
Eva
*überleben* können katzen sicherlich auch von milch und küchenabfällen. optimal gesund ist das natürlich nicht. (optimal ist aber leider auch die handelsübliche dosennahrung nicht, die zum größten teil ja aus wasser und fleischabfällen besteht) katzen sind aufgrund eines enzymmangels (wie übrigens auch manche erwachsene menschen) nicht in der lage, die in der milch enthaltene laktose zu verdauuen. als folge von zuviel milch gibt es dann geblähten bauch und durchfälle.
Ich denke, die Essensreste haben die Katzen früher besser vertragen, weil die Menschen nicht so stark gewürzt haben. Heutzutage könnte man einer Katze wohl kaum den Rest vom Chop Suy oder der Tiefkühlpizza anbieten, ohne dass das Tier es einem „dankt“.
Gruß, Galli
Hallo Eva,
also ich glaube nicht, das Milch schaedlich ist. Aber wer weiss das schon genau *fg*. Es geht ja nur um den Milchzucker, der fuer dich Katzen nicht vertraeglich ist. Ich habe gemerkt, das manche Katzen sie sehr gut vertragen und nicht mal Durchfall davon bekommen… und andere wiederrum vertragen sie eben nicht. Das liegt dann wohl letzten endes in der Hand des Katzenbesitzers.
Stimmt, frueher sind die Katzen wirklich sehr alt geworden … und das ganz ohne Tierarzt, Fertignahrung und den restlichen Schnickschnack. Das sollte einem schon zu denken geben.
Ich glaube deine Schwiegermutter waehrt sich auch heftigst dagegen mal ein wenig umzudenken, da wirst du wohl auch nichts mehr anrichten koennen. Aber sobald dem Kaetzchen dabei gutgeht, wuerde ich mir auch keine Gedanken weiter machen.
Viele Gruesse, Manu
Hallo,
Ist Milch also wirklich so schädlich?
das Problem (Lactoseintoleranz) ist m.M. ausschließlich der
daraus resultierende Durchfall, wenn der Katze das Enzym
(Lactase) zum Spalten des Milchzuckers (Lactose) fehlt.
Evtl. entwickeln Katzen die durchweg mit Milch gefüttert werden
und so „enzymmäßig gefordert werden“, weniger häufig dieses
Problem. Zumindest habe ich diese Beobachtung im Bekanntenkreis
beim Menschen - hier sind es ausschließlich die ehemals
Nicht-Milch-Trinker, die beim Versuch Milch wieder in den
Speiseplan aufzunehmen Probleme hatten.
Gruss
Enno
Hi,
also das mit der Laktoseintoleranz bei erwachsenen Katzen stimmt schon. Wobei es aber nichts damit zu tun hat, ob sie als Kitten daran gweöhnt waren, oder nicht. Auf dem Hof haben sie ja auch meist den Rahm, der sich oben abgesetzt hat, bekommen.
Un uralt sind die Tiere auch nicht geworden, sie wurden meist durch ihre eigenen Nachkommen abgelöst…wenn man davon ausgeht, daß eine Feldwaldwiesenkatze zweimal im Jahr rollig wird und auch einen Kater findet, dann macht das uU im Jahr pro Katze zw. 8-12 Nachkommen…und das jedes Jahr…wo sind die hin? Es gab damals keine Impfungen oder Entwurmungen, nein…alt sind diese Tiere sicher nicht geworden.
Katzen und insbesondere gefunde Igel sollen keine Milch trinken! Und auch trinken-> Getränk, ist hier eigentlich falsch, da Milch anhand ihres Energiegehaltes eindeutig nicht als Getränk zählt, sondern Nahrung wie eine Maus oder ein Küken ist.
Klar kann man versuchen, ob Katze Milch verträgt…aber sie entspricht in keinster Weise ihrem natürlichen Speisezettel, wenn man ganz genau sein will.
Habt Ihr schonmal was vom Barfen gehört?
Gruß Maja
(optimal ist aber leider auch die handelsübliche dosennahrung
nicht, die zum größten teil ja aus wasser und fleischabfällen
besteht)
Der größte Teil ist Zellulose. Da wird einiges „verwurstet“, das die Katzen nur wegen der Lockstoffe fressen.
Lieben Gruß
Erika
Hi Maja,
Un uralt sind die Tiere auch nicht geworden
also unsere Katze wurde 16 Jahre alt. Sie hat immer Milch gekriegt und auch öfters Reste, ansonsten gab es Innereien, die roh verfüttert wurden. Dosenfutter für Katzen, Tierarztbesuche, Katzenklo und Katzenstreu kannte man in unserer Familie damals nicht.
Ich schreibe das jetzt nicht, weil ich denke, daß Katzen Milch trinken sollen, oder daß man mit seiner Katze nicht zum Tierarzt soll. Aber ich hasse es, wenn pauschal was behauptet wird, was man garnicht genau wissen kann.
Nichts für ungut
Friedl
Ich denke nicht, dass Milch gesund fuer Katzen ist. Ob sie jetzt direkt schadet - ich weiss es nicht. Frag am besten mal einen Tierarzt.
Aber deine Schwiegermutter sollte ihr auf jeden Fall Wasser zum Trinken hinstellen! Milch ist ja eher als Nahrungsmittel denn als Getraenk zu betrachten.
Ich will meiner Schwiegermutter immer begreiflich machen, dass
erwachsene Katzen keine Milch vertragen,
Danke euch allen für die interessanten Beiträge. Meine Katzen kriegen ohnehin nur Wasser, manchmal etwas Büchsenmilch und meine Schwiegermutter füttert auch „modern“, aber nur weil „das heute eben so ist“, und sie beharrt darauf, früher wären die Katzen auch zurechtgekommen, ohne den ganzen „Schnickschnack“. Mag sie recht mit haben, aber ich denke, genau wie wir Menschen, sind auch die Katzen mit der Zeit verweichlicht und wären von der damaligen Robusthaltung nicht mehr sehr angetan. Andererseits, wenn ich mir meine beiden Stuben- und Balkontiger so betrachte, die sich bestimmt trotz aller Mühe, die wir uns geben, sie zu unterhalten, oft tödlich langweilen, weiß ich nicht recht…
Gruß,
Eva
Hallo,
Ich will meiner Schwiegermutter immer begreiflich machen, dass
erwachsene Katzen keine Milch vertragen, sie hält mir
entgegen, in früheren Zeiten und besonders auf den
Bauernhöfen, sei es gang und gäbe gewesen, den Hofkatzen nach
dem Melken eine „Bolle“ Milch in eine Kumme zu schütten und
die Viecherl hätten’s mit Genuss geschlabbert, ohne dran zu
sterben.
klar mögen das die Katzen. Guttun muss es deshalb noch lange nicht. Und die Katzenkotze und -dünnpfiff haben die Katzen damals natürlich nicht in ein Katzenklo gemacht,
wo man es dann entdecken konnte.
Die Katzen hätten auch Reste vom Mittagstisch
bekommen - neben ihrer Mäusediät - und wären dabei auch uralt
geworden.
Reste machen eigentlich nix aus, wenns nicht zu viel wird. Gefährlich sind Zwiebeln.
Ist Milch also wirklich so schädlich?
Eher unangenehm.
Die mittlere Lebenserwartung von Katzen ist heute übrigens deutlich höher als früher. Vor allem die bessere ärztliche Versorgung kommt hier zum Tragen, da viele Katzen
sonst an Infektionen (Katzenseuche, Katzenschnupfen) eingehen würden. Ebenso lassen sich Nierenprobleme (besonders bei kastrierten Katern) mit modernem Diätfutter in
den Griff bekommen.
Dass es auch früher Katzen gab, dieein Alter weit jenseits der 15 oder gar 20 erreichten widerspricht dem nicht. Es gibt auch Kettenraucher, die 90 Jahre alt werden.
Gruss, Niels
Meine ältere Katze (6) bekommt öfter mal ein Schlückchen Milch und hat damit noch nie ein Problem gehabt. Durchfall ist für sie ein Fremdwort. Joghurt soll ja bekömmlicher sein, das nimmt sie ebenfalls gerne. Und ein Löffelchen Sahne ist ihr auch immer mal ganz gut bekommen (kriegt sie nur selten!) Ansonsten lehnt sie alles außer Dosenfutter dankend ab - auch Fleisch- und Leberwurst.
Gruß
Aia
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